So ermittelt das FBI           

Das Federal Bureau of Investigation, kurz FBI, ist die Hauptermittlungsbehörde des amerikanischen Justizministeriums, die speziell gegen mehr als 200 Verbrechenstypen gegen die USA eingesetzt wird.
Die US-amerikanische Bundespolizei verfügt über 27.000 Mitarbeiter.
Übergeordnetes Ziel der Tätigkeiten des FBI sind die Aufrechterhaltung von Recht und Gesetz und Unterstützung und Überwachung untergeordneter Behörden und Organisationen, Schutz vor terroristischen Aktivitäten und Unterstützung und Überwachung untergeordneter Behörden und Organisationen. Höchste Priorität wurde der Verfolgung von Drogenhandel, Spionage, Gewaltverbrechen und Wirtschaftsverbrechen eingeräumt.

In den letzten Jahren aber wird die Verfolgung von Terrorismus immer wichtiger - und die Bundespolizei wird mit neuen Kräften und Techniken immer mehr zum Geheimdienst. Neue Anti-Terror-Gesetze ermöglichen zumindest eine erheblich engere Zusammenarbiet mit den nationalen und internationalen Geheimdiensten. Ob andere Aktivitäten des FBI, etwa die traditionenelle Verbrechensbekämpfung, zugunsten der neuen Ziele zurückgeschraubt werden, ist offiziell nicht erklärt. Medienberichten zufolge aber ist nicht auszuschließen, dass die klassische Polizeiarbeit wie die Untersuchung von Banküberfällen oder Rauschgiftkontrollen auch vermehrt anderen Behörden überlassen werden.

Struktur
Das Hauptquartier in Washington DC
Das FBI ist seit jeher hierarchisch aufgebaut, mit sehr viel aktiver Macht des jeweiligen Direktors, der vom Hauptquartier in Washington DC aus alle Operationen leitet. Der höchste Mann beim FBI wird vom Präsidenten ernannt und vom Senat bestätigt und darf nicht länger als zehn Jahre amtieren. Der heutige Direktor Robert Mueller trat seinen Dienst 2001 an - er wurde vom Senat mit einer 98:0-Mehrheit gewählt, nachdem Vorgänger Louis Freeh nach acht Jahren des Zehnjahresvertrags den Dienst quittiert hatte.

Das Hauptquartier in Washington DC ist in elf Abteilungen eingeteilt. Von dort werden die 56 "Field Offices" und die ca. 400 Ortsbüros koordiniert. Dem Direktor steht hierbei sein Stab und der Stellvertretende Direktor zur Seite. Jede Abteilung wird von einem Assistenz-Direktor überwacht, der wiederum einen Stellvertreter, Sektions Chefs und die Chefs von Einheiten unter sich hat.

Ein "Field Office" wird normalerweise von einem "Special Agent in Charge" (SAC) geleitet. Überwachende Special Agents übernehmen dort die Leitung von größeren Gruppen von Special Agents. Außerdem kümmert sich ein "Office Services Manager" um die Organisation des technischen Personals. Jedes Ortsbüro wird von einem "Resident Agent" geleitet, der dem SAC des jeweiligen "Field Office" untersteht.

Die Ausbildung der Besten
Agentin in der Ausbildung
Dass Frauen beim FBI herausragende Karrieren machen können, ist nicht erst seit "Das Schweigen der Lämmer" bekannt. In ihrem Bestseller "Die Agentin" von 1980 berichtet Profilerin Candice DeLong von der knochenharten Ausbildung, den ersten Frauen in einer verschworenen Männerwelt, vom trockenen Alltag bis zu dramatischen Ermittlungen gegen die Zeit, von der Konfrontation mit dem Wahnsinn in Verbrechergestalt - und vom Adrenalinstoß im Angesicht der Gefahr!

Das FBI unterhält zur Ausbildung seiner Mitarbeiter eine eigene Schule. Die FBI-Academy befindet sich auf dem Grundstück einer Basis des United States Marine Corps in Quantico, Virginia. Die ganzen 16 Wochen seiner Ausbildung verbringt der angehende Agent dabei auf der Akademie, was für die meisten eine zusätzliche Belastung bedeutet.

Gut ein Drittel der Ausbildung besteht aus dem Studium von Gebieten wie Recht, Ethik und nationale Sicherheit. Am Anfang steht für alle jedoch ein ausführlicher Fitnesstest, der aus Sit Ups, Liegestützen, Klimmzügen und einem Ausdauerlauf besteht. Wer dabei nicht ein vorgegebenes Maß erreichen kann, wird schon hier ausgemustert. Eine überraschend hohe Anzahl von Bewerbern bleibt dabei jedes Mal unter dem geforderten Minimum. Allerdings bedeutet dies nicht zwangsläufig das Ende einer Karriere, die noch gar nicht begonnen hat. Die Ausgemusterten bekommen nämlich einige Monate Zeit, sich zu Hause in Form zu bringen, und können den Fitnesstest danach erneut absolvieren.

Auch ganz am Anfang der Ausbildung steht die Konfrontation mit dem Tod, das heißt entweder einen Menschen zu töten oder auch selber ums Leben zu kommen. Den Auszubildenden wird hier noch einmal die Chance gewährt, die Ausbildung abzubrechen, falls dies nicht ihren Vorstellungen des Berufs eines Special Agents entspricht. Später wird noch intesiver auf die sogenannte "Deadly Force Policy", das heißt das Recht einen Menschen zu töten, des FBI eingegangen, denn hier muß im späteren Beruf oft in Sekundenschnelle eine Entscheidung getroffen werden.

Für alle, die trotzdem weitermachen, beginnt nun die eigentliche Ausbildung. Diese besteht zu einem Großteil auch aus Schußwaffentraining, die Auszubildenden verbringen insgesamt 112 Stunden auf dem Schießstand. Dabei lernen sie den Umgang mit einer automatischen Handfeuerwaffe aber auch einer Schrotflinte und einem Maschinengewehr. Bei den Schießübungen wird von den Bewerbern eine Trefferquote von 80 Prozent erwartet, ansonsten gilt, diese Disziplin als nicht bestanden. Wer in mehreren Bereichen nicht besteht, wird aufgefordert die Klasse zu verlassen, um dann die Ausbildung von vorne zu beginnen, was bei den Ausbildern als "Recycling" bezeichnet wird.

Damit die Ausbildung aber nicht nur trockene Theorie für die sogenannten Trainees ist, lernen sie sofort, die Praktiken aus dem theoretischen Untericht in die Praxis umzusetzen. Dies geschieht durch den "Integrated Case". Das ist ein fiktiver Fall, der auf die Ausbildung abgestimmt ist und die Auszubildenden von einem Gebiet zum nächsten führt. Dieser Fall wird von den Trainees in "Hogans Alley", einer Kulissenstadt auf dem Akademiegelände, recherchiert, wobei Mitarbeiter der Akademie als Bewohner der Stadt fungieren. Die Trainees stehen dabei unter ständiger Beobachtung von Psychologen und Ausbildern, die ihr Verhalten per Video analysieren.

Ein Teil der Ausbildung, der für die zukünftigen Agenten später überlebenswichtig sein wird, ist das Erlernen der Verhaftungstechniken, wobei die Trainees auch lernen müssen, ihre Angst zu überwinden. Hierfür wird ihnen Pfefferspray in die Augen gesprüht und sie müssen dann immer noch jemanden vorschriftsmäßig verhaften. Weitere Teile der Ausbildung umfassen die Bereiche Ethik, als Grundlage des Handelns oder z.B. das Training im "Tactical Emergency Vehicle Operation Center" (TEVOC), in dem die Auszubildenden den richtigen Umgang mit einem Dienstwagen bei Verfolgungsjagden lernen sollen. Für die Trainees, welche alle Ausbildungsstationen erfolgreich bestanden haben beginnt nun die Arbeit als Special Agent des FBI.






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