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Thema: MX-Momente
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Antworten zu diesem Thema: 50

 


erstellt am 18.08.11 11:18
Gurk schrieb:
Und wie viele Punkte gab's für Band 28, "Arena der Götter"?


An den kann ich mir nur noch erinnern in Punkto One-Night-Stand zwischen Rulfan und Aruula. Mann, das hat Rulfan LANGE nachgehangen

erstellt am 18.08.11 12:25
Pisanelli schrieb:
An den kann ich mir nur noch erinnern in Punkto One-Night-Stand ...

Ts, ts ... an was Ihr Frauen immer denkt ... ich denke da natürlich zuerst an das Schicksal der armen, entführten Kinder, die sich die Nordmänner vom Hals schaffen mussten.

erstellt am 18.08.11 12:44
Einer meiner absoluten Favoriten bis heute ist Jo Zybells "Der Preis des Überlebens" (MX 66). Den haben, glaube ich, nicht so viele Leute auf ihrer "Liste", aber für mich ist der der perfekte MX-Welt-Roman - ein Lebenszusammenhang, der eben mal nicht an nicht mehr verstandener Vergangenheit hängt, sondern stimmig aus den Veränderungen durch die Katastrophe heraus geschildert wurde.

erstellt am 18.08.11 12:50
Danke für den Hinweis. Der gehört noch zu meinen "weißen Flecken".

erstellt am 18.08.11 23:11
Um auch mal zu den negativeren Seiten Stellung zu nehmen, möchte ich die erste Phase schildern, in der ich wirklich zu grübeln begann - vielleicht wird gerade Pisanelli das ganz interessant finden.

Zur Klarstellung vorweg: von einem Tiefpunkt war die Serie da ganz sicher weit entfernt - aber es deuteten sich gewisse Probleme an, von denen, meine ich, die Serie heute noch tangiert wird und die Einfluss auf die Fragen sowohl nach der Figurenzeichnung als auch nach der Zyklus-Konzeption haben.

Es war auch nicht die erste "Problemstelle" - in meinen Augen hatte die Serie schon, nach einem echten Lauf vorher, so ab Band 40 eine eher schwächere Phase, gefolgt vom der relativ durchwachsenen Expeditions-Strecke, die aber mit dem erwähnten Band 66 und noch mehr mit der "Menschenfalle" (MX 71) auch zwei wirklich großartige Romane enthielt - letzterer ist die einzige Ausgabe, der ich je 15 Punkte gab (die Punkte-Wertung ging bis ca. Band 160).

Dann kam es mit Band 74 zur ersten "Tauchfahrt ins Ungewisse", Band 75 brachte Erkenntnisse "Im Bergwerk der Mutanten". Das war vor allem im 75er gut gemacht. Und doch... Mir schien, dass die Protagonisten einfach zu wenig überlegt handelten, gerade angesichts der Tatsache, dass ihre Mittel so begrenzt waren. Zudem wurde viel dem Leser erzählt, aber die Figuren entdeckten diese Zusammenhänge nicht, man erfuhr sie nicht mit ihnen und nicht durch sie.

In der Folge war mein sich herausschälender Eindruck der, dass alles mit angezogener Handbremse vor sich ging. Da ging es nicht um "Füllromane", aber es gab dauernd Passagen und Handlungsstränge, die relativ überflüssig waren, während die an sich großartige Thematik der Mutantenvölker für mich selten konsequent durchgespielt wurde.

Es gab ganz bestimmt keinen Mangel an Ideen - eher das Gegenteil. Aber es fügte sich nicht richtig zu einem Bild, nicht richtig zu einer Geschichte "mit Zug", es wurde viel angerissen und letztlich wenig realisiert.

Dann musste der Tauchgang - "Vorstoß zum Kometen (MX 82) - quasi wiederholt werden, worauf mit dem "Ende der Unschuld" (MX 83) alle Erkundung abrupt endete. (Die beiden Bände bekamen übrigens 12 und 10 Punkte, woran man sieht, dass es nicht primär eine Frage der Roman-Qualität war.)

Interessant ist im Rückblick, wie ich das beim Lesen erlebt und wie ich es kommentiert habe. Ich begann, über das Ableben von Figuren zu spekulieren, so heftig, dass DarkSoul mich "Mr. Tabula Rasa" nannte. Ich begann, Figuren blass gezeichnet zu finden - nicht zuletzt Dave McKenzie, für den die Erkundungsmission leicht mehr hergeben hätte können. Und Matt erwies sich für mich als Anführer ohne Plan...

Das war auch die Zeit, die mir meinen Ruf als ewiger Nörgler beschert bzw. diesen Ruf zementiert hat, ich nehme an, durch viele Passagen in meinen Anmerkungen, die eben auf solche Aspekte zielten, denn insgesamt waren meine Wertungen eigentlich immer okay - denke ich jedenfalls - und auch nachvollziehbar. Ich freue mich da immer noch über Andro und linewolf, aber das ist eine andere Geschichte. :))

erstellt am 19.08.11 05:12
@Nil:
War "Andos Poll" ein Thread im alten Bastei-Forum? Und warum gibt es das nicht mehr? Ignoriere das, wenn ich alte Wunden aufreiße ...

erstellt am 19.08.11 08:06
@ Nil: also, den Expeditions-Zyklus habe ich noch als relativ stark in Erinnerung, nicht unbedingt in der Hinsicht, dass die Figuren toll agierten, aber es gab so viele schöne Ideen (ich erinnere an die Citysphere 01, natürlich Jed Stuart in die Menschenfalle, Amber Floyd und das Aufeinandertreffen mit Mr. Black). Den Kratersee-Zyklus habe ich auch zwiespältig in Erinnerung, aber nicht unbedingt negativ. Diese Mutantenvölker waren eben einfach "weird" und ich hatte so ein bißchen Probleme, das Zusammenspiel mit der "Macht im See" zu durchschauen. Einerseits sollten die Mutantenvölker den Wandler im See beschützen, aber andererseits waren sie auch recht eigenständig.
Meine erste "Tiefphase" kam erst im Daa'muren-Zyklus, den ich mir deutlich spannender vorgestellt hatte, der aber nun ja, sehr LAAANG wurde. Die Gestaltwandelei der Daa'muren war zu durchschaubar für den Leser und die Idee, dass sie einfach Atombomben sammeln, um die Menschheit zu vernichten, fand ich zu primitiv - das hatte was von James Bond, nur dass Matt überhaupt nicht wie James Bond drauf war. Dann die Entführungsgeschichte mit Ann und Jenny, auch das zog sich wie Kaumgummi - also, mir ging es sehr auf den Keks, das war wirklich ein Zyklus, von dem ich froh war, als er vorbei war.

erstellt am 19.08.11 10:58
Gurk schrieb: @Nil:
War "Andos Poll" ein Thread im alten Bastei-Forum? Und warum gibt es das nicht mehr? Ignoriere das, wenn ich alte Wunden aufreiße ...

Nein, keine Sorge - von Wunden kann da keine Rede sein. Andro ist Sascha Vennemann, aber das weißt du vermutlich. Seine Seite ist sogar noch da, auf die Rezis kann man noch zugreifen, auf den Poll leider nicht mehr:

http://mitglied.multimania.de/SaschaVennemann/mx-poll.html


Hervorgegangen war das damals aus dem 1. MX-Internetfanclub. Der hatte ursprünglich eine andere Seite, die weg ist, dann noch einen Versuch, aber da war die Zeit auch ein bisschen abgelaufen.

http://www.aruula.de/Start/start.html

Warum genau das "gestoppt" wurde, kann nur Andro sagen - zu der Zeit war aber ein starker Umbruch im Forum; manche sind zu maddrax.net "abgewandert" und dann verschwunden, andere sind einfach so weggeblieben. Da ist das in den 160er Nummern von MX eingeschlafen. Wie es halt so geht. :))

erstellt am 19.08.11 11:07
Pisanelli schrieb: @ Nil: also, den Expeditions-Zyklus habe ich noch als relativ stark in Erinnerung, nicht unbedingt in der Hinsicht, dass die Figuren toll agierten, aber es gab so viele schöne Ideen ...
Das ist genau das, was ich meine. :)) Für mich ähnelt es schon der Situation im letzten Zyklus: viele Ideen, die aber auch verzögernd wirken und/oder nicht voll ausgespielt werden; Figuren, die nicht unbedingt toll agieren.

Du bist durch diese Phase ja auch noch in hohem Tempo gesaust - ich habe da ein Heft alle 14 Tage gelesen und das hier im Forum diskutiert. Dadurch ist wohl auch mancher Eindruck anders, manches verstärkt sich auch durch die "Argumentationsleistung" - sollte dir bekannt vorkommen.

Nun geht's mir nicht darum, meine Deutung durchzusetzen; ich finde solche Beobachtungen generell spannend. Darum habe ich ja den Thread eröffnet. :))

erstellt am 19.08.11 15:08
Ach ja, der Poll! :-) Wie witzig, dass ihr ihn wiederentdeckt habt. Ich habe damals aufgehört ihn zu machen, weil es mir schlichtweg zuviel Arbeit wurde (Ich war niemals so versiert darin, Tabellen in Excel zu erstellen und habe alles von Hand ausgerechnet ) und sich auch nicht mehr viele daran beteilgten. Ich habe ihn, genauso wie meine Rezi-Seite, im Netz gelassen, quasi als Internet-Fan-Club-Denkmal. :)
Damit ihr jetzt auch wieder auf die anderen Wertungen zugreifen könnt, habe ich den entsprechenden Ordner wieder freigegeben. Dürfe jetzt also wieder möglich sein, alle Wertungen ab Band 1 aufzurufen.

@Nil: Da du die Kratersee-Romane ansprichst: Das sind genau die Stories, auf die sich mein Hardcover 27 "Die Macht im See" bezieht, wenn auch aus einer anderen Perspektive heraus. Es stimmt, da war plötzlich viel einfach "da", aber wo das alles herkam, war nur so angedeutet. Ich hoffe, das kann ich mit dem HC etwas unterfüttern. Bin wirklich gespannt, was die Leser dazu sagen werden, wenn es erscheint.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 15:30 Uhr bearbeitet)


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