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Thema: Mission Mars
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Antworten zu diesem Thema: 62

 


erstellt am 23.06.09 14:44
So, auch Band 5 und 6 sind durch. Musste mich ein wenig quälen, sprachlich fand ich es sehr - hm, nett gesagt "simpel". Das hat mir ein wenig die Lesefreude genommen. Vom Inhalt fand ich es zwiespältig: natürlich super aufregend, wenn auf dem Mars plötzlich Außerirdische landen würden. Die Marsianer so auf die Spur der Hydree-Bahn zu bringen, dafür war es ganz okay, allerdings fast zwei Hefte dafür zu verwenden, dem Leser eine rein virtuelle Realität vorzugaukeln - hm, vielleicht etwas zuviel des Guten. Das hatte bei der Auflösung so ein bißchen den Dallas-Effekt mit Bobby Ewing, aber vielleicht war das ja genau die Anspielung. Naja, das Ende entschädigte dafür ein wenig: der Zeitstrahl wird entdeckt, wenn auch nicht entschlüsselt. Gute Kost - hätte aber, ehrlich gesagt, doch mehr erwartet (als Vergleich ziehe ich persönlich immer den Mars-Zyklus heran, vielleicht sollte ich das lassen?!).

erstellt am 23.06.09 15:43
Von Rehfeld hatte ich mir mehr versprochen. Es war stilistisch ein bisschen Jugendbuch-mäßig (wenn auch letztlich etwas hart für den Bereich). Warum da nichts anderes kam, als Techtelmechtel und Traum, verstehe ich immer noch nicht.

Ist hier eigentlich noch jemand, der MM mochte?

erstellt am 23.06.09 16:25
nilusys schrieb:
Ist hier eigentlich noch jemand, der MM mochte?


Yep, hier! Aber uneingeschränkt nur Trilogie 1 und 4, mit den beiden mittleren, vor allem mit der dritten hatte ich so meine Probleme ...

erstellt am 23.06.09 16:28
Und ich mochte nur einen Band. Aber im Normalfall bin ich eben der "Härtere" von uns beiden (vgl.MX 246)...

erstellt am 28.06.09 21:20
Habe mir gerade mal die Archiv-Beiträge zu MM durchgelesen und bin erstaunt, wieviel Wirbel das Spin-Off doch auslöste. Da haben sich ja wirklich sehr viele zum Thema geäußert und mitdiskutiert. Insgesamt muss man es wohl als Erfolg einstufen, was die Äußerungen betrifft, auch wenn die "Hardcore"-Fans eher enttäuscht zu sein schienen.
Ich habe jetzt Band 7 durch und werde mich wohl erst nach Band 9 nochmal melden, wenn ich die ganze Triologie kenne.
Eines ist mir allerdings aufgefallen und da muss ich z.B. Nil recht geben: unter SF stellt man sich eigentlich was anderes vor, als nur das Überleben auf einem fremden Planeten. Die Technik und irgendwelche SF-lastigen Elemente und Besonderheiten vermisse ich. Insgesamt lebt die Geschichte vor allem von den Figuren und dem Kampf mit den Verhältnissen. In dieser Hinsicht passt es aber hervorragend zu MX, wo es ja auch um das Überleben in einer feindlichen und rätselhaften Umwelt gibt. Sprachlich fand ich es bisher nicht herausragend bis auf den Band von W. Hohlbein persönlich. Auch Weinland und Stahl stechen ein wenig positiver hervor, aber hier will ich noch kein endgültiges Fazit ziehen. In meinen Augen entwickelt sich das Spin-Off in gewissen Maße anhand eines logischen Fadens, aber den SF-Faktor vermisse ich doch, da hatte ich ganz andere Erwartungen, obwohl ich natürlich den Mars-Zyklus schon gelesen habe. Im Grunde genommen ist es eine Endzeit-Story und keine klassische SF. Dieser Eindruck wird noch verstärkt, da ja die einzigen Außerirdischen, die auftauchen, nur ein Fake sind und die auch noch den eigenen Vorstellungen entnommen sind, die sie zu Wesen macht, die den Menschen sehr ähnlich sind. Raumschiffe spielen bis auf den ersten Band überhaupt keine Rolle, auch der Mars selbst wird zwar zu einem Exotikum, aber eben nicht zu einer phantastischen Fremdwelt. Aber vielleicht ändert sich das ja jetzt ab Band 8. Band 7 deutete ja schon in diese Richtung. Auch die vielen zwischenmenschlichen Geschichtchen passen eher nicht zu klassischer SF, sie spielen dafür auf alle Fälle eine viel zu große Rolle. Und wie gesagt, die Technik spielt eine eher untergeordnete Rolle, obwohl sie vermutlich der Hauptgrund ist, weswegen die Marsianer überhaupt überleben konnten. Hier hätte man sich in den Details schon etwas mehr Mühe machen können, gerade in Plausibilitätsfragen, eben weil die Technik so eine überaus wichtige Rolle spielt. Ich finde, das wird das Verständnis des Lesers tatsächlich bisweilen überstrapaziert. Man muss ja nicht alles bis ins kleinste Detail auswalzen, aber die Andeutungen sollten schon halbwegs richtig oder nachvollziehbar sein. SF zeichnet sich doch dadurch aus, dass alles möglich ist, wenn nur die richtige Technik zugrundeliegt, da hätte man sich gut das ein oder andere ausdenken können, ohne z.B. auf die doch sehr langweiligen Atombomben zurückzugreifen. Hier ist doch gerade die Kreativität gefordert, um SF zu liefern. Bei der Zombie-Droge z.B. wurde das toll umgesetzt. Warum wurde das nicht beibehalten?

erstellt am 28.06.09 21:39
Ich denke inzwischen, dass das für die Autoren einfach viel zu aufwendig gewesen wäre - jedenfalls die technischen Fragen von Habitaten und Terraforming. Wenn man da nicht "drinsteckt", ist es sehr schwer, sich das anzueignen, zu erkennen, was entscheidende Punkte sind und daraus auch noch Geschichten zu machen. Das rechnet sich im Heftroman-Bereich wohl einfach nicht; da müsste schon jemand zufällig bereits "Experte" sein.

Es gab natürlich Recherchen, das will ich damit nicht bestreiten. Aber es hat sicher einen Grund, dass man sich so auf die "menschliche" Seite des Szenarios konzentriert und dabei nicht mal die spezielle Beschaffenheit der Mars-"Gesellschaft" stark berücksichtigt hat.

(Wenn ich mich recht entsinne, hat Mike außerdem irgendwann mal zugegeben, dass WoHo sich nicht an die technischen Vorgaben gehalten hat... ^^)

Ein "Ausweg" wäre dann sicher noch gewesen, eben andere SF-Themen zu nehmen. Aber okay: da verstehe ich durchaus, dass man die Sache auch nicht "überstrapazieren" wollte. Man hatte ja schon die Hydriten-Sache geplant, die Daa'muren/Wandler-Sache noch am Laufen und wohl auch schon vor, danach auf der Erd-Schiene auf den Finder hinzusteuern.

Da auf dem Mars noch ein SF-Element reinzubringen... na ja. Und die letztliche Enträtselung des Mars-Geheimnisses war natürlich für Matt reserviert.

Was ich bloß wirklich immer noch nicht verstehe, ist, warum der Aspekt der Fortpflanzung, der dann ja immerhin zu den Häusern führt, in den ersten drei Trilogien eigentlich keine Rolle spielt. Es hätte mir ja (na gut: fast ^^) schon gereicht, wenn wenigstens bei einer der Dreiecksgeschichten mal gesagt worden wäre, dass der eine Partner der "geliebte", der andere aber der "gewählte" oder "passendere" gewesen wäre. Aber es waren nur Liebesgeschichten wie aus einem Teenie-Film oder Frontier-Western.

erstellt am 28.06.09 22:14
Nicht vergessen: MM war MX mit "SF-Touch", DVdT war MX mit "Grusel-Touch". Natürlich haben wir das Serienkonzept nicht so weit verlassen, als dass wir plötzlich Hardcore-SF und -Horror gebracht und damit die MX-Fans vergrault hätten. Wer Raumschiffe und Technik en masse will, soll zu PR greifen.

erstellt am 30.06.09 13:10
Jedenfalls lauert da mindest ein Kolumnen-Thema.

erstellt am 30.06.09 14:11
MadMike schrieb:
Wer Raumschiffe und Technik en masse will, soll zu PR greifen.


Warum in die Ferne schweifen? Zumindest Raumschiffe haben wir hausintern doch auch bei STERNENFAUST genug - mit ausreichender Technik!

erstellt am 30.06.09 14:49
Es ging ja nicht um Technik a'la Perry, nur mal nebenbei angemerkt, sondern um einen relativ "niedrigen", (fast) schon realisierbaren und dann ins Potentielle zu entwickelnden Level.

Und StF, na ja... ob ein Technik-Fan da "glücklich" wird?


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