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Thema: 1533 Das Tarot-Rätsel
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erstellt am 31.12.07 16:38
John Sinclair und sein Freund und Kollege Suko werden in das Leichenschauhaus beordert, wo sie eine Leiche untersuchen sollen, die erfroren ist und unter einer dünnen Eisschicht liegt, die mit normalen Mitteln nicht aufzutauen ist. John Sinclair testet den Leichnam mit seinem silbernen Kreuz, doch der Versuch bleibt ohne Erfolg. Erst als Suko die Dämonenpeitsche einsetzt, taut der Tote auf und zerfällt zu Asche. Den einzigen Hinweis, den die beiden Geisterjäger haben, ist eine Tarot-Karte, welche Pete Lambert bei sich trug. Als sie im Wohnort von Lambert nachforschen erfahren sie vom zuständigen Polizisten, dass in der Nähe die sogenannte Tarot-Lady Ethel Brown lebt. Als John und Suko, gemeinsam mit dem Kollegen, der geheimnisumwitterten Person einen Besuch abstatten, gibt sie sich tatsächlich als die Mörderin Lamberts aus. Angeblich ist Ethel Brown die Wiedergeburt der Sternengöttin Ägyptens und wurde in den Tarot-Karten lediglich vergessen und verdrängt. Bevor die Geisterjäger die Frau unschädlich machen können verschwindet sie, um sich weitere Opfer zu suchen.
Wie können John Sinclair und Suko die Sternengöttin stoppen, wenn selbst Sinclairs geweihtes Kreuz und die Silberkugeln versagen?

Meinung:
Der versierte Leser wird die Antwort sicherlich kennen, denn überraschende Wendungen oder gar ein innovatives Ende mit einem dramatischen Finale gibt es auch in diesem Roman nicht. Vielmehr liefert Jason Dark in seiner endlosen Sinclair-Fließbandproduktion ein weiteres 08/15-Abenteuer ab, dass genau nach Schema F abläuft. Ein mysteriöser Todesfall ruft die Geisterjäger von Scotland Yard auf den Plan, anschließend folgt die übliche Recherche und Polizeiarbeit die mit mehr Glück als Verstand nach kurzer Zeit zum Erfolg führt und dann ist es nur noch eine Frage von seitenlangen Dialogen und Spekulationen bis der Gegner auch diese Woche das Zeitliche segnen darf. Weshalb ausgerechnet Pete Lambert eine Karte von der Tarot-Lady mit sich führt wird nur sehr vage erklärt und diente letztendlich lediglich dem Grund, dass John Sinclair auf die Spur von Ethel Brown gerät. Dass die meiste Zeit nichts passiert wird auch nicht durch die zum Teil recht interessanten Informationen Sinclairs zum Tarot-Spiel wett gemacht, dafür kratzt er nämlich nur an der Oberfläche der Thematik. Vor einem Rätsel, wie im Titel angekündigt stehen die Geisterjäger auch nicht wirklich und am Ende gibt es nicht mal einen würdigen Kampf. Dafür musste wieder der Zufall herhalten und zwei Ausbrecher in die Hände der Sternengöttin treiben. Schlussendlich ist der Roman stilistisch gesehen ebenfalls kein Meisterwerk. Bereits auf den ersten Seiten gehen dem Autoren die Vokabeln aus, wenn er die Erscheinung der Tarot-Lady bereits in der ersten Spalte viermal als Phänomen bezeichnet. Besonders folgender Satz ist erwähnenswert:
„Pete Lamber war nicht mehr fähig, weiterzufahren, denn was er erlebte, war nicht nur phänomenal, es war auch ein Phänomen, denn über ihm öffnete sich der Himmel.“
Fazit:
Belangloser Sinclair-Roman nach Schema F. Wirklich nur für Sammler interessant, alle anderen sollten die Finger von diesem Roman lassen.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:40 Uhr bearbeitet)

erstellt am 18.09.09 12:12
So nun habe ich mal wieder einen Sinclair Roman geschafft. Und hat er gefallen ? Eine gewisse Atmosphäre hatte dieser Roman schon. Aber schon der erste Teil mit der Begegnung zwischen der Sternengöttin und Pete Lambert hatte eindeutig zuviele " Phänomene " und wäre in wesentlich kürzerer Form , viel spannender gewesen. Das gleiche gilt für John und Sukos Besuch bei der Metropolitan Police im Leichenkeller.
Einen großen Fauxpas gab es dann auf Seite 32. Gespräch zwischen John und Suko. " Ich kann dir leider nicht die genaue Bedeutung sagen , aber gesehen habe ich dieses Bild schon auf einer Karte. " " Und kennst du die Bedeutung genau ? "
Alles klar ? So etwas darf nicht passieren. Zeugt von Fliessbandarbeit. Die Enttarnung der Ethel Brown kam eindeutig zu früh und fiel John und Suko zu leicht in den Schoss. so kann von einem wirklichen Rätsel nicht die Rede sein. Nach Seite 52 , als plötzlich noch 2 Ausbrecher ins Spiel kommen nimmt die Spannung noch einmal zu. Allerdings ist der Schluss dann zu abrupt und die Vernichtung der Sternengöttin viel zu leicht.
Fazit : Ein mittelmäßiger Sinclair Roman , den ich nach Schulnoten zwischen 3 und 4 ansiedeln würde. Nach Gruselroman de. Wertung 2 von 5 Kreuzen.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 12:21 Uhr bearbeitet)

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