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Hier können Sie eine Antwort zum Thema "1969 - Die Vampirfee" schreiben
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Vogelmädchen schrieb:
Einleitung

"Und wenn sie nicht gestorben ist, dann trinkt sie heute noch weiter." Die Märchenerzählerin nickte, lächelte und schaute Luisa, ihre Zuhörerin, an.
Die holte tief Atem. Dann nickte auch sie. Die kleinen Hände bewegten sich unruhig. Schließlich hatte sie die richtigen Worte gefunden. "Wenn du das sagst, dann glaube ich dir. Aber wen meinst du damit?"
"Diana, die Vampirfee ..."


Diesen Roman von Jason Dark zu beurteilen, fällt mir schwer. Nach über einem halben Jahr des Wartens hatte ich mich auf eine schöne Carlotta-Geschichte gefreut, und alles wirkte zunächst passend. Eine geheimnisvolle Einleitung mit Märchenmotiv (super!), ein neugierig machender Titel und ein stimmungsvolles, Ängste wachrufendes Titelbild.

Leider wurde das Titelbild vom Autor NICHT in den Roman eingearbeitet - es hat mit ihm nichts zu tun.

Nun beginnt die Geschichte auch recht zufriedenstellend: Die 10-jährige Luisa muss an einem Nachmittag im Januar mit ihrem Fahrrad durch einen einsamen Park hindurch. Dort lauert ihr die Blutsaugerin auf. Carlotta kann mutig einschreiten und das Mädchen retten. Später erfahren sie und Maxine von Luisa mehr über die mysteriöse Geschichtenerzählerin, die in einer Verbindung zur Angreiferin zu stehen scheint. Da die Märchentante u.a. an Schulen vorliest, dürfte es möglich sein, ihr auf die Spur zu kommen - doch leider schlägt der Autor von nun an einen völlig anderen Weg ein, der nach meiner Wahrnehmung die gesamte Geschichte zerstört. Auf Heftseite 16 begann der Ärger. Name: Justine Cavallo.

Für mich ist dieser Charakter mittlerweile ein rotes Tuch, und ich weiß nicht, weshalb er nach "Die Strigoi" hier schon wieder auftaucht, während andere Figuren wie Assunga oder Morgana Layton bei Dark in der Versenkung verschwinden. Die Cavallo-Storyline ist hoffnungslos verkorkst (Vampir-Urahn, Gefangenschaft in der Hexenwelt, Entführung durch Mandragoro, ...), und die Romane mit ihr sind stilistisch noch unerträglicher als der Durchschnitt (Man vergleiche mal die Dialoge, an denen Cavallo beteiligt ist, mit den gewöhnlichen.) Auch hier setzt sich der Missmut umgehend fort: Die Strigoi-Story - gerade VIER Dark-Bände her - wird nicht erwähnt. Stattdessen heißt es, wie üblich, "Ich hatte sie schon länger nicht mehr gesehen." Schlimmer ist aber, dass Carlotta und Maxine die Cavallo nur aus Erzählungen von John kennen. Dabei waren sie erst in Band 1920 mit ihr konfrontiert!

Statt eines spannenden Monster-der-Woche-Romans, gegen den ich absolut nichts hätte und in welchem die Vampirfee im Mittelpunkt steht und auftrumpfen kann, geht es nun nur noch um die Cavallo. Das bedeutet: Grauenhafte Dialoge, dummes Rumgetue dieser Unperson und die Gewissheit, dass der Geisterjäger John Sinclair nicht den kleinen Finger krumm macht, um die Vampirin zu killen, ja in keinster Weise auch nur den Versuch unternimmt, Justine zu vernichten.

John Sinclair ist überhaupt in diesem Band vollkommen überflüssig. Er ist bloßer Statist und leistet nichts. Das kommt in Dark-Romanen leider viel zu oft vor. Ich will, dass der Herr Geisterjäger seinen Arsch bewegt und ins Schwitzen kommt und nicht nur durch die Gegend telefoniert.

Ach ja, die Vampirfee. Die gibt es auch noch. Man könnte sie leicht vergessen, denn genau wie die "blonde Bestie" findet sie auf den gesamten 60 Seiten kein einziges Opfer zum Beißen. Das endet dann sogar in Kannibalismus, wenn Justine ihre Zähne in den Hals der Vampirfee schlägt.

Garniert wird das Ganze schlussendlich mit dem Glöckchengebimmel der Aibonelfen und dem 2-Seiten-Standard-Auftritt des "Mächtigen der Woche". Das ist passenderweise natürlich der Rote Ryan. Und John meint so zu ihm: "Ay, Ryan, schick die Cavallo nicht wieder aus Aibon fort. Das ist 'ne gemeingefährliche Killerin. Ich jage die schon seit Jahren. Tu mir doch den Gefallen und flöte sie in die ewigen Jagdgründe!" - Und Ryan antwortet: "Hey, John, alter Kumpel, für dich mache ich das doch glatt!" Und dann bekam John Sinclair große Augen, denn er erlebte das Ende der Justine Cavallo mit ...

Ja, Pustekuchen.

Um auch noch etwas Positives zu nennen: Carlottas Szenen haben mir sehr gut gefallen. Das Beste am Roman waren für mich die Seiten 56-61 oben, obwohl diese Handlung nur als Füller eingefügt war.

FUßNOTEN wurden wieder schmerzlich vermisst!

1 von 5 Kreuzen

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