Suche
Beitrag User
 
 
Thema: Band 2873 - Freiwild für den Sniper
| |

Antworten zu diesem Thema: 2

 
Zurück
Weiter
1


erstellt am 20.07.12 11:21
Ich hab nach langer, langer Zeit mal wieder einen Jerry Cotton-Roman zur Hand genommen, da ich hörte, dass dieser von Fritz Tenkrat geschrieben sein soll;

Resumee zu Band 2873 - Freiwild für den Sniper

Zuallererst muß ich sagen, dass der Titel fast nicht zum Inhalt passt. Der Sniper wird nur im letzten Drittel des Romans thematisiert, vorher taucht er nur bei einem Schuss aus dem Hinterhalt auf Agent Zeerookah auf. Somit wäre es in der Schule eine klassische Themenverfehlung.

Die Hauptstory des Romans liegt bei der Ermittlung gegen eine Drogenbande, welche Designerdrogen herstellt. Es gelingt dem FBI-Team den Großteil der Bande, darunter die beiden Brüder Shelton festzunehmen. Bei der Vernehmung von Aaron Shelton auf Seite 11 stellt sich mir die Frage, was zu Teufel Jerry den da geritten hat, die Aufzeichnung des unbekannten Anrufers vorzuspielen? Der wurde da ja auf dem Silbertablett serviert, das war für mich höchst fragwürdig und unlogisch. Aber gut, so seh ich das.

Auf Seite 33 definitiv ein Fehler: Sonny Rimes stellt sich dem FBI, vorher wurde der zugedröhnte Barney Valentine im Gerangel mit Sonny Rimes unglücklich erschossen;... nur murmelt auf Seite 29 der Überlebende der Beiden "Viggo", was darauf hindeutet, das Barney Valentine überlebt haben müsste, weil dieser ja in Sonny Rimes den Geist Viggo Gunns sah...

Das alles kann man als Erbsenzählerei ansehen, und zwei Fehler in einem Roman sind verkraftbar, was mir allerdings überhaupt nicht zugesagt hat, ist diesmal der Schreibstil in den ersten 3/4 des Romans. Zu abgehackt, zu detailliert, zu kurz angebunden. Im letzten Viertel des Romans wird es für mich merklich besser. Die Story an sich war flott, passte aber wie gesagt, nicht so wirklich zum Titel, da dieser für den Inhalt maßgeblich sein sollte.

Deswegen, netter Kriminalfall und nette Unterhaltung, aber leider nicht mehr.

erstellt am 23.07.12 10:54
@sammler

ich kann deinem letzten Absatz nur zustimmen. Ich habe schon viele schlechtere JC's gelesen, aber für einen Tenkrat war dieser eher Mittelmaß. Das kann er wesentlich besser und hat dies auch schon hundertfach bewiesen; aber trotzdem finde ich selbst den schlechtesten Tenkrat noch besser als so manch anderes Machwerk anderer Autoren. Mir kam der Schreibstil eigentlich nur in den ca. ersten zehn Seiten etwas unglücklich vor. Danach wieder der gewohnt schmissige Stil...(den ich so gern lese!)

erstellt am 07.02.18 10:05
Sein soll ist richtig - Autor ist Fritz Tenkrat.

Zurück
Weiter
1

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed