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Thema: Adventskalender 2012
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erstellt am 30.11.12 21:32
Auch diese Jahr soll die alte Tradition wieder aufleben und so eröffne ich hier und heute den Adventskalender 2012! Bitte nur einen Eintrag pro Tag machen. Es gibt ja 24 Tage so das sicher jeder mal was schreiben kann.
Damit alle etwas von den Einträgen haben bitte keine Kommentare hier eintragen.
Dafür finde ich sollten wir uns das Qfrat # 8 Ist denn bald schon Weihnachten nehmen.
Start ist dann heute Nacht um 00 : 00 Uhr!!!

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 21:33 Uhr bearbeitet)

erstellt am 01.12.12 00:14
Dann eröffne ich den Kalender mal mit einem eigenen Gedicht. Ich hoffe, die meisten hier kennen es noch nicht.

Frostgedanken

Der Sommer geht,
Entreißt den Blättern alles Grün,
Färbt sie im Sterben gelb und rot.

Der Herbstwind weht.
Er rüttelt keck an jedem Zweig
Und streut hinab den bunten Tod

Vieltausendfach.
Ihr Teppich füllt die Wege auf
Und wirbelt in der Winde Spiel.

Der Winter, ach,
Er kommt so früh in diesem Jahr,
Der feuchte Nebel niederfiel

Auf Wald und Flur.
Ein Klang trägt weit in seinem Dunst
Von Raben und von Winterschweigen.

Geblieben nur
Erinnerung an Lachen unter Sonnenglut;
Nun mag das Jahr sich langsam neigen.

Die Winde geh'n
Und bringen mit sich fernen Frost
Aus Ländern unter ew'gem Eis.

Man kann es seh'n:
Die Wolken tragen ersten Schnee;
Bald färben sich die Hügel weiß.

Und zugedeckt
Wird alles, was Natur hervorgebracht.
Sie muß dem kalten Schlaf sich neigen,

Bis sich dann reckt
Das erste Grün zum Frühjahr in die Höh',
Und es beginnt der neue, stete Reigen.

erstellt am 02.12.12 00:00
Für alle die der Weihnachtszeit nicht soviel abgewinnen können!

"Nun ist sie also wieder da, diese fürchterliche Adventszeit.
Weihnachtlicher, hölzerner Unrat, getarnt als Räuchermännchen, Nussknacker, Engel, Pyramiden und Schwibbögen verunstalten kuschelige Heime. Wir plädieren, dass dieser Krimskrams aus Schokolade, Zuckerguss und Co hergestellt wird. Die "Halbwertzeit" des Süßkrams stellt sicher, dass sich das Zeug nicht jährlich vermehrt.
Apropos Süßkram – immer der Nase nach und der Duft von gebrannten Mandeln, Crêpes, kandierte Äpfeln führt Einen direkt auf einen der zahlreichen Weihnachtsmärkte, der beste Ort, um gestandene Weihnachtsmuffel zu bekehren. Zugegebenermaßen, nach 3, 4 Tassen Glühwein und heißen Met, mit Erfolg. Aber das Leuchten in den Augen kommt vom Alkohol, dass möchten wir nur mal klarstellen )
Auch fragen wir uns, was klingelnde Glöckchen und jingelnde bells mit Weihnachten zu tun haben. Süß klingende Glocken erinnern uns eher an etwas anderes, ...ähm aber das geht keinen was an.
Zumindest lässt die Weihnachtsmarktidylle den vorweihnachtlichen Run auf Supermärkte etwas vergessen. Getreu dem Motto, Weihnachten nimmt man 3 Kilo zu und den Rest des Jahres hält man das Gewicht, wird eingekauft. Liebe Konsumenten, die Supermärkte haben so viel Eß- und Trinkbares, die müssen das schon verkaufen, auch noch nach Weihnachten.
Der ganze Hype lässt erahnen, warum Advent und adventure den gleichen Wortstamm haben, das ist kein Zufall!
Und ganz plötzlich und völlig unerwartet steht Weihnachten dann vor der Tür und alle Jahre wieder verwandeln sich einst so entspannte Antlitze in panischen und sorgenvollen Gesichter. Was schenke ich, wo bekomme ich was Passendes her und mit was muss ich dieses Jahr rechnen, "beglückt" zu werden. Macht es doch ganz einfach, jeder beschenkt sich selbst. Das Geschenk passt und alle sind glücklich und zufrieden. Und die mühsam angefutterten 3 Weihnachtskilo fallen dem nachweihnachtlichen Umtauschstress garantiert nicht zum Opfer.
Oder erfüllt euch einfach einen Traum, Weihnachten in der Karibik kann durchaus auch ganz schön sein. )
Und falls ihr uns sucht, wir sind da wo es lecker nach Essbarem duftet oder da wo man die leuchtenden Augen bekommt.
In diesem Sinne - Eine Besinnliche und kuschelige Adventszeit

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 00:01 Uhr bearbeitet)

erstellt am 03.12.12 11:49
ADVENT
Wenn zu Anfang im Advent ,
still die erste Kerze brennt ,
heißt es Vorfreude , Besinnen ,
die schöne Zeit kann nun beginnen.

Plätzchen backen , köstlich schmausen ,
manchmal tanzen Flocken draußen ,
und ringsum die Kinderschar ,
freut sich auf das Christkind gar.

Inne halten , Punsch genießen ,
um den Sinn der Weihnacht wissen ,
sich vorbereiten , voller Freud `,
Advent ist `s , oh du schöne Zeit.

Oskar Stock

erstellt am 04.12.12 06:26
Chalrles Dickens

Eine Gespenstergeschichte

Erste Strophe
Marleys Geist

Marley war tot, damit wollen wir anfangen. Kein Zweifel kann darüber bestehen. Der Schein über seine Beerdigung ward unterschrieben von dem Geistlichen, dem Küster, dem Leichenbestatter und den vornehmsten Leidtragenden. Scrooge unterschrieb ihn, und Scrooges Name wurde auf der Börse respektiert, wo er ihn nur hinschrieb. Der alte Marley war so tot wie ein Türnagel.

Versteht mich recht! Ich will nicht etwa sagen, daß ein Türnagel etwas besonders Totes für mich hätte. Ich selbst möchte fast zu der Meinung neigen, daß das toteste Stück Eisen auf der Welt ein Sargnagel sei. Aber die Weisheit unsrer Altvordern liegt in den Gleichnissen, und meine unheiligen Hände sollen sie dort nicht stören, sonst wäre es um das Vaterland geschehen. Man wird mir also erlauben, mit besonderem Nachdruck zu wiederholen, daß Marley so tot wie ein Türnagel war.

Wußte Scrooge, daß er tot war? Natürlich wußte er's. Wie sollte es auch anders sein? Scrooge und er waren, ich weiß nicht seit wieviel Jahren, Kompagnons. Scrooge war sein einziger Testamentsvollstrecker, sein einziger Verwalter, sein einziger Erbe, sein einziger Freund und sein einziger Leidtragender. Und selbst Scrooge war von dem traurigen Ereignis nicht so schrecklich mitgenommen, um nicht selbst am Begräbnistag ein vortrefflicher Geschäftsmann sein und ihn mit einem unzweifelhaft guten Handel feiern zu können.

Nun bringt mich die Erwähnung von Marleys Begräbnistag wieder zu dem Ausgangspunkt meiner Erzählung zurück. Es gibt keinen Zweifel, daß Marley tot war. Das muß scharf ins Auge gefaßt werden, sonst kann in der Geschichte, die ich erzählen will, nichts Wunderbares geschehen. Wenn wir nicht vollkommen fest überzeugt wären, daß Hamlets Vater tot ist, ehe das Stück beginnt, so wäre durchaus nichts Merkwürdiges in seinem nächtlichen Spaziergang bei scharfem Ostwind auf den Mauern seines eigenen Schlosses. Nicht mehr, als bei jedem anderen Herrn in mittleren Jahren, der sich nach Sonnenuntergang rasch zu einem Spaziergang auf einem luftigen Platz entschließt, zum Beispiel auf dem Sankt-Pauls-Kirchhof.

Scrooge ließ Marleys Namen nicht ausstreichen. Noch nach Jahren stand über der Tür des Speichers »Scrooge und Marley«. Die Firma war unter dem Namen Scrooge und Marley bekannt. Leute, die Scrooge nicht kannten, nannten ihn zuweilen Scrooge und zuweilen Marley; aber er hörte auf beide Namen, denn es galt ihm beides gleich.

Oh, er war ein wahrer Blutsauger, dieser Scrooge! Ein gieriger, zusammenkratzender, festhaltender, geiziger alter Sünder: hart und scharf wie ein Kiesel, aus dem noch kein Stahl einen warmen Funken geschlagen hat, verschlossen und selbstgenügsam und ganz für sich, wie eine Auster. Die Kälte in seinem Herzen machte seine alten Gesichtszüge starr, seine spitze Nase noch spitzer, sein Gesicht runzlig, seinen Gang steif, seine Augen rot, seine dünnen Lippen blau, und sie klang aus seiner krächzenden Stimme heraus. Ein frostiger Reif lag auf seinem Haupt, auf seinen Augenbrauen, auf dem starken struppigen Bart. Er schleppte seine eigene niedere Temperatur immer mit sich herum: in den Hundstagen kühlte er sein Kontor wie mit Eis, zur Weihnachtszeit machte er es nicht um einen Grad molliger.

Äußere Hitze und Kälte wirkten wenig auf Scrooge. Keine Wärme konnte ihn wärmen, keine Kälte frösteln machen. Kein Wind war schneidender als er, kein Schneegestöber erbarmungsloser, kein klatschender Regen einer Bitte weniger zugänglich. Schlechtes Wetter konnte ihm nichts anhaben. Der ärgste Regen, Schnee oder Hagel konnten sich nur in einer Art rühmen, besser zu sein als er: sie gaben oft im Überfluß, und das tat Scrooge nie und nimmer.

Niemals kam ihm jemand auf der Straße entgegen, um mit freundlichen Blicken zu ihm zu sagen:»Mein lieber Scrooge, wie geht's, wann werden Sie mich einmal besuchen?« Kein Bettler sprach ihn um eine Kleinigkeit an, kein Kind fragte ihn, wie spät es sei, kein Mann und keine Frau hat ihn je in seinem Leben nach dem Weg gefragt. Selbst der Hund des Blinden schien ihn zu kennen, und wenn er ihn kommen sah, zog er seinen Herrn in einen Torweg und wedelte dann mit dem Schwanz, als wollte er sagen: »Gar kein Auge, blinder Herr, ist besser als ein böses Auge.«

Doch was kümmerte all das den alten Scrooge? Gerade das gefiel ihm. Allein seinen Weg durch die engen Pfade des Lebens zu wandern, jedem menschlichen Gefühl zu sagen: »Bleibe mir fern«; das war es, was Scrooge gefiel.

Einmal, es war von allen guten Tagen im Jahr der beste, der Christabend, saß der alte Scrooge in seinem Kontor. Draußen war es schneidend kalt und neblig, und er konnte hören, wie die Leute im Hof, um sich zu erwärmen, prustend auf und nieder gingen, die Hände aneinander schlugen und mit den Füßen stampften. Es hatte eben erst drei Uhr geschlagen, doch war es schon stockfinster. Den ganzen Tag über war es nicht hell geworden, und die Kerzen in den Fenstern der benachbarten Kontore flackerten wie rote Flecken auf der dicken braunen Luft. Der Nebel drang durch jede Spalte und durch jedes Schlüsselloch und war draußen so dick, daß die gegenüberliegenden Häuser des sehr kleinen Hofes wie ihre eigenen Geister aussahen. Wenn man die trübe, dicke, alles verfinsternde Wolke heruntersinken sah, hätte man meinen können, die Natur wohne dicht nebenan und braue en gros.

Die Tür von Scrooges Kontor stand offen, damit er seinen Kommis beaufsichtigen konnte, der in einem erbärmlich feuchten, kleinen Raum, einer Art Burgverlies, Briefe kopierte. Scrooge hatte nur ein sehr kleines Feuer, aber des Dieners Feuer war um so viel kleiner, daß es nur wie eine einzige Kohle aussah. Er konnte aber nicht nachlegen, denn Scrooge hatte den Kohlenkasten in seinem Zimmer, und jedesmal, wenn der Kommis mit der Kohlenschaufel in der Hand hereinkam, meinte sein Herr, es sei wohl nötig, daß sie sich trennten. Worauf der Kommis seinen weißen Schal umband und versuchte, sich an dem Licht zu wärmen, was aber immer fehlschlug, da er ein Mann von nicht sehr starker Einbildungskraft war.

erstellt am 05.12.12 11:46
Mein wahrer Weihnachtsheld war schon immer Charlie Brown.
Und sind wir nicht alle etwas Charlie?

Die Peanuts Christmas Message oder Weihnachtsbäume aus Aluminium sind einfach dumm!


http://www.youtube.com/watch?v=JQeKdvXliIU

Salve,
Hellboy

erstellt am 05.12.12 11:52
Hier die Frage vor dem Nikolaustag.

WARUM BEGLEITET KNECHT RUPRECHT DEN NIKOLAUS ?

Der Nikolaustag ist für viele Kinder aufregend und für Kleinere auch etwas beängstigend. Besonders mulmig wird es den Kindern , wenn sich der weißbärtige Nikolaus von einem Knecht mit dunkler Kutte und manchmal sogar geschwärztem Gesicht begleiten lässt. Er lässt unartige Kinder schon einmal seine Rute spüren. Ursprünglich gab es nur den Nikolaus. im 17. Jahrhundert bekam er dann einen Gehilfen an die Seite gestellt. Man vermutet , dass erzieherische Gründe dahinter steckten. Während der Nikolaus nur an die braven Kinder Geschenke verteilte , sollte Knecht Ruprecht die bösen bestrafen.

So dachte man also Erziehung durch Prügelstrafe würde funktionieren. Oder ist Knecht Ruprecht gar ein Höllendiener ? In diesem Sinne einen schönen Nikolaustag morgen , mit wenig Schlägen irgendeiner Rute.

erstellt am 05.12.12 12:39
Ich dachte nur ein Beitrag pro Tag? Habe ich was falsch verstanden, oder wie ist das hier?

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 12:42 Uhr bearbeitet)

erstellt am 05.12.12 16:14
Das Gleichgewicht schrieb:
Ich dachte nur ein Beitrag pro Tag? Habe ich was falsch verstanden, oder wie ist das hier?


Wenn man nicht laufend seinen Browser aktualisiert kann das leicht passieren. Wie du siehst liegen Sinclair und ich nur Minuten auseinander, wahrscheinlich haben wir unsere Beiträge sogar gleichzeitig geschrieben.

erstellt am 05.12.12 16:16
Liebe Freunde, für weitere Diskussionen bitte hier rein gucken.
http://www.bastei.de/forum/thread.html?bwthreadid=2297

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