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Thema: 1543 Die Flammen-Furie
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erstellt am 05.02.08 00:53
John Sinclair wird von Kara darüber informiert, dass eine alte Feindin aus Atlantis zurückgekehrt ist, um die Schöne aus dem Totenreich endgültig zu vernichten. Man nannte Jamina bereits im alten Atlantis die Flammen-Furie, da sie eine Magierin war, die das Feuer perfekt beherrschte. Damals, vor zehntausend Jahren konnte sie Kara besiegen aber nicht töten, das will Jamina nun nachholen. Auf dem Weihnachtsmark in Salzburg soll es zum Entscheidungskampf kommen, andererseits würden viele Menschen den Flammentod sterben. So lautet die Drohung Jaminas. John und Suko reisen ebenfalls nach Deutschland, um ihrer Freundin beizustehen. Doch die Waffen der Geisterjäger erweisen sich als ebenso wirkungslos gegen die Flammen-Furie, wie Karas Schwert. Die Freunde stehen auf verlorenem Posten ...

Meinung:
Der neueste Atlantis-Schocker aus der Feder von Jason Dark beginnt mit einer sehr starken und eindringlichen Szene, in der John auf einem nächtlichen, verlassenen Weihnachtsmarkt mitten in London zum ersten Mal auf Jamina trifft, und feststellen muss, dass er einer mächtigen Feindin gegenübersteht. Anschließend wird die Handlung aber zum Rohrkrepierer, denn bis zum dramatischen Endkampf passiert nicht sonderlich viel. Jamina taucht immer wieder mal auf, gibt ihre, mehr oder weniger passenden, Kommentare ab, um kurz darauf zu verschwinden und ein wenig Verwirrung zu stiften. Wirklich spannend gestalten sich ihre Anschläge in Salzburg auch nicht, dafür besitzt der Autor nicht mehr die nötige Traute, um ein richtiges Flammeninferno darzustellen. Dafür ist es ihm gelungen die Gefühlswelt Sinclairs und Karas hervorragend zu beschreiben. Die Sorge und die Angst der beiden vor der übermächtigen Gegnerin können vom Leser gut nachvollzogen werden. Gerade bei den Atlantern hat sich in letzter Zeit immer mehr eine gewisse Zurückhaltung, ja fast schon Feigheit, bemerkbar gemacht. Vor einiger Zeit erst hat Myxin den Geisterjäger vorgeschickt, um den Monstervogel von Atlantis im Alleingang zu vernichten und auch in den Kampf mit dem wiedererweckten Schwarzen Tod wollte Myxin nicht gerne eingreifen.
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Im Falle des Monstervogels erschien als Retter in der Not der Eiserne Engel und diese Deus ex machina vernichtet auch im vorliegenden Roman nicht nur die Gegnerin, sondern auch die Spannung, Dramatik und den Aha-Effekt des Finales.
Nachdem John, Suko und Kara feststellen müssen, dass sie gegen Jamina nicht ankommen, klebt man als Leser gebannt an den Zeilen, um zu sehen, wie sie die Bedrohung letztendlich meistern. Doch die Notlösung beweist lediglich die Einfallslosigkeit Darks, der vermutlich selbst nicht wusste, wie er seine Helden aus der Bredouille retten sollte. Leider auch eine ungenutzte Chance eine neue starke Gegnerin im Sinclair-Kosmos zu etablieren oder einen der Atlanter sterben zu lassen. So gesellt sich dieser Roman nahtlos zu den anderen belanglosen Atlantis-Abenteuern, in dem ein alter Feind schnell getötet wird. Mittlerweile ist es aber wirklich unglaubwürdig, dass sich so viele spezielle Gegner der Atlanter im Lauf der Zeit angehäuft haben, die auch noch sämtlich den Untergang des Kontinents überlebten. Außerdem stellt sich natürlich auch die Frage, wieso all diese Feinde in einer Zeitspanne von zehntausend Jahren ausgerechnet den Abschnitt aussuchen, in dem John Sinclair lebt. Ein Menschenleben ist verglichen zu diesen Jahrtausenden verschwindend gering, da käme es auf hundert Jahre mehr oder weniger sicher nicht an. Pluspunkte gibt es allerdings noch für die sehr stimmige Kulisse des Romans. In Salzburg hatten John und Suko meines Wissens noch nicht zu tun und die Stadt wird von Jason Dark auch sehr plastisch beschrieben, ohne dass man den Eindruck hat, einen Reiseführer zu lesen.

Fazit:
Durchschnittlicher John-Sinclair-Roman in dem einmal mehr eine alte Gegnerin aus Atlantis bekämpft wird. Vor der stimmungsvollen Kulisse der Stadt Salzburg kommt es zu einem dramatischen Kampf, der in einem einfallslosen Finale gipfelt.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 00:56 Uhr bearbeitet)

erstellt am 05.02.08 23:39
hallo Florian

ich habe mal ein großteil deiner beiträger gelesen,im JS-Rezensionen.

irgendwie wundere ich mich das du die john sinclair serie überhaupt noch liest,bei der überwiegenden kritik die du übst.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:41 Uhr bearbeitet)

erstellt am 06.02.08 15:34
Richtig. Obwohl ich versuche sachlich zu bleiben und ich glaube ich bin mit meiner Meinung nicht allein. Ich bin vor fast zwanzig Jahren mit JS im zarten Alter von neun zum Lesen gekommen und an der Serie liegt mir immer noch etwas. Ich hoffe einfachl, dass vielleicht jemand das liest und JD darauf aufmerksam macht oder das wenigstens andere Leser entscheiden können, ob sie den Roman lesen wollen oder nicht. Zudem lese ich nur noch sporadisch und über kurz oder lang werde ich wohl auch wirklich aufhören. Leider gibt es sonst kaum jemand der hier regelmäßig Rezis einstellt und weiterhin informieren möchte ich mich schon.

erstellt am 07.02.08 02:56
versteh das nicht flasch,ich finde gut das du dir hier die mühe machst das so ausführlich zu schreiben.

ich selbst habe von band 1 bis 300 alle gelesen und hatte danach einfach nicht mehr die zeit dazu.

als ich vor einiger zeit wider angefangen habe bin ich mit den neuen romanen überhaupt nicht mehr richtig zurecht gekommen,weil sich die serie seit,ich glaube es war 1983 oder 84,doch stark verändert hat.
(logich,ist ja auch schon über 20 jahre her.)

es wird wohl immer so sein,das sich eine serie,nach so langer zeit,immer so verändert,das siet vielen nicht mehr gefällt.

du bist bei weitem nicht der einzigste,dem die serie langsam zu blöd wird.
ich habe mich shcon in einigen forum´s schlau gemacht und anscheinend findet es die überwiegenden mehrheit so.

so leid es mit für JD tut,richtig neuen schwung bring wohl erst ein neuer autor hinein,mit neuen idden und anderen ansatzpunkten.

wenn man solange eine serie schreibt,bleibt es nicht aus das sich vieles widerholt, zumal JD auch noch anderen romane schreibt.

irgendwann ist die fantasie eines menschen nunmal zu ende.

erstellt am 07.02.08 19:48
Für mich muss JS auch nicht bis in alle Ewigkeit weiterlaufen. JD sollte die losen Handlungsstränge zu Ende bringen und einen fusiosen Showdown einplanen. Dann ist es gut.

Ich persönlich fände es sogar gut, wenn Sinclair nur noch so laufen würde wie Tony Ballard. Als schön aufgemachte Hardcover alle drei Monate. Dann häte Dark auch Zeit sich richiig mit den Storys auseinanderzusetzen. Momentan spielt wohl eher das Geld die erste Geige.

erstellt am 25.02.08 20:11
@Florian
Liest du die Serie jetzt eigentlich noch oder hast du endgültig aufgehört? Mir fiel nur auf, dass du seit diesem Roman zu keinem mehr ein Kommentar abgegeben hast.

erstellt am 25.02.08 23:52
Nein, ich lese die Serie nicht mehr. Ich habe ja auch vorher schon öfter Pausen eingelegt, aber dieses Mal werde ich wohl endgültig einen Schlußstrich ziehen. Ich hatte den neuen Roman bereits in Händen, hab mal reingeblättert, ihn dann aber wieder zurückgestellt. Ich wurde aber immer wieder enttäuscht. Mittlerweile ist mir meine Zeit wirklich zu kostbar und es gibt weitaus bessere und anspruchsvollere Texte (wie die Anleitung meines Radioweckers zum Beispiel) mit denen ich meine Zeit vertreiben kann. Zudem lese ich ja noch Zamorra und auch die Serie Das Volk der Tiefe möchte ich noch lesen.
Die offensichtlichen Kritikpunkte wurde immer und immer wieder angesprochen und es tut sich einfach rein gar nichts. Wenn Sinclair, dann doch lieber einen der alten Texte.

erstellt am 26.02.08 01:06
Hm, schade, dann gibt es wieder einen weniger, mit dem man sich über Sinclair unterhalten kann.
Aber ich kann dich ja verstehen, ich weiß ja mittlweile auch, was dich an der Serie stört, und dass sich das in letzter Zeit auch nicht geändert hat.
Naja, ich werde sie auf jeden Fall weiterlesen. Gerade der aktuelle Roman 'Die Leichenfalle' hat mir wieder sehr gut gefallen. Also, ich werde auf jeden Fall weiter am Ball bleiben.

erstellt am 26.02.08 11:55
Dann wünsche ich Dir, dass die Serie bald wieder qualitativ anzieht. Außerdem denke ich, werde ich dennoch ab und an mal reinlesen in die Serie, und sei es am Kiosk. Mittlerweile reicht dieser Eindruck ja, um über die Romane zu diskutieren. Der nächste Band interessiert mich beispielsweise vom Titel allein und von den Hinweisen auf den Kannibalismus.
Die beiden darauffolgenden Romane werde ich mir bestimmt sparen.
Und sicher werde ich mir noch die Hefte zulegen, in denen etwas Entscheidendes passiert. Da kann es natürlich sein, dass wir erst zu Band 1600 wieder diskutieren können.

erstellt am 26.02.08 15:29
Danke, danke.
Naja, es gibt ja noch Zamorra, und den lese ich auch.
Und wenn etwas besonderes passiert, bin ich eh einer der ersten, der es herausposaunt.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 15:30 Uhr bearbeitet)

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