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Thema: 1652 Das Eiszeit-Erbe
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Antworten zu diesem Thema: 2

 
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erstellt am 07.03.10 19:23
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von diesem Roman halten soll - allerdings, gut war er auf keinen Fall. So passiert z. B. in der ersten Hälfte des Romans fast nichts und in der zweiten Hälfte fehlt dann das Tempo, dass die eigentlich interessante Handlung etwas mehr in Bewegung gebracht hätte.
Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
Anders als vielleicht erwartet geht es nicht um den großen Unbekannten im Hintergrund aus Band 1646, sondern voll und ganz um Johns Vorfahren, in diesem Fall Brian Sinclair, und eben Baphomet.
Dabei unterläuft Jason Dark aber ein sehr ärgerlicher Fehler: Aus dem recht bekannten Henry St. Clair, der ja schon öfter eine Rolle gespielt hat (und dies auch in diesem Roman, wenn auch indirekt, tut), wird hier einfach Henry Sinclair. Und als wäre das noch nicht genug, zeigen sich John und Suko völlig erschrocken, dass einer von Johns Vorfahren ein Diener Baphomets ist. Dabei war es aber doch gerade Henry St. Clair, der nach seiner Überfahrt nach Amerika zum Baphomet-Diener wurde (s. Band 807-810).

Wie bereits erwähnt, passiert in der ersten Hälfte fast nichts. Sie besteht aus einem recht interessanten, aber letztlich unspektakulären Beginn, sowie Gesprächen zwischen John und Suko, John und Glenda, John und Sir James, John und Godwin sowie aus weiteren Gesprächen zwischen zwei (später drei) Secret Service-Agenten, deren Handlungen einfach nur belanglos und seitenfüllend sind.
In der zweiten Hälfte gewinnt der Roman durch die Konfrontation Johns mit der Kiste sowie deren Inhalt an Brisanz, jedoch wird das extrem ausgewalzt, damit man noch einen Roman damit füllen konnte. Dabei mutet es sehr seltsam an, dass die Leiche des Brian Sinclair zwar in die Pathologie des Yards gebracht wird, diese sich aber nicht, wie in allen vorherigen Romanen, im Keller des Yard-Gebäudes befindet, sondern in einem eigenen Haus.
Das Ende hat mir zumindest insoweit gefallen, dass es mal wieder so etwas wie einen direkten Angriff auf John und Suko gibt und dabei John im wahrsten Sinne des Wortes sein Gesicht verlieren soll, wodurch sich auch das Kreuz sich vorübergehend von ihm abwendet. Leider wird Brian Sinclair am Ende wieder vernichtet, obwohl John nach dessen Vergehen noch irgendwelche Stimmen hört und sie nicht genau Brian Sinclair oder Baphomet zuordnen kann - wobei natürlich unerwähnt bleibt, was die Stimmen sagen. Und auch die düstere Vorahnung, dass sein Name John noch mehr Probleme bereiten könnte, geht irgendwie am Ende unter.

Deshalb war der Roman für mich - trotz eines einigermaßen guten Finales und des brisanten Themas - insgesamt enttäuschend. Ich glaube, das Wort trifft es am Besten.


(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:27 Uhr bearbeitet)

erstellt am 07.03.10 21:36
In diesem Fall spare ich mir die Lektüre. Schade, dabei habe ich mich auf einen tollen Baphomet-Zombie-Thriller gefreut. Das Titelbild ist sehr schön und der Titel passt so schön in die Jahreszeit. Na, dann eben vielleicht in der nächsten Woche.

erstellt am 22.05.10 17:27
Eigentlich fängt der Roman ganz gut an. Eine verschlossene Kiste, darauf der Kopf von Baphomet abgebildet. Was mag da wohl böses drin sein? Auch wenn die Seiten bis zum Öffnen der Kiste meist aus Dialogen oder Beschreibungen bestehen, ist man gespannt. Action oder Kämpfe gibt es hier aber wirklich keine. Dafür die erste Sache, die mich gestört hat.

Die zwei Leute, welche die Kiste geborgen haben, werden durch eine dunkle Macht dazu getrieben, die Kiste zu öffnen. Als sie dann davor stehen, überlegen sie es sich aber anders und öffnen das Ding doch nicht. Baphomet schwächelt wohl^^



Nach dem Öffnen der Kiste geht es wieder einigermaßen spannend, aber wieder ohne Action weiter. Gespräche und Beschreibungen....

Eine nicht verweste Leiche ist in der Kiste. Aber kein normaler 0815-Zombie. Was für ein Geschöpf mag das wohl sein, das dazu auch noch den Namen Sinclair trägt und ein Ahnherr von John zu sein scheint?



Erst zum Finale gibt es zwei Gegner für John und Suko. Ideen hat Jason hier, sogar sehr gute. Aber dann muss man das auch logisch Umsetzen.

Sein Kreuz richtet sich gegen John. Gleichzeitig wird sein Gesicht zu dem seines Namensvetters, der aus der Kiste spaziert und den Geisterjäger übernehmen will. Grandiose Idee, zumal John sich in dem Fall nicht mit seinem Kreuz schützen kann.

Doch warum schickt die böse Seite gleichzeitig jemanden los, der John killen soll? Wäre es gelungen, den Geisterjäger zu übernehmen, würde man sich doch damit selbst ein Bein stellen. Dann doch besser jemanden losschicken, der den verwandelten John beschützt.

Und warum wird das Gesicht des "Zombies" zu dem von Baphomet? Hat dann Baphomet Johns Gesicht? Machen wir alle fröhlichen Gesichtertausch? Gut, ästhetisch trägt sowas zur Gruselstimmung bei, aber ich will eine gute Erklärung dafür.

Ansonsten ist der Endkampf spannend. Hätte Jason einen spannenden Zweiteiler draus machen können, wenn John tatsächlich übernommen worden wäre. Sowas ist lange nicht mehr passiert.



Das Cover stellt auch nciht gerade eine Kiste, sondern für mich eher eine Burg oder so dar. Dass der Kopf keine ähnlichkeit mit Baphomet hat, kann ich da noch gut verkraften. Vom Stil her aber sehr schön. Immortal macht halt gute Cover.^^

Von mir gibt es ein SCHLECHT (oder 3,5 von 10), wegen der großen und grausigen Logikfehler.

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