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Hier können Sie eine Antwort zum Thema "JS 2045 Der Galgenlord" schreiben
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Neo09 schrieb:
Im letzten Augenblick wird der Schwerverbrecher Owambo von einer rätselhaften Erscheinung, die sich selbst Devil Drake, der Galgenlord, nennt, vor der Exekution gerettet. Als Helfer unterstützt der diesen zunächst bei der Ermordung des in dem Bezirk ansässigen Polizeichefs.
Derzeit wird London durch einige Terroranschläge erschüttert. Bei der Sichtung der Beweise fällt Chefinspektor Tanner ein Bild in die Hände, auf dem im Hintergrund sich offenbar der Galgenlord abzeichnet. Im Zuge der Ermittlungen verschlägt es Sinclair und Suko in einen der Hinterhöfe eines sozialen Brennpunkts in London. Hier treffen beide sowohl auf Owambo als auch auf Devil Drake, den Galgenlord.

Im ersten Moment nach dem Lesen und späteren zornigen Überfliegen der letzten Seiten musste ich mich etwas beruhigen, ob der zahlreichen Logikfehler, Ungereimtheiten der Handlung und ob des oberflächlichen uninspirierten Ausdrucksstils des Autors. Das gesamte Heft, die vollständige so genannte Handlung ist ein Sammelsurium von unmotiviertem Schreiben, dahin geworfenen Ereignissen und unausgegorenen Einfällen, dass man am liebsten das Heft unfrei zurückschicken oder in die Tonne kloppen möchte.
Zunächst bleibt die Frage unbeantwortet, was der Galgenlord mit den Terroranschlägen verbindet und weshalb sofort Scotland Yard und damit Sinclair informiert wird. Nur weil eine unbekannte Person verdächtig erscheint, ist sie nicht gleich ein Dämon. Hier gibt sich Dark nicht den Hauch von Mühe eine anständige Einleitung des Falls zu schreiben, man kommt sich irgendwie auf den Arm genommen vor. Weiter geht's: was will der Galgenlord überhaupt jetzt in London, und warum bleibt er nicht in Nigeria? Auf die Antwort warten wir noch in tausend Jahren. Überhaupt: warum wird gerade Owambo gerettet? Eine tiefgreifende Rolle spielt er in der Folge nicht, bis auf die krude Tatsache, dass er später als Einziger sein Augenlicht verlieren wird, weil das durch das Kreuz aktivierte Licht ihn blenden wird. Wobei acht weitere Personen nicht erblinden...!
Es gibt unzählige kleinere und größere Logikfehler, die sich einzig und allein durch die Unlust auf Recherche und auf Exposes des Autors zurückführen lassen. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass die Haushälterin, die Zeugin mindestens eines Mordes wird, nicht sofort die Polizei informiert und stattdessen lieber nach England flüchtet, so als sei sie vollkommen ungebunden in Nigeria und hätte genügend Geld. Warum wiederum der Polizeichef von seiner Dienstwaffe nicht Gebrauch macht und lieber kopflos flüchtet und sich dann doch wie ohnmächtig im doppelten Sinn hängen lässt, bleibt Jason Darks Geheimnis, ganz unabhängig davon, dass er als Polizeichef eigentlich besonders starke Nerven haben müsste.
Nein, ernsthaft, eigentlich ist das Heft keine Rezension wert, nur der Gedanke, dass der Autor damit Geld verdient, ist irgendwie nur schwer zu ertragen. Aber wohl auch Geschmackssache.

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