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Thema: 1541 Ball der Vampire
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Antworten zu diesem Thema: 8

 
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erstellt am 21.01.08 22:32
Der Zuhälter Yago Tremaine bittet Jane Collins und John Sinclair um Hilfe, denn vier seiner Frauen sind spurlos verschwunden und seine Freundin Doreen hat eine der Vermissten gesehen, wie sie ihr bleiches Gesicht gegen die Scheibe presste bevor sie im Garten verschwand. Die Zeugin will auch Vampirzähne gesehen haben. John ist zunächst skeptisch, willigt aber ein, gemeinsam mit Jane Collins, Doreen zu besuchen. Sie kommen gerade rechtzeitig, um den Urheber des Grauens zu stellen. Ein monströser Vampir, mit einem fellbedeckten roten Antlitz, der in der Lage ist ohne eine Metamorphose zu fliegen und der sich sogar als resistent gegen Silberkugeln erweist. John und Jane können nicht verhindern, dass der Blutsauger Doreen entführt. Am nächsten Tag erhält Yago Tremaine eine Einladung zum Ball der Vampire wo Doreen mit ihm tanzen soll. Der Zuhälter informiert John und Suko, nachdem er den Treffpunkt erreicht hat. Dort lauern bereits die Untoten auf das Blut des Mannes ...

Meinung:
Ein groß angekündigter Roman, der eine stimmige Vampirgeschichte versprochen hat. Doch leider hat der Autor nur wenig neues in das Heftchen einfließen lassen. Die Inspiration zu dem neuen Supervampir kam Dark wohl beim Betrachten des Covers, denn genauso holprig und schwammig liest sich die Beschreibung. Man hat den Eindruck, dass der Autor selbst nicht weiß, was sich hinter diesem neuen Vampir verbirgt und wie die Handlung mit ihm weitergehen soll. Ansonsten hat Jason Dark kräftig bei sich selbst geklaut. Die Szene mit der Hure zu Beginn der Story erinnerte an den Roman „Todesfallen“, während der fliegende Blutsauger einen an das Heft 1492 „Vampir-Attacke“ denken lässt. Die Szene in der die Untote ihr Gesicht an die Scheibe drückt stammt aus Band 1489 „Die Männerfalle“. Dabei wird im vorliegenden Roman diese Stelle nur erwähnt und nicht ausführlich beschrieben. Am ärgerlichsten ist aber der miserable Stil, in dem dieser Band verfasst wurde. Ständige Wortwiederholungen, einsilbige, hölzerne Dialoge und haarsträubende Beschreibungen trüben den Lesespaß und machen die Lektüre zu einer Tortur. In einer völlig überflüssigen und langatmig beschriebenen Aktion schildert der Autor wie einer der Freier von der Prostituierten von dem Supervampir angegriffen wird. Dieser saugt dem überraschten Mann aber nicht das Blut aus, sondern packt sich den Freier und dreht sich mit ihm im Kreis, um ihn dann gegen einen Baum zu schleudern. Bei Jason Dark liest sich das folgendermaßen:
„Der andere drehte in um die Achse. Erst schnell, dann immer schneller.“
Bei solchen Stilblüten ärgert es einen, dass andere gute Autoren, die nicht so bekannt sind ein regelrechtes Schattendasein fristen müssen.
Ein interessanter Charakter ist hingegen Yago Tremaine, der sich nicht unbedingt so verhält, wie ein typischer Zuhälter es sonst in den Romanen von Jason Dark zu tun pflegt. Unlogisch ist nur, dass er zunächst vollkommen überzeugt von der Existenz der Vampire ist und später, als er von der Entführung seiner Freundin hört, es nicht glauben will, dass sie von einem Untoten gekidnappt wurde. Zum Ende gewinnt der Roman deutlich an Tempo und wird noch mal richtig dramatisch. Leider schafft es Dark trotzdem nicht wirklich fesselnde Kampfszenen zu gestalten. Sukos Kampf gegen die Blutsaugerinnen ist schon vorbei kaum das er begonnen hat. Wieder einmal erledigen John und sein Freund die untote Brut quasi im Vorbeigehen. Nur das rote Monster hebt sich wohltuend vom üblichen Dämon der Woche ab und entkommt sogar am Ende. Bedauerlicherweise ohne sich noch einmal mit den Geisterjägern auseinander zusetzen. Der titelgebende Ball war indes auch keine wirkliche Tanzveranstaltung sondern nur eine typisch darksche Worthülse.

Fazit:
Schlecht geschriebener Vampirroman, mit wenig neuen Ideen. Einzig ein neuer Supergegner hebt diesen Roman von anderen Geschichten dieser Art ab. Was der Autor allerdings aus diesem namenlosen Charakter macht, bleibt abzuwarten.

erstellt am 18.02.10 13:06
Gut der titelgebende Ball fand schon mal nicht statt. Auch sprachlich hatte der Roman große Schwächen. Das Wort " verdammt " scheint besonders auf Seite 40 der einzige Sprachschatz zu sein. Auch die Logik hapert manchmal , verdächtigt John,; Yago zunächst mit den Vampiren unter einer Decke zu stecken , so weicht er nur kurze Zeit später wieder zu schnell von seiner Meinung ab. Trotzdem ist der Roman spannend und unterhaltsam geschrieben . Zumindest die Handlung schreitet voran. Der Vampir mit der roten Haut und den gelben Augen , soll zwar eventuell aus dem Umfeld des Zuhälters Yago stammen , bleibt aber ansonsten ohne Identität. Ich kann nur hoffen das Jason Dark diesen Vampir noch nicht vergessen hat. Da Silberkugeln von seiner Haut abprallen und er am Schluss entkommt , ist es unerlässlich mehr von ihm zu hören. Besonders über sein Entstehen und die Identität . Auch als Mallmann Ersatz könnte er verwendet werden. Es ist wohltuend das dieser Roman nicht den Monster der Woche - Schluss aufweist , sondern davon abweicht. Das erhöht die Spannung und könnte der Beginn eines roten Fadens sein.
Aufgrund dieser Pluspunkte möchte ich diesen Roman dann doch wohlwollend mit der Note 3 = befriedigend bewerten .( 3 von 5 Kreuzen )
Aber bitte weiterso und eine Fortsetzung der Geschichte um den roten Vampir ist nicht nur erwünscht , sondern unbedingt nötig.
Also Jason hoffentlich hast du ihn nicht vergessen.

erstellt am 18.02.10 19:08
@Sinclair: Falls du wissen willst, wann der rote Vampir wieder mitgespielt hat:

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
Bis zum heutigen Tag gar nicht mehr...





erstellt am 18.02.10 20:42
Ich glaube, da sehen wir eher Vampiro-Del-Mar wieder.
(An den wird sich JD wohl noch erinnern)

erstellt am 19.02.10 16:00
Chapman schrieb:
@Sinclair: Falls du wissen willst, wann der rote Vampir wieder mitgespielt hat:

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
Bis zum heutigen Tag gar nicht mehr...






Danke. Aber da ich die Romane ja alle habe , weiss ich das leider auch. Ich hoffe trotzdem , das Jason ihn nicht vergessen hat , obwohl es danach leider aussieht.

erstellt am 19.02.10 18:03
Ah, ich hatte angenommen, dass du jetzt erst bei der 1541 bist und nach und nach aufholen willst.

erstellt am 21.02.10 11:51
Chapman schrieb:
Ah, ich hatte angenommen, dass du jetzt erst bei der 1541 bist und nach und nach aufholen willst.



Da hast du vollkommen recht. Ich habe jetzt 1541 gelesen und zur Zeit noch weitere 109 Romane vor mir. Also ran an die Aufholjagd , wird zwischendurch nur immer mal durch die aktuellen Zamorra - Romane unterbrochen.

erstellt am 21.02.10 15:02
Tja, und da ich persönlich der Meinung bin, dass man gerade ab Band 1600 merkt, dass Jason Dark wieder Spaß an der Serie hat, hast du noch viele schöne Romane vor dir.

erstellt am 22.02.10 16:33
Die Zahl der schlechteren wird weniger.

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