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Thema: 1534 Weg der Verdammten
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erstellt am 17.12.07 19:25
Ein alter Templerfriedhof in dem französischen Dorf Lauville wird geschändet. Es wurden allerdings nur die knöchernen Schädel entwendet. Wenig später wird ein Mann nahe einer alten Komturei ermordet und der Templerführer Godwin de Salier wird durch den Würfel des Heils auf eine Gestalt mit einem blutigen Totenschädel aufmerksam gemacht. All dies veranlasst Godwin John Sinclair zu informieren, der sich sogleich auf den Weg nach Frankreich macht. Als sie den Friedhof begutachten erscheint ein alter Totengräber, der beobachtet hat, wer die Gräber aufbuddelte. John und Godwin fahren zu dem Haus der drei Aussteiger. Doch was sie dort zu Gesicht bekommen, ist Grauen pur. Zwei grausam hingerichtete Leichen. Nur die junge Claudine konnte dem Killer entkommen. Doch der grausame Mörder mit seiner Sense hat noch lange nicht aufgegeben ...

Meinung:
In dem vorliegenden Roman beschäftigt sich der Autor Jason Dark wieder einmal mit Templern, die aus dem Totenreich zurückgekehrt sind. Endlich ist auch wieder mal Frankreich Schauplatz des Geschehens. Nur spielt die Geschichte dieses Mal nicht in Alet-les-Bains sondern in einem anderen Ort in Südfrankreich. Die Handlung beginnt sehr stimmungsvoll und der brutale Mord an dem Lieferwagenfahrer wurde hervorragend in Szene gesetzt. Danach geht es spannend weiter, bis Seite 25. Anschließend plätschert die Handlung vor sich hin, ohne viel Neues zu bieten oder Hintergründe aufzuklären. John und Godwins Begegnung mit den Geistern der Templer wird nicht gerade fesselnd beschrieben, zumal die Andeutung einer Zeitverschiebung für die Story unerheblich ist und nur zu Verwirrung führt. Alldieweil beschrieben wird, dass die Geister plötzlich verschwanden, während John kurz darauf behauptet, dass er gesehen hat, wie die Geister in den Ort gewandert sind.
Typisch ist darüber hinaus, dass der Titel an jeder unpassenden Stelle in die Gespräche und Gedanken eingeflochten wurde.
Die Dialoge wurden sehr auswalzend beschrieben und natürlich benutzt der Autor eine seiner beliebten Phrasen um Gespräche künstlich am Leben zu erhalten: „Und weiter?“ Diese beiden Wörter findet man fast in jedem Roman und häufig sogar mehr als einmal.
Auch in der Beschreibung des sensenschwingenden Mörders beweist Dark wenig Fantasie. Ein Skelett in einer Kutte mit Sense gab es bei Sinclair nun schon wirklich zur Genüge. Die dünne, blutverschmierte Haut macht die Erscheinung zwar ein wenig ekliger, aber nicht unbedingt origineller. Etwas unglücklich beschrieben wurde auch der Gesinnungswandel des Totengräbers, ansonsten bietet der Roman aber recht kurzweilige Unterhaltung, wenn man wenig Wert auf Logik und eine gut durchdachte Story legt.

erstellt am 27.09.09 12:41
Dieser Roman hat mir eigentlich recht gut gefallen. Stilistisch besser als die Vorgänger , geht es zunächst bis Seite 25 sehr rasant zur Sache. Der Mord an Alain Roi wurde gut in Szene gesetzt , das Auffinden der weiteren Leichen ebenso. Hinzu kommt mit dem Prior La Roche , ein wirklich unheimlicher Gegner , mit blutigem Skelettschädel , Kutte und Sense. Ebenfalls toll das es ein Templer Roman ist , der in Südfrankreich spielt. Das sorgt für einen minimalen roten Faden. Nach einer ruhigen Mitte , gibt es am Ende dann noch einmal ein spannendes Finale , wenn auch die Vernichtung des Priors wieder blitzschnell geschieht. Ein paar Logikfehler bringt die rätselhafte Zeitverschiebung . Da auch der Totengräber Magnin in der aktuellen Zeit , den Templergeistern hilft , bleibt es rätselhaft warum John und Godwin diese in der Ruine scheinbar nur in der Vergangenheit wahrnehmen. Am Schluss aber wieder in der Gegenwart , in der sie ja auch gemordet haben. Auch die Wandlung des Totengräbers geschieht zu abrupt , wenn man bedenkt wie intensiv er die abtrünnigen Templer zunächst unterstützt hat.
Ansonsten bei nicht näherem Nachdenken ein recht guter spannender Roman. Ich würde ihn werten mit 3 von 5 Kreuzen.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 12:45 Uhr bearbeitet)

erstellt am 28.09.09 12:23
Außerdem hatte ich ja vor diesem Roman , schlimme Befürchtungen bezüglich Jasons Lieblingswort. Aber zum Glück war der Gebrauch noch relativ erträglich , da es mit " verdammt " erst in der zweiten Romanhälfte losging.Aber in noch so gerade zu akzeptierender Anzahl.

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