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Thema: Wie müßte die perfekte Gruselserie sein?
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Antworten zu diesem Thema: 82

 


erstellt am 13.08.10 18:53
Pisanelli schrieb:
Interessant wäre ja auch die Variante, mal eine Horrorgeschichte aus der Sicht "der Hölle" zu inszenieren, so nach der Art von "Drizzt". Aber das gehört wohl nicht zur perfekten Gruselserie. Oder doch?

bountyhunter schrieb:
Desweitern möchte ich Gruselromane wo man auch wirklich grusel spürt...

Nehmt doch einfach den Herr der Ringe: Da steht im ersten Kapitel des dritten Buches, Boromirs Abschied, gleich am Anfang:

"Diese Zeichen habe ich noch nie gesehen", sagte Aragorn. "Was mögen sie bedeuten?"
"S steht für Sauron", sagte Gimli. "Nicht schwer zu erraten."
"Nein", sagte Legolas. "Sauron gebraucht keine Elbenrunen."
"Ebensowenig gebraucht er seinen richtigen Namen", sagte Aragorn, "oder gestattet, dass er geschrieben oder ausgesprochen wird. Und Weiss ist nicht seine Farbe. Die Orks im Dienste Barad-Dûrs tragen das Zeichen des Roten Auges." Er stand einen Moment still und dachte nach. "S steht für Saruman, vermute ich", sagte er schliesslich. "Aus Isengard kommt nichts Gutes mehr, und der Westen ist nicht länger sicher. Es ist, wie Gandalf befürchtete: Auf irgendeinem Wege hat der Verräter Saruman von unserer Fahrt Wind bekommen. Wahrscheinlich weiss er auch von Gandalfs Ende. Manche unserer Verfolger aus Moria sind vielleicht den Wachen um Lórien entkommen, oder sie haben um dieses Land einen Bogen gemacht und sind auf anderen Wegen nach Isengard gelangt. Orks marschieren schnell. Aber Saruman erhält Nachrichten auf vielen Wegen. Erinnert Ihr Euch an die Vögel?"
"Hör zu, wir haben jetzt keine Zeit, Rätsel zu lösen", sagte Gimli. "Hilf uns lieber, Boromir ans Ufer zu tragen!"
"Aber nachher müssen wir die Rätsel lösen, wenn wir den richtigen Weg einschlagen wollen", sagte Aragorn.
"Vielleicht gibt es keinen richtigen Weg", sagte Gimli.

Mächtiger Dämon mit S ? Da fällt dem geschätzten Leser doch sicherlich noch etwas ein. Eine Gruselserie allein kann nicht perfekt sein. Die beste schreibt noch das Leben selbst. Und der Kampf geht schliesslich weiter. Doch glücklicherweise hat die Fragestellung nicht gelautet: Welche Gruselserie fehlt noch im Gesamtbild?

erstellt am 13.08.10 22:55
bountyhunter schrieb:
Desweitern möchte ich Gruselromane wo man auch wirklich grusel spürt...

Das ist natürlich schwierig bei jemand der so abgehärtet ist wie du.

erstellt am 13.08.10 23:08
Pisanelli schrieb:
Gruselbaer schrieb:
Ich wollte mich nur vergewissern, weil bei John Sinclair wird dieser rote Faaden ja seit einiger zeit vermisst.

Nein, er ist nur simpel: irgendwo taucht eine Horrorgestalt auf, John Sinclair geht hin und killt sie!


das stichwort "roter faden" bezieht sich im serienbereich auf mehr als den inhalt eines hefts
sinclair und CSI haben keinen, maddrax, zamorra und lost haben einen

erstellt am 14.08.10 08:57
Dann ist mit dem "roten Faden" aber eher die Frage gemeint: möchtet ihr lieber Einzelabenteuer oder eine zusammenhängende epische Geschichte? Da wäre dann wohl zweiteres lieber.

erstellt am 14.08.10 10:03
Pisanelli schrieb:
Dann ist mit dem "roten Faden" aber eher die Frage gemeint: möchtet ihr lieber Einzelabenteuer oder eine zusammenhängende epische Geschichte? Da wäre dann wohl zweiteres lieber.

Meiner Meinung nach sollten es verschiedene Akteure sein die vielleicht auf ganz unterschiedlicheweise beide gegen den selben Gegner kämpfen.

erstellt am 14.08.10 11:36
Mit dem "Schattenreich" ( http://www.bastei.de/forum/forum.html?bwboardid=63 ) hatte Bastei ja versucht, etwas wie ein Magazin mit parallel veröffentlichten Fortsetzungsgeschichten zu machen, das auch einen "Szene-Appeal" haben sollte. Das hat ja nicht funktioniert auf Dauer. Ich wollte nur mal darauf hinweisen.

Ansonsten kann ich hier wenig sagen, weil Grusel nicht so mein Ding ist. Mich würde z.B. auch - no offense! - eine nach Harantors Ideen konzipierte Serie nicht interessieren. (Aber ich gehöre ja auch nicht zum Zielpublikum, ihm ging es doch wohl v.a. um junge, neue Leser.)

Was mir seinerzeit ganz gut gefallen hat, waren die ersten "Akte X"-Sachen (als sich das Szenario dann verdichtet hat, bin ich ausgestiegen). So etwas könnte mich eher reizen - allerdings möchte ich nix von Mulder- und Scully-Kopien lesen; personell müsste man da schon anders ansetzen. :))

erstellt am 15.08.10 11:50
nilusys schrieb:
Mit dem "Schattenreich" ( http://www.bastei.de/forum/forum.html?bwboardid=63 ) hatte Bastei ja versucht, etwas wie ein Magazin mit parallel veröffentlichten Fortsetzungsgeschichten zu machen, das auch einen "Szene-Appeal" haben sollte. Das hat ja nicht funktioniert auf Dauer. Ich wollte nur mal darauf hinweisen.

Ansonsten kann ich hier wenig sagen, weil Grusel nicht so mein Ding ist. Mich würde z.B. auch - no offense! - eine nach Harantors Ideen konzipierte Serie nicht interessieren. (Aber ich gehöre ja auch nicht zum Zielpublikum, ihm ging es doch wohl v.a. um junge, neue Leser.)

Was mir seinerzeit ganz gut gefallen hat, waren die ersten "Akte X"-Sachen (als sich das Szenario dann verdichtet hat, bin ich ausgestiegen). So etwas könnte mich eher reizen - allerdings möchte ich nix von Mulder- und Scully-Kopien lesen; personell müsste man da schon anders ansetzen. :))


Okay, es muß ja nicht jeder der Romane von Bastei liest alle Romane lesen. Wenn einen "Grusel" nicht reizt ist das doch in Ordnung.
Also "Akte X" war in den anfängen toll, aber ich glaube ab sder dritten Staffel war´s nur noch Öde.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:51 Uhr bearbeitet)

erstellt am 15.08.10 12:01
Gruselbaer schrieb: Also "Akte X" war in den anfängen toll, aber ich glaube ab sder dritten Staffel war´s nur noch Öde.
So ging's mir eben auch mit Akte X. Aber das ist Geschmackssache. Viele mochten wohl gerade die zunehmend stärker sichtbar werdenden Hintergründe.

Was bei sowas immer passiert: irgendwann kann man die "Distanz" nicht mehr aufrecht erhalten. Man kann sich ja jemanden vorstellen, der am Anfang ungläubig und auch unwillig mit derlei Dingen konfrontiert wird - aber irgendwann wird's dann unglaubwürdig.

erstellt am 15.08.10 12:08
nilusys schrieb:
Gruselbaer schrieb: Also "Akte X" war in den anfängen toll, aber ich glaube ab sder dritten Staffel war´s nur noch Öde.
So ging's mir eben auch mit Akte X. Aber das ist Geschmackssache. Viele mochten wohl gerade die zunehmend stärker sichtbar werdenden Hintergründe.

Was bei sowas immer passiert: irgendwann kann man die "Distanz" nicht mehr aufrecht erhalten. Man kann sich ja jemanden vorstellen, der am Anfang ungläubig und auch unwillig mit derlei Dingen konfrontiert wird - aber irgendwann wird's dann unglaubwürdig.

Aber ich glaub das ist bei vielen Serien so. Die ersten zwei Staffeln sind ganz toll und dann verfällt die Qualität immer mehr.

erstellt am 15.08.10 13:04
Also wie John Sinclair früher oder auch Zamorra heute. Am besten eine fortlaufende Handlung , die wie ein Buch auch öfter über mehrere Romane erzählt wird. 64 Seiten sind für eine abgeschlossene Geschichte meist zu kurz. Spannung und Überraschungen müssten an der Tagesordung sein. Auch gerne verzwickte Mordgeschichten , bei denen der Täter dem Leser verheimlicht wird. So das man selbst mit ermitteln kann , und dann der auflösende Knall am Schluss. Genügend Handlungsstränge mit auch wiederkehrenden Gegnern. Abwechselnde Handlung , gerne auch mit SF und Fantasy. Und ganz wichtig jede Hauptperson , die Titelfigur mit Abstrichen , muss absolut verletzbar bleiben und jederzeit , besonders wenn man nicht damit rechnet , auch sterben und ausgetauscht werden können.


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