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Thema: 1549 Der steinerne Engel
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erstellt am 24.03.08 19:39
Porté, ein kleiner Ort in den Pyrenäen, leidet unter einem alttestamentarischen Fluch, der einmal in jeder Generation zum Tragen kommt und die Erstgeborenen der ansässigen Familien betrifft. Ein steinerner Engel erwacht alle 25 Jahre zum Leben und holt sich die Kinder, um sie Luzifer selbst zum Geschenk zu machen, der aus ihnen Engel macht, die dem absolut Bösen dienen sollen. Der Priester Lucien Domain bittet seinen Freund Godwin de Salier um Hilfe, doch die beiden Männer stehen gegen den teuflischen Engel auf verlorenem Posten. Welch Glück für die Bewohner von Porté, dass Raniel, der Gerechte, John Sinclair in den kleinen Ort bringt. Der Geisterjäger wurde von Raniel beauftragt den steinernen Engel zu stellen, denn nur der Sohn des Lichts hat die geeignete Waffe gegen ihn – das silberne Kreuz. Selbst der Gerechte steht gegen die Leibwache Luzifers auf verlorenem Posten und selbst für John Sinclair bricht eine Welt zusammen, als er erkennen muss, dass er seinen Gegner unterschätzt hat ...

Meinung:
Romane um böse Engel gehören zu den Themen, bei denen Jason Dark selten danebenliegt und es immer wieder schafft eine spannende Story zu konstruieren. Gut gewählt ist bereits der Schauplatz, der mal nicht in Großbritannien oder Deutschland liegt, sondern im Grenzgebirge zwischen Spanien und Frankreich. Die Atmosphäre des Grenzortes kommt sehr schön zur Geltung und auch die Angst der Einwohner wird glaubhaft dargestellt, inklusive der Schutzmaßnahmen, die der junge Moreno einleitet, um sich und seine Mitbürger zu schützen. Bedauerlicherweise gestaltet sich die erste Hälfte des Romans als zu langatmig und ausgewalzt. Der erste Auftritt des steinernen Engels ist wenig beeindruckend. Zudem wirkt das Gespräch zwischen Joaquim Moreno und dem Bürgermeister sehr unnatürlich und ist schlussendlich auch total überflüssig. Erst mit dem Auftreten von John Sinclair auf Seite 25 beginnt sich das Blatt zu wenden. Seit langer Zeit gibt es ein Wiederlesen mit Raniel, dessen Furcht vor dem steinernen Engel nachvollziehbar beschrieben wurde, erweist sich der dämonische Gegner doch sogar gegen das gläserne Schwert des Gerechten als immun. Nur leider wird nur am Rande auf die Fehde zwischen den beiden Engeln eingegangen. Ein Rückblick auf den ersten Kampf der beiden Feinde wäre angebracht gewesen, denn der konnte ja nur vor fünfundzwanzig Jahren stattgefunden haben, als bereits Joaquim Morenos Vater den Versuch unternahm, den Engel am Kinderraub zu hindern. Immerhin ist Raniel als normaler Mensch aufgewachsen, bevor er zu einem Engel wurde und lebt daher noch keine Ewigkeit. Der namenlose Engel wird als ernstzunehmender und mächtiger Gegner dargestellt, der es schafft John Sinclair zu überraschen, obwohl von Anfang an klar ist, dass nur das Kreuz als Waffe stark genug ist, um den Dämon zu töten. Doch gerade weil Dark keinen Hehl daraus macht ist das Finale keineswegs enttäuschend und läuft auch nicht nach Schema F ab, denn John muss einiges einstecken. Seine Hilflosigkeit und seine Schuldgefühle wurden plastisch und glaubhaft beschrieben. Ein sehr unterhaltsamer und spannender Roman mit einem dramatischen Finale.

erstellt am 22.05.10 13:53
Vielleicht etwas schwächer , wie die drei vorangegangenen Romane , aber immer noch spannend und unterhaltsam. Toll das Wiedersehen mit Raniel ( Wenn auch nur kurz ) und Godwin de Salier. Ansonsten ist der Roman aber gut und fehlerfrei geschrieben. Besonderer Schockmoment als sich der Todesengel zunächst Godwin schnappte. Er wurde zwar noch gerettet aber dafür folgte im Finale der Mord an Luc Domain , der auch überraschend kam. So blieb es spannend , auch wenn die Endlösung per Kreuz von Anfang an vorgegeben war. Die Note 3 = befriedigend hat der Roman allemal verdient und deshalb gibt es auch 3 von 5 Kreuzen.

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