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Thema: 1565 Feuerhand
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erstellt am 06.07.08 21:57
Justine Cavallo warnt John Sinclair und die Detektivin Jane Collins vor dem Supervampir Will Mallmann. Dracula II ist wieder in London aktiv geworden, was er allerdings konkret plant entzieht sich auch der Kenntnis der blonden Bestie. Eigentlich ist John Sinclair mit einem anderen Fall betraut, denn er und Suko sollen einen Mann ausfindig machen, der das Feuer beherrscht und selbst in der größten Flammenhölle nicht zu Schaden kommt. Doch wie so oft laufen die Fäden zusammen, denn Dracula II hat sich genau diesen Menschen, der sich Firehand nennt, gesucht, um einen Ersatz für seinen toten Partner Saladin zu finden. Und die Feuerhand soll dem König der Blutsauger helfen seine ärgsten Gegner zu vernichten …

Meinung:
Bereits die Vorschau weckte Assoziationen zu dem Roman Nr. 852 „Feuer, Asche, altes Blut“, in dem Dracula II bereits einen Feuervampir auf das Sinclair-Team losließ. Allerdings einen, den er selbst erschaffen hatte. In diesem Fall kann Mallmann auf einen Menschen zurückgreifen, der diese Fähigkeiten bereits besitzt. Dass das Ergebnis nicht gerade zufriedenstellend ist hat mehrere Gründe. Der Beginn des Romans ist noch recht stimmig und geheimnisvoll. Richtig schaurig beschreibt der Autor, wie ein Mensch, der die Flammen beherrscht einen Brandmeister zu einem Klumpen Schlacke verbrennt. Kurz darauf darf der Leser dem Titelhelden bei einem Techtelmechtel mit seiner Freundin Jane Collins über die Schulter schauen und die Szene, in der Justine Cavallo in das beginnende Schäferstündchen platzt, birgt eine gelungene Situationskomik. Leider sinkt danach die Qualität des Romans rapide ab. Hölzerne Dialoge und unglaubwürdige Zufälle prägen diese Geschichte, in der das Sinclair-Team wieder direkt zum Ziel dämonischer Angriffe wird. Mallmanns neuer Partner, mit dem albernen Namen Firehand (ein Beispiel für die sinnlose Anwendung von Anglizismen, denn immerhin wurde der Roman nach der deutschen Übersetzung benannt) bleibt blass und farblos und entwickelt keinerlei Profil. Im Gegenteil, die Auflösung am Schluss scheint dem Autor während des Schreibens gekommen zu sein, als er merkte, dass er noch keine Erklärung für die Begabung von Feuerhand geliefert hat. Die Identität des Killers können John und Suko sehr schnell herausfinden, denn immerhin sitzt bei den beiden Geisterjägern eine aufmerksame Sekretärin im Vorzimmer. Was mehrere Feuerwehrmänner, die Fahndungsabteilung und auch Johns Kollegen von der Phantombild-
Abteilung nicht schafften, gelingt Glenda Perkins innerhalb weniger Sekunden. Komisch, denn eine Attraktion wie Feuerhand, der sämtlichen Flammen trotzt, bliebe mit Sicherheit keine kleine Dorfattraktion und wäre in London sicherlich ausgeschlachtet worden und damit viel bekannter. Auch die Angriffe von Mallmann und Feuerhand zeugen nicht gerade von Intelligenz. Nachdem der erste Angriff auf Jane Collins und John Sinclair scheiterte, zieht sich Mallmann nicht etwa mit Feuerhand zurück, um die Conollys oder Sir James anzugreifen, nein, er versucht es gleich noch einmal, obwohl seine Feinde gewarnt sind. Als die beiden Blutsauger, dann noch das einmalige Glück haben, einen ihrer ärgsten Gegner bewusstlos vor sich liegen zu haben, lassen sie ihn zunächst unbehelligt, um sich die anderen Feinde vorzuknöpfen. Ein wenig Feuer, ein rascher Biss oder ein schneller Genickbruch und Mallmann hätte triumphiert. Dann hätte er sich mit seinem neuen Partner in seine Vampirwelt zurückziehen können oder er hätte sich einem anderen Ziel gewidmet.
Den Fall mit der Blutbraut aus Atlantis scheint Dark ebenfalls vergessen zu haben, denn der Tenor des Romans sagt aus, dass Dracula II erstmalig einen neuen Partner sucht, seit Saladin vernichtet wurde. Hinzu kommen schwammige Andeutungen, dass die Vampirwelt wohl fertig ausgebaut sei. Mit Sicherheit sieht diese Dimension bei Johns nächstem Besuch noch genauso aus, wie bei seiner ersten Visite. Alles in allem eine recht durchschnittliche Geschichte, wenn nicht noch ein total langweiliges und vorhersehbares Finale, den Lesespaß weiter eingetrübt hätte.

erstellt am 08.07.08 15:11
Leider wie erwartet. Ein besserer Roman wurde erhofft , aber wieder nichts geboten. Jason Dark bringt es scheinbar wirklich nicht mehr.
Von seiner Glanzzeit ist er mittlerweile Lichtjahre entfernt.
Aber das gilt auch für die gesamte Sinclair Redaktion.
Ich habe nun mit der Sammlung meiner definitiv letzten Sinclair Box begonnen. In ca. 50 Romanen wird dann auch für mich endgültig
Schluß sein. Groß angekündigte Romanthemen , wie zum Beispiel ,
die " Bibel des Baphomet " werden einfach nicht weiter geführt.
Aber auch als Besitzer aller Sinclair Romane , wird es wohl kaum
schwer fallen die Serie nach der angesprochenen Frist zu verlassen.
Die Sammlung ist groß genug , und es ist unbestritten besser
sich über die alten Romane zu freuen , als sich weiterhin über die sclechte Qualität der neuen Romane zu Ärgern , da es garantiert nie
mehr auf Dauer besser werden wird.

erstellt am 08.07.08 15:40
Das stimmt, wenn man alle Romane besitzt ist es nicht leicht nach 1500 Romanen und 300 Taschenbüchern einen Schnitt zu machen. Aber letztlich ist es einfacher als erwartet. Ich habe nur noch wenige von den letzten Taschenbüchern und auch nicht mehr alle romane von 1500 an. Verkaufe sogar einige wieder, weil ich es auch einfach Raumfresser geworden sind.

Tut mir echt Leid. JS war mal meine Lieblingsserie, die mich zum Lesen brachte. Es ist wirklich schade, was daraus geworden ist. Farewell, old friend.

erstellt am 09.07.08 12:37
Florian schrieb:
. . . die Auflösung am Schluss scheint dem Autor während des Schreibens gekommen zu sein, . . . .


Genau das ist ja auch immer mein Hauptkritikpunkt gewesen, deswegen habe ich aufgehört zu kaufen und lese nur noch meine Restbestände!

Wenn JD während des schreibens eine neue Idee hat ist das ja OK, aber er müßte dann ggf mal etwas ändern, dass er zehn Seiten vorher geschrieben hat, damit es zusammen passt !!

Und das macht er eben nicht: entweder weiß er nicht mehr was er zuvor schrieb, oder er hält uns "Groschenroman"-Leser für so blöd, dass wir das sowieso nicht merken

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 12:38 Uhr bearbeitet)

erstellt am 09.07.08 15:21
Zumindest werden keine genauen Arbeiten mehr abgeliefert.
Ob es an JD selbst liegt oder an eventuellem Druck aus dem Verlag , ist
natürlich reine Spekulationssache. Die Konsequenz daraus kann nur
Abschied bedeuten.
Toll natürlich wieder die neuen CD`s . Myxins Entführung hat allerdings
auch eine ganz andere Qualität , stammt sie doch aus seligen Mordliga -
Zeiten.
Komisch natürlich das wieder einige , natürlich nur streng positive
Leserbriefe aufgetaucht sind. Es ist doch unmöglich das es immer
noch Leser geben soll , die angeblich nichts merken . Die immer wieder
angesprochenen Kritikpunkte sind ja nicht verschleiert. Also müssten
sie doch auch jedem Leser auffallen.

erstellt am 09.07.08 21:09
Sinclair schrieb:
. . .Es ist doch unmöglich das es immer
noch Leser geben soll , die angeblich nichts merken . Die immer wieder
angesprochenen Kritikpunkte sind ja nicht verschleiert. Also müssten
sie doch auch jedem Leser auffallen.


Es gibt hier im Forum einige Leute, denen das nicht im Leben auffallen würde, bzw nicht auffallen will, da sie die Rosa-Fan-Brille aufhaben.

Und da draußen gibt es wohl noch einige mehr :-)

erstellt am 09.07.08 21:41
Dark soll per Kunstgriff einfach Asmodina & die Mordliga zurückholen ... Ich hätte da einige Ideen für!

erstellt am 10.07.08 14:34
Mensch, geh weg mit Deinen Ideen. Diese einfallslosen Reaktivierungen bringen ga rnichts. Jason Dark ist älter geworden, hat einen anderen Stil und andere Interessen. Wenn jetzt die Mordliga und Asmodina wiederkehren würden, käme niemals das alte Flair auf. Außerdem gibt es ja zig andere Gegner, die noch existieren, die er Bündnisse und Pakte eingehen lassen könnte. Es wurde mal von einer Verbindung zwischen Asmodis und Guywano berichtet. Die beiden könnten sich verbünden und Ryan müsste das Sinclair-Team um Hilfe bitten, um Aibon zu verteidigen. Auch die Fehde zwischen AEBA und dem Riesengnom Hook wurde nicht weiterverfolgt.
Wo sind die Ophiten geblieben. Eine interessante Sekte, denen man einen mächtigen Dämon zur Seite stellen könnte.
Fenris und Morgana dümpeln ebenso vor sich hin. Der Pepp ist raus, aber endgültig.

erstellt am 14.09.08 16:33
Hallo Florian, werde dann wohl die Rezensionen von dir übernehmen, dauert aber noch etwa 2 Wochen( Rückstand bei den JS-Heften). Bedauerlicher Weise muss ich einigen Kommentaren hier zustimmen, dass die Serie offensichtlich nebenher läuft, Mehr dazu habe ich im Forum"Allgemeines" vermerkt. Würde mich über weitere Kooperation von deiner Seite freuen, muss mich ja erstmal "einarbeiten".

erstellt am 15.10.10 12:35
Nach dem Lesen fande ich den Roman nicht allzuschlecht. Schade vielleicht hätte auch ein guter Zweiteiler daraus werden können. Die Idee mit dem Feuervampir war irgendwie ganz faszinierend. Ein bisschen fraglich das ausgerechnet Uriel der Mentor des Flammenmannes war. Witzig der Beginn als Jane und John sich gerade miteinander vergnügen wollen. Nach Johns Brustmassage ist Jane heißgelaufen und will sich gerade intensiv mit Johns Hose beschäftigen , da platzt Justine herein und vorbei ist der Zauber. Da sie aber noch keine genauen Hinweise auf Mallmann hatte , hätte sie auch bis zum andren Morgen warten können. Gemein.
Ansonsten zumindest ein Roman der die Chronologie der Serie weiterführt. Ich würde sagen besser als der Vorgänger und daher Note 3 = Befriedigend. ( 3 von 5 Kreuze )

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