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Hier können Sie eine Antwort zum Thema "1976 - Die Rache der Schattenfrau" schreiben
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Das Gleichgewicht schrieb:
Eine echte Achterbahnfahrt für mich. Von Rafael Marques habe ich noch keine feste Meinung. Weder überzeugt er total, noch ist er einer der Co-Autoren, auf die ich verzichten könnte. Und als „im Mittelfeld der Autoren“ möchte ich ihn auch noch nicht einordnen, weil ich da viel Potential sehe.


Begonnen hat das Heft für mich als gutes Solo-Abenteuer von Dagmar, an dem es außer Kleinigkeiten nichts auszusetzen gab. Im Mittelteil allerdings sammelten sich dann die Kritikpunkte. Und am Ende dann statt einem Regionalroman der Woche überraschend Baphomet. Einerseits gut, andererseits vielleicht zu dick aufgetragen?


Aber von vorn: Wie gesagt, der Einstieg konnte überzeugen. Es sind mir nur unwichtige Sachen aufgefallen, die man höchstens als Tipp für die Autoren anbringen könnte. Teens heutzutage schreiben kaum noch SMS, die kosten ja was. Whats App hingegen bietet mehr Funktionen und ist gratis. Dagmar Hansen wieder als Psychonautin zu sehen ist eine prima Idee und bei dem Autor mit seinen Serienkenntnissen bestens aufgehoben.

Später wird wieder mal der Geisterjäger hinzugezogen. Wie in 95% der Hefte hat er gerade keinen Fall und kann bis zum Finale als Verstärkung helfen. Liebe Co-Autoren, sprecht euch da doch mal ab. Der Roman hätte auch zeitgleich mit Florians Katzenroman spielen können, dann hätte John am Telefon absagen müssen, weil er eben keine Zeit hat. Oder er muss mal mitten im Fall wieder zurück nach London, weil der Mönch dort aufgetaucht ist und Suko in Schwierigkeiten steckt. Es ist einfach nicht realistisch, dass der Geisterjäger zufällig immer gerade keinen Fall hat, wenn ein Außeneinsatz ansteht.

Die Schattenfrau wartet dann auch brav, bis John eingetroffen ist und wird erst dann aktiv. Ich habe hier noch gehofft, dass sie nicht direkt böse ist und John ganz bewusst auf sich aufmerksam machen will. Aber sie opfert ja doch nur Seelen an Baphomet und unter diesem Gesichtspunkt ist ihr Timing bescheiden. Kaum ist John da, agiert die Dame aber direkt am mehreren Fronten. Damit der Geisterjäger ja auch alles live mitbekommt. Die Wachpolizisten müssen natürlich daran glauben. Warum wurden die überhaupt da positioniert, bringt Dagmar gern Leute in Lebensgefahr? Es ist offensichtlich, dass sie eh nichts ausrichten können, falls es zu einem Angriff kommt. Lydia kann dann abhauen. Trotz Verletzung und obwohl sie „nur einen Flur weiter“ liegt. Und obwohl John und Dagmar direkt hektisch auf die Idee kommen, schnell nach ihr zu sehen. Der dämonische Hund wartet dann auch wie seine Meisterin brav mit seinem Angriff ab. Nämlich bis Lydia auf dem Dachboden entscheidende Hinweise gefunden hat und Dagmar berichtet.

Beim Finale finde ich die Baphomet-Templer als Thema gut. Den Götzen aber direkt einzubinden zu krass. Wie damals bei Florian, wo Lilith und Co in einer Gaststätte gewütet haben. Der hat offenbar daraus gelernt, sowas kam nicht wieder vor. Und wo ist die Quelle für die Feuermagie von Baphomet? Als „Feuerteufel“ gilt doch Beelzebub, laut Dark. Und wieso kann man das Feuer manchmal nicht sehen, nur die schwarzen Verbrennungen und dann wieder ist es doch echt? Einige Detailfragen bleiben offen.


Und deshalb schwanke ich auch in der Bewertung. Der Autor hat für mich das gleiche Problemchen wie Dark, nur noch so aufgeprägt. Tolle Ideen, Fehler in der Umsetzung und dem „Plottelling“. Aber im Gegensatz zum Altmeister sehe ich noch die Möglichkeit, dass Rafael sein Sinclairwissen irgendwann noch so einsetzt, dass keine Wünsche offen bleiben.



Schaue ich auf JS allgemein, trotzdem ein guter Beitrag. Auf dem Level der Co-Autoren jedoch nur ein mittelmäßiger. Es ist wie bei PZ, wo ein Heft mit einer Bewertung im Mittelfeld trotzdem gut ist. Daher möchte ich hier ruhigen Gewissens eine mittelmäßige Wertung vergeben. Die Geschichte war „so in Ordnung“.

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