Suche
Beitrag User
 
 
Hier können Sie eine Antwort zum Thema "12 Priester der Verwesung" schreiben
Sollten Sie noch nicht eingeloggt sein oder Sie sind noch kein Autor dieser Community, dann wird Ihnen die Möglichkeit gegeben dies nachzuholen.
Loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich neu.
Alle anderen Autoren können wie gewohnt schreiben und ihr Wissen teilen.
Username:  Jetzt registrieren
Passwort:   
Text:
Vorschau
Vorschau:
Text:
Das Gleichgewicht schrieb:
Eigentlich wollte ich ja mit der Serie aufhören, wenn es mit der Haupthandlung nicht langsam mal voran geht. Dass Michael Breuer für seinen Einstieg einen Einzelfall wählt ist aber nachvollziehbar und legitim. Ein unglückliches Missgeschick, ein mächtiger Untoter und eine Abwandlung der bekannten Ghouls. Mehr braucht es nicht. Die Haupthelden sind zwar auch dabei aber kämpfen kein einziges mal. Man hätte Wynn und Abby auch direkt weglassen können, zwar fungieren sie als Augenzeugen, aber am Ende willigen sie ein, über den brisanten Fall zu schweigen. Selbst in ihrer Reportertätigkeit war das also vertane Zeit. Dark Land als Plattform für eigene Gruselgeschichten, komplett ohne Zwang einer Haupthandlung und festen Hauptfiguren, würde sicher gut funktionieren.


Erstmal das obligatorische Abarbeiten der Logikfehler beziehungsweise Kritikpunkte, bevor ich allgemeiner zu der Handlung komme. Viele Fragezeichen wurden von Michael im Laufe des Abenteuers sehr gut und schlüssig beantwortet und was übrig bleibt sind lediglich kleinere Anmerkungen.

Woraus bezieht Williams seine Kräfte? Auf der einen Seite ist ganz klar, dass es der Friedhof beziehungsweise seine mystischen Kräfte sind, auf dem er irrtümlich bestattet wurde. Andererseits behauptet Williams, er würde aus Prinzip jedes mal an Macht gewinnen, wenn ihm jemand eine eigentlich tödliche Wunde zufügt.

Im Handlungsverlauf mutiert der Kerl mir zu stark zu einer Art Mr. Silver. Er hat unglaubliche Selbstheilungskräfte, in Ordnung. Er wird gegen Auswirkungen von Verletzungen immun. Erst wird er von einem Messer in den Schädel bewusstlos, später kratzt ihn eine Kugel in den Kopf gar nicht mehr. Passt. Seine Körperkraft steigt enorm an, so dass er Handschellen sprengen kann. Bis hierhin passt alles noch zu seiner Gabe. Dann kann er aber seine Umgebung scannen und Lebewesen in der Nähe wahrnehmen. Und Energieblitze aus seinen Fingern schießen lassen. Wo lässt sich das mit dämonisch beschleunigter Zellregeneration vereinbaren?

Im Kampf gegen Williams verflüssigt sich Nakamura und greift ihn in dieser Schleimform an. Warum hat das keiner der anderen Narden gemacht, als Williams erwachte und Amok lief?

Nakamura kann von Glück sagen, dass Williams sich dem Kampf stellte. Er soll den Untoten finden und versuchen, ihn zu vernichten. Dabei trifft er auf Wynn und Abby. Mit den beiden hält er ein nettes Pläuschen und klärt sie auf. In der Zeit hätte Williams locker abhauen können.

Bleibt eine riesige Frage für mich. Denn die gesamte Handlung ist unlogisch, wenn man meinem Gedankengang folgt. Menschen und Dämonen werden in Twilight City bestattet. Getrennt voneinander. Es ist furchtbar extrem arg wichtig, dass nicht ausversehen Verstorbene mit dämonischen Genen auf Menschen-Friedhöfen beerdigt werden. Das weiß jeder in der Stadt. Dämonisches kann über einen simplen Bluttest nachgewiesen werden. Warum gibt es keine Routineüberprüfung von toten Menschen auf Dämonen-Blutpartikel? Egal ob sie gewaltsam oder an Altersschwäche verstorben sind? Es reicht offenbar ein kleiner Anteil schwarzen Blutes, um eine Katastrophe herauf zu beschwören. Wenn jemand stirbt der auf den ersten Blick ein Mensch ist, kann er trotzdem ein „Mischling“ sein, der sein Dämonenblut nur nie bemerkt hat. Wie Williams. Bei ihm wird fälschlicher Weise auf einen Bluttest verzichtet. Der wäre aber nicht aus Prinzip fällig gewesen, sondern weil er gewaltsam getötet wurde und man ihn routinemäßig auf Vergiftungen untersuchen hätte müssen. Dazu kommt die Fahrlässigkeit der Narden. Wenigstens sie scheinen aus Prinzip jeden zu überprüfen, der auf einem Menschenfriedhof landet. Gerade bei Williams vergessen sie es aber? Ich glaube auch nicht, dass die Behörden TCs sich darauf verlassen, dass die Leichenfresser fehlerfrei ihren Job machen.



Lesespaß hatte ich trotzdem. Schaue ich auf die Geschichte bin ich trotz kleineren Mängeln rundum zufrieden. Der Einstieg ist Michael wunderbar gelungen, das Abenteuer hat mir wesentlich besser gefallen als sein Sinclair-Zweiteiler. Besonders die Darstellung dieser „Ghouls“ möchte ich loben. Eine frische Idee, mit guten Abweichungen, die nicht übertrieben ist. Spannend erzählt, mit stimmigen Beschreibungen. Ich schwanke zwischen einer Guten und Sehr Guten Bewertung. Je nachdem, ob man das Heft allgemein als Beitrag zum Spin Off sieht, oder wie gut es als Michaels Einstieg gelungen ist. Von mir gibt es eine ganz knappe Sehr Gute Note. Die Geschichte war rund und ich mag es, wenn ein Autor sich die Mühe macht, gewisse Vorgänge dem Leser nochmal logisch zu erklären statt die Hintergründe offen zu lassen.

Hilfe:
Zitieren: [quote]text[/quote]

Spoiler verstecken: [hide]text[/hide]

Kursiv / Italics: [i]text[/i]

Fett / Bold: [b]text[/b]

Unterstrichen / Underline: [u]text[/u]

Links: [@link http://www.some.url] Bezeichnung [/link]
(Text der mit "www." oder "http://" beginnt wird automatisch durch einen link ersetzt)

Grafik einfügen: [@img http://www.some.url/some.(gif/jpg)]

Smilies einfügen:
;) =      :( =      :O =      :D =

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed