Suche
Beitrag User
 
 
Hier können Sie eine Antwort zum Thema "1969 - Die Vampirfee" schreiben
Sollten Sie noch nicht eingeloggt sein oder Sie sind noch kein Autor dieser Community, dann wird Ihnen die Möglichkeit gegeben dies nachzuholen.
Loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich neu.
Alle anderen Autoren können wie gewohnt schreiben und ihr Wissen teilen.
Username:  Jetzt registrieren
Passwort:   
Text:
Vorschau
Vorschau:
Text:
Das Gleichgewicht schrieb:
Und weiter es am Dark-Stapel voran. Die Dialoge habe ich wieder so gut es ging quergelesen. Hat wenig geholfen, hier sind sie so schlecht, dass ich sie am liebsten weggelassen hätte. Das liegt daran, dass Dark ein sehr schlechtes Händchen mit den Figuren hatte.

Ein zehnjähriges Mädchen. Dabei kann der Altmeister einfach keine Kinder schreiben, sogar unglaubwürdiger als Jugendliche. Die Sätze sind kein Stück angepasst und klingen zu erwachsen. Wie jeder „Zivilist“ bei Dark spricht, sogar mit den üblichen Satzstücken. „Ich hatte schon mit dem Leben abgeschlossen“ oder „das war einfach so wunderbar“ sind nur zwei Beispiele aus dem ersten Kapitel, wo sie von Carlotta gerettet wird.

Das Vogelmädchen ist der nächste Problempunkt. Ich mag ihre Charakterzeichnung gerne, so eine Figur könnte die Serie bereichern. Dark setzt ihre Eigenarten aber unglaublich platt und dick aufgetragen um. Es sind wie gewohnt weniger die Dialoge und mehr die Aktionen der jungen Frau, die zu naiv und unüberlegt sind. Außerdem hätte ich – wie eigentlich überall in der Serie, sorry – gern feste Regeln. Fliegt sie nur in Waldgebieten herum oder auch in besiedelten Gegenden? Trägt sie eine weite Jacke, die ihre Flügel bedeckt und der sie sich erst entledigen muss oder hat sie irgendwelche Löcher in der Kleidung und kann direkt losfliegen? Früher hat Dark feste Regeln für sie bestimmt und auch gut begründet. Aber wenn es ihm passt werden die total ignoriert.

Justine verhält sich wie immer. Die gleichen Beschriebungen wie immer. Jede verdammte Figur nennt sie „die Cavallo“ (den Punkt dass die Figuren bei Dark alle ziemlich gleich reden hatte ich ja vorhin). Sie redet geschwollen und überheblich daher. Bedroht ihr Umfeld wo es nur geht. Labert dann aber doch nur. Was für eine verdammt langweilige Vampirin. Sie ist sehr stark und ein sexy Blondpüppchen mit Traumfigur. War sie schon immer, aber zu Zeiten von Dracula II und dem Schwarzen Tod wurde sie auch mal interessant eingesetzt. Ihre Motive, warum sie an der Vampirfee Interesse zeigt und was sie jetzt genau von ihr will sind nicht gegeben. Will sie sich mit ihr verbünden? Will sie von ihr nach Aibon gebracht werden? Will sie ihr besonderes Blut trinken? Es werden alle Sachen mal angedeutet und dann wieder geändert. Dark bräuchte dringend die angeblichen Karteikärtchen für die aktuelle Schreibarbeit, er vergisst doch zwanzig Seiten später eh wieder sämtliche Details, die er zuvor festgemacht hat.

Bleibt noch die Vampirfee. In der ersten Hälfte bleibt sie total blass und das „Fee“ nur ein dummer Beiname. Mit Aibon wird dann aber einiges erklärt und auch Logikfehler aus dem Weg geräumt. Es wird nie erwähnt, warum sie sich als Vampirin bei Tag zeigen kann. Ich bin mir sicher, Dark ist gar nicht aufgefallen, dass das eigentlich nicht geht. Aber mit Aibon kann ich als Leser es mir erklären, Diana ist halt eine exotische Vampirin. Das zeigt auch ihre grünlich schimmernde Haut. Warum das in all der Zeit nie ein Mensch bemerkt hat ergibt keinerlei Sinn. Genau so wenig, welches Blut sie nun bevorzugt. Ganz am Anfang gibt es eine Szene, wo sie ganz gierig auf den Lebenssaft des Mädchens ist. Sie bezeichnet es als „frisch und nicht verseucht“, also gerade gut. Später heißt es, sie trinkt eigentlich nur das Blut von Aibonkreaturen und Menschenblut lediglich als unappetitliche Notlösung zum Überleben. Man merkt halt deutlich, dass Dark keinen großen Plan mehr hat und einfach nur drauflos schreibt. Wäre ich böse würde ich in diesem Kontext noch Phrasen wie „keinerlei Disziplin“ oder „einfach nur lustlos, der gemeine Hausfrauen-Sinclairleser ohne Anspruch wird es schon nicht merken“ einbringen. Lassen wir das, mir tut es ja auch Leid, wie sich die Hauptautor-Sache entwickelt hat.

Jedenfalls kommt mit dem Aibon-Thema ein wenig Würze in den Roman, der für mich bis zu dem Punkt ein langweiliges Desaster war. Auf der anderen Seite stehen in der „echten“ Welt die obligatorischen Vergewaltigungsgangster mit ihren klischeehaften Sprüchen. Musste man die unbedingt noch völlig ohne Sinn und Verstand in die Handlung schreiben? Drückt die Wertung direkt wieder nach unten.

Ein sehr schlechter Roman. Aber dank Aibon kein grottiger Totalausfall. Nach Schulnoten wäre das eine glatte 5. Im Gegensatz zum Vorgängerroman habe ich mich hier schon geärgert, eine Stunde Lebenszeit verloren zu haben.

Hilfe:
Zitieren: [quote]text[/quote]

Spoiler verstecken: [hide]text[/hide]

Kursiv / Italics: [i]text[/i]

Fett / Bold: [b]text[/b]

Unterstrichen / Underline: [u]text[/u]

Links: [@link http://www.some.url] Bezeichnung [/link]
(Text der mit "www." oder "http://" beginnt wird automatisch durch einen link ersetzt)

Grafik einfügen: [@img http://www.some.url/some.(gif/jpg)]

Smilies einfügen:
;) =      :( =      :O =      :D =

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed