Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 245 Verdammt und begraben
| |

Antworten zu diesem Thema: 3

 
Zurück
Weiter
1


erstellt am 03.06.11 23:22
Kurzbeschreibung:
John und Suko haben von Tarrasco erfahren, was Lady X und Vampiro del mar von ihm wollten. Alarmiert reisen sie nach Rumänien, um dem Vampirjäger Frantisek Marek gegen die Mordliga zu unterstützen. Die hat sich mit dem alten Vampir Baron Frederik von Leppe verbündet, dem Marek bereits auf der Spur ist. Während der Pfähler mit seinem Freund Stephan Fallen für den Vamir-Baron und dessen Diener Egmont aufbaut, erreichen John und Suko das Dorf Petrila, am Fuße der Karpaten und müssen erkennen, dass sie zu spät gekommen sind …

Meinung:
Endlich kommt der alte Marek wieder zum Zuge. Wer weiß, ob Jason Dark damals überhaupt die Absicht hatte den alten Haudegen wieder mitwirken zu lassen. Doch zum Glück hat er es getan und in dem vorliegenden Roman hat Marek seinen zweiten Auftritt innerhalb der Serie. Der wird sogleich von einem doppelten Schicksalsschlag eingeläutet. Dabei wurde gut herausgearbeitet, dass der Schmied zum einen seinem Alter Tribut zollen musste, und zum anderen, dass er noch lange nicht die Routine bei der Vampirjagd hatte, wie in späteren Abenteuern. Nur so ist es zu erklären, dass er mit dem Köhler Stephan die Fallen aufgestellt hat, die Mareks Freund schließlich selbst zum Verhängnis werden. Und kaum ist er zurück in Petrila wird die Freude über das Wiedersehen mit John Sinclair und Suko durch die Trauer um seine geliebte Frau überschattet. An dieser Stelle muss man als Leser schon hart schlucken, denn Maries Schicksal gehört zu Sinclairs schlimmsten Niederlagen. Umso unverständlicher ist es, warum John der armen Frau auch noch den Eichenbolzen direkt zwischen die Augen schießen musste. Ins Herz hätte es schließlich auch getan. Außerdem hätte er auch einfach das Kreuz nehmen können. Immerhin hatte er durch Suko Rückendeckung. Den friedlichen Ausdruck in Maries Gesicht mit einem Eichenbolzen zwischen den Augen nehme ich Herrn Dark jedenfalls nicht ab.
Die düstere Schneelandschaft in den Karpaten wird sehr eindringlich beschrieben und vermittelt die optimale Vampir-Atmosphäre, die man so höchstens noch in alten Filmen findet. Die größte Gefahr geht auch dieses Mal von der Mordliga aus, deren Überfahrt nach Rumänien an Stokers „Dracula“ erinnert. Allerdings ist es nicht wirklich nachvollziehbar wieso Lady X einen Rückzieher macht, nachdem Vampiro del mar den Kapitän aus Versehen getötet hat. Immerhin hätte sie noch genügend Zeit gehabt die Besatzung zu Vampiren zu machen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Matrosen in der Lage wären die beiden Schwarzblütler zu überwältigen. Auch bleibt die Frage offen, warum Lady X nicht von Anfang an mit dem Würfel nach Rumänien teleportiert ist und ein paar rote Vampire mitgenommen hat. Der Baron von Leppe indes bleibt leider ein, im wahrsten Sinn des Wortes, sehr blasser Gegner. Seine beiden Auftritte gehören allerdings zu den unheimlichsten Momenten im gesamten Roman. Das schaurige Gelächter nachdem Stephan von dem Pfeil aus seiner eigenen Falle zu Tode kommt, geht nicht nur dem Pfähler durch Mark und Bein.
Das Finale auf der Burg des Barons punktet vor allen Dingen durch die Action, obwohl Johns Ausflug an den Kufen des Hubschraubers zwar sehr dramatisch ist, aber wenig glaubhaft. Wenn Lady X schon die Chance hat, den Geisterjäger auszuschalten, ist es kaum realistisch, dass sie ihn einfach wieder absetzt, nur um Vampiro del mar zu retten, mit dem sie eigentlich ohnehin nicht zurechtkommt. Trotzdem ist der Roman lesenswert und bildet eine gelungene Fortsetzung zu Band 244. Mit Maries Tod muss John eine weitere Niederlage einstecken, und wieder ist es eine der Frauen, die den finsteren Mächten zum Opfer fällt. In diesem Roman wird Marek zum unerbittlichen Vampirjäger, der nur noch ein Ziel im Leben kennt, das er bis zu seinem Tod in Band 1416 verbissen verfolgt.
Fazit:
Schauriger Vampir-Thriller mit einem der sympathischsten Charaktere innerhalb der Serie: Frantisek Marek.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:23 Uhr bearbeitet)

erstellt am 05.06.11 12:26
War damals auch einer dieser wunderbar stimmungsvollen Romane.

erstellt am 05.06.11 12:29
Da stimme ich dir voll und ganz zu. Aber ich hatte ihn noch stimmungsvoller in Erinnerung. Kunststück ist ja auch 15 Jahre her, seit ich ihn das erste Mal gelesen habe. Gerade das Ende auf der Burg hat mich heute ein wenig enttäuscht. Ich würde viel darum geben, die aktuellen Romane mit der unbeschwertheit eines Kindes oder Jugendlichen zu lesen. Wer weiß, ob mir die Romane dann auch so missfallen würden.

erstellt am 06.06.11 11:56
Manchmal kommt man wahrscheinlich auch zu einem anderen Urteil.

Zurück
Weiter
1

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed