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Thema: 1596 - Dämonengold
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Antworten zu diesem Thema: 8

 
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erstellt am 12.02.09 10:03
Die Story ist relativ schnell erzählt:

Ein Junge findet einen verfluchten Goldschatz und wird selbst golden und dadurch relativ unverletzbar. Der Gute schafft es insgesamt noch zwei weitere Menschen via Berührung mit seiner Goldhaftigkeit/Unverletzbarkeit anzustecken. Bevor er jedoch noch weitere anstecken kann, kommen John und Suko inkl. Dämonenpeitsche und beenden den Spuk indem Suko dem Goldschatz einen mit der Peitsche überbrät.

Tja, was soll ich sagen. Ich lese selten Sinclair. Mein letztes Heft war "Catwalk in die Hölle" und ich dachte damals, schlimmer geht's nimmer. Weit gefehlt.
Die Story ist dermaßen Hahnebüchen und unmotiviert, daß es einen graut.
Der verfluchte Goldschatz sinkt mit einem Schiff im Meer nahe der Westküste Englands. Durch wie auch immer geartete, nicht näher erläuterte Umstände gelangt der Schatz vom Meeresboden aus dem Schiff in eine extrem schwer zugängliche Höhle auf dem Festland (!?!)
Dort wird er dann von dem jungen Mann (hab das Heft heute Morgen beendet und kann mich schon nichtmal mehr an den Namen erinnern) entdeckt und der Fluch kommt über ihn. Was dieser Fluch bewirkt kommt eigentlich kaum durch. Der Junge wird golden und relativ unverletzbar. Woher er das weiss wird nicht beschrieben (Stichwort: Selbstversuch). Jedenfalls steckt er die nächstbeste Frau per Berührung an und WEISS halt einfach um die dadurch bedingte Unverletzbarkeit und bittet die Frau um einen Selbstversuch. Der klappt natürlich. Nebenbei erklärt der Typ der guten Frau auch noch, daß sie beide jetzt Götter sind. Warum die beiden jetzt das erklärte Ziel formulieren, alle Menschen in einem erbärmlichen walisischen Kaff zu goldenen Menschen zu machen wird irgendwie auch nicht klar. Vermutlich muss das einfach so sein. Jedenfalls schaffen sie es genau noch eine alte Wirtin zu vergolden bevor John und Suko erst die Wirtin vernichten (mit der Dämonenpeitsche) und dann die Höhle mit dem Schatz aufsuchen und auch diesem eins mit der Peitsche überbraten. Die beiden Goldenen gehen drauf und der Spuk ist vorbei.

Ich habe in meiner frühesten Jugend ja auch mal Sinclair mehr oder weniger regelmäßig gelesen...aber was da jetzt so geboten wird ist wahrlich das letzte. Vermutlich habe ich ausgerechnet zwei dicke Flopps erwischt, anders kann ich mir die hohe Heftzahl und Erscheinungsdauer nicht erklären. (Als Stammleser von PR ist mir übrigens aufgefallen, daß ich für den Sinclair 'ne glatte Stunde weniger Lesezeit benötigt habe.)

Also ich bin wahrlich nicht anspruchsvoll im Heftromangenre; mir ist schon klar, daß das Niveau dort zumeist etwas geringer ist, aber selbst Jerry Cotton, Prof. Zamorra oder Maddrax sind im Vergleich zu diesem Geschreibsel von Herrn Dark wahre literarische Glanzleistungen.

Ich habe mir vorgenommen, jetzt mal die kommenden Hefte bis 1600 durchgehend zu kaufen und zu lesen. Sollten die alle so übel sein, weiss ich wenigstens, daß meine persönliche JS-Zeit definitiv zu Ende ist. So hat das dann doch noch sein Gutes: eine weitere persönliche Erkenntnis.

erstellt am 12.02.09 20:16
vinkee_88 schrieb:

Vermutlich habe ich ausgerechnet zwei dicke Flopps erwischt, anders kann ich mir die hohe Heftzahl und Erscheinungsdauer nicht erklären.


nein, hast du nicht, die sind wirklich alle so - und kann mir auch nicht erklären warum das immer noch gelesen wird.

Versuchs mal mit Zamorra oder Maddrax, is die Zeit sicher besser angelegt

erstellt am 12.02.09 21:03
Anubiz schrieb:
nein, hast du nicht, die sind wirklich alle so - und kann mir auch nicht erklären warum das immer noch gelesen wird.

Hm, wenn du weißt, dass alle so sind, musst du ja eigentlich auch zu denen gehören, die das immer noch lesen.

erstellt am 12.02.09 22:32
ne, die waren schon vor 2-3 Jahren so, als ich aufgehört hab :)

erstellt am 13.02.09 08:10
@anubiz

Zamorra lese ich zwar hin und wieder, aber keinesfalls regelmäßig. Trotzdem gefallen mir die Romane meist recht gut.
Bei Maddrax bin ich jetzt schon seit Bd. 160 regelmäßig dabei und finde die Serie echt gelungen. (Wobei PR meine unangefochtene Nr. 1 ist)
Selbst die Jerry Cotton Romane, die ich neben PR und MX zuhauf lese, gefallen mir super.
Aber gut, ich bin nicht der Typ, der einer Serie keine Chance geben würde. Daher hab ich ja beschlossen, die JS-Serie jetzt erstmal bis Bd. 1600 mitzuverfolgen. Vielleicht wird der Jubi-Band ja der Auftakt zu einem Mehrteiler. Von einem Mehrteiler dürfte man ja wohl dann etwas mehr Struktur, Ideenreichtum und Konsistenz erwarten können.

erstellt am 13.02.09 15:40
Mit Band 1600 startet ein Zweiteiler, dass wurde bereits von Jason Dark auf der Leserseite angekündigt.

erstellt am 15.02.09 14:40
vinkee_88 schrieb:
@anubiz

Zamorra lese ich zwar hin und wieder, aber keinesfalls regelmäßig. Trotzdem gefallen mir die Romane meist recht gut.
Bei Maddrax bin ich jetzt schon seit Bd. 160 regelmäßig dabei und finde die Serie echt gelungen. (Wobei PR meine unangefochtene Nr. 1 ist)
Selbst die Jerry Cotton Romane, die ich neben PR und MX zuhauf lese, gefallen mir super.
Aber gut, ich bin nicht der Typ, der einer Serie keine Chance geben würde. Daher hab ich ja beschlossen, die JS-Serie jetzt erstmal bis Bd. 1600 mitzuverfolgen. Vielleicht wird der Jubi-Band ja der Auftakt zu einem Mehrteiler. Von einem Mehrteiler dürfte man ja wohl dann etwas mehr Struktur, Ideenreichtum und Konsistenz erwarten können.


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erstellt am 19.03.09 19:55
Gold, das von Wind und Wellen aus den Tiefen des Meeres in eine Höhle getragen wird, kann einfach nicht echt sein. Ging da der Sarkasmus mit Jason Dark durch? Da ist ein steppendes Krokodil mit Hut und Stock, das ins Zimmer getanzt kommt, noch wahrscheinlicher. Noch verwirrender der Gedankengang: 'Bisher wies nichts darauf hin, dass die Menschen ihre Häuser verlassen wollten.' von Seite 48. Er beschreibt doch nur Hausfassaden. Was denkt er sich? Diese potthässliche grau-weisse Häkelgardine kommt einem unweigerlich inden Sinn. Wer stellt so ein Fossil her?
Von sonderlich viel Action kann auch nicht die Rede sein. Die ewigen Erklärungen um überhaupt nichts und die sonderlichen Blicke, die detailgetreu beschrieben werden, nerven einfach nur.
Bei der Suche nach einem höheren Sinn sind mir die Geisterjäger mit ihrem tierischen Ernst vorraus. Die Moral von der Geschichte ist vermutlich "Wenn Dir Gold ins Hause weht, weisst Du wo die Peische steht."

erstellt am 22.06.11 19:46
Handlung : Johnny Conolly bittet John nach Wales zu fahren. Ricky Walden ein dort lebender Bekannter , bat Johnny um Hilfe , da sein Körper begann , sich mit einem Goldschimmer zu überziehen , nach dem er in einer Höhle einen angeschwemmten Goldschatz gefunden hatte. Als John und Suko in Friorg eintreffen , hat der Virus bereits auch auf zwei Frauen die mit Ricky in Berührung kamen übergegriffen. John muss erkennen , das es nur eine Waffe gegen die Goldenen gibt , Sukos Dämonenpeitsche. Gleichzeitig zeigt sich, das die Opfer dem Fluch des Goldes aus der alten Welt rettungslos verfallen sind.

Meinung : Sparsamer Sinclairroman , mit dennoch ein wenig Unterhaltungswert. Was mir nicht gefiel , war das John sich beim Gespräch mit Johnny , nicht einmal nach dem Befinden seiner deutschen Freundin Kirsten erkundigt hat , die erst vor kurzem in der Halloweennacht schwer verletzt wurde. Hätte dem Roman gut getan und hatte ich eigentlich auch erwartet. Ansonsten erreicht der Roman noch die Note 4 = Ausreichend. ( 2 von 5 Kreuzen )

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