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Thema: 1597 Die Köpferin
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erstellt am 15.02.09 14:43
Justine Cavallo zeigt John Sinclair in der Nähe von London drei Menschenköpfe. Die Vampirin erklärt John, dass die Toten auf das Konto von Loretta gehen, der neuen Partnerin von Will Mallmann, alias Dracula II. Der Supervampir hat die sogenannte Köpferin an die Londoner Unterwelt vermietet, um so Unruhe zu stiften und einen Bandenkrieg vom Zaun zu brechen. Ziel ist es, die Unterwelt der Metropole zu kontrollieren, und dadurch zu einem unberechenbaren Machtfaktor auf der Erde zu werden. Justine befürchtet, dass Loretta mindestens ebenso mächtig ist, wie sie selbst. Noch am Tatort kommt es zum ersten Kampf und John gelingt es nur knapp die Attacke der Köpferin abzuwehren, die spurlos verschwindet. Als nächstes Opfer wird Jane Collins ins Visier genommen, die mehrere Male auf Lorette feuert, welche sich aber derart schnell bewegt, dass keine der Kugeln ihr Ziel findet. John und seine Freunde wissen, dass sie eine neue Gegnerin haben, die ebenso mächtig ist, wie Justine Cavallo und sich daran begeben hat, ihre Feinde zu vernichten. Doch wer ist Loretta wirklich? Woher kommt sie, und welche Fähigkeiten besitzt sie?

Kurzbeschreibung:
Kurz vor einem weiteren Jubiläum ist Jason Dark mal wieder der Ansicht, dass der Serie eine kleine Neuerung gut täte. Zuletzt überraschte der Autor mit der Einführung des Satansdieners Matthias, der allerdings in der Versenkung verschwunden ist. Auf der aktuellen Leserseite schreibt Dark, dass man auf ein Wiedersehen hoffen kann. Zunächst aber haben John und seine Freunde alle Hände voll mit Loretta zu tun, die nicht, wie befürchtet, zur wöchentlichen Eintagsfliege verkommen ist, sondern eine neue Hauptgegnerin darstellt. Der erste Auftritt der Köpferin ist vielversprechend und eröffnet sehr interessante Perspektiven für die Zukunft. Der Plan Mallmanns die Unterwelt zu kontrollieren erinnert an den Fünfteiler, in dem er Logan Costello zu einem Blutsauger und damit zu seinem Verbündeten gemacht hat. Inwieweit der Autor diese Konstellation aufgreift wird die Zukunft zeigen. In den ersten Szenen scheint Loretta nichts weiter zu sein, als ein weiterer Cavallo-Ableger, doch im Verlauf der Handlung zeigt sich, dass es in Gestalt, Fähigkeiten und Beschaffenheit Unterschiede gibt. Leider ist Loretta auch der Beweis für die generelle Unlogik in der Serie, denn der komplette Roman erweckt den Eindruck, dass mit der Köpferin die ultimative Feindin erschienen ist, welche die Welt verändern wird. Eine ähnliche Weltuntergangsstimmung herrschte bereits nach dem ersten Auftritt von Matthias, dem Diener Luzifers. Laut Justines Aussagen hat Mallmann Loretta erschaffen. Wenn dem so ist, stellt sich die Frage, weshalb er nicht gleich mehrere solcher Wesen produziert, und diese erst einmal in der Hinterhand hält, um den Überraschungseffekt nicht zu verspielen. Das Telefonat mit Jane Collins, in dem Loretta ihre Absichten bekannt gibt, gehört zu den üblichen Seitenfüllern. Dafür sind die Szenen vor dem Haus der Detektivin und später im Büro der Geisterjäger sehr stimmungsvoll und dramatisch ausgefallen. Unlogisch ist leider auch das Finale, dass mit der Geiselnahme von Sir James nichts Neues zu bieten hat. Allerdings gibt es keinen sinnvollen Grund weshalb Suko nicht die Zeit anhält, bevor er und John die Pistolen ablegen.
Sprachlich bewegt sich der Roman auf einem unterdurchschnittlichen Niveau und langweilt bisweilen durch abgehackte Dialoge, in denen bekannte Fakten wiedergekäut werden. Dass Druckfehler auch zum Amüsement beitragen können zeigt folgender Satz:
„Auf dem Display erschien Sukos Kummer.“
Ein sehr fortschrittliches Handy, welches der Geisterjäger da besitzt. Sozusagen mit integrierter Empathie-Funktion.
Fazit: Frischer Wind für die angestaubte Serie. Schade nur, dass Storyline und Stil an den üblichen Mängeln kranken.

erstellt am 29.03.09 12:41
So hat Mallmann aus der Asche eines Vampirs also wieder nur einen Vampir geschaffen. Aus den Dracula-Filmen ist dies als Wiederauferstehungsritual bekannt. Dass auf der Rückseite des Romans vor der Tür einer Gruft Werbung für ausgerechnet die zwei Romane gemacht wird, in denen die Asche eines Vampirs vorkommt, gibt allerdings zu denken. Bei mir ist das jedoch hoffnungslos, ich komme nicht auf eine Lösung. Vor allem, weil in 'Die Anstalt' die Asche von einem Vampirjäger eingesammelt wird.
Der Roman selbst erscheint flüssig und ist gut zu lesen, obwohl die Handlung nur bei der Köpferin liegt. Der Rest ist auf Dialoge beschränkt in denen schwerfällig Vermutungen angestellt werden. Schade ist auch, dass John und Suko ausser der Köpferin nichts weiter zu tun haben. Und selbst der drohende Bandenkrieg ist nicht fähig, die gähnende Leere der Handlung zu verdecken. Jane Collins hat zumindest noch einen zweiten Handlungsfaden, von dem man leider nur das Ende erfährt.

erstellt am 27.06.11 16:04
Justine Cavallo entwickelt sich zur Kaffeetante. Das anfängliche Gespräch mit John dauert eine gefühlte Ewigkeit und kostet dem Roman viel Substanz. Auch Janes Begegnung mit Loretta ist für einen Einteiler viel zu ausführlich erzählt. Allerdings ist mit Loretta eine interressante neue Figur in die Serie eingefüht worden. Leider wirken die Erklärungen warum Justine von Loretta weis , etwas hausbacken und der von Mallmann geplante Bandenkrieg , kann auch nicht restlos überzeugen.
Viele Druckfehler sorgen auch manchmal für Belustigung. Insgesamt läst er sich aber noch recht gut lesen und ich würde diesen Roman mit Note 3 = Befriedigend bewerten. ( 3 von 5 Kreuzen )

erstellt am 29.06.11 16:33
Was mir sehr gut gefiel war , das mit Loretta kein Monster der Woche , sondern eine neue wiederkehrende Gegnerin ihren ersten Auftritt hatte. Interressant das sie sich bei Gefahr in Staub zurückverwandeln kann. Enttäuscht war ich aber darüber das Dracula II wieder einmal nur einen Miniauftritt per Telefon hatte. Statt des überlangen Geredes am Anfang zwischen Justine und John , hätte besser Dracula II mehr Auftrittzeit verdient gehabt. Wieder einmal fällt der Nutzen von Justine bescheiden aus , sie bringt John zwar auf die Spur aber danach dann auch nichts mehr.

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