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Thema: Classic Folge 5: Sakuro, der Dämon
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erstellt am 05.12.10 11:30
Der Archäologe Earl Brandon ist gestorben und soll eingeäschert werden. Doch kurz nach dem sich die Tür zur Verbrennungskammer schließt, erwacht der Mann aus seiner todesähnlichen Starre. Doch da ist es bereits zu spät. Sein Sohn Kenneth Brandon, ebenfalls Archäologe, und dessen Verlobte Sheila Hopkins müssen die schrecklichen Schreie anhören, die der Scheintote bei seinem grauenhaften Tod ausstößt. Einige Zeit später will Kenneth Brandon das Material der letzten Expedition nach Ägypten, die er gemeinsam mit seinem Vater unternommen hat, sichten. Dabei gerät auch Kenneth in das Visier des Dämons Sakuro und fällt in den Zustand des Scheintodes. Sheila ist außer sich und ihr Vater Sir Gerald Hopkins, ein hohes Tier im Innenministerium wendet sich an Sir James Powell und dessen Abteilung. John Sinclair soll den Fall untersuchen. Doch kaum im Landhaus der Brandons angekommen, werden auch Sinclair und Sheila Hopkins von der Magie Sakuros attackiert. Kenneth Brandon ist mittlerweile zu einem untoten Diener des Dämons geworden und auch Sheila scheint unter dem Bann Sakuros zu stehen. John kann die Frau wieder zu klarem Verstand bringen. Doch jetzt weiß der angehende Geisterjäger, dass er das Rätsel um Sakuro nur in Ägypten lösen kann. Gemeinsam mit Sheila Hopkins und dem Reporter Bill Conolly begibt er sich auf eine Reise vor die Tore der Hölle …

Meinung:
„Sakuro, der Dämon“ ist eine der faszinierendsten Geschichten aus der Anfangszeit der Serie und eine der wichtigsten dazu. Denn bei diesem Abenteuer lernt Bill Conolly seine spätere Frau Sheila kennen und lieben. Für John Sinclair indes wird der Fall, zumindest im Hörspiel, zum Selbsterfahrungstrip, denn erstmals erfährt er von seiner Bestimmung gegen das Böse zu kämpfen. Genial, wie Döring Sinclair als gewöhnlichen Menschen darstellt, der versucht die Ereignisse der letzten Wochen und Monate mit Alkohol zu verarbeiten. Doch auch dieses Mal wird der Scotland Yard-Inspektor nicht geschont, denn zum ersten Mal wird John Sinclair mit einem echten Dämon konfrontiert. Wieder präsentiert Oliver Döring eine rundum gelungene, an den nötigen Stellen gestraffte Folge, die keine Wünsche offen lässt. Die Beziehung von Bill und Sheila wird leise und authentisch dargestellt, zumal die Ereignisse des Falles über einen Zeitraum von mehreren Wochen spielen. Ebenfalls ein Novum, innerhalb der Serie, wo die meisten Fälle binnen weniger Tage abgeschlossen werden. Musik und Effekte sind einmal mehr von allerhöchster Qualität und begleiten das Geschehen auf perfekte Art und Weise. Die düsteren Klänge produzieren gerade bei den Szenen im Grabmal Sakuros eine unheimlich dichte Atmosphäre. Auch die Sprecher machen ihre Arbeit ausgezeichnet. Selbst Frank Glaubrecht kommt als junger Sinclair glaubhaft rüber. Detlef Bierstedts Stimme (Bill Conolly) ist ohnehin zeitlos, ebenso wie die von Daniela Hoffmann, der ultimativen Sheila Hopkins, respektive Conolly. Engelbert von Nordhausen erhielt als Sir Gerald Hopkins zwar nur eine kleine, aber nichtsdestotrotz tragende Rolle. Viktor Neumann ist ein absolut authentischer Dämon, wenn man bei der Darstellung einer Kreatur der Finsternis, denn von Authentizität sprechen kann. Seine Interpretation Sakuros ist jedenfalls erstklassig. Nicht minder eindringlich ist Thomas Petruo ist einmalig, vor allen Dingen in den Szenen, in denen er unter dem Einfluss des Dämons steht. Wolfgang Pampel ist ein wunderbarer Erzähler, der seinem Kollegen Joachim Kerzel in Nichts nachsteht und der Classic-Serie einen ganz eigenen Charme verleiht.

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