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Thema: 1581 Ekel
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erstellt am 28.10.08 19:20
John Sinclair kommt von einer Weiterbildung und hört vor seinem Wohnblock den Todesschrei eines Mannes. Der Oberinspektor vernimmt zwar noch die Schritte eines Flüchtenden, kann aber niemanden entdecken. Dafür findet er den Toten, hinter dem Steuer seines Wagens zusammengesackt. Die Mordkommission unter der Leitung von Inspektor Murphy findet heraus, dass der Mann an einem Schlangenbiss gestorben ist. Noch wollen John und Suko nicht an einen Fall für sich glauben, wittern aber Unheil. John ist der Meinung der oder die Fliehende sei in das Wohnhaus gelaufen, in dem auch die Geisterjäger hausen. Der Hausmeister berichtet, dass er tatsächlich jemanden gesehen habe und zwar Susan Serrano. John und Suko statten der Frau einen Besuch ab und sehen in der Wohnung unzählige Schlangenbilder. Das allein und die schroffe Art der Frau reichen indes natürlich nicht aus, um sie zu überführen. Unverrichteterdinge ziehen die beiden Männer wieder ab. John will sich gerade hinlegen, da ruft Susan an und bittet ihn allein zu ihr zu kommen. Sie versucht den Geisterjäger zu verführen und will ihn mit einer kleinen Giftschlange im Mund töten. John kann die Frau überwältigen und die Schlange bekommt Kontakt mit dem Silberkreuz, was sie nicht verknusen kann und verfaulen tut. Susan überlebt, streitet aber weiterhin alles ab. John weiß, dass Aussage gegen Aussage steht, verspricht ihr aber sie ab jetzt nicht mehr aus den Augen zu lassen. Daraufhin packt er sich erst mal aufs Ohr. Am nächsten Morgen klingeln er und Suko wieder bei ihr, treffen aber auf eine fremde Frau, die gerade gehen will. Susan Serrano ist tot. Ebenfalls durch einen Schlangenbiss gestorben. Die fremde Frau namens Lisa Long besitzt ebenfalls eine Schlange im Mund. Dieses Mal muss Suko mit der Dämonenpeitsche ran. Lisa berichtet den Geisterjägern von einer Eva, die in einer Schlangenfarm wohnt und dort Frauen mit dem Schlangenkeim infiziert. Gemeinsam machen sich die drei auf den Weg, nicht ahnend was sie in der Schlangengrube erwartet…

Meinung:
Ein kurzer griffiger und sehr subtiler Titel soll den Leser neugierig machen. Wer die Romane von Jason Dark kennt, weiß, dass selten mehr als eine gewöhnliche und undurchdachte Story dahinter steckt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall. Der Begriff „ekel“ wird exzessiv in die Handlung eingebaut, um den Titel zu rechtfertigen. Die Vorstellung eine Schlange und dazu zähen Schleim im Mund zu haben ist tatsächlich alles andere als appetitanregend. Doch erstens bekommt es John häufig mit ekligen Angelegenheiten zu tun (jeder Ghoul-Roman könnte demnach diesen Titel tragen) und zweitens ist selbst die Giftschlange im Mund keine Besonderheit mehr und kam bereits öfters vor. Dennoch liegt dem Roman eine interessante Idee zugrunde, die allerdings nur unzureichend genutzt wurde. Natürlich hat Asmodis seine Finger im Spiel, womit auch klar sein dürfte, wie das Finale aussieht. Ungereimtheiten gibt es natürlich zuhauf: Susan Serrano denkt daran, dass sie, gemeinsam mit anderen Frauen aus ganz Europa in Frankreich Kontakt mit dem Schlangenkeim bekam. Später befinden sich alle Frauen in London und auch die Schlangegrube befindet sich in der Millionenstadt. Kein Wort mehr von Frankreich. John denkt kurz an eine Schlangensekte, mit der er ebenfalls zu tun hatte. Gemeint sind die Ophiten und es ist sehr schade, dass nicht weiter auf diesen Geheimbund eingegangen wird. Hier verbirgt sich eine Menge Potenzial und wenn Jason Dark diese Sekte richtig ausbauen würde bräuchte er nicht bei Dan Brown zu klauen und die Illuminaten zu bemühen. Um es den Geisterjägern einfach zu machen und weil der Roman nun mal nur 64 Seiten hat, liegen die restlichen fünf, mit dem Schlangekeim infizierten, Frauen, bei der Urheberin des Schreckens herum und warten auf ihre Giftschlangen.
Alles in allem ein sehr durchschnittliches Lesevergnügen, dass durch den umständlichen und schlechten Schreibstil noch weiter getrübt wird. Bereits auf der ersten Seite werden wieder die Stereotypen eine Sinclair-Romans bemüht: Eine Person vernimmt einen Schrei und bekommt Sekunden später die Erkenntnis, dass sie es selbst war, die geschrieen hat.

erstellt am 25.11.08 20:59
Ich habe mich während des Lesens sehr amüsiert und bewunderte die gekonnten Darstellungen der Verstossung Lucifers und dieser Knopfnase Michael. Auch Eva wirkte auf mich frisch und heiter. Alles in allem ein Roman, der mehr durch seine historischen Hintergründe und choreographischen Szenen als durch seine Moral "Boys and girls, don´t try this at home" besticht.
In der Tat soll Lucifer selbst als Königskobra auf Erden erschienen sein, um im Garten Eden Zwietracht zu säean. Ob er je eine Braut des Bösen fand, möchte ich bezweifeln.
Geekelt hat es mich nicht.

erstellt am 25.11.08 22:48
sorry ! Bitte Löschen !!!

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 22:53 Uhr bearbeitet)

erstellt am 16.09.09 20:48
.

erstellt am 25.01.11 14:55
Subtiler Titel . Gut ich hasse Schlangen , aber es gab wirklich schon ekelhaftere Sachen im Ghoulbereich , obwohl ich eine Schlange im Mund auch ekelhaft finde. Ähnlich wie das Schlagwort : " Verdammt " wurde dann diesmal das Wort " Ekel " , eigentlich zu häufig in sämtlichen Variationen ausgeschlachtet. Insgesamt war der Roman aber nicht schlecht , sondern spannend geschrieben, wobei das erotische Versteckspiel zwischen Susan Serrano und John , schon gleich den Höhepunkt des Romanes bildete. Trotz etwas mehr Action im Schlussteil , war doch absehbar wie es laufen wird , ohne allzugroße Überraschungen. Vielleicht wäre es dramaturgisch effektiver gewesen , hätte sich Eva als eine Medusa entpuppt. Was mir sonst auffiel war die Aussage Susans am Beginn , die betroffenen Frauen wären in Frankreich mit der Schlangenmagie in Berührung gekommen. Komischerweise wird Evas Hauptquartier dann aber kurzerhand nach London , an die Themse verlegt. Merkwürdiger Ortswechsel. Vielleicht dem Umstand geschuldet , das der auf 64 Seiten begrenzte Roman , dann doch schnell zum Ende kommen mußte. Ein Zweiteiler wäre wohl effektiver gewesen. Kommissar Zufall hat diesmal Hochbetrieb , so fällt John die Lösung quasi rapide in den Schoss.

Insgesamt nicht so gut wie die Vorromane , aber dennoch solide. Note 3 = Befriedigend ( 3 von 5 Kreuzen )

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 15:07 Uhr bearbeitet)

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