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Andro schrieb:
Noch eine alte Rezi von mir... :-)

Maddrax Hardcover Nr. 02 - GENESIS

Auch ich habe es jetzt endlich geschafft, das zweite HC zu lesen - was aber eher nichts mit der angeblichen Zähigkeit und mangelndem Informationsgehalt des Buches zu tun hat, als mit der simplen Tatsache, dass ich noch so viel andere Sachen zu lesen hatte, erklärbar ist! Allein schon von der Masse des Romans ausgehend hätte ich mir denken können, dass dieses Buch in eine andere, weniger actionbetonte Richtung gehen würde als zuvor APOKALYPSE. Und ich war durch einige Meinungen im HC-Forum bei Bastei auch schon vorgewarnt - bzw. in freudiger Erwartung. Denn genau das, was andere bemängeln möchte ich als Großes Plus des Romans herausstellen: Die gemächliche aber stete Entwicklung der Story, bzw. Stories. GENESIS besteht eigentlich aus 4 verschiedenen Geschichten, die sich in eine Rahmenhandlung und 3 andere Episoden der postapokalyptischen Maddrax-Welt einteilen lassen. Das Jo in der Rahmenhandlung ganz besonders die Charaktere der beiden Chronisten ausgiebig entwickelt (Joseph Floyd mehr, Merlin Roots weniger - der bekommt aber später in der Serie noch mehr Profil) ist wichtig um als Symphatieträger und als "Gegenpol" zu der unmoralischen und überheblichen Handlungsweise des WCA sowie den Verantwortlichen des "Viking Projekts" zu fungieren.
Mit "Winternacht", dem längsten und meiner Meinung nach am gelungensten Kapitel, bekommt man einiges geboten, dass den Wissensdurst aus HC1 löscht, nämlich was denn nun aus den Buckern und deren Einwohnern in NEW YORK geworden ist, Burt und Liz Drax (!!), der Wu-Tang-Clan UND ein paar Info-Happen über den Washington-Bunker, wo Cunningham Präsident ist (Die Lücke zwischen Kometeneinschlag und der Zeit mit Cunningham als Präsidenten, wird übrigens mit den gerade aktuellen Band 68 "Die Allianz" geschlossen) und Familienfeden und -Geschichten in den Wirren eines kleinen "Bürgerkriegs" in den Ruinen. Ratten mutieren in der Nähe eines Kristalls, Menschen verdummen im Calypso-Bunker, wo sich ein Kometensplitter befindet, in der Jetzt-Zeit wird ein grüner Brocken in den Kellerräumen der Gaga-Roots-Führer der Lokiraaburg vermutet, bringt uns nicht wirklich weiter im Rätsel um die Kometenwesen, ist aber immerhin nett zu entdecken. Die ganzen Querverbindungen zu Namen und Orten in der laufenden Serie zu ziehen überlasse ich jemand anderem, es reicht zu sagen: Sie sind da, sie sind durchdacht, und auf dem Schutzumschlag hätte man innen ruhig eine Art Stammbaum der Watongas und Roots angeben können, das hätte in den Wirren der Namen vielleicht ein bisschen für Klarheit gesorgt. "Die Kannibalen von Washington" ist für mich der schwächste Teil des Romans, die Erorberung des Washington-Bunkers war zwar nett zu lesen aber hatte irgendwie nicht den Charakter als würde etwas besonderes passieren, denn man weiß ja quasi wie es ausgehen wird, nur nicht auf welche Art und Weise. Im "Viking Projekt" Kapitel wird dann nochmal Gas gegeben, Belagerung und Erorberung der Lookiraburg, und immer wieder "direkt in die Fresse" Passagen (entschuldigt den Ausdruck *gg*), wo dann mal eben unschuldige Mitglieder von dem Roots-Führer wegen Ungehorsam hingerichtet werden, widerliches Gen-Gepansche mit Menschen und Eisbären-Mutanten gemacht werden und einfach moralisch nichts mehr vertretbar erscheint (z.B. die Quasi-Hinrichtung zur "unnatürlichen Auslese" bei dem Arena-Spiel, dass die Nordmann-Vorgänger mit den Überlebenden des Eisgrafen-Gefolges veranstalten). Ob nun wieder mal ein Komet in den Köpfen der Menschen etwas verändert oder ob die Roots-Führer tatsächlich so unmoralisch, patriotisch (leise Kritik an den amerkanischen Ansichten und der USA-Überheblichkeit in einigen Passagen, dafür Extra-Applaus von mir) und [WCA-]eigennützig handeln, ist angesichts der grausamen Tatsachen am Ende fast egal.
Mit dem rührseligen Ende von Joseph Floyd Watonga ist dann auch die Rahmenhandlung abgeschlossen und ich klappe zufrieden das Buch zu. Was hat mir besonders gefallen? Nun ja, die langsame, leicht schwerfällige Erzählweise und die "leise" Entwicklung im Hintergrund und in den Köpfen der Leute und den Platz, den Jo Zybell dafür eingeräumt hat. Die Skrupellosigkeit des Autors, unschuldige und lieb gewonnene Personen sterben zu lassen, meist sogar einen sinnlosen Tod - dafür aber andere Kotzbrocken wie z.B. Amoz Roots, wenn auch in einer Zelle, leben und älter werden zu lassen. Das hinterlässt bei mir ein unangenehmes Ziehen in der Bauchgegend, und wenn man das bei mir schafft, bin ich meistens sehr begeistert. Ich finde GENESIS auf eben diese Weise noch ein Stückchen besser als APOKALYPSE.
Andro, 6. September 2002

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