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Thema: Mission Mars
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Antworten zu diesem Thema: 62

 


erstellt am 30.06.09 15:02
Nein, es geht vor allem um das fremdartige Flair, das übrigens bei Band 8 sehr schön zu finden ist. Außerirdische Käfer, die irgendwelche unerklärliche Dinge mit den Marsianer anstellen und dann noch die geheimnisvolle Station im Berg - so stelle ich mir schon eher SF vor.
Übrigens ich lese schon PR
Für Sternenfaust kann ich mich nicht erwärmen, und das hat einen wahrscheinlich eher seltsamen Grund - die "netten" Diskussionen in Sternenfaust-Forum laden ja sowas von aus... ich finde, bei Sternenfaust wird das manchmal etwas sorglos gehandhabt. Ich bin schon ganz froh, dass MM hier manchmal eingreift, wenn sich die Leute zu sehr an die Kehle gehen. Irgendwie sollte alles sachlich bleiben - und die Kritik angemessen. Bei den "Sternenfaustlern" vergeht mir regelrecht und regelmäßig die Lust aufs Lesen. Es ist auch manchmal besser als Reddax oder Autor einfach die Klappe zu halten, statt sich seitenlange Konfrontationen mit irgendwelchen Idioten zu liefern. MM macht das auf jeden Fall besser, obwohl auch er manchmal "verschnupft" reagiert. Aber das kann ihm ja keiner verübeln. Kritik am eigenen Produkt ist eben immer schwieriger zu schlucken. Aber es gut, wenn man den Kritikern nicht alles zu erklären versucht - vor allem Dinge, die sie nicht wissen wollen, weil sie sowieso nur Augen für ihre eigenen Interessen haben oder Sprüche klopfen und sich wichtig machen wollen. Obwohl sie bei SF da inzwischen wohl auch etwas gelernt haben. Die Reaktionen sind schon sehr viel zurückhaltender und weniger geworden. Damit tun sie sich vermutlich echt einen Gefallen.

erstellt am 30.06.09 17:09
Ohne das hierher tragen zu wollen: einer von denen, die sich bei StF am heftigsten gekloppt haben, bin ja mal wieder ich.

Und der Grund, warum es da jetzt ruhiger ist, ist ganz einfach der, dass die meisten Leute, denen der neue Kurs nicht so gefällt, nicht mehr (so viel) posten. Ich lese die Hefte nicht mehr, Axler kommt vergleichsweise selten vorbei, Greenorb und einige andere gar nicht mehr (was sich ja jederzeit wieder ändern kann, aber im Moment so aussieht).

Und ja: MM ist am Schluss durchaus interessanter geworden durch die Entwicklungen - da können Traum-Viecher einfach irgendwie nicht mithalten, obwohl sie zweifellos auch exotisch sind. ^^

Und meinen Lieblings-MM hast du noch vor dir, Pisanelli: Band 10. :)

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 17:10 Uhr bearbeitet)

erstellt am 30.06.09 17:26
@Nil: Jetzt kommt ja erstmal Band 9
Also, Du warst/bist bei Sternenfaust nicht der Bösewicht, denn persönlich wirst Du bei Deinen Angriffen eher seltener, auch wenn die Unzufriedenheit vielleicht manchmal deutlich durchkommt. Aber da geht es meist um die Sache. Und wer es war/ist behalte ich mal lieber für mich - jedenfalls immer noch mehr oder weniger regelmäßig anwesend und auch tonangebend und ganz offensichtlich nicht kurierbar von seiner Art...

erstellt am 30.06.09 19:39
Ich glaube, ich bin gerade rot geworden - Pisanlli, du bist ganz große Klasse! :))

erstellt am 30.06.09 20:03
Dritte Trilogie: Band 7 war mir - mal wieder - zu "langsam". Was auch unglücklich war: dass Weinland und Stahl nochmal eine Dreiecks-geschichte als Grundlage gewählt hatten. (Du hast die 4 ja nicht gelesen, oder, Pisanelli? Da fällt das evtl. nicht so auf.) Manfred Weinland - der btw. immer sehr nett und konstruktiv geantwortet hat und dafür Sonderapplaus verdient! - hat das auch mal so "zugegeben".

Und ich hatte wirklich Schwierigkeiten mit dem Stil - die Kursiv-Setzungen... :)

Band 8 war interessanter und Band 9 , na ja. Ich bin heute noch froh, dass Andro das damals ähnlich wie ich empfunden hat. Wobei rückblickend ein anderer Teilnehmer recht behalten hat: es ging eben um die Einführung bestimmter (Fantasy-) Komponenten, die noch wichtig werden sollten.

Ich glaube, das war der Grinch. Ich denke zwar immer noch, dass da mehr drin gewesen wäre, aber das hat er jedenfalls gut gesehen. Schade, dass ihm das ganze Hickhack - und in dem Fall wohl wirklich hauptsächlich mit mir - zu viel wurde und er weggeblieben ist (es sein denn, er hätte einen anderen Nick - ohne damit was andeuten zu wollen).

erstellt am 04.07.09 17:45
nilusys schrieb:
Und StF, na ja... ob ein Technik-Fan da "glücklich" wird?
Nicht wirklich.

Ich habe gerade LUST auf Science-Fiction, und ich bin gerade von knüppelharten technischen Texten im Job etwas angekotzt. Somit dachte ich, fange ich vielleicht mal mit einer zweiten Serie an. Da bot sich STERNENFAUST ja förmlich an, weil man als Neuling nicht gleich von soviel generationenlang gepflegtem Hintergrund-Umfang erschlagen wird.

Aktuell gibt es ja die ersten Bände als Taschenbuch (leider sauteuer). Ich hatte mir das erste Taschenbuch mit den Bänden 1 bis 3 besorgt, um mal ein Gefühl für die Serie zu bekommen. Außerdem habe ich "drüben" im StF-Bereich nachgefragt, was denn die Leser an StF so begeistert, was sie mögen, was ihnen über 100 Bände lang Spaß gemacht hat.

Mein aktueller Eindruck von Band 1 bis 3 ist leider der, daß weniger Science-Fiction geboten wird, als ich das gerne gehabt hätte. Technik findet fast nicht statt - und dort, wo mit Technik im Brennpunkt umgegangen wird, da kräuseln sich einem Science-Fiction-Leser die Haare.

Schade. - Besonders, weil mir das Schlagwort "Military Science Fiction" die Neugier geweckt hatte.

Man merkt, was man an MADDRAX hat, wenn man mal "fremdliest". MX schafft es immer wieder mich mitzureißen und mich auf das nächste Heft neugierig zu machen.

Daher ist für mich jetzt, wo ich MM endlich vollständig vorliegen habe, dieser Spin-Off aus der MX-Serie als Lektüre für den Feierabend angesagt.

nilusys schrieb:
Ich hoffe ja, dass noch ein paar Leute den thread entdecken.
Schön, daß es gerade jetzt diesen Thread gibt, so daß ich auch meine Eindrücke über MM mal schildern kann.

erstellt am 04.07.09 19:12
Zornhau schrieb:
Schön, daß es gerade jetzt diesen Thread gibt, so daß ich auch meine Eindrücke über MM mal schildern kann.

Ja, mach mal, würde mich interessieren, zumal ich noch eine Kolumne über das Thema schreiben will...

erstellt am 08.07.09 03:52
Ich habe nun MM 1 und MM 2 gelesen.

Zu MM 1:

Dieser Band ist sehr ansprechend geschrieben, liest sich sehr flüssig und nimmt einen für die Person John Carter ein. Andere Figuren kommen durch den "Filter" von John Carter vor - manche bleiben somit ziemlich blaß.

Interessant ist zum einen für mich in der Rückschau, nachdem ich ja DVdT als Spin-Off schon kenne, wie mit der "Bergmann-Variante" der Zombie-Droge umgegangen wird. - Da passen manche Schilderungen nicht so ganz gut aufeinander, aber das ist auch kein Problem, da ja in DVdT die Droge eh in veränderter Form eingesetzt wurde.

Interessant: Offensichtlich hat die BRADBURY den Zeitstrahl partiell berührt (von einer "linken Seite" wurde geschrieben, was auch immer bei einem solchen Raumschiff "links" sein mag). Dieses Berühren des Zeitstrahls hat aber das Raumschiff NICHT durch Raum und Zeit geschleudert, sondern nur (oder besser: vornehmlich) die "Ermüdungsausfälle" beim Material der BRADBURY bewirkt.

Das ist seltsam. Bei meinen bisherigen MX-Bänden mit Zeitstrahl-Thematik wurde nichts von solch einer "Material-Alterung" erwähnt. - Eigentlich sollte der Zeitstrahl dem Material an sich nichts machen (außer eine "Kopie" davon aufnehmen).

Noch seltsamer: Der Zeitstrahl hat augenscheinlich Bergmann, bei dem die Zombie-Droge anfangs wohl noch nicht fehlerhaft wirkte, aus seinem Körper bugsiert und irgendwie dadurch den rapiden Verfall von Bergmanns Körper ausgelöst. - Wenn ich die Schilderung richtig verstanden habe.

Somit müßte Bergmann aber - wie Gil'amesh - im Zeitstrahl körperlos gefangen sein, oder was meint Ihr?

Vielleicht wird das Bergmann-Geheimnis ja noch in den folgenden 10 MM-Bänden aufgelöst. Mal sehen.

Insgesamt kann ich zu MM 1 nur ein positives Urteil abgeben. Inhaltlich und stilistisch überzeugend.


Zu MM 2:

Auch dieser Band setzt den Fokus auf John Carter, läßt aber den anderen Figuren mehr Luft ihre Wesenzüge darzustellen.

Sehr gut fand ich die eingestreuten Tagebuch-Notizen und Artikel von John Carter, die Interviews vor dem Start der Mars-Mission, auch die von Kang mit Bestätigung durch Braxton verfaßten Berichte an die Missionsleitung. - Das lockert den Text auf, und es erlaubt auf elegante Weise die Zeit etwas voranzubringen, ohne das tägliche Mühen der Überlebenden all zu sehr auszuwalzen.

Im Gegensatz zu MM 1 finde ich hier die Figur Kangs etwas zu überzogen dargestellt. Er SOLL überzogen sein, klar. Aber hier ist er nicht nur despotisch, sondern auch dümmer als solch ein Charakter eigentlich wäre.

Ganz seltsam kommt die Figur Braxtons rüber. Sie outet sich selbst als Lesbe, sie ist die einzige Nicht-Akademikerin, sie ist richtig begabt alles zu Fahren oder Fliegen, was der Fortbewegung dient. - Aber wieso schließt sie sich Kang an? - Und wieso bleibt sie auch nach dessen "Absetzung" bei ihm?

Hätten die beiden eine Liebesbeziehung, dann könnte ich das eher verstehen. So aber hätte ich erwartet, daß Braxton mit fliegenden Fahnen zu Carter überläuft - oder zu einer der anderen Frauen.

Zu Bergmann hätte ich noch eine Frage: Wieso steht der Kerl nicht auf und frißt die Gehirne der Überlebenden? - War er denn wirklich praktisch schon tot, als die aufgeweckten Mannschaftsmitgliedern ihn gefunden haben? Oder warum wirkt hier die Zombie-Droge anders als in DVdT?

Ich finde es recht überzeugend, wie John Carter von seiner "Beobachter"-Rolle in eine Leitungsrolle - notgedrungen - hineinwachsen muß. Er ziert sich, weil Verantwortung zu übernehmen NIE ohne Konflikte (siehe die "Bergmann-Abschaltung" ) abgehen kann, und er sich diesen nicht stellen möchte. - Das macht mich neugierig, wie lange er mit seinen - gegenüber Kang minder ausgeprägten - organisatorischen Fähigkeiten da weiter klarkommen kann.

Alles in allem hat mir der zweite Band dieses Spin-Offs aber genauso gut gefallen, wie der erste. - Das liegt daran, daß ich den Stil mit den Rückblenden, Artikeln, Tagebucheinträgen mag, weil er mehr "Authentizität" zum Geschehen und - wichtiger noch - zu den Vorgeschichten vermitteln kann.



Eine Sache "wurmt" mich jedoch noch: Es sind nach MM 2 noch gerade mal 5 Frauen und drei Männer übrig. - Wie kann es sein, daß aus dieser VIEL ZU KLEINEN Population dereinst ein reichlich bevölkerter, industrialisierter Mars wird? - Ich kenne die laut MX-Serie "heutige" Mars-Realität ja nur aus den Schilderungen seit Band 200, sowie aus dem Hardcover "Takeos Traum". Und das sieht für mich nach vielen Leuten aus, die auf dem Mars ca. 500 Jahre nach dem Absturz der BRADBURY herumlaufen.

Vielleicht wird das - wider Erwarten - Mehren und Wachsen ja im Laufe der MM-Serie noch klarer dargelegt und begründet.



Auf zum dritten Band - mal sehen, was der Trilogie-Abschluß so zu bieten hat. Ein "feuriges" Cover und der Titel "Überleben" lassen (äußere) Krisen erwarten, wodurch die paar Überlebenden so richtig gefordert werden. - Aber was ist mit den inneren, zwischenmenschlichen Krisen?

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 03:55 Uhr bearbeitet)

erstellt am 08.07.09 08:23
1. Die BRADBURY hat den Strahl nicht berührt, sondern ist daran entlang geflogen. Später wird das Alterungsfeld noch erklärt, das nahe beim Mars stärker wirkt als bei der Erde.
"Links" ist Backbord. Bei jedem Schiff.

2. Die Gruh entstanden aus einer modifizierten Variante der Droge.

3. Wie sie die Population hinbekommen, sollte schon in den ersten beiden Bänden erwähnt worden sein, spätestens aber im dritten.

erstellt am 14.07.09 12:39
So, jetzt habe ich auch Band 4 durch und bin echt - hm, also ich muss das so hart sagen, super enttäuscht. Dieses Heft noch nachträglich zu besorgen, hat sich absolut nicht gelohnt. Ich will nichts über stundenlange Ausgrabungsarbeiten und irgendwelche romantische Techtelmechtel lesen, sondern Abenteuer, Action und Spannung. Ich habe selten eine so langweilige und langwierige Geschichte gelesen bei MX. Denn was passiert: NIX! Man stößt auf eine Anlage, in die man aber bis zum Schluß nicht einsteigen kann. Stattdessen ewiges Palaver, was sein könnte und was nicht sein sollte, ein bißchen Paranoia hier und etwas Freiersgesang dort, schließlich endlose Grabungen und am Ende ein Steinschlag, dessen Folgen ebenso endlos in die Länge gezogen werden, wo aber im Grunde auch nichts passiert, bis man endlich ganz zufällig in eine Höhle krabbeln kann - aber da ist das Heft leider zuende. Dazu kommt noch ein ziemlich "einfacher" Schreibstil, wie es mir ja auch schon bei den anderen beiden Bänden von F. Thys aufgefallen war, was mir zusätzlich den Lesespaß verdorben hat. Nee, also diese Triologie empfinde ich leider als nicht sehr geglückt!


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