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Thema: MX 12
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erstellt am 26.07.10 20:33
Die Sekte des Lichts

von Jo Zybell

http://www.maddrax.de/?id=serie.heftnav.nr.12

Cover-Zeichner: Romulo
- Und ich weiß ganz genau, welche Dame für Aruula als Vorbild herhalten mußte...

Erstes Auftregen von Rulfan.

Inhalt: Im Jahre 2010 startete Kardinal Josef in Köln ein phantastisches Unternehmen: die Heiligen Drei Könige, deren Knochen im Dom lagerten, zu klonen und damit neu zu erschaffen. Selbst die Kometenkatastrophe konnte das autarke Projekt nicht stoppen - und so leben die Klone noch heute. Es sind jedoch schreckliche tyrannische Wesen, die die Bevölkerung Kölns dezimieren, um selbst leben zu können. Ein grün leuchtender Kristall aus dem Kometen scheint ihnen besondere Macht zu verleihen. Als Matt und Aruula in Köln notlanden, geraten auch sie in den Bann der Schrecklichen Drei. Sie finden Hilfe in Rulfan, einem geheimnisvollen Albino.

Habe die Inhaltsangabe von www.maddrax.de hier hineinkopiert. Die gibt schon sehr viele Hinweise. Jetzt kommen die Spoiler! Natürlich wären noch die einfältigen Dysdoorer (Düsseldorfer) zu erwähnen, die sich im Klintsch mit de Coellener (Kölner) befinden. Und auch das Coelsch hat es bis ins Jahr 2512 geschafft.
Von Berlin mit dem Jet kommend, müssen MX und Aruula wegen Treibstoffmangel früher notlanden, als gedacht und geraten in die Auseinandersetzung zwischen de Dysdoorer und de Coellener. Aruula wird vonne Coellener geschnappt, MX konnte von Rulfan und seinen Streitern vor dem Zugriff der Dysdoorer gerettet werden.
Später dringt MX in die Stadt und in den Kölner Doom ein (mit Unterstützung von Rulfan und seinen Streitern und den Dysdoorern), um Aruula in letzter Sekunde zu retten.

Jo Zybell schafft es - meiner Meinung nach - in diesem 12. MX-Bd. erstmalig echten Horror in die Serie einzubringen. Und zwar mit der Zweithandlung um den verrückten und über Leichen und Ethik gehenden (Gen- u. DNA-)Wissenschaftler Vittoris und seinen aus dem Erbgut der Heiligen Drei Könige erschaffenen Klone...
...die sich, sagen wir mal über eine von Vittoris geschaffenen Apparatur über die Jahrhunderte am Leben erhalten konnten. Natürlich bedarf es außerdem noch eines gewissen EternalLife-Extraktes, welches aus menschlichem Gehirn und weiteren Zusätzen gewonnen werden muß. Logisch, daß die jahrhunderte lange Konsumierung solch eines EL-Extraktes, dazu noch die 2012 nicht ganz ausgereifte Lebenserhaltungs- und DNA-Wissenschaft und ein gewisser grüner Kristal sein Übriges dazu beigetragen haben und nicht ohne Folgen blieb.

Übrigens: Das Ab-wasser besagter Apparatur wird hier zur Verednung des Coelsch genutzt. - So was nenne ich vorbildliches Recycling...

erstellt am 26.07.10 21:19
Liest du eigentlich die Kolumne von Smythe im Zauberspiegel? Der liest ja auch gerade um diesen Dreh herum:

http://www.zauberspiegel-online.de/index.php?option=com_cont...

:))

erstellt am 26.07.10 21:22
Lefti schrieb:
Jo Zybell schafft es - meiner Meinung nach - in diesem 12. MX-Bd. erstmalig echten Horror in die Serie einzubringen.


Horrorelemente gab es mir den Nosfera und den Siragippen auch schon ein paar Bände zuvor. Wenn du ein Horrorfan bist, dann wirst du übrigens Band 13 gar nicht schnell genug lesen können (sofern du das nicht schon getan hast), denn da gibt es richtigen Horror vom Feinsten, und das ganz ohne Dämonen .

Band 12 war aber auch ganz nett, und vor allem Zybells Rückblicke in unsere Zeit gefallen mir immer sehr gut. Übrigens ist das nicht der erste Roman, in denen es Anspielungen auf religiöse Institutionen und blinden Glauben gibt. Das scheint von Beginn an ein Element bei MX zu sein, das sich bis in die Gegenwart (zB. bei Dieser Hunger nach Leben) hält. Eine kritische und auch ironische Perspektive auf die Gesellschaft macht MX meiner Meinung nach auch ungemein sympathisch. Und Zybell trägt mit den naiven und machtbesessenen Kardinälen der Sekte des Lichts und den schrecklichen drei Königen auch hier einen schönen Teil dazu bei .

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 21:23 Uhr bearbeitet)

erstellt am 26.07.10 21:26
nilusys schrieb:
Liest du eigentlich die Kolumne von Smythe im Zauberspiegel? Der liest ja auch gerade um diesen Dreh herum:


Und deshalb finde ich es ganz angenehm, wenn Lefti hier auch ein paar Threads zu alten Romanen eröffnet :-). Gibt es nicht noch ein paar Neueinsteiger hier im Forum, die dabei mitdiskutieren könnten?

erstellt am 26.07.10 21:39
Vielleicht sollte man es mal im "Neueinsteiger"-Thread verkünden, dass das gemacht wird?

Ansonsten überlege ich immer, wie man das handhaben könnte. Ich verstehe natürlich, dass es für Leute, die aktuell diese Sachen lesen, blöd ist, im "Nostalgie-Treff" zu posten. Vielleicht könnte man die Rezi-Threads irgendwie aufteilen, etwa in 100er-Gruppen (1- 100; 101-200 ...).

Ich fürchte einfach, dass es sonst irgendwie unübersichtlich wird bzw. solche Einträge schnell "untergehen".

erstellt am 26.07.10 21:45
Sonst kann ich hier wenig beitragen. Ich habe noch ein paar Erinnerungen, doch. Bei Rulfan dachte ich "natürlich" an Atlan. Ansonsten ist das mit der Figur so eine Sache, aber das haben wir anderswo diskutiert.

Dem Roman habe ich 12 Punkte gegeben (also eine gute 2). Da hat jedenfalls das Zusammenspiel einer "lokalen Tradition" mit postapokalyptischen Entwicklungen gut funktioniert.

"Da simmer dabei! ..."

erstellt am 26.07.10 22:11
nilusys schrieb:
Liest du eigentlich die Kolumne von Smythe im Zauberspiegel? Der liest ja auch gerade um diesen Dreh herum:

http://www.zauberspiegel-online.de/index.php?option=com_cont...

:))


Ich bin erst durch dieses Forum hier auf den Zauberspiegel aufmerksam geworden. Habe zehn Jahre lang mit dem Heftroman-Lesen pausiert. Maddrax Bd. 27 war mein letzter Roman - damals...
Smythes Artikel habe ich noch nicht gelesen - kommt aber noch.

Smythe schrieb:
Horrorelemente gab es mir den Nosfera und den Siragippen auch schon ein paar Bände zuvor. Wenn du ein Horrorfan bist, dann wirst du übrigens Band 13 gar nicht schnell genug lesen können (sofern du das nicht schon getan hast), denn da gibt es richtigen Horror vom Feinsten, und das ganz ohne Dämonen.


Ja, schon, wobei ich Nosfera (Vampire) eher gruselig (creepy), statt horrible finde. Und große Spinnen... können schon ein gewisses Entsetzen durch ihre Erscheinung auslösen.
Ja, ich habe Bd. 13 gelesen, damals, als er herauskam. Damals, als ich noch jung war...

Smythe schrieb:
Band 12 war aber auch ganz nett, und vor allem Zybells Rückblicke in unsere Zeit gefallen mir immer sehr gut. Übrigens ist das nicht der erste Roman, in denen es Anspielungen auf religiöse Institutionen und blinden Glauben gibt. Das scheint von Beginn an ein Element bei MX zu sein, das sich bis in die Gegenwart (zB. bei Dieser Hunger nach Leben) hält. Eine kritische und auch ironische Perspektive auf die Gesellschaft macht MX meiner Meinung nach auch ungemein sympathisch. Und Zybell trägt mit den naiven und machtbesessenen Kardinälen der Sekte des Lichts und den schrecklichen drei Königen auch hier einen schönen Teil dazu bei .


I hab da a nette Anekdote: Habe mich vor einiger Zeit mal flüchtig mit einem Bekannten unterhalten, der war Geschichtslehrer und ist jetzt im Vorruhestand. Als wir auf die Kirche zu sprechen kam, meine er: "Die Kirche hat über die Jahrhunderte die meisten Verbrechen und Greultaten begangen...!"
Darauf erwiderte ich: "Sieh das doch mal von der anderen Seite: Die Kirche war die einzige, die Zucht und Ordung aufrecht erhalten und die normalen Leute schützen konnte!"
Ein interessanter Standpunkt, finde ich.
Nicht umsonst wollte die Kirche nicht, daß die Menschen lesen und schreiben konnten; und uns weiß machen, daß die Erde eine Scheibe ist. Nur zu unserem eigenen Schutz!

erstellt am 26.07.10 23:01
Ja wer hätte gedacht das die Kölner und die Düsseldorfer noch immer im Klinsch liegen.

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