Suche
Beitrag User
 
 
Thema: Sinclair überarbeiten ? Was kann man verbessern ?
| |

Antworten zu diesem Thema: 5643

 


erstellt am 31.08.17 08:44
Und du hast da noch den Überblick? Wenn ich dich jetzt nach JS 1467 frage, findest du den???? Wenn ja - absolut bewundernswert!

erstellt am 31.08.17 09:26
In der aktuellen JS 2042 wird ein (über eine Seite) langer Leserbrief abgedruckt, der soetwas wie den Gegenentwurf zu der hier im Forum vorherschenden Meinung darstellt. Joachim Bertus betont da unter anderem: "Zwei Jahre habe ich mir unter Schmerzen angesehen wie die sogenannten "Co-Autoren" das geniale Werk eines genialen Mannes an die Wand fahren."

(Wie schon an anderer Stelle wird der Wechsel der Jahreszeiten kritisiert, falsche Dienstränge, Revolver statt Pistole...) Vor allem aber:
"Die Romane dieser neuen Autoren sind grottenschlecht und haben nichts mit John Sinclair gemein."

Woran man mal wieder sieht, wie unterschiedlich Geschmäcker sein können. Und wie evtl. sogar eine (bisher) schweigende Mehrheit (???) denken könnte.
Vor allem sieht man aber wieder, wie souverän Redaktion und speziell Britta sind, dass sie diese Kritik abdrucken (wohlgemerkt nicht in einem Dark-Heft!) und ihr diesen Platz einräumen.

erstellt am 31.08.17 09:35
erstellt am 31.08.17 11:49
Die einen sammeln die Hefte und halten sie in Ehren.
Anderswo schmeißen die Leute gesamte Sammlungen in den Müll. Besonders Hinterbliebene, die mit dem ganzen Kram nichts anfangen können. Es ist traurig, aber sowas wie JS wirst du schlecht los. Überangebot, besonders wenn der Zustand keine 1+ mehr ist.

Und dann gibt es Leute wie mich, die auf ebook umgestiegen sind. Ich lese auch noch viel "normale" Bücher. Die will ich dann schon im Regal haben, weil manche Hardcover-Buchrücken einer Reihe echt schön aussehen. Bei Heften sehe ich irgendwie keinen Mehrwert, sie "auszustellen".

erstellt am 31.08.17 14:23
corto feldese schrieb:
Woran man mal wieder sieht, wie unterschiedlich Geschmäcker sein können. Und wie evtl. sogar eine (bisher) schweigende Mehrheit (???) denken könnte.

Ob das eine schweigende Mehrheit ist, - keine Ahnung, Hier hat sie sich ja sehr deutlich gemeldet.
Das Problem ist doch, dass jeder Leser ein Individuum ist und wie du schon sagst, unterschiedliche Sachen gut findet. Es wäre ja für die Autoren schön einfach, wenn sie einmal den Geschmack "des Lesers" kennen würden und dann immer genauso schreiben könnten, dass "der Leser" es immer super findet. Aber wir sehen ja auch bei unseren Rezis, dass selbst wir häufig nicht einer Meinung sind.
Ich war damals regelrecht schockiert, als es darum ging, dass es Fremdautoren geben sollte. Nicht nur von mir, sondern von vielen wird JD immer noch verehrt, Man muss sich von dem Gedanken lösen, dass es ein "Verrat" an JD und seinem Werk ist, die FA gut zu finden. Vielleicht sogar ein wenig ein Verrat an seiner eigenen Wertskala, weil man ja JD jahrzehntelang unangefochten genial fand. Wenn man das schafft und versucht sich ganz objektiv auf die anderen einzulassen, wird man merken, dass da ebenfalls große FAns und Kenner am Werk sind, die nicht JDs Arbeit in den Schatten stellen, sondern weiterführen wollen. Mit allem gebührenden Respekt. Und genau das macht mich echt glücklich. Denn viel lieber lese ich einen guten JS-Roman, auch wenn die JAhreszeit mal nicht stimmt, oder der Dienstgrad oder keine Ahnung was, als das der Geisterjäger auf kurz oder lang keine neuen Abenteuer erleben darf. Für die Serie beginnt ein neuer Lebensabschnitt (bzw. hat schon begonnen), und damit wird man nur glücklich, wenn man sich auch darauf einlässt. Man muss in der Zukunft leben, nicht in der Vergangenheit.

erstellt am 31.08.17 16:24
corto feldese schrieb:
In der aktuellen JS 2042 wird ein (über eine Seite) langer Leserbrief abgedruckt, der soetwas wie den Gegenentwurf zu der hier im Forum vorherschenden Meinung darstellt. Joachim Bertus betont da unter anderem: "Zwei Jahre habe ich mir unter Schmerzen angesehen wie die sogenannten "Co-Autoren" das geniale Werk eines genialen Mannes an die Wand fahren."

(Wie schon an anderer Stelle wird der Wechsel der Jahreszeiten kritisiert, falsche Dienstränge, Revolver statt Pistole...) Vor allem aber:
"Die Romane dieser neuen Autoren sind grottenschlecht und haben nichts mit John Sinclair gemein."

Woran man mal wieder sieht, wie unterschiedlich Geschmäcker sein können. Und wie evtl. sogar eine (bisher) schweigende Mehrheit (???) denken könnte.
Vor allem sieht man aber wieder, wie souverän Redaktion und speziell Britta sind, dass sie diese Kritik abdrucken (wohlgemerkt nicht in einem Dark-Heft!) und ihr diesen Platz einräumen.


Oh, bitte. "Schweigende Mehrheit". Sowas geht mir auf den Zeiger. Dann sollen die die Klappe aufmachen. Und nicht nebolös: Vielleicht sehen das ja gaaaanz viele anders... sie sagen es nur nicht. Und 2028 atmen alle auf: Endlich spricht es mal einer aus... Oh mein Gott...

erstellt am 31.08.17 18:04
Nö, müssen sie nicht ("die Klappe aufreißen" ), denn es reicht ja wenn sie die Hefte kaufen - und zufrieden sind!
Man sollte nur nicht selbstgefällig davon ausgehen, dass die kritische Einstellung Darks Romanen gegenüber (die ich auch teile, aber schon wesentlich länger als überhaupt an Co-Autoren gedacht wurde), die hier ständig von ca. zehn verschiedenen Leuten geäussert wird, eine irgendwie repräsentative ist!

Unzählige Gruselfans haben Dark schon kritisiert als er noch für andere das Nonplusultra war. Und vielleicht ist er das heute noch für die Mehrheit - auch wenn es hier im Forum deutlich anders klingt. Und auch ich es (persönlich) nicht nachvollziehen kann. (Aber auch Serien wie "Reich und schön" laufen seit Jahrzehnten, werden geliebt.)

Jemand der seltsame SAT.1 oder RTL- Nachmitagsreihen goutiert, findet einen hochgelobten Ernst-Lubitsch-Film vielleicht "grottenschlecht". Alles eine Frage der Zielgruppe.

Sprechen die "neuen" Autoren vielleicht schlicht eine ganz andere Zielgruppe an? (Das fängt doch schon mit dem Begriff "Horror" an, gegen den Dark sich immer bezüglich JS gewehrt hat.)

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 18:04 Uhr bearbeitet)

erstellt am 31.08.17 19:32
Die Aussage "die 10 Leute seien nicht repräsantiv" ist die andere Seite der selben Medaille. Und wenn es nur ein Forums-User wäre.... Die Meinung ist wohl etwas wert. In diesem Land wird seit geraumer Zeit jede progressive Meinung möglichst schnell relativiert. Ich mag das nicht!

erstellt am 31.08.17 19:33
Verschiedene Zielgruppen sind doch super :)

erstellt am 31.08.17 22:12
Ich weiß zwar nicht unbedingt, was eine "progressive Meinung" ist. Ich war nur zuerst etwas überrascht von der Leserbriefäusserung (auch in ihrer Absolutheit), dann aber auch davon, wie sehr sie gleich runtergemacht wurde. (Denn eigentlich ist sie doch wiederum nicht sooo überraschend.)
Wie gesagt, ich teile sie nicht. Aber die JS-Serie war sehr erfolgreich. Trotz oder gerade wegen ihrer Besonderheiten, die Kritiker als Schwächen ansahen.
Vielleicht waren diese vermeintlichen Schwächen gerade ihre Stärke, ihr Erfolgsrezept?

Nun wird der Erfolgsautor dieser Serie durch zusätzliche ergänzt. Und der Verlag wählt zwischen zwei Möglichkeiten (einer Jason-Dark-Kopie, die nur eingefleischte Nerds bemerken würden, oder Autoren, die ihre eigene Sprache und ihren eigenen Schwung haben) die zweite.

Eigentlich kein Wunder, dass einer, der die spezielle Art von Darks Romanen genial findet, nun unzufrieden sein muss. (Überspitzt: Wer täglich Bild liest, für den ist die SZ kein "Mehr", sondern ein "Anders", das er nicht gut finden wird.)

Ich will hier Dark nicht runtermachen. Er ist für mich noch immer ein Meister des Einstiegs, er kann eine spezielle Atmosphäre schaffen, ja einen dort hineinziehen. Dann diese spezielle menschelnde Art (die ich, nachdem ich mich an die ich-Form gewöhnt hatte, zu schätzen lernte). Sinclair, der Kumpel, an dessen Seite man gern mal einen gruseligen Ausflug machte.

Leider hat Dark dann aber (vor ziemlich langer Zeit) angefangen, nur noch 30seitige Romane zu schreiben. Und diese mit endlosen Dusseldialogen und retardierenden Unnötig-Szenen zur richtigen Länge aufzufüllen.

Das hat die Leser aber trotzdem mindestens ein Jahrzehnt nicht vom Kaufen abgehalten. Vielleicht weil sie das gar nicht als Schwäche ansahen? Sondern dieses niemanden überfordernde Hingeplätschere gerade schätzten???

Also eigentlich doch kein Wunder, wenn solch ein Fan die neuen Pfade vielleicht als zu wenig ausgetreten empfindet, als zu uneben, überraschend, stolperig?

(Bei mir persönlich war es anders. Wie viele bin ich ja z.B auch mit Spencer/Hill in Dauerschleife im TV konfrontiert worden. Ich mochte die beiden als Typen immer sehr, hab aber - abgesehen von den drei echten Italos, ihren beiden ersten Western-Parodien und den Himmelhunden auf dem Weg zur Hölle - immer gemeint, was wäre es schön, wenn diese zwei so gestalteten Typen mal in gut geschriebenen Filmen statt in diesen hingeschluderten Klamotten eingebaut wären.
Genauso ging es mir irgendwann mit John und Suko.
Und das haben die sogenannten Fremdautoren mir erfüllt!
Wobei ich ja dennoch zu denen gehöre, die trotzdem eher bei Sinclair nicht zu sehr verwobene, sondern Einzel-Abenteuer schätzen.)

Aber trotzdem verwundert mich - nach der ersten Überraschung - so eine Meinung wie die des Leserbriefschreibers nicht!


Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed