Zur Historie des Heftromans           

Die Geschichte des Heftromans beginnt im 19. Jahrhundert: mit Bilderbogen, Ein-Blatt-Drucken und Fortsetzungs- Geschichten in Zeitschriften, wie zum Beispiel der berühmten "Gartenlaube".
Von der Gartenlaube zur fremden Galaxie
Die Gartenlaube - der Prototyp der Familienillustrierten
Es folgen Einzel-Hefte in unterschiedlichen Formaten, die mit unseren heutigen Heftromanen sogar schon den Seitenumfang gemeinsam haben. Der rasante technische Fortschritt ermöglicht bald hohe Auflagen und senkt die Herstellungskosten, was wiederum die Nachfrage steigen lässt. Leicht konsumierbare Lektüre ist jetzt überall erhältlich und für fast jeden erschwinglich. Etwa ab 1870 erscheinen Hefte mit Seriencharakter: größere Romane in Fortsetzungen über mehrere Hefte oder Romanfolgen mit jeweils abgeschlossenen Geschichten, in denen stets dieselben Helden agieren. Seitdem das Romanheft fester Bestandteil der Lesekultur.

Schon vor dem Ersten Weltkrieg erschienen die kleinformatigen Romanhefte mit verschiedensten Inhalten, zwischen den Weltkriegen steigerte sich die Produktion weiter - und nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Hunderte von Romanheftserien in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf den Markt. Es ist das Verdienst des Sammlers Heinz J. Galle, sich seit Jahrzehnten um diese Publikationen zu kümmern. Zahlreiche Artikel in verschiedenen Publikationen schrieb Galle im Verlauf dieser Zeit, die auch in Büchern zusammengefasst wurden.


Unser Tipp: Volksbücher und Heftromane. Band 1 Der Boom nach 1945 - von Billy Jenkins bis Perry Rhodan von Heinz J. Galle
Allerdings sind die Romanhefte schon ihrem Aufkommen im 19. Jahrhunderts immer weider geschmäht worden. In den Fünfzigern dieses Jahrhunderts versuchte man in Österreich sogar, die Verbreitung von Romanheften durch rechtliche Einschränkungen systematisch zu unterdrücken. Dennoch, die „Juwelen der Kurzgeschichten“ konnte man nicht vernichten...

Im Gegenteil: Große Autoren wie Stephen King, Marion Zimmer-Bradley und Isaac Asimov haben in ihren Anfängen Romangeschichten erzählt. Hier sei angemerkt, daß auch Jack London und Robert Louis Stevenson, Balzac und Maupassant, heute Klassiker, ihre Werke in heftromanähnlichen Werken veröffentlicht haben. Und nicht zuletzt wurde der Filmstreifen namens „Pulp Fiction“ wurde sogar als Oscar-Nominierung gehandelt. Dieser Film ist die getreueste Umsetzung einer Heftroman-Story, wobei auf die einfachen Strukturen der Romane bewußt großen Wert gelegt wurde.




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