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Thema: 1585 Monsterfahrt
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erstellt am 22.11.08 00:15
An der deutsch-polnischen Grenze werden sechs Gastarbeiter aus der Bundesrepublik bestialisch getötet. Der einzige Überlebende und gleichzeitige Zeuge berichtet von einem grauenhaften Monster, das die Morde verübt hat. Der BND schaltet Harry Stahl ein, der John Sinclair hinzuzieht. Die beiden Sonderermittler erfahren bei der Frau des Zeugen, dass dessen Sohn und seine Gattin sich auf den Weg zum Tatort gemacht haben, um herauszufinden, was tatsächlich dort vorgefallen ist. Aufs Höchste alarmiert folgen John und Harry dem jungen Ehepaar. Nicht ahnend, dass Katja und Roman derweil dem personifizierten Grauen begegnen…

Meinung:
Über Sinn und Unsinn von Heftromantiteln nachzusinnen, bringt nicht allzu viel und kostet nur wertvolle Zeit. Eine regelrechte „Monsterfahrt“ gibt es jedenfalls nicht im Roman. Dafür beginnt die Geschichte so packend und brutal, wie schon lange kein Sinclair-Roman mehr angefangen hat. Dabei kommen eine Menge Leute ums Leben, was ebenfalls ungewöhnlich für Jason Dark ist. Dass nach dem letzten Abenteuer gleich wieder ein Fall in Deutschland spielt ist kein Beinbruch und verleiht der Serie einen gewissen Realismus. Da die Ermittlungen in Polen stattfinden erinnert sich John zwangsläufig an „Luzifers Angriff“, bei dem er Stephan Kowalski kennen lernte. So wie der Geisterjäger die Sache sieht, ist Matthias aber keineswegs vernichtet worden, wie von vielen Fans angenommen wird.
Leider fällt die Qualität des Bandes nach den ersten zwanzig Seiten rapide ab. Jason Darks Detailverleibtheit, die sich in ausschweifenden Dialogen, der minutiösen Beschreibung von Vorgärten, Wohnzimmermöblierungen und Landschaften äußert, erweist sich einmal mehr als absoluter Spannungskiller. Wer sich hinter dem Monstrum verbirgt ist kein Geheimnis und wird schon nach den ersten Sätzen deutlich erkennbar. Unlogisch ist zudem, dass Roman und Katja wissen, dass sie einem Monster auf der Spur sind, immerhin wusste bis zu der Ankunft von John und Harry niemand, dass der Zeuge überhaupt noch lebt. Daher konnte er auch seiner Familie keine Beschreibung liefern. Das Ende ist einfallslos und typisch für einen 08/15-Gruselroman von Jason Dark. Dabei ist der Gegner schon außergewöhnlich und wirkt vor allem in der Anfangsszene sehr bedrohlich.
Fazit:
Starker Anfang, schwacher Mittelteil, langweiliges Ende. Schade, denn wieder wurde ein großes Potenzial verschenkt.

erstellt am 22.11.08 14:23
Nun ja, ich bin gerade auf S. 20, und ich muss sagen, dass entgegen deines Eindrucks der Roman schon nach 10 Seiten stark abfällt. Wenn das noch schlimmer wird, kann es ja heiter werden.

Florian schrieb:
Unlogisch ist zudem, dass Roman und Katja wissen, dass sie einem Monster auf der Spur sind, immerhin wusste bis zu der Ankunft von John und Harry niemand, dass der Zeuge überhaupt noch lebt. Daher konnte er auch seiner Familie keine Beschreibung liefern.


Das stimmt aber nicht so ganz: Als John und Suko die Frau des Zeugen befragen, erwähnt sie, dass ihr Mann kurz bevor er ins Krankenhaus geliefert wurde, noch kurz bei ihr war. Da wird er ihr wohl von dem Vorfall erzählt haben.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 14:25 Uhr bearbeitet)

erstellt am 22.11.08 14:32
Auf Seite 18 bittet Karl aber John und Harry bei seiner Frau vorbeizufahren, da diese sich bestimmt Sorgen macht. Der Logikfehler liegt bereits vor dem Gespräch der Monsterjäger mit der Frau.

erstellt am 22.11.08 15:27
Jetzt geht das wieder los.
Er sagt da doch nur, dass sie seiner Frau Bescheid sagen sollen, dass es ihm gut geht und dass sie sich bestimmt große Sorgen um sie macht. Es wird nie explizit von ihm erwähnt, dass er nach dem Vorfall seine Familie noch nicht gesehen hat.

erstellt am 23.11.08 13:22
sorry leute ...aber ich hab da ma ne frage.wie kann es sein das ich hier ne rezi lesen kann über einen roman der doch erst am 25.11. erscheint ?falls ich da irgendwas nich mitbekommen habe entschuldigt mich bitte *staun*.

erstellt am 23.11.08 14:39
Am Bahnhofsbuchhandel gibt es die Hefte häufig schon am Samstag und ein Pressezeitschriftenhandel bei mir in der Stadt hat die neuen Hefte auch schon oft am Freitag ausliegen.

erstellt am 23.11.08 14:50
Ersmal danke für die antwort :).
stimmt davoin hab ich schonmal gehört aber nicht dran gedacht das sie so früh schon zu haben sind.

erstellt am 02.01.09 00:37
Falls die Gegend dort wirklich so langweilig und trostlos ist, wäre das Kuschelmonster ohne den Lückenfüller des Kreuzes wohl an der tödlichen Langeweile eingegangen - grösste Sehenswürdigkeit eine Kläranlage und bei der Beschreibung der Kneipe kommen einem die Tränen oder die wechselnden Gesichter Dolnys. Nicht einmal eine Kettensäge bringt da etwas Freude hinein oder der Wagen mit den durchstochenen Reifen, aus dem sie vor Dolnys Haus steigen (S. 51 ). Zumindest lernt man sich als weltgewantes Monster von heute nicht allzusehr zurückzuziehen, denn das führt nur zu unkontrolliertem sechsfachen Mord. Eine überflüssige Moral in einem langweiligen Roman um eine noch langweiligere Gegend. Wenn ich mich frage, ob ich den Roman noch einmal lesen oder weiterempfehlen soll, kommen mir die wechselnden Gesichter Dolnys.

erstellt am 09.02.11 12:51
Nach einem guten Beginn mit schon fast inflationären sechs Toten , lässt die Spannung dann leider rapide nach. In einer langweiligen Umgebung gerät die Monsterfahrt für John und Harry Stahl zum Routinelangweiler. Einige überflüssige Dialoge sorgen ebenfalls nicht gerade für Spannung. So ist der Ablauf der Handlung vorhersehbar , wobei dem Leser immer wieder gebetsmühlenhaft eingetrichtert wird , das Monster hat einen Helfer in Rynica und der heisst Dolny. Da ist für Überraschungen kein Platz mehr und am Ende ist Dolny erwartungsgemäß dann beides , Monster und Helfer , eben eine der schier unzählbaren Kreaturen der Finsternis.
Positiv ist, John erinnert sich an seinen letzten Fall im polnischen Grenzgebiet mit Matthias und Stephan Kowalski. Und ebenso der kleine rote Faden. John ist eben erst zurück aus Basel und reist gleich weiter nach Berlin zum Treff mit Harry , während Suko in London bereits einen neuen Fall bearbeitet , indem es um Leichenräuber geht. Darüber wird an im nächsten Band mehr lesen können. Die Möglichkeit Fälle parallel laufen zu lassen , wird viel zu wenig genutzt.
Für diese harmlose Monsterfahrt gebe ich insgesamt noch die Note 4 = Ausreichend. ( 2 von 5 Kreuzen ) Bleibe aber dabei , das viel Potential ungenutzt verschenkt wurde.

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