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Hier können Sie eine Antwort zum Thema "2036 Die Zombie Familie" schreiben
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Das Gleichgewicht schrieb:
Nachdem ein Dark-Roman eine wichtige Rolle für einen Co-Autoren-Roman spielte, will ich endlich mal meine Lücken schließen. Die Zombie-Familie macht den Anfang und wie zu erwarten war, habe ich meine Probleme mit der Geschichte. Ein Kritikpunkt wird erst im späten zweiten Viertel erwähnt.

„Zahlreiche Gedanken huschten durch seinen Kopf, was wiederum bewies, dass die Zombies nicht einfach nur tumbe Gestalten waren, sondern auch nachdenken konnten.„

Nun, das muss ich so hinnehmen. Habe es aber lieber anders. Zombies sind für mich eine Unterart der Untoten die als besondere Eigenheit tatsächlich dumme beschworene Leichenkörper sind. Wenn man Zombies komplett anders darstellt, kann man einfach andere Untote nehmen. Geschmackssache, das kann ich Dark echt nicht vorwerfen.

In der Umsetzung merkt man aber deutlich, dass diese Idee dem Altmeister erst später gekommen ist. Der erste Zombie auf dem Tierfriedhof ist nämlich der klassische Trottelzombie. Schlurft langsam über das Gelände und ist sogar so dumm, dass ihm der Angriffsinstinkt fehlt. Maxime kann sich ihm gefahrlos nähern und ansprechen. Fernando glotzt nur stumm vor sich hin. Da weiß Maxime auch nicht weiter und geht einfach wieder, was soll sie denn auch machen?


Mit dem Zombiejunge werden die Wiedergänger später schon menschlicher. Immer noch unintelligent, aber er zuckt erschrocken zusammen und zeigt andere Reaktionen. Dann kam wohl die Spontanidee von Dark, ohne frühere Passagen umzuschreiben, wie es ein Autor eigentlich machen sollte. Nun kann Fernando plötzlich normal reden oder ein Auto bedienen. Der Zombie-Flair ist völlig vergangen. Die Familie stinkt und ist untot, das könnten auch Ghouls oder muffende Vampire sein.


Auch bei Helen Corner gibt es drei Phasen, von denen die zweite Mängel hat und die dritte überhaupt nicht mehr passt. In Phase eins ist sie das arme Mütterchen, das depressiv ist, weil ihr Hund verstarb und sie jetzt gar niemanden mehr hat. In Phase zwei wurde sie von der Gegenseite verführt. Noch ist sie ein Mensch, aber sie hilft den Zombies. Das passt ganz gut zu ihrem Verhalten und ihren Gedanken auf dem Friedhof, ich nehme es Helen sofort ab, dass sie auf den Deal eingehen würde. Nur der Unterschied bei den Dialogen zwischen „guter Helen“ und „böser Helen“ ist zu krass. Sie reden wie zwei komplett verschiedene Personen. Aber so ist das bei Dark. Alle guten Nebencharaktere reden gleich, alle bösen Nebencharaktere haben ihre Phrasen und gleichen Sätze. Feingefühl fehlt völlig. In Phase drei ist Helen dann plötzlich von Anfang an dabei, sogar Drahtzieherin. Sie wurde von Asmodis damit beauftragt, die Zombiefamilie zu beobachten. Was jetzt überhaupt nicht mehr passt. Immer diese harten und unlogischen Schnitte, wenn Dark eine spontane Idee hat. So funktioniert das nicht! Vieles ergibt jetzt keinen Sinn mehr, beim „zufälligen“ Zusammentreffen mit Fernando auf dem Tierfriedhof direkt auf den ersten Seiten angefangen. Und wofür das alles? Nach dem Mord an Maxime steht ihr Haus ja frei und dorthin können dann die Zombies umziehen. So einfach stellt sich das nur ein Dreijähriger vor. Was für eine bescheidene Ausrede für diesen Handlungsablauf. Hier war dann der Punkt erreicht, von dem an ich nur noch schnell die Handlung weiter verfolgt habe, um den Text hinter mich zu bringen. Was soll ich mich auf Dark-Romane einlassen, wenn jederzeit die Möglichkeit besteht, dass unlogische Wendungen mit mangelhaften Erklärungen (wenn überhaupt) platziert werden?



Dazu kommt an diesem Bereich des Heftes auch Johns Dummheit. Der will Maxime bei dem Fall helfen, findet aber nur ein verlassenes Haus und Helen vor. Weil Maxime da schon entführt wurde, um getötet zu werden. Carlotta agiert als heimliche Beobachterin und warnt John sogar über das Handy, dass Helen zur Gegenseite gehört. Was macht John? Als er merkt, dass Helen irgendwo im Haus verschwunden ist ignoriert er die Sache. Was soll schon passieren? Sie wird ihn schon nicht hinterrücks niederschlagen und dann mit seiner eigenen Beretta bedrohen? Hehehe. Doch!


Der quergelesene Rest verläuft wie erwartet. Carlotta rettet John aus dieser misslichen Lage. Die beiden fliegen zum momentanen Unterschlupf der Zombies. John kümmert sich um die Sache und rettet Maxime. Sogar dass die drei sich danach noch bei Maxime bei einem Kaffee über den Fall unterhalten und plaudern, weil man sich ja so selten sieht, ist als Endsequenz jedes mal gleich. Höchstens dass die Zombies nicht erschossen werden, sondern durch die Vernichtung einer Teufelsstatue automatisch vergehen ist etwas ungewöhnlicher.


Ein unterdurchschnittlicher Dark, was leider im Vergleich zu den Co-Autoren oder bei anderen Gruselserien einem Totalausfall gleich käme.

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