Suche
Beitrag User
 
 
Thema: Aus Forschung und Technik
| |

Antworten zu diesem Thema: 34

Zurück
1 2 3 4


erstellt am 18.08.05 13:50
Wie Sie wünschen, Meister Sten

Bitteschön, das Forum für alle Frickler, Physiker, Technik-Freaks, Balistiker etc pp.

Sprich für alle Q\'s unter den Sternenfaust-Lesern.

erstellt am 21.08.05 01:54
Gaussgeschosse und Stuff

Danke erstmal Dondolo für die Einrichtig diese Treads!
Sorry, das es solang gedauert hat bis ich Ihn dann endlich mal nutze aber ich bin die letzten zwei Tage einfach nicht zum Schreiben gekommen.

Hier die Idee zur „Pausibilisierung“ der Eigenschaften der Geschosse die von Gaussgewehren und Geschützen verschossen werden:

Die Geschosse sind aus einem Material das wenige Sekunden nachdem es den Lauf der Waffe verlassen hat ZERFÄLLT!

Mein Vorschlag wäre das man das so aufzieht das die Geschosse aus einem gefrorenem Gas bestehen das mit Metallionen dotiert wurde.
Die Metallionen bewirken, dass das Geschoss soweit Metallisiert ist das es von Magnetischen Feldern beschleunigt werden kann.
Durch die Beschleunigung in Magnetfeldern und die damit verbunden Wirbelstromeffekte heizt sich die Dotierung des Geschosses so auf das dadurch das Geschoss in einer exakt festgelegten Rekordgeschwindigkeit schmilzt bzw. ähnlich wie man das ja schon von einigen Feststoffen (z.B. Graphit) kennt sofort vom Festen in den Gasförmigen Zustand übergeht.

Durch die Stoßimpulse die sich die Atome beim zerfallen des Geschosses gegenseitig geben werden wird soviel kinetischen Energie des Geschosses in Wärme umgewandelt, das die entstehende heftig expandierende Gaswolke bei ihrem Weiterflug einerseits langsamer wird und andererseits immer größer wird mit immer geringer Dichte. So das sie nach (hier können die Autoren eine beliebige Zahl einsetzen) km nicht mehr existent und auch keinerlei Gefahr mehr ist.

Diese Idee korreliert auch sehr schön mit genannten Reichweitenbeschränkungen von 5 mill. km bei den Gaussgeschützen im All. Nach ziemlich genau 33sec ist das Geschoss nicht mehr existent und damit ist die Reichweite der Waffe limitiert. Ansonsten macht die Limmetierung nämlich gar keinen Sinn! Wenn das Geschoss nicht zerfällt, warum kann man dann nicht über 10 oder 50 mill. km was abschießen? Wegen der Zielgenauigkeitsproblematik? Und was wäre wenn das Ziel quasi statisch im Weltraum steht?
Bei den Gausgewehren würde ich eine Stabilität von 1sec. für ein Geschoss das den Lauf verlassen hat vorschlagen. Das ist einerseits mit 66 km noch genug Reichweite für die Waffe andererseits weil das Geschoss kleiner ist und daher der Aufheizprozess einen schneller verlauf nimmt zerfällt es schneller als die 5cm Würfel.

Die Geschosse können nur unter hohem Druck und extrem niedriger Temperatur (-271° C) gelagert werden. Auf den Schiffen dürfte das nicht so das Problem sein bei den Handwaffen..naja… die haben eben ein Superdupper Kryomagazin in das soundsoviele Projektile passen. Technologie des 23 Jh. eben.

Zum Logistikproblem das ich im Allgemeinen Forum schon mal ansprach:
Wo lagert man etliche Millionen von Geschosswürfeln die in jeder Schlacht verballert werden? Wo es doch so eng ist auf den Schiffen des StarCorps. Kein Luxus kein Komfort aber Kubikkilometerweise Räume gefüllt mit Würfeln! Also wo lagert und transportiert man die Würfels? GAR NICHT!
Die gefrorenen Geschosswürfel werden auf den Schiffen in speziellen Anlagen hergestellt! Ein gewisser Bestand an Würfel ist latürnich immer in einem Vorratslager so für: (hier könne die Autoren ne Plausible Zahl einsetzen (aber nicht vergessen ein Würfel hat 125 cm³ )) …Minuten Feuergefecht.
Natürlich laufen die Anlagen vor und während jedes Gefechtes auf Hochtouren aber es wäre, vieleicht auch Dramaturgisch, sinnvoll wenn der Ausstoß der Anlage an Würfeln nicht so hoch wäre wie der Verbrauch bei maximal Feuer!
Da könnten sich interessante Situationen ergeben wenn die Würfels nach X-Minuten Gefecht langsam alle werden.

Da jetzt evtl. einige sagen werden „voll dämlich die Idee, Gas zu lagern erfordert ja noch viel mehr Platz als gefrorenes Würfel“ und damit auch recht haben, schlage ich vor (das geht dann aber über die reine Waffenanwendung hinaus):
Die Schiffe des StarCorps verwenden als Stützmittel für den Ionenantrieb, als Treibstoff für den/die Fusionsreaktor/en der Schiffe und als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Gaussgeschossen -> Wasserstoff.
Den findet man überall im Universum. Als Interstellares Gas das man Unterwegs aufsammelt (siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Bussardkollektor oder: http://en.wikipedia.org/wiki/Bussard_ramjet) oder indem man mal nen Zapfschlauch in die Atmosphäre diverser Gasriesen hängt oder ihn aus der Luftfeuchtigkeit eines Erdähnlichen Planeten herauskondensiert. Damit hat man ne palusible Quelle für eine Reihe von Anwendungen.

Das wars erstmal zu Gaussgeschossen und noch ein zwei anderen Kleinigkeiten die bisher noch nicht erklärt wurden aber irgendwann erklärungsbedürftig werden dürften.
Hoffe meine Idee fällt auf Fruchtbaren Boden und ich les mal in der Serie was darüber.

Nochwas zur Energiequelle für die Handwaffen und auch Raumanzüge usw.: Trilithiumkristalle !
Sternenfaust ist ja faktisch eine parallele Realität des Maddraxuniversums! Also so hätte sich das entwickelt wenn 2012 der Komet zerstört worden wäre.
D.h. aber auch das es Trilithiumkristalle seit 2010 als Energiespeicher auch im Sternefaustuniversum gibt/gab.

Ich fand das immer ne clevere Idee, einen kleinen, leistungsstarken Energiespeicher auf Kristallbasis und diese Idee auch in einer anderen Basteiserie zu verwenden ist doch nicht dumm. Denke dass erleichtert es Autoren die für beide Serien schreiben sogar etwas wenn sie mal wieder ne Energiequelle für das „doofe Gewehr“ o.ä. erdenken müssen.

erstellt am 23.08.05 20:24
@Sten

Für mich ist der Gedanke, dass die Geschosse unendlich durch den Raumfliegen, ziemlich störend. Daher erklärte ich mir dass auch immer mit: "irgendwie müssen die Geschosse zerfallen".

Ich finde du hast eine sehr gute Plausibilisierung geliefert.

Vielleicht kann ich irgendwann Deine technischen Fakten über GAUSS Geschosse ins sternenfaustpedia übernehmen, wenn es fruchtet bzw. du schreibst es dann selbst

Grüße
zaRune

www.sternenfaustpedia.net

erstellt am 29.08.05 20:02
@alle Physiker hier:)

Da ich selbst nicht allzuviel Ahnung von der Materie habe, möge man mich korrigieren, falls ich nun Unsinn rede, aber:
Soweit ich verstanden habe, erreichen die Projektiele ihre Geschwindigkeit durch magnetische Felder, wohl ähnlich wie in einem Teilchenbeschleuniger.
Was würde denn nun passieren, wenn ein solches Geschoss erneut auf ein starkes magnetisches Feld treffen würde, welches gegensätzlich gepolt ist? Würde es abgelenkt werden? Weil, wenn ja, könnte man sich das nicht zu Nutze machen, quasi als magnetischen Abwehrschirm?

erstellt am 30.08.05 13:49
@Agri

Bin zwar kein Physiker,könnte mir aber kaum vorstellen das es so ohne weiteres möglich wäre ein Magnetfeld aufzubauen das so energiegeladene Geschosse wie sie die Gausgeschütze abfeuern einfach so abzulenken.Ich vermute sie würden das magnetfeld einfach verformen und trozdem durchschlagen.Sicher bin ich mir aber natürlich nicht.
Am besten wir fragen mal Sten.

Sten?

erstellt am 31.08.05 00:24
2cents

Wenn die Masse des Geschosses durch ein beschleunigendes Magnetfeld ihre Bewegungsenergie erhalten hat, kann sie natürlich auch symetrisch durch ein gleich großes engegengesetzes Megnetfeld wieder auf 0 abgebremst werden (Wenn wir sie als Punktförmig annehmen, sonst wird es eher heiß

Ein derartiges Abwehrschild ist für Schiffe, die mit 50% LG Relativgeschwindigkeit (relativ wozu eigentlich) in den Normalraum eintreten mehr oder weniger sowieso unverzichtbar. Beim Aufprall ist es schließlich ohne Belang, ob das Raumschiff ruht und ein Geschoss eintrifft, oder ob \'ruhende\' dünne interplanetare/interstellare Materie mit dieser Geschwindigkeit durchpflügt wird.

Interessant ist wohl auch der Rückschlag der entsteht, wenn ein Geschoss auf halbe Lichtgeschwindigkeit beschleunigt wird. Bei 1,5 * 10^8 m/s des Geschosses ist die Rückstoss-Geschwindigkeit eines Raumschiffs das 10^7 mal schwerer sei immer noch im Bereich von 15 m/s pro abgefeuertem Geschoss. Dies liesse sicht in Notfällen auf kurze Entfernungen sogar als Antrieb nutzen. (Die relativistische Korrektur bei halber Lichtgeschwindigkeit ist zwar durchaus merklich aber auf Grund der groben Schätzungsannahmen hier aber absichtlich weggelassen) Für die Handfeuerwaffen habe ich die Werte noch nicht überschlagen aber Dank der Wechselwirkung mit der Atmosphäre ist der Begriff Leuchtspurmunition sicher gerechtfertigt.

erstellt am 31.08.05 08:31
Eine Kleinigkeit überseht ihr

Antigrav widerspricht offenbar den heute bekannten physikalischen Regeln. Zumindest wissen wir - meines Wissens - nicht einmal, wo wir bei der Entwicklung anfangen sollen. Was bedeutet es also für den Energiehaushalt, wenn etwas unter Antigrav-Einfluss beschleunigt wird, quasi ohne Masse/Trägheit?

erstellt am 31.08.05 09:01
hm

ein Antigrav hebt immer nur die schwerkraft auf, nicht aber die masse!
sonst wäre es ja ne kleinigkeit, geschosse oder ganze schiffe auf LG zu bringen!
wie sagte Q einmal so schön: "Ändern Sie einfach die Gravitationskonstante des Universums" :)

erstellt am 31.08.05 12:19
Kontergrav oder Magnetbeschleunigt?

Werden die Gausgeschosse jetzt eigentlich durch Magneten oder durch Gravitation beschleunigt.Nach den letzten einträgen komme ich da ein bischen durcheinander.
Redax antwortet:
Das ist eine Mischung aus beidem. Sonst wäre die aufgewandte Energie wohl doch zu groß


erstellt am 31.08.05 17:42
Magnetfeld, Rückstoß und Antigrav

@Redax: die Aufhebung der Gravitation ist nicht gleich der Aufhebung der Masse eines Körpers! Das eine hat mit dem anderen gar nix zu tun!Ich seh grade Anubiz Schrieb das auch schon. Aber doppelt hält besser.
Die Masse eines Körpers ist gleich Dichte mal Volumen. Die auf einen Körper wirkende Gewichtskraft ist gleich Masse(des Körpers) mal Schwerebeschleunigung (oder Gravitation).
Antigravitation bedeutet doch nur die Manipulation der auf einen Körper wirkenden (Gewichts-)Kraft. Veringere ich diese Kraft dann kann veringere ich nicht die Masse des Körpers! Unabhängig davon wie oder ob Antigravitation nun mal Funktionieren wird haben die Formeln der Newtonschen Mechanik nach wie vor Ihre Gültigkeit!
Und die Antwort die du Axler gegeben hast erschreckt mich ganz ehrlich. Wie denn nun, ist es einen Gausskannone oder ein Antigravbeschleuniger? Darüber sollte insbesondere beim Redax und natürlich auch bei den Autoren Klarheit herschen? Habt ihr kein Technik expose?
Und: Woher kommt die Annahme das nen Antigravgerät weniger Energie brauchen sollte als ne Anordnung von Magnetspulen?

@die anderen: Ein durch Magnetfelder beschleunigtes Geschoss kann auch durch Magnetfelder wieder abgebremst oder sogar zerstört werden.
Aber in meinem Konzept (zu dem sich aber leider kein Entscheidungsträger äussert ) wäre das nur wenigen Sekunden, bis zum Zerfall des Geschosses interessant.Aber warum nicht.

STF Bd.100999 "....durch die Starken Magnetfelder dieses Blauen Riesensternes haben unsere Geschosse nur eine Reichweite von 1000 km Cpt".
Cpt: "Wir werden alle Sterben!"

Aber: ein Gaussgeschütz hat keine Rückstoß!
Der Impuls wirkt ja hier gerichtet auf das Geschoss und anders als bei einer Konventonellen Kanone (mit Detonation des Treibsatzes) wo sich der Impuls ja in zwei entgegengesetzte Richtungen ausbreitet.
Bei einer Railgun is das übrigens auch so.
Daher Geschütze abfeuernn als Hilfsantrieb.... nicht mit Gaussgeschützen möglich.

Zurück
1 2 3 4

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed