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Thema: 1555 Saladins grausamer Klon
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erstellt am 26.06.08 23:57
Glenda Perkins, John Sinclairs Sekretärin, sieht in der Fensterscheibe in ihrer Wohnung eine durchscheinende Gestalt, die sie an den Hypnotiseur Saladin erinnert. Sie ruft John Sinclair an, der sofort zu Glenda fährt. Dort muss der Geisterjäger tatenlos mit ansehen, wie seine Assistentin von dem Wesen übernommen wird, welches auch die Persönlichkeit von Glenda in den Hintergrund drängt. Und dann meldet sich der Drahtzieher zu Wort. Es ist tatsächlich Saladin, der sich von Dracula II getrennt und mit Hilfe von Magie einen Klon erschaffen hat, mit dessen Unterstützung er Glenda Perkins vernichten will. Sie ist neben Saladin selbst, die einzige, die das Serum in sich trägt, welches sowohl den Hypnotiseur als auch Glenda dazu befähigt sich allein durch Gedankenkraft zu teleportieren. Doch Saladin hat weit mehr vor; er entführt Glenda Perkins und präsentiert ihr den Ursprung seines Klons: Es ist der tödliche Schleim vom Planeten der Magier ...

Meinung:
Ein wegweisender und für die Serie enorm interessanter und wichtiger Roman, in dem Jason Dark seinen Fans eins der größten Geschenke seit Langem macht. Dieses Werk wäre wegen seiner Serienrelevanz ein idealer Jubiläumsband geworden und kommt dementsprechend gut 55 Wochen zu spät in den Handel. Leider ist der Beginn des Heftes sehr zäh und undurchdacht, so dass es trotz allem kein Spitzentitel ist. Man merkt den Zeilen deutlich an, dass sich der Autor einfach an die Schreibmaschine setzte und drauflos hackte, ohne sich im Vorfeld Gedanken über die Handlung zu machen. Dass Dark sich während des Schreibens von unvorhergesehenen Wendungen selbst überraschen lässt, dafür ist dieser Roman ein Musterbeispiel. Zunächst verfolgen John und Glenda einige Zeit die durchscheinende Gestalt des Klons, die durch Scheiben geht und kurz darauf die Sekretärin sogar körperlich übernimmt. In der zweiten Hälfte der Geschichte erklärt Saladin schließlich, der Klon würde aus dem Schleim des Planeten der Magier bestehen und eine Abart der Ghouls darstellen. Dieser Klon sei sogar in der Lage allein durch seine Berührung zu töten. Das passt allerdings so gar nicht zu den ersten Erscheinungen und der Art von Besessenheit. Hier bekommt man als Leser den Eindruck, dass der Autor zu Beginn der Geschichte einen vollkommen anderen Ablauf verfolgte und erst später auf diese Schleimidee zurückgriff, die schlussendlich aber weitaus spannender geschildert wurde. Und zu guter Letzt gibt es noch einen Gastauftritt von einem Verbündeten des Sinclair-Teams, den man im Zusammenhang mit Saladin sicherlich nicht erwarten würde. Dabei ist der Showdown allein schon grandios ausgefallen, nur dass sich das Sinclair-Team die einmalige Gelegenheit entgehen lässt, Bill Conollys Goldene Pistole nachzuladen. Da diese in dem Roman mehrfach erwähnt wird, aber an keiner Stelle geschrieben steht, dass sich nur noch ein oder zwei Schuss in der Waffe befinden, steht zu befürchten, dass Jason Dark auch diese Tatsache vergessen hat. Hinzu kommt, dass Sinclair am Ende beschreibt, dass der Schleim auch Knochen zersetzen würde, was eigentlich nie der Fall war, es sei denn die Gebeine waren magischen Ursprungs.
Fazit:
Packender und enorm interessanter John-Sinclair-Roman mit einer hohen Serienrelevanz. Leider ist die Geschichte sehr undurchdacht und unlogisch aufgebaut worden. Für Fans der Serie dürfte die Story dennoch ein Fest sein, für Gelegenheitsleser und Neueinsteiger gibt es weitaus bessere Lesekost.

erstellt am 01.08.10 12:21
Ich fande den Roman sehr zwiespältig. Einmal unheimlich wichtig , für das Ende der Saladin - Storyline , zum anderen aber auch mit zahlreichen Schwächen und Ungereimtheiten versehen.
Die Handlung teilt sich in Dritteln auf. Erstes Drittel noch ganz gut , mit gelungenem Schockeffekt als die besessene Glenda plötzlich mit John schlafen will und sie nach der Ablehnung durch John , ihre Enttäuschung mit Saladins Stimme kundtut. Das zweite Drittel ist unglaublich schwach und langatmig. Nervende und unendlich lange Dialoge mit lauter Wiederholungen , die die Handlung nicht voranbringen , machen aus 20 , gefühlte 100 Seiten.
Das letzte Drittel ist wieder besser und die Handlung nimmt wieder Fahrt auf. Etwas verwunderlich die plötzliche Wandlung des Klons , der nach dem feinstofflichen Körper nun ratzfatz ein Ghoul wird , der Teilen des Schleimsees entsteigt , die sich Saladin in der Mongolei angeeignet hat.
Zu seinem eigenen Verhängnis , da die Flüssigkeit der Ladung der goldenen Pistole entspricht und Menschen auflöst.
Gut ausserdem noch der Kurzauftritt von Myxin , der wirklich überraschend kam. Ansonsten würde ich den Roman nur mit Note 4 = ausreichend bewerten. ( 2 von 5 Kreuzen.)
Viel mögliches Potential wurde hier nicht genutzt.

erstellt am 01.08.10 13:07
Man merkt dem Roman zudem deutlich an, dass er lediglich dem Zweck diente Saladin aus der Serie zu nehmen. Jason Dark hatte kein Konzept und schrieb wieder einmal einfach drauflos.

erstellt am 02.08.10 12:35
Genau , leider war es so. Deshalb wollen Schluss und Anfang auch nicht so recht zueinander passen. Schade drum.

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