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Thema: 200 Ich stieß das Tor zur Hölle auf
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erstellt am 05.12.10 18:19
Kurzbeschreibung:
Solo Morasso, alias Dr. Tod, will zum entscheidenden Schlag gegen Asmodina ausholen und hat sich zu diesem Zweck mit einem mächtigen Dämon verbündet – dem Spuk. Die Teufelstochter hat durch ihre letzten Niederlagen viel an Ansehen im Dämonenreich eingebüßt. Selbst ihr Schöpfer Asmodis will sie nicht unterstützen. Nun hofft sie mit dem silbernen Nagel einen entscheidenden Trumpf in Händen zu halten. Dr. Tod hingegen hat nicht nur die gesamte Mordliga hinter sich, sondern befindet sich auch im Besitz zweier mächtiger Waffen. Zum einen den Würfel des Unheils und zum anderen den silbernen Bumerang. Doch er will auf Nummer sicher gehen und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Als John Sinclair eines Abends nach Hause fährt, wird er in der Tiefgarage seines Apartmenthauses niedergeschlagen. Nach dem Erwachen stellt er fest, dass seine Beretta und das Bargeld fehlen. Das Kreuz besitzt er noch. Zum Glück, denn wenig später wird der Geisterjäger von einem kugelförmigen Ghoul angegriffen. John setzt sich mit dem Kreuz zur Wehr und fällt aus allen Wolken als er merkt, dass sein Talisman nicht reagiert. Erst das Eintreffen von Suko wendet das Blatt zu Johns Gunsten. In seiner Wohnung gelangt er zu einer grauenvollen Erkenntnis. Sein silbernes Kreuz wurde gestohlen und durch eine exakte Kopie ersetzt. Damit ist der Geisterjäger beinahe Waffenlos. Und das nutzen seine Gegner eiskalt aus …

Meinung:
Der Roman ist der Beginn einer wegweisenden Trilogie, die noch heute zu den beliebtesten Geschichten der Serie gehört. Dämonenränke, Intrigen und Hierarchien sind das zentrale Thema und selbst für Quereinsteiger ist der Roman ideal geeignet, denn auf den ersten Seiten wird minutiös erklärt, wer die Mordliga und Asmodina eigentlich sind und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Außerdem wird zum ersten Mal eine detaillierte Beschreibung von Johns silbernem Kreuz geliefert. Die Idee es einem seiner ärgsten Feinde in die Hände zu spielen ist einfach grandios und liefert den Grundstock für diese faszinierende Geschichte, die leider nicht gänzlich ohne Makel ist. Der Kampf mit dem Kugeldämon in der Tiefgarage wurde einfach zu ausgedehnt beschrieben, zumal der Ghoul, der ein wenig an einen Critter erinnert, wenig furchteinflößend rüberkommt. Woher und warum bei seiner Vernichtung die Stimme erklingt, dass das Tor zur Hölle aufgestoßen wird, bleibt ebenfalls schleierhaft. Und dann wären da noch die Szenen mit Tanith, der Wahrsagerin, und ihrem Medium Lucille, die ebenfalls sehr viel Platz einnehmen. Abgesehen von der Aktion, bei der John von den drei Schlägern überfallen wird und sich gegen den Kugeldämon wehren muss, ist dieser Roman wenig actionlastig. Viel mehr Wert wird auf die Dialoge und die Schließung diverser Bündnisse gelegt. Der Leser muss sehr viele Handlungsstränge verfolgen, was den Roman im Umkehrschluss aber trotz mangelnder Action sehr rasant gestaltet. Und schließlich wird ein Gegenstand hervorgehoben, der seit den Anfängen der Serie, genauer gesagt seit Band 20 der zweiten Auflage, nicht mehr erwähnt wurde – der Kelch des Feuers. Wie der silberne Nagel, so spielte auch der Kelch einst in den Gespenster-Krimis bei einem Fall eine wichtige Rolle und fiel anschließend dem Vergessen anheim. In dem vorliegenden Band ändert sich dies, denn ausgerechnet Tanith, die Wahrsagerin, hat die dazugehörige Kugel und muss für deren Besitz teuer bezahlen. Ein wirklich gelungener Auftakt zu dem Jubiläumsdreiteiler, der eine Menge Fragen über die Hölle und ihre Konstellationen beantworten wird.

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