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Thema: MX 50
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erstellt am 29.10.07 23:08
Versuchen wir also eine Rezension. Wird aber eher eine ausführlichere Meinung. Das nur als Vorwarnung.

Nachdem Mad Mike mir freundlicherweise 10 Hefte MX zukommen lassen hat, habe ich den Jubiläumsband Nr. 50 gelesen und ich war begeistert! Der Heftroman ist in 2 sehr spannende Einzelgeschichten unterteilt: Matt, Aruula und Co. in der MX- Jetztzeit und die Meuterei auf der ISS, kurz vor Einschlag Christopher Floyds. Mir fehlt natürlich jegliches Vorwissen, daher freute ich mich über den sehr ausführlichen Rückblick, welcher im Heft vorhanden ist. Die Handlund von Nr. 50 ist dicht, was das Heft zu meinem bisher schwierigsten MX-Roman macht. Nicht dass es schwer wäre, aber man sollte zumindest halbwegs nüchtern lesen. Der Leser muss sich einige Name merken (vielleicht nur ein Neuleserproblem, aber auf der ISS ist echt viel los, namenstechnisch) und es gibt einige Datumsangaben, bzw. die Episoden spielen in verschiedenen Zeiten; schlägt man in einem solchen Fall nicht zurück und vergleicht, wieviel Zeit vergangen ist, könnte man Probleme bekommen, der Handlung zu folgen. Ist aber keine Kritik, da Normalleser definitiv schlau genug auch für Band 50 ist.
Das Cover (ich hab die Ausgabe mit dem Astronauten) ist ausgesprochen hübsch (auch die Innen- und das Rückcover gefallen), die LKS sind lang , das Autorenportrait find ich unspannend, aber an sich löblich (und sicherlich interessiert es einige).
Apropos Autor: Jo Zybell schrieb den Großteil der bisher von mir gelesenen Bände und hat mich sprachlich nicht immer überzeugt. Nicht, weil er Fehler gemacht hätte (hat er kaum), sondern weil seine Schreibe routiniert wirkt. Sprich: Keine Ausreißer nach unten, aber eben auch keine nach oben. Es plätschert (wie gesagt: nur sprachlich!) vor sich hin und manchmal wünsche ich mir vielleicht ein bisschen mehr Mut zur Eigenheit. Auch Band 50 stammt von ihm und ich gestehe, ich hatte mich damit abgefunden, zu hoffen, die Geschichte möge zumindest ausgesprochen gut sein, denn vom Stil erwartete ich vorallem Unauffälligkeit. Die Geschichte ist ausgesprochen gut. Was mich überraschte ist, dass Zybell hier auch richtig gut formuliert. Wie die ISS-Besatzung mit all der Spannung zwischen ihnen, vom Weltraum aus den heranrasenden Christopher Floyd beobachten, das ist wirklich gut geschrieben, partiell geradezu poetisch. Respekt, Herr Zybell, das war gut!
Eine lustige Idee gibts im Roman auch noch: Einen Pilz, der eine auf Erden nicht unbekannte Droge produziert und den Astronauten zwar Rauchen und Backen erspart, sie dafür aber dauerbreit zu machen droht. (und der in Band 51 wohl noch eine Rolle spielt...aber, wie ich las, fast unmöglich zu bekommen ist )

Tja, was soll ich sagen: Die 50 ist richtig gut. Ich mag die 180 vielleicht noch einen Tick lieber, aber das kann auch Nostalgie sein (hab die schon vor längerer Zeit gelesen und da war sie meine älteste Nummer). Ich mag sie lieber als die 200, die beileibe nicht schlecht ist.

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