Die Geschichte des Horror-Heftromans von 1968-2001           

Am 23. Juli 1968 erschien der allererste Horror-Heftroman als "Silber Krimi Nr. 747" (Zauberkreis) von Dan Shocker. Vergleicht man, wie lange es damals bereits SF- und Fantasy-Heftserien gab, so kann man sich nur wundern ...
von Walter Hofstetter
Prominter Grusel - Johann Heinrich Füsslis berühmtes Gemälde, 'Der Nachtmahr' (1. Fassung 1781, 2. Fassung 1790/91)
.... wie lange die In diesen Bereich tätigen Verlagsgesellschaften (Bastei, Erber, Kelter, Marken, Neuzeit, Pabel, Zauberkreis) gebraucht hatten, bis dieses Genre für den Heftmarkt erschlossen wurde.

Kehren wir aber zur ersten Horrorserie zurück. Dieses Krimi-Heft unterschied sich damals von anderen Silber Krimis nur durch den Untertitel "Silber-Grusel-Krimi Nr.1". Als Autor zeichnete Dan Shocker. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich Jürgen Grasmück, welcher unter dem Pseudonym Jürgen Grasse schon einige SF-Romane verfaßt hatte. Der Held der ersten Horrorserie war Larry Brent, welcher für die PSA, eine Art Geheimdienst, arbeitete. Dieser beschäftigte sich mit paranormalen Fällen. Da das Genre Horror neu im Heftroman war, schrieb Shocker am Anfang Thriller mit fantastischen Elementen. Über Dämonen und dergleichen traute man sich momentan noch nicht. Diese traten erst später mehr und mehr in Erscheinung.

Der Silber-Grusel-Krimi erschien nun alle vier Wochen als Sub-Serie im Silber-Krimi. Da die Leserreaktionen auf Larry Brent sehr erfolgreich waren, erhielt der Silber-Grusel-Krimi ab der Nr.25 (Silber-Krimi Nr.870), welche 1970 erschien, eine eigenen Titelbildgestaltung. Die Unterzeile war zur Überschrift geworden. Der Silber-Grusel-Krimi erschien aber weiterhin als Sub-Serie alle vier Wochen.

Bereits im Dezember 1970 wurde der Silber-Grusel-Krimi neu aufgelegt. Zu einer Zeit, als die erste Auflage immer noch als Sub-Serie erschien, wurde die zweite Auflage schon alle zwei Wochen aufgelegt. Zu erwähnen sind hier auch noch die Taschenbücher, welche in loser Reihenfolge in der Kriminaltaschenbuchserie des Zauberkreisverlages erschienen. Diese Romane wurden später aber auch in der Heftreihe abgedruckt. Auch Heftromane fanden den Weg in die Taschenbuchreihe. Die Jubiläumsnummer 50 erschien 1972 als Silber-Krimi Nr.974. Er war sogleich der letzte Silber-Grusel-Krimi, welcher als Sub-Serie erschien.

Am 27.12.1972 erschien die Nr.51 erstmals als eigenständige Heftreihe. Ab dieser Nummer wurde die Erscheinungsweise auf 14-tägliche Intervalle umgestellt. Es erschien nun die 1. und die 2. Auflage alternierend. Allerdings wurde die 2. Auflage mit der Nr.117. 1974 wieder eingestellt. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, daß sie in zu kurzem Abstand zur ersten erschienen ist.

Dan Shocker konnte aber nicht mehr alle Romane für den Silber-Grusel-Krimi schreiben, da er ja später auch noch "Macabros" für den Zauberkreisverlag schrieb. Daher schrieb mit der Nr.70 ein weiterer Autor (Bob Fischer aka Robert F. Atkinson) für den Silber-Grusel-Krimi. Er hatte schon vorher einige Gruselromane im Silber-Krimi verfaßt (sowohl unter dem Pseudonym Bob Fisher als auch unter Bert F. Atkins). Allerdings wählte er nicht Larry Brent als Serienfigur, sondern die Nebelgeister. Später kamen noch einige Autoren mit ihren Helden zum SGK, der sich immer mehr zu einer Reihe mit unterschiedlichen Protagonisten entwickelte.

1980 war die Situation im Silber-Grusel-Krimi etwas problematisch. Er erschien jede Woche. Davon erschien alle 4 Wochen ein Larry Brent von Dan Shocker. Einerseits hatten die Larry Brent´s ca. den vierfachen Absatz als die restliche Serie. Andererseits konnte Dan Shocker nicht mehr alle vier Wochen einen Larry Brent fertigstellen. So erschienen teilweise Neudrucke alter Larry Brent Romane. 1981 entschied sich der Verlag auf eine Auskoppelung und Neuauflage von Larry Brent. Der Silber-Grusel-Krimi erschien nach der Auskoppelung nur noch 14-täglich, bis er 1986 mit der Nr.494 eingestellt wurde. Larry Brent wurde nun neu aufgelegt, wobei man sich aber nicht an die alte Reihenfolge hielt. Weiters schrieb Dan Shocker neue Romane, welche man ebenfalls in die Serie einfügte. Larry Brent erschien anfangs 14-täglich, wurde dann auf wöchentliche Intervalle umgestellt, mußte später aber wieder auf 14-täliche Erscheinungsweise zurückgefahren werden, da Dan Shocker mit den Verfassen nicht nachkam. Man plante die Aufnahme von Co-Autoren, welche nach Exposes von Dan Shocker ebenfalls Romane über Larry Brent schreiben sollten. Dann wäre ein wöchentliches Erscheinen wieder möglich gewesen. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Nachdem Pabel, welcher ja Zauberkreis 1985 aufgekauft hatte, alle anderen Horrorserien 1986 eingestellt hatte, entschloss sich die Verlagsleitung, Larry Brent ebenfalls einzustellen, obwohl die Serie nie rote Zahlen gesehen hatte. Somit wurde mit der Nr.192 diese Serie eingestellt.

Nach unzähligen Gerüchten über eine Weiterführung von Larry Brent wurde diese 1994 im Zaubermond Verlag Realität. Von November 1994 bis Februar 1995 erschienen 4 Hefte unter dem Seriennamen "Dan Shocker" in monatlichem Abstand. Obwohl die Serie mit der Nr.1 startete wurde sie heftmäßig dort fortgesetzt, wo Larry Brent eingestellt wurde. Die folgenden Hefte entsprechen den ursprünglich für Larry Brent eingeplanten Heften. Es war auch geplant, dass Dan Shocker für die Heftserie neue Romane verfaßt, doch mit der Nr.4 wurde die Heftserie eingestellt, da "Dan Shocker" ab sofort im Hardcover Format weitergeführt wurde. Im Mai 1995 erschien dann auch der Hardcoverband "Draculas Vampir Falle" mit der Buchnummer 50, da die Hardcoverausgabe für alle Larry Brent Romane gedacht war. In ihm sind die Dan Shocker Nr. 5 bis 8 bzw. Larry Brent Nr. 197 bis 200 enthalten. Damit endet allerdings auch die Larry Brent Story im Zaubermond Verlag. Weiter Bücher sind nicht mehr erschienen.

Seit 1998 erscheint nun Larry Brent im Blitz Verlag als Paperpack vierteljährlich. Dabei werden jeweils vier alte Heftromane zu einem Paperback zusammengefasst, wobei man sich an der ursprünglichen Reihenfolge des Silber-(Grusel)-Krimis orientiert. Neben einer Neuauflage der alten Romane erscheinen parallel dazu unter dem Titel "Larry Brent - Die neuen X Akten der PSA" neue Romane, welche von verschiedenen Autoren, wie z.B. Manfred Weinland, Martin Eisele und Andreas Kasprzak, verfasst werden.

Klassiker aus dem Hause Bastei
Am 13. Juli 1973 erschien bei Bastei der Gespenster-Krimi Nr.1. Der erste Roman wurde von Helmut Rellergerd (Jason Dark) verfasst. Sein Held hörte auf den Namen John Sinclair. Für den Gespenster Krimi schrieben in der Folge eine ganze Reihe von Autoren, welche alle ihre eigenen Helden hatten. Erwähnenswert wären hier u.a. Walter Appel, Holger Friedrichs, Kurt Luif und Friedrich Tenkrat. Die Romanfigur des "John Sinclair" von Jason Dark, welche in unregelmäßigen Abständen im GK erschien, wurde bald zu der populärsten Figur des Gespenster-Krimis. So verwundert es sicherlich nicht, daß die Serie 1978 als eigenständige Serie ausgekoppelt wurde. Eine weitere populäre Figur war die des "Tony Ballard", erfunden von Friedrich Tenkrat alias A.F. Morland. Auch sie erschien in unregelmäßigen Intervallen und wurde später (1982) ausgekoppelt. Ansonsten herrschte im GK ein loses Treiben der unterschiedlichsten Autoren mit ihren Helden, ähnlich wie im Vampir Horror Roman. Nur wurden im GK nicht so viele Übersetzungen eingeplant.

Nachdem den Gespenster Krimi mit John Sinclair und Tony Ballard seine erfolgreichsten Helden verlassen hatten, fristete er eigentlich ein Schattendasein im Angesicht seiner früheren Sub-Serien. Das Erscheinungsbild des Gespenster Krimi war nun von Einzelabenteuern und Sub-Serien geprägt. Ab 1984 erschienen im Gespenster Krimi keine Einzelabenteuer mehr. Es erschienen abwechselnd 4 Sub-Serien: "Damona King", "Coogan", "Der Hexer" und "Mack Norman". Von Damona King und dem Hexer werden wir noch hören. Anfang 1985 stellte man die Erscheinungsweise von wöchentlich auf 14-täglich um, aber auch diese Maßnahme konnte den Lesermangel nicht mehr beheben. Mit der Nr.597, einen Roman von Friedrich Tenkrat, wurde der Gespenster Krimi 1985 schließlich eingestellt. Er war damals die Horror Reihe mit der höchsten Heftnummer, und auch heute wurde er nur von "John Sinclair" und "Professor Zamorra" sowie dem "Mitternachts Roman" übertroffen.


Von Dämonen und anderen Abenteuern

1974 erschien bei Bastei die Antwort auf den Dämonenkiller: "Professor Zamorra". Durch den Erfolg des Dämonenkillers angesprochen führte Bastei die Figur des reichen Professors der Parapsychologie ein, welcher auf Gespenster- und Dämonenjagd ging. Während beim Dämonenkiller die Handlung allerdings in Zyklen eingeteilt war, absolvierte Professor Zamorra am Anfang nur Einzelabenteuer, da viele verschiedene Autoren ohne Absprache für die Serie schrieben. Zu Beginn erschienen die Romane mit den einzelnen Autorenpseudonymen, ab der Nr.14 erschienen die Romane allerdings unter dem Verlagspseudonym Robert Lamont. Für diese Serie schrieben u.a. Friedrich Tenkrat (A.F. Morland), Helmut Rellergerd (Jason Dark), Kurt Maurer, Walter Appel, Holger Friedrichs, Hans Wolf Sommer, Kurt Brand, Wilfried A. Hary, Andreas Brandhorst, Uwe Anton, Wolfgang Hohlbein, Rolf Michael und Werner Kurt Giesa. Professor Zamorra konnte aber lange nicht den Erfolg des Dämonenkillers erringen, und blieb daher immer bei einer 14- täglichen Erscheinungsweise. Sie ist aber die älteste noch existierende Horrorserie, und erreicht in diesen Tagen die Nr. 850. Schrieben am Anfang viele Autoren ihre eigenen Geschichten, so kristallisierte sich im Laufe der Zeit ein Hauptautor immer mehr heraus. Bis zur Nr.200 schrieben immerhin 25 verschiedene Autoren für Professor Zamorra. Später verfassten nur noch Rolf Michael und Werner K. Giesa Romane. Es wurde mehr und mehr ein Zyklengerüst aufgebaut, wobei auch sehr stark Fantasy und Science Fiction Themen in die Handlung einflossen. Seit Heft 330 schrieb Werner K. Giesa sehr lange alleine an der Serie. Erst mit Band 642 gab es Neuzugang, Claudia Kern stieg als Co-Autorin in die Serie ein. Mit der Nr.666 kehrte auch Rolf Michael vorerst für ein Gastspiel in die Serie zurück. Gemeinsam mit W.K. Giesa verfasste er einen 5-bändigen Zyklus. Die Romane erschienen aber nach wie vor unter dem Serienpseudonym um der Serie mehr Homogenität zu verleihen.

Im Dienste Ihrer Majestät
Im Gespenster Krimi etablierten sich besonders zwei Helden: John Sinclair und Tony Ballard. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie eine eigene Serie bekommen würden. 1978 war nun die Zeit für John Sinclair gekommen: er bekam nach 50 Abenteuern im Gespenster-Krimi seine eigene Serie. Allerdings erfolgte der Start der eigenen Serie nicht mit der Nr.51, sondern man fing die Numerierung von vorne wieder an.

Die Hauptfigur der Serie ist der Scotland Yard Beamte John Sinclair, welcher von London aus gegen die Dämonen kämpft. Im Gespenster Krimi erschienen ausnahmslos Einzelabenteuer. Erst in der eigenen Serie wurde mit Mehrteilern begonnen. Auch wurde mehr und mehr auf frühere Abenteuer bezug genommen, so dass mit der Zeit ein loser Zyklencharakter in der Serie Einzug gehalten hat.

John Sinclair wurde fast ausschließlich von Helmut Rellergerd geschrieben, allerdings schrieben am Anfang der eigenständigen Serie Friedrich Tenkrat, Walter Appel, Martin Eisele und Richard Wunderer einige Romane für John Sinclair. In der eigenständigen Reihe sind bisher über 1100 Bände erschienen. John Sinclair war innerhalb kürzester Zeit so erfolgreich, daß bereits 1980 eine 2. Auflage erschienen ist. Sie erschien allerdings zunächst nur 14-täglich, und wurde erst später auf wöchentliche Erscheinungsweise umgestellt. Hier wurden zuerst die 50 Bände aus dem Gespenster-Krimi neu aufgelegt, dadurch entsprach die Nr. 51 der 2.Auflage der Nr.1 der eigenständigen Serie. Die 2. Auflage wurde 1990 mit der Nr.448 eingestellt. 1981 begann der Bastei-Verlag mit der Ausgabe von John Sinclair Taschenbüchern, die von Jason Dark parallel zur Serie jeweils neu geschrieben werden.. Sie erscheinen seither jedes Monat, und belaufen sich bisher auf über 240 Exemplare. Alte und nicht mehr erhältliche Ausgaben werden vom Verlag sporadisch nachgedruckt. In den Jahren 1984 und 1985 erschien noch jeweils ein Paperback. Hier handelte es sich um dickere und großformatigere Romane als die Taschenbücher. 1985 erschien die 3., 1991 die 4. Auflage. Auch hier wurden zuerst die 50 GK-Romane nachgedruckt, danach die eigene Serie. In der 4. Auflage wurden die Hefte, welche nicht von Helmut Rellergerd verfasst wurden durch neue ersetzt. Aufgrund von Leserprotesten wurde dies dann aber wieder aufgelassen. Die dritte Auflage wurde mit Erscheinen der Nummer 449 in 2. Auflage umbenannt, die 4. Auflage mit Erscheinen der Nr. 218 1995 eingestellt.

Seit 1996 erscheint eine 5. Auflage unter dem Titel John Sinclair Sammleredition 14-täglich im neuen Taschenheft- Format. Seit 1996 erscheinen auch noch Jumbo Taschenbücher 2 bis 4 mal im Jahr. In diesen werden jeweils 8 Hefte (beginnend mit den Gespenster Krimis, danach die eigene Serie) zu einem extra dicken Taschenbuch zusammengefasst. Aber auch hier werden die Hefte der Gastautoren ausgelassen.

Ein Privatdetektiv gegen die Hölle

Neben John Sinclair gab es im Gespenster Krimi eine weitere äußerst erfolgreiche Serienfigur: Tony Ballard. Nachdem Tony Ballard 67 Abenteuer im GK bestanden hatte, bekam er schließlich 1982 seine eigene Serie. Auch diese Serie startete als eigene Serie wieder bei Nr.1.

Im Mittelpunkt dieser Serie steht der Privatdetektiv Tony Ballard, dessen Vorfahre Hexen gerichtet hatte, welche in der Gegenwart auf Rache sinnen. Seither kämpft er von London aus (genauso wie Dorian Hunter und John Sinclair) gegen die Kreaturen der Hölle.

Alleiniger Autor des Tony Ballard war Friedrich Tenkrat, welcher unter dem Pseudonym A. F. Morland bei Bastei schrieb. Diese Serie ist einige der wenigen, welche auch wirklich nur von einem Autor geschrieben wurden. Tony Ballard erschien bis 1990 im 14 täglichen Rhythmus. Mit dem Band 200, welcher 1990 erschien, wurde Tony Ballard schließlich eingestellt. Dis geschah aber nicht aus Lesermangel, sondern es kam zu Differenzen zwischen der Verlagsleitung und dem Autor. Da der aber wohl die Rechte an den Namen hat, gab es keine Romane von anderen Autoren. 1992 erschien als "Dämonen Land" Nr.75 der bislang letzte Tony Ballard Roman: "Das Böse lebt".

Zwischenspiele in den Siebzigern
1974 erschien im Kelter Verlag der Geister Krimi. Auch hier erschienen schon drei Romane in der Krimiserie des Verlages. Der Geister Krimi war wie der Vampir Horror Roman und der Gespensterkrimi eine Reihe. Hier schrieb eine große Anzahl von Autoren mit ihren eigenen Helden ihre Geschichten. Erwähnenswerte Serienhelden sind hier Rick Masters von Richard Wunderer und Mark Tate von Wilfried A. Hary. Beide Helden brachten es aber nie auf eigene Serien. Weiteres gab es noch die Geisterkommission-Suberie (1 Taschenbuch und 6 Hefte) von Pyllis Cocker (d.i. Gudrun Voigt), wobei hier die gejagten Geistern gegen Ende bekehrt und nicht vernichtet wurden. Gegen Ende des Geister Krimis wurden viele Romane aus den Anfangszeiten neu aufgelegt. Der Geister Krimi wurde 1981 mit der Nr.405 eingestellt. Auch vom Geister Krimi erschienen Taschenbücher, welche in loser Reihenfolge in der Krimi-Taschenbuchserie des Verlags erschienen sind. Von 1974 bis 1976 erschienen insgesamt 20 Taschenbücher.

Nachdem bei Kelter 1981 der Geister-Krimi eingestellt wurde, erschienen noch zwei Nachfolgeserien. Es waren dies der "Geister Killer" und der "Geister Thriller". Der Geister Killer erschien von 1981 bis 1982 und brachte er auf 32 Ausgaben. Hier erschienen abwechselnd Abenteuer von Mark Tate und Rick Masters. Der Geister Thriller erschien 1983 und brachte es auf 20 Ausgaben. Davon 3 Rick Master Romane und 9 Mark Tate Romane. Der Rest der Bände waren Neuauflagen alter Geister Krimis.

Durch den Erfolg des Dämonen Landes angespornt, begann man auch bei Kelter 1990 alte Romane neu aufzulegen. Der Geister Krimi erhielt eine 2. Auflage. Allerdings wurde diese mit der Nr.30 wieder eingestellt.

1995 wurde Rick Masters im Kelter Verlag nochmals aufgelegt. Es erschienen 12 Hefte, welche jeweils 3 Romane enthielten.

Ebenfalls 1974 erschien im Kelterverlag die Serie "Monstrula". Sie wurde von den beiden Autoren M.R. Heinze und Richard Wunderer geschrieben. Monstrula lief zwischen 1974 und 1976 und erreichte dabei 46 Ausgaben. Auch von Monstrula erschien 1974 3 Taschenbücher.

1975 experimentierte man bei Bastei: Man vermischte den Westernroman mit dem Horror-Roman. Der Geister-Western war geboren. Autoren dieses Experimentes waren u.a. der vom Western bekannte U.H. Wilken und Walter Appel. Allerdings scheiterte dieses Experiment bald, denn 1976 wurde diese Reihe mit der Nr.30 eingestellt.

In die gleiche Richtung zielte der "Grusel Western", welcher 1974 bei Marken erschien. Aber auch er wurde 1976 eingestellt, erreichte aber sogar die Nr.40, also um 10 mehr als die Konkurrenz von Bastei.

Bei Erber erschien 1975 "Erber´s Grusel Krimi", welcher es bis 1977 auf 42 Exemplare brachte. Eine andere Serie von Erber sollte viel berühmter werden: Dr. Morton. Hier ist zum erstenmal in der Geschichte des Heft-Horrorromans der Serienheld nicht auf der guten Seite. Dr. Morten ist ein etwas psychopatischer Arzt, welcher allerlei Experimente unternimmt. Dementsprechend blutig sind die einzelnen Bände der Serie. Als 1977 ein neues Jugendschutzgesetz in Kraft tritt bedeutet dies das Aus für die Serie. Nach diesem Gesetz muß eine Heftserie für mindestens ein Jahr eingestellt werden, wenn drei oder mehr Bände der Serie indiziert werden. Von den insgesamt 54 Heften von Dr. Morton werden 20 indiziert. Damit muß die Serie für mindestens ein Jahr vom Markt verschwinden. 1977 erschienen noch 3 Großbände und 3 Kriminalmagazine von Dr. Morton. die Reaktion des Erber-Verlages auf die Einstellung von Dr. Morton war die Serie "Der Lord". Im Prinzip hat sie die gleiche Handlung von Dr. Morton, allerdings kam man hier ohne Blut aus. Der Lord erschien von 1977 bis 1979 und brachte es auf 38 Hefte. 1979 erschienen ebenfalls 2 Großbände von Der Lord. Beide Serien wurden von John Ball verfaßt. Um 1979 erschienen noch 8 Krimi Taschenbücher mit Dr. Morton. Diese verfaßte allerdings John Forbes.

Kehren wir noch einmal nach 1975 zurück, wo im Neuzeit-Verlag die Serie "Horror-Trip" erschien. Diese brachte es allerdings nur auf 2 Bände.

Im Jahre 1976 brachte Zauberkreis die Serie "Occu" heraus. Sie versuchte den Horror von der okkulten Seite aufzuziehen. Die Serie wurde allerdings 1980 mit 58 Exemplaren wieder eingestellt.

1979 erschien bei Bastei die Serie "Damona King". Diese Serie ist neben Vampira die einzige Horrorserie mit einer weiblichen Hauptfigur (später erschien im Subgenre Frauenspannungsroman noch Jessica Bannister). Sie erschien im 14-tägigen Rhythmus zwischen 1979 und 83 und erreichte dabei 107 Nummern. Nach ihrer Einstellung erschien sie aber noch als Sub-Serie alle 4 Wochen im Gespenster-Krimi, wodurch sie auf 129 Bände kam. Für diese Serie schrieben u.a. Jason Dark alias Helmut Rellergerd, Hans Wolf Sommer, W.K. Giesa, Martin Eisle und Wolfgang Hohlbein. Ähnlich wie bei Professor Zamorra wechselten hier Einzelbände und zyklische Handlung ab.


Spannung für die Frau

An dieser Stelle möchte ich auf die sogenannten Spannungsromane für Frauen einzugehen. Hier entwickelte sich innerhalb des Horrorgenres ein eigenes Untergenre. Diese Serien zählen zum Horror, unterscheiden sich aber insofern von den anderen Serien, daß sie extra für Frauen geschrieben werden, daher mehr romantischer geschrieben werden, sowie auf extreme Horroreffekte verzichten. Bei Pabel erschien von 1971-1992 die Reihe "Gaslicht", die anfangs durchwegs Übersetzungen, ab der Hälfte immer mehr deutsche Orginalerscheinungen brachte. Immerhin eine der wenigen Reihen, die die Nummer 1000 überschritten. 1978 erschienen bei Bastei der "Spuk Roman" und der "Geheimnis-Roman". Beide Serien liefen bis 1985, wobei der Spuk-Roman 14-täglich erschien, der Geheimnis-Roman allerdings wöchentlich. Weitere Serien dieses Sub-Genre waren Melissa und der Mitternachts-Roman. Beide Reihen erschienen ebenfalls bei Bastei. Melissa brachte es zwischen 1984 und 1990 auf 140 Hefte. Der Mitternachts-Roman erscheint seit 1985 jede Woche und befindet sich momentan bei der Nr. 750. Eine weitere Serie dieser Art erscheint seit 1992 bei Kelter: Irrlicht, seit 1994 auch Irrlicht Exklusiv und seit 1996 Spuklicht. Es erscheinen Neuauflagen von Gaslicht und den einschlägigen Bastei-Reihen, anscheinend auch Erstauflagen, wobei man dies durch eine fehlende Kennzeichnung schwer feststellen kann (dies gilt für alle 3 Kelter-Reihen).

Zu einer Auskopplung aus dem Mitternachts-Roman kam es 1997: Jessica Bannister. Als Hauptautor schrieb hier Alfred Dekker. Allerdings war ihr keine lange Serie vergönnt: bereits mit Nr. 44 kam für sie das Aus als eigene Serie. Danach wird sie wiederum als Sub-Serie im Mitternachts-Roman weitergeführt.


Auf Chutulus Spuren

Eine weitere sehr prominente Auskopplung aus dem Gespenster Krimi ist "Der Hexer", welcher bei Bastei 1985 erschien. Nachdem zuvor schon 8 Bände im Gespenster Krimi erschienen waren, wurde nach dessen Einstellung Der Hexer als eigene Serie weitergeführt. Wie für Bastei typisch startete auch hier die eigene Serie bei Nr.1. Als Autor fast aller Hexer Bände erwies sich Wolfgang Hohlbein.

Die Story dieser Serie baut auf der Chutulu Mythologie von H.P. Lovecraft auf (welcher auch in der Serie als handelnde Person vorkommt). Der Hauptakteur ist Robert Craven, der Sohn eines Hexers. Dieser kämpfte gegen die Großen Alten (alte mächtige Dämonen, welche von noch mächtigeren Dämonen von der Erde verbannt wurden und seither nach ihrer Rückkehr trachten). Mit dem Tod des Hexers übernimmt Robert Craven die Kräfte seines Vaters und muß sich den Dämonen stellen. Diese Serie spielte exakt vor 100 Jahren im viktorianischen London.

Allerdings mußte diese Serie durch Lesermangel bereits 1987 mit der Nr.49 wieder eingestellt werden. Dies war allerdings diesmal nicht das Aus für Robert Craven, der Hauptfigur des Hexers. Die Bände der Heftserie wurden als Taschenbücher Zusammengefasst, und hier erfuhren sie einen unglaublichen Erfolg. Das erste Taschenbuch des Hexers ist heute bereits in unzähliger Auflage erschienen. Weitere Hexer Taschenbücher folgten, so daß die gesamte Serie, teilweise allerdings stark überarbeitet, mittlerweile als Taschenbuch vorliegt. Im Zuge dieses Erfolges verfaßte Wolfgang Hohlbein ein eigenständiges Taschenbuch und ein Paperback, welches die Heftserie direkt fortsetzt. Auch die Fortsetzung als Heftserie ließ nun nicht mehr lange auf sich warten: im Dämonen Land sollte der Hexer wieder als Subserie erscheinen. Allerdings erschienen nur 3 Romane (der erste war eine Zusammenfassung des neuen Paperbacks). Später wurden die restlichen 2 Romane und neue Geschichten zu einen weiteren Taschenbuch zusammengefaßt.

1992 erschienen im Tosa Verlag drei Bücher unter dem Titel "Der Magier". Dabei handelt es sich um Pseudofortsetzungen der Heftserie, deren Handlungszeit in die Gegenwart verlegt wurde. Diese wurden 1999 im Heyne Verlag als Taschenbücher neu aufgelegt.


Zwischenspiele in den 80 und 90´ern

Bei Zauberkreis erschien von 1982 bis 1983 die Serie "Der Magier". Hier mußte ein Zauberer mit allerlei Fingertricks und echten Zaubertricks gegen allerlei Finsterlinge kämpfen. Diese Serie schrieb u.a. auch Kurt Luif, welchen wir als Neal Davenport vom Dämonenkiller her kennen.

Im Marken Verlag erschienen Gordon Black und Mac Kinsey. Gordon Black erschien von 1982 bis 1983 und erreichte 20 Hefte, Mac Kinskey kam von 1983 bis 1984 auf 16 Hefte. Beide Serien wurden von Horst W. Hübner und Wolfgang Rahn gemeinsam geschrieben, wobei es jedoch keinerlei Absprache zwischen den Autoren gab, so dass es zu Ungereimtheiten bei der zeitlichen Abfolge und in der Beschreibung mancher Dinge kam.

Im Richter Verlag erschien 1986 der Krimi Thriller. Diese Serie brachte es auf 16 Hefte. Dabei waren Band 1 bis 8 sowie Band 16 und 16 Nachdrucke von Dr. Morton, und 9 bis 14 (also der Rest) Nachdrucke von Der Lord.

Im Milton Verlag erschienen 1990 "Die Dämonenjäger". Hier handelt es sich um eine Reihe, welche abwechselnd zwei Sub-Serien enthielt. Allerdings verließ auch sie uns mit der Nr.19, wobei allerdings die Nr.18 nie erschienen ist.


Die Rückkehr der Klassiker

1989, zu einer Zeit, als der Heftromanmarkt schon sehr geschrumpft war entschloß sich Bastei eine neue Romanreihe herauszugeben: Dämonen-Land. Hier sollten allerdings keine neuen Romane abgedruckt werden, sondern aus den verschiedensten Serien Nachdrucke wieder aufgelegt werden. Die meisten Nachdrucke wurden vom Vampir Horror Roman und dem Gespenster Krimi entnommen. Nachdem diese Reihe allerdings einigermaßen erfolgreich war, entschloß man sich auch sporadisch neue Romane aufzunehmen. So sind einige gute neue Romane erschienen: u.a. eine Trilogie von Arndt Ellmer, ein neuer Tony Ballard, zwei neue Hexer Romane und zwei neue Romane von Hubert Straßl (Hugh Walker). Der Redakteur der Serie (Michael Schönenbröcher) machte es sich auch zur Aufgabe jeweils die Nr.1 der einzelnen Heft-Horror-Romanserien neu aufzulegen. Eine Aufgabe, welche er fast vollständig erledigen konnte. Doch die Leserzahl der neuen Reihe sank mit der Zeit immer mehr. So schlugen unzählige Rettungsversuche (wie Erhöhung des Heftpreises) fehl, und mit der Nr. 176 kam schließlich das endgültige Aus für das Dämonen-Land.


Die wahre Geschichte der Vampire

Am 22. November 1994 erblickte eine der innovativsten Horrorserien das Licht der Romanwelt: Vampira. Was der Dämonenkiller für die 70´er Jahre und Der Hexer für die 80´er Jahre ist, das ist Vampira für die 90´er Jahre. Das Konzept der Serie beruht auf Michael Schönenbröcher und Manfred Weinland, welcher die Serie als alleiniger Autor unter dem Pseudonym Adrian Doyle (woher nimmt Bastei nur diese Pseudonyme?) verfassen sollte. Im Mittelpunkt steht hier die Halbvampirin Lilith Eden, deren Vater Mensch und Mutter Vampirin war. Sie sollte 100 Jahre in einen Haus heranwachsen um ihre Bestimmung zu erfüllen. Ihre Ruhe wird jedoch 2 Jahre vor der Zeit unterbrochen. Dadurch muß sie ihre Bestimmung erst finden. Ausgestoßen von den Menschen und den Vampiren jagt sie die ersten 50 Bände ihren eigenen Geheimnis nach. Manfred Weinland und Michael Schönenbröcher halten sich bei ihrer Geschichte sehr an die christliche Mythologie und die Bibel. Wobei ihr Konzept eine sehr starke Zykelung umfaßt, welche in Band 50 den Höhepunkt erreicht. Obwohl Manfred Weinland ursprünglich die Serie alleine schreiben sollte, schaffte er es nicht immer die Termine einzuhalten, so daß im Verlauf der Serie immer wieder Gastautoren mitschrieben: Arndt Ellmer, Robert de Vries, Marten Veit, Michael Schönenbröcher, K. U. Burgdorf, Timothy Stahl und Robert Lamont aka W. K. Giesa. Mit Abschluß des ersten Zyklus und Erreichen von Band 50 wurde die Heftserie im Oktober 1996 eingestellt.

Unmittelbar darauf wurde die Serie im Taschenheft (einer Mischung aus Heft und Taschenbuch) fortgesetzt. Wiederum startete die Numerierung mit 1, um Neuleser gewinnen zu können. Als Stammautor wurde zusätzlich zu Manfred Weinland Timothy Stahl verpflichtet, welcher ab sofort auch am Konzept mitarbeitete. Auch der zweite Zyklus orientierte sich stark am Christentum und der Bibel. Abgeschlossen wurde er mit Nr. 50 der Taschenhefte im September 1998. Dabei geschah wohl auch die größte Bereinigungsaktion in der Geschichte des Heftromans: fast alle Gegner und Mitstreiter Lilith Edens segneten in Band 50 (oder unmittelbar davor) das Zeitliche.

Mit Nr. 51 startete der dritte Zyklus der Serie. Hier wurden 2 Jahre seit Band 50 übersprungen. Gemeinsam mit der zuvor erfolgten Bereinigungsaktion konnte die Serie fast bei Null wieder starten, wobei einige interessante Dinge aus den Vorzyklen mitgenommen wurden. Auch die Zeit an sich blieb nicht stehen, so daß Lilith Eden nun erst einmal ergründen muß, was in den beiden Jahren eigentlich geschehen ist. Leider hat der Serientod nun auch noch Vampira ereilt. Im Februar 1999 wurde die Taschenheftserie mit Erreichen von Band 60 eingestellt. Als dritte Stammautorin war eigentlich noch Dorren deVert vorgesehen. Mit der Einstellung bleibt ihr Einstiegsband Nr. 56 jedoch auch ihr einziger. Die Serie endet dabei jedoch in einen Cliffhanger.

Ab April 1999 erscheint Vampira im Hardcover bei Zaubermond unter den Namen Das Volk der Nacht. Als Autoren zeichnen dabei weiterhin Manfred Weinland und Thimothy Stahl. Geplant sind dabei vier Bücher im Jahr. Einmal pro Jahr erscheint in dieser Serie ein Sonderband der Subserie Die Wölfin, welches die Abenteuer der Werwölfin Nona, einer beliebten Gegnerin von Lilith Eden beschreibt. Als Autor soll hier Manfred Weinland zeichnen.


Dämonen in Deutschland

1998 erschien im Bastei Verlag eine neue Serie: Mark Hellmann. Obwohl man vorher 10 Jahre lang beteuerte eine wöchentliche Erscheinungsweise würde sich am Heftromansektor nicht rechnen, ist dies die erste Romanserie seit 1985 (mit Ausnahme von Jessica Bannister, welche von 1997-1998 ebenfalls wöchentlich erschien), welche wöchentlich erschienen ist.

Hauptheld ist der Namensgeber Mark Hellmann, welcher die Erinnerung an seine Kindheit verloren hat, und auf dem ein düsteres Geheimnis lastet. Ort der Handlung ist Deutschland. Ein Hauptaugenmerk wird in der Serie auf Zeitreisen und Erotik gelegt.

Leider hat sich der Bastei Verlag auf das Serienpseudonym C.W. Bach geeinigt, unter dem mehrere Autoren u.a. Walter Appel schreiben. Weiteres wiederholte man in dieser Serie einen Fehler, welcher in den 70´er Jahren öfters vorkam, nämlich dass es kaum Absprache zwischen den Autoren gab, so dass nur Einzelabenteuer möglich waren, und es auch immer wieder zu Ungereimtheiten zwischen den einzelnen Heften kam. Bereits nach 56 Heften kam 1999 das Aus für die Serie.


Eine neue Reihe braucht das Land

Im Oktober 1999 startete eine neue Grusel Reihe bei Bastei: Grusel Schocker. Ähnlich wie das Dämonen Land handelt es sich vorwiegend um eine Nachdruck-Reihe wo die besten Romane der alten Grusel Reihen (Gespenster-Krimi, Vampir-Horror-Roman, Geister-Krimi und Silber-Grusel-Krimi) neu aufgelegt werden. Ein weiterer Fixpunkt ist die Neuauflage der Tony Ballard Serie, welche alle drei bis vier Ausgaben erscheint. Im Gegensatz zum Dämonen Land, wo das Original Manuskript abgedruckt wurde, werden die Romane hier von den Autoren und der Redaktion überarbeitet um sie besser an veränderte Gegebenheiten (vor allem dem Stand der Technik) anzupassen. Sporadisch werden aber auch neue Romane erscheinen.

Ebenfalls vom Autor gründlich überarbeitet wird die Ted Ewigk Subserie von Werner K Giesa eingeplant, und unter dem Pseudonym Robert Lamont erscheinen. Dabei handelt es sich um eine 10 Bändige Miniserie, welche erstmals im Gespenster Krimi (zwischen der Nr. 270 und 484) erschienen ist, und die Abenteuer von Ted Ewigk präsentieren, einer Romanfigur welche von Giesa später in Professor Zamorra übernommen wurde.


Ausflüge: Auf den Spuren der Dinosaurier
Ausflüge : Auf den Spuren der Dinosaurier

1993 erschein im Bastei Verlag ein Novum für den Heftroman: Dinoland. Obwohl eigentlich dem Genre Abenteuer zuzurechnen wurde sie damals von Bastei als Horror eingestuft (erkennbar an der grünen Kennzeichnung). Mittlerweile führt Bastei sie als Fantasy (Horror wird neuerdings auch als Mystery bezeichnet). Das neue an Dinoland ist allerdings die von vornherein vorgenommene Limitierung auf 15 Bände. Da die Serie im Zuge des Jurassic Park Fiebers erschien, machte eine längere Laufzeit auch keinen Sinn. Die 15 Bände wurden wiederum als 5 Trilogien geschrieben. Die erste Trilogien verfaßte Wolfgang Hohlbein, danach kennzeichneten sich abwechselnd Frank Rehfeld und Manfred Weinland als Autoren. Die Geschichte erzählt von einer Zeitverschiebung, in der das Las Vegas von heute in die Zeit der Dinosaurier versetzt wird. Abwechselnd in der Vergangenheit und der Gegenwart schildert die Handlung die verschiedenen Probleme, welche sich dadurch ergeben. Später wurde die Serie als Taschenbuch auch nochmals aufgelegt.


Ausflüge: Jetzt kommt der Komet

Im Februar 2000 wird Maddrax bei Bastei erscheinen. Sie ist nicht so ganz dem Horror zuzuordnen, sondern eher der Phantasik, da sie eine Mischung aus Horror, Fantasy und Science Fiction enthält.

Maddrax spielt 500 Jahre in der Zukunft, auf einer Erde, die im Jahre 2000 durch einen Meteoriteneinschlag radikal verwüstet wurde. Der Held ist Matthew Drax, ein Pilot der U.S. Air Force, der durch ein Phänomen beim Einschlag des Meteors in jene ferne Zuklunft versetzt wird.

Als Autoren der Serie werden Jo Zybell, Brian Frost, Carter Jackson, Timothy Stahl sowie Ronald M. Hahn zeichnen. Als Redakteur fungiert Michael Schönenbröcher, welcher auch hin und wieder einen Roman zur Serie beitragen wird.

Somit wäre ich am Ende meines Essays angekommen. Ich hoffe ich konnte einigermaßen einen Überblick über den Horror-Heftromanmarkt geben. Ich kann allerdings nicht garantieren, daß meine Aufstellung total fehlerlos und komplett ist. Aus diesen Grund würde ich mich freuen, wenn mir jemand Informationen über weitere Horrorserien oder Fehler meinerseits liefern könnte: Walter.Hofstetter(at)gmx.at .

Ein Eindruck lässt sich aber garantiert daraus ersehen: in letzter Zeit sind Heftromane sehr rar geworden. Und dies nicht nur am Horrormarkt, sondern in allen Sparten. Man braucht doch nur an SF denken. Wie viele Reihen und Serien hat es am Heftmarkt hier gegeben? Heute ist davon nur mehr Perry Rhodan übriggeblieben, und auch der hat schon abspecken müssen. Das Problem des Heftromans ist die große Konkurrenz durch die Taschenbücher und der schlechte Ruf. Sicher sind nicht alle Serien erste Sahne gewesen, aber einige erreichten doch ein höheres Niveau als so manches Taschenbuch. Man kann nur hoffen, daß dieser Druck das Niveau der verbliebenen Serien und Reihen heben wird, und die Verlagsgesellschaften hin und wieder das Risiko einer neuen Serie eingehen. Wer weiß, vielleicht wird in der nächsten Zeit der Perry Rhodan der Zukunft geboren?

Ich danke allen, die mir bei der Erstellung dieses Artikels geholfen haben, insbesonders Dennis Ehrhardt, W. K. Giesa, Thomas König, Guido Latz, Olaf J. Menke, Rudolf Metzler sowie Andreas Franz und Rainer Delfs für das Lektorat.

(c) Werner Hofstetter.



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