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Thema: Maddrax als eBook
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Antworten zu diesem Thema: 498

 


erstellt am 26.09.09 11:06
Anubiz schrieb:
...
Dazu kommt noch die Existenzangst, weil Verlage überflüssig werden könnten, denn um ein gutes Buch zu schreiben braucht man nur nen Computer.


Sorry Anubiz, aber dieses Argument ist doch etwas arg weit her geholt. Abgesehen davon, das es schon etwas mehr bedarf, um ein (gutes) Buch zu schreiben, braucht es vor allem eines: Leser, wenn es denn geschrieben ist.

Selbst mit einem (mittel)großen Verlag inkl. entsprechenden Vertrieb im Rücken ist es schwer, diese zu generieren.

Ne, ne Existenzängste bezogen darauf, das sich keine Autoren mehr finden lassen, brauchen Verlage jetzt, wo man mit BoD und Co. sehr leicht ein Buch produzieren kann, genau so wenig zu fürchten, wie vielleicht in fünf oder zehn Jahren, wenn sich eBooks evtl. durchgesetzt haben und es unzählige Seiten im Netz geben wird, wo sich viele, viele, viele schlechte und nur wenige gute Möchtegernautoren tummeln, um zu versuchen, ihre Werke an den Mann oder die Frau zu bekommen.

Als Alleinkämpfer unter Hunderttausenden, die das gleiche wollen, wird man nicht mal ansatzweise wahrgenommen, geht man gnadenlos unter.

:)

erstellt am 26.09.09 11:52
Mal abgesehen davon, dass wir uns wohl kaum die Mühe machen würden, eBooks auf den Markt zu bringen, nur um danach keine eBooks mehr auf den Markt bringen zu müssen, bedrohen illegale eBooks tatsächlich die Existenz von Verlagen. Nicht bei Romanheften á la MADDRAX, aber lest euch mal das hier durch:

http://www.sueddeutsche.de/computer/627/488028/text/

Ein drastischer Käuferwegfall bei solchen Titeln ist dramatischer, als der Laie zunächst denkt. Und das wird mit den Jahren eher schlimmer als besser werden.

erstellt am 26.09.09 13:13
MadMike schrieb:
Mal abgesehen davon, dass wir uns wohl kaum die Mühe machen würden, eBooks auf den Markt zu bringen, nur um danach keine eBooks mehr auf den Markt bringen zu müssen, bedrohen illegale eBooks tatsächlich die Existenz von Verlagen. Nicht bei Romanheften á la MADDRAX, aber lest euch mal das hier durch:

http://www.sueddeutsche.de/computer/627/488028/text/

Ein drastischer Käuferwegfall bei solchen Titeln ist dramatischer, als der Laie zunächst denkt. Und das wird mit den Jahren eher schlimmer als besser werden.


Dann sollte die Industrie so langsam mal anfangen wirklich kopiergeschützte Daten zu erfinden. Durch den ganzen Raubkopiermist wird das alles doch nie günstiger werden.

erstellt am 26.09.09 13:23
koldir schrieb:
Sorry Anubiz, aber dieses Argument ist doch etwas arg weit her geholt. Abgesehen davon, das es schon etwas mehr bedarf, um ein (gutes) Buch zu schreiben, braucht es vor allem eines: Leser, wenn es denn geschrieben ist.

Selbst mit einem (mittel)großen Verlag inkl. entsprechenden Vertrieb im Rücken ist es schwer, diese zu generieren.


tjo, weil Leser vor allem durch eines generiert werden: Mundpropaganda!
kenne niemanden, der ein Buch kauft, weil er dafür ne Werbung gesehen hat. ok es gibt die Laufkundschaft, vor allem an Bahnhofsbuchhandlungen, und die Verlage sorgen dafür daß die Bücher da liegen :)

aber ich würd nie n Buch kaufen weil mir das Cover gefällt oder der Klappentext interessant klingt (da steht meist eh totaler Quatsch) - ok, da bin ich wie so oft ne Ausnahme :)

erstellt am 26.09.09 13:33
Lameth schrieb:

Dann sollte die Industrie so langsam mal anfangen wirklich kopiergeschützte Daten zu erfinden. Durch den ganzen Raubkopiermist wird das alles doch nie günstiger werden.


Kopierschutz is für viele eher ein Grund, etwas nicht zu kaufen! Wer wegen sowas schonmal erfolglos versucht hat ein gekauftes PC-Spiel zum laufen zu bekommen, weiß warum.

das Thema Kopierschutz is doch zum Glück schon voll am aussterben. Bei Musik hat sichs nicht durchgesetzt, und bei Büchern wird es das auch nicht. Wer will sich schon immer ne Erlaubnis bei irgendwem holen, wenn er sich nen neuen Computer oder Reader anschafft? Wenns den Verlag dann überhaupt noch gibt!

Und selbst wenn es einen wasserdichten Schutz gäbe (was nie der Fall sein wird), würde man es halt so machen wie die letzten Jahre: Scanner auspacken und los gehts!

ps: durch nen Kopierschutz is noch nie was günstiger geworden

erstellt am 26.09.09 14:14
Anubiz schrieb:
...
tjo, weil Leser vor allem durch eines generiert werden: Mundpropaganda!
kenne niemanden, der ein Buch kauft, weil er dafür ne Werbung gesehen hat.


Punkt eins: Zumindest virtuell kennst du jetzt einen.

Punkt zwei: irgendwer muss ja Buch X oder Y das erste Mal auf irgendeine Art und Weise entdeckt haben, um es dir dann ans Herz zu legen.

Allgemein: Wäre ich nur auf Mundpropaganda angewiesen, wäre ich verloren, bin ich im Familien- und Bekanntenkreis der einzige, der mehr als zwei, drei Bücher pro Jahr liest.

Daneben habe ich noch hier den Krimi & Thriller - Thread. Aber auch dort: Wenn ich mich nur auf die Ermpfehlungen verlassen würde, wäre mir manche Perle entgangen.

Also schaue ich mir die Programme der Verlage an. Anno dunnemals noch in gedruckter Form, mittlerweile auf den jeweiligen Seiten der Verlage. Und ja, der Klappentext ist das erste Kriterium, ob ich ein Buch weiter betrachte, oder nicht (und ja, ich weiß natürlich, das man damit auch gepflegt auf die Nase fallen kann). Cover sind mir weitesgehend wurscht (außer es ist wirklich ein extrem außergewöhnliches). Dann ein Blick in die Leseprobe - so sie denn angeboten wird. Und natürlich, ob das Buch preislich ins Budget passt.

Anubiz schrieb:ok es gibt die Laufkundschaft, vor allem an Bahnhofsbuchhandlungen, und die Verlage sorgen dafür daß die Bücher da liegen :)


Die Laufkundschaft sollte man nicht unterschätzen.

Anubiz schrieb:aber ich würd nie n Buch kaufen weil mir das Cover gefällt oder der Klappentext interessant klingt (da steht meist eh totaler Quatsch) - ok, da bin ich wie so oft ne Ausnahme :)


Da bist du aber wirklich ne Ausnahme.

erstellt am 09.02.10 14:59
MadMike schrieb:
Ein drastischer Käuferwegfall bei solchen Titeln ist dramatischer, als der Laie zunächst denkt. Und das wird mit den Jahren eher schlimmer als besser werden.


Michael, von Maddrax sind alle Ausgaben seit Jahren kostenlos im Netz erhältlich. Und trotzdem läuft die Serie weiter. Sollte DAS einem nicht eher zu denken geben ...?

Wenn der Preis stimmt (siehe App Store und iTunes), dann sind auch genügend Leser bereit, trotz Raubkopien lieber zum legalen Original zu greifen.

Seltsamerweise sind die meisten Leser gar nicht mal so unehrlich.

erstellt am 09.02.10 19:33
K*Thom schrieb:
Seltsamerweise sind die meisten Leser gar nicht mal so unehrlich.

Tja, wenn man will, dass die Serie weiterläuft, sollte man sie eben auch finanziell unterstützen. Von nix kommt nix!

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:34 Uhr bearbeitet)

erstellt am 14.02.10 21:54
MadMike schrieb:
Mal abgesehen davon, dass wir uns wohl kaum die Mühe machen würden, eBooks auf den Markt zu bringen, nur um danach keine eBooks mehr auf den Markt bringen zu müssen, bedrohen illegale eBooks tatsächlich die Existenz von Verlagen. Nicht bei Romanheften á la MADDRAX, aber lest euch mal das hier durch:

http://www.sueddeutsche.de/computer/627/488028/text/

Ein drastischer Käuferwegfall bei solchen Titeln ist dramatischer, als der Laie zunächst denkt. Und das wird mit den Jahren eher schlimmer als besser werden.




Ist klar.

Daher EBOOK Nein Danke.

Das unterstützt die Generation DOOF.

Selbst beim Bücher lesen vorm Bildschirm hocken. (BRECH)

Statt etwas zu lernen wird nach Ergebnissen einfach gegoogelt.

Ein BUCH muß man kaufen. und das ist gut so.



(Nein, ich bin nicht 75 sondern nur Realist (Daher lese ich Maddrax so gerne )

erstellt am 15.02.10 09:32
Naja, dazu muss ich dann doch ein, zwei Dinge sagen.

Erstens, wenn ich ein eBook lese, sitze ich nicht vor dem PC oder Laptop sondern benutze meinen eBook-Reader, dessen Seitendarstellung mMn durch die e-Ink-Technologie so gut wie nicht von einer Buchseite unterscheidet. Und der kann auch nichts anderes als Bücher anzeigen. Ist also quasi ein Buch mit austauschbarem Inhalt, mit vor dem Bildschirm sitzen hat das nichts zu tun.

Zweitens kaufe ich mir meine eBooks genau so wie andere Bücher (und habe sogar kein Problem damit, genau soviel wie für das physische Exemplar zu zahlen).

Drittens denke ich, dass gerade Romanhefte davon profitieren können. Denn eBooks sind platzsparend (was bei mehreren Serien, die man ließt ein nicht von der Hand zu weisender Vorteil ist). Wahrscheinlich profitiert der Verlag von älteren Heften eh nicht mehr viel, da diese meist über eBay und ähnliches den Besitzer wechseln und nicht mehr neu aufgelegt werden. Bei neuen Heften ist es hingegen sehr unwahrscheinlich, dass illegale Kopien eine große Rolle spielen.

Und nein, ich bin kein Cyberkid - in meiner Jugend kannte man weder MP3 noch das Internet. Da gab es nur Papierbücher und Schallplatten aus Vinyl.


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