Oliver Fröhlich lässt auch im zweiten Teil seines Doppelbandes wieder ein wahres Feuerwerk an Ideen auf die Leser herabgehen. Brilliant wie er die bisherigen Handlungsfäden seiner Romane miteinander verbindet und dazu auch weitere alte Serienelemente einfließen lässt. Wieder ein Roman, den ich einfach nicht aus der Hand legen mochte. Und zum zweiten Mal geht es um eine Zeitreise mit allen dazugehörigen Tücken. Im alten Lemuria kommt Zamorra dem Geheimnis des ersten Erbfolgers auf die Spur. Während der Professor in der Vergangenheit weilt (jedenfalls sein Bewußtsein ist dort) schmiedet Asmodis finstere Ränke. Krychnak tritt dagegen wieder ins zweite Glied der Dämonen zurück. Super Roman, der schon wieder neue Fragen aufwirft und neugierig auf Olivers nächsten Roman macht. Das Experiment Doppelband ist jedenfalls rundum gelungen!
Trotzdem werfe ich mal eine Frage auf. Lemuria? Offensichtlich ein Bestandteil der Serie aus den siebziger Jahren. Aber war es wirklich nötig, ihn wieder hervorzuholen? Damals gab es auch bei Perry Rhodan Geschichten über diesen sagenhaften Kontinent und man darf gewiss einen hohen Bekanntheitsgrad voraussetzen. Ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass junge Leute heute noch etwas damit anzufangen wissen.
Ach ja, und Asmodis. Oliver positioniert ihn ganz klar in eine Ecke, lässt eigentlich keinen Zweifel aufkommen, wo er steht und wem seine Loyalität gilt. Wäre es nicht besser gewesen, da vorsichtiger vorzugehen? Den Leser im Zweifel zu lassen, wo der Ex-Teufel wirklich steht?
Spruch der Woche: "Dämonen! Überall! Hunderte, Tausende, ach was: Montillionen!"
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