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Thema: 337: Zombies in New York
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erstellt am 17.12.12 08:47
Band 337: Zombies in New York
Autor: Jo Zybell und Sascha Vennemann
Cover: Néstor Taylor

Vorschautext:
Weil er Matthew Drax momentan nicht habhaft werden kann, wendet sich der Archivar nach New York, das halb in einem Gletscher steckt. Laut einer Information aus dem Pentagon soll es dort einem Wissenschaftler gelungen sein, ein Serum zu entwickeln, mit dem man "Supersoldaten" züchten kann. Die Wahrheit ist weitaus erschreckender. Jemand hat die Frosen, die von Eiswürmern befallenen Toten, unter seine Kontrolle gebracht. Und so sehen sich Samugaar und Aruula nach ihrer Landung einem Heer von gefrorenen Zombies gegenüber...

http://www.maddrax.de/pix/?id=serie-pix-bb93fe10dae1a26e6bc9...

erstellt am 19.12.12 01:48
Jo Zybell und Sascha Vennemann liefern hier einen tollen Roman.
Der Beweis, das alte Themen doch noch gut funktionieren können.
Aruula braucht dringend einen kalten Entzug.
Und zwar schnell, bevor Sie ohne Gift nicht mehr heilen kann.
Ohne das Gift, fühlt sie dann doch wie früher.

Auch der Schluß gleicht einem klassischen Horrorfilm.
Auch der nächste Band.
Heilige "Mutter", wird das Spannend. :)

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 01:49 Uhr bearbeitet)

erstellt am 19.12.12 05:31
Es ist merkwürdig, dass der Archivar plötzlich doch normale Augen hat, auch wenn man sie nicht sofort sieht.
Wozu man die im Verlauf der Handlung wohl noch braucht? Um ihn zu blenden und für seine Absichten zu strafen? Da könnte man ihm ja auch einen Tentakel abschlagen. Seltsam.
Vielleicht sind es aber auch nur erzähltechnische Gründe. "In Samugaars Blick lag etwas Spöttisches" liest sich eben unverfänglicher als "Seine Mimiktentakel strafften sich provokant" ... :-)

erstellt am 01.01.13 20:11
Gleich vorweg finde ich es prinzipiell lobenswert, dass der Roman direkt an einen Handlungsstrang aus den MX-Anfangszeiten anknüpft. Das gibt dem Leser das Gefühl, dass das ganze MX-Universum stimmig ist und auf einander aufbaut, und nicht bloß eine Aneinanderreihung von Einzelgeschichten ist. Sascha versucht das eh immer in seinen Romanen, und auch dieses mal war es wieder gelungen.

Auch mit einem Horrorszenario bzw. Zombies kann ich sehr gut leben. Filme wie "Dawn of the Dead" mag ich sowieso, und momentan seh ich mir auch die Comicverfilmung "The Walking Dead" in Serienform an. Die MX-Variante mit den Eiszombies ist auch ganz klug gelöst, weil sie sich so nicht auf der ganzen Welt ausbreiten können. Allerdings ist mir das Kollektiv schon etwas zu intelligent geworden durch die telepathische Kommunikation mit der Königin - klassische dumme Zobmies, die aber einfach fast nicht eliminiert werden können, wären mir da schon lieber.

Richtige Horrorstimmung ist bei mir aber während des Lesens nicht aufgekommen. Im Wesentlichen war's eine Adventure-Story mit Splatter-Effekten, bei der halt mehr oder weniger typische Horrorgestalten vorkommen. Hier hätte man mehr auf das extrem düstere Szenario im dunklen New York eingehen können und auf die (wahrscheinliche) Angst der Bewohner.

Trotzdem war's in Summe ein gelungener Roman, und endlich bin ich wieder mal beim aktuellen Heft angelangt .

erstellt am 01.01.13 21:59
@Mike: Könntest du hier bitte den Threadtitel bearbeiten.

erstellt am 02.01.13 16:08
Mit dem Roman wurde ich vorhin gerade fertig (hab schon mit "Alpha = Omega" begonnen).

Nitpick: Aruula noch nie in Nuu'ork gewesen? Ich kann mich erinnern, dass sie 2517 dort war und den Frosen schon einmal entwischte! Die TWILIGHT OF THE GODS legte dort nämlich einen Zwischenstopp ein bevor es weiter nach Washington ging.

Aber ich will mich nicht beschweren, denn nach Jahrzehnten von Einzelabenteuern im TV ist Serienliteratur voll mit "continuity porn" Balsam für den Geist. Da schaut man gern über einen Fehler unter dutzenden Bänden hinweg.

Zum Ausgleich ein Lob an die Kontinuität: Bei Matts Ankunft waren die meisten Gebäude noch zur Hälfte im Eis, zwölft Jahre später ist es soweit zurück gewichen, dass man über Eingangstüren in die Foyers kommt. Klasse!, denn das passt zur Erklärung aus dem Kratersee-Zyklus: Beim Besuch in Tschikaago erwähnte Lynne Crow gedanklich Berichte, nach denen sich der große Gletscher langsam zurückzieht und die Großen Seen frei gibt. Das scheint sich in den vergangenen zehn Jahren auch in Nuu'ork niedergeschlagen zu haben.

Nach den geistigen Übernahmen und Gemetzeln der letzten Bände bietet Nr. 337 eine angenehme Atempause, da es hier nur Bösewichte erwischt und Unschuldigen geholfen wird.

New York wiederzusehen war schön und verpackt in eine spannende Geschichte. Dass es noch Bewohner gibt war eine positive Überraschung. Wer weiß, was später noch aus dieser ehemals strahlenden Metropole noch werden kann.

erstellt am 05.01.13 16:03
Fackjuu oul ! (Nuu'orker Slang anno 2528 )

*Klatsch, klatsch* Nach dem turbulenten 336er hatte ich eigentlich erwartet, dass es in der gehobenen Qualität nicht weitergehen könne, aber siehe da, ich habe mich getäuscht. Ein weiterer, fabelhafter Aruula/Samugaar-Roman entführte mich in den zugefrorenen Ruinendschungel New Yorks, welcher seit etlichen Jahren als Schauplatz nicht mehr vorkam, und nun mit einer Zombiegeschichte aufwarten kann, die in bester Grusel/Horror/Endzeit/Splattertradition zu begeistern weiß.

Eines gleich vorweg, Sascha? - darf ich dich duzen? Entspricht eigentlich nicht der Umgangsetikette, aber du als einer der Anhänger der ersten Stunde von MX, deinen damaligen Romanbewertungen, wie auch deinem Sprung in die Autorenriege, sehe ich dich trotzdem immer noch als einen von "uns" an, der seinen Traum wahr gemacht hat und jetzt für sein Lieblingsprojekt schreibt - muss ich dir einfach mal sagen: Danke sehr! Wie auch deinen vorherigen Romanen "Andronenreiter" und "Labyrinth der Guule" merkt man deutlich an, dass dir die Essenz von MX im Blut steckt und du mit deinen Storys bemüht bist, auch ältere Themen der dunklen Zukunft der Erde nicht der Vergessenheit geraten zu lassen. Selbiges gilt aktuell auch für "Zombies in NY", von Anfang bis Ende versprüht die Handlung die klassische MX-Atmosphäre, wie ich sie persönlich einstens lieb gewonnen habe.

Die Frosen sind ein auf Masse setzender Gegner, die Evolution zum Kollektiv samt Königin ist (als Idee) nicht sonderlich neu, fügt sich aber stimmig in das Szenario ein, welches das Glanzstück des Romans bildet, neben einer besonders starken Aruula, die auf diesen 64-Seiten mehr Dialog und Raum zugestattet bekommt, als jemals zuvor möchte ich behaupten. Hier hat man den Eindruck, dass wie wirklich eine tragende Hauptrolle verkörpert, denn ihre Figur erfüllt Sinn und Zweck an verschiedenen Stellen der Geschichte und köpft nicht nur irgendwelche Zombies (wobei dies auch nicht zu kurz kommt ). Aber zurück zum Szenario; die Ausgestaltung ist top, Meltertrupps auf Eisseglern, die Kohlezüge um eisfreie Bereiche zu erschaffen, das Refugium der Amerikaner ein Baseballstadion, die "Sprachvarietät" der Nuu'orker (zum schreien *g*), der sympathische WCA Fähnrich Hetfield, die Einbindung des Wächters des Sonnenkorns... das alles aufeinander addiert, ergibt ein überzeugendes Setting mit großem Fun-Faktor.

Die Erstürmung des Greevjards, durch Aruula und Samugaar als Thermonauteneinheit, ist zum Nägel kauen und die auf sie eindringenden Frosen haben mich bisweilen an Gegnerwellen aus Videospielen wie Mass Effect oder Dead Space erinnert, was ich hier aber keinesfalls negativ ankreiden will, eher ganz im Gegenteil. Im übrigen war es auch einmal wieder gut zu lesen, dass in NY noch tausende Menschen leben und allgemein der Roman mit größeren Zahlen jongliert, das verleiht auch ihm selbst eine gewisse Größe, bewegt man sich doch sonst immer nur in sehr spärlich besiedelten Regionen.
Was gibt es noch zu bemerken... Aruula wurde erneut perfekt getroffen, Sascha vermag es also auch ihren Charakter fehlerfrei rüberzubringen. Großartig; ihre "innere Stimme", ihre Gedanken zur Freiheitsstatue und ihre schnippische Art gegenüber Samugaar. Sie gibt ihm Paroli, etwas was sie Matt gegenüber nie getan hat. Solche Szenen machen sie lebendig! Hoffentlich bleibt das sitzen und wird nicht nur durch das Schlangengiftserum verursacht. Und Samugaar? Er jagt unermüdlich seinem Ziel hinterher... und bringt den Witz schlichtweg: Was ist ein Steintrieb? (hab ich gelacht )

Fazit: 9 von 10 Eiswürmern!

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:32 Uhr bearbeitet)

erstellt am 06.01.13 03:21
Mich dünkt, unsere "neue Aruula" ist doch nicht so schlecht, wie manch andere hier behaupten...

erstellt am 07.01.13 14:46
Hey, ich war bis vor kurzem selbst noch ein großer Kritiker und mehr als zweiflerisch, was ihre Entwicklung betraf. Aber wenn DAS der neue "Aruula-Standart" ist und bleibt, (auch von der "Screentime" her) errichte ich euch zu Ehren einen Wudanschrein

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 14:47 Uhr bearbeitet)

erstellt am 08.03.13 00:50
Nanu, so wenig Posts zu einem so tollen Heft?

Fast einen Monat habe ich an diesem Roman gesessen, immer kam mir etwas dazwischen. Ärgerlich, denn am liebsten hätte ich die Geschichte in einem Stück verschlungen. Nun endlich hatte ich Zeit für die letzten 30 Seiten. Und keine große Kritik von mir. Einfach eine tolle Geschichte. Stimmig, spannend, einfallsreich. Das Duo Archivar und Aruula wird mir immer sympatischer. Samugaar ist genau die Art von Bösewicht, die ich besser finde als den guten Haupthelden. Schade, dass die Mission in New York vergebens war. Von mir aus hätte man die neue Königin weglassen können, hätte mir besser gefallen. So war alles umsonst, aber ich hoffe darauf, dass dies für kommende Ereignisse so sein muss.

Ich lerne bei MX auch nie aus. Sonnenkorn musste ich in der MX-Wiki suchen und bei dem Stein-Thema muss ich wohl auch wieder ran.

Ein sehr guter Roman, der mich begeistert hat. Er war kein episches Meisterwerk, aber für einen regulären Roman mitten im Zyklus ein echtes Highlight.



Eine Frage aber noch: Welches Stadium soll das gewesen sein? Ich kenne das aus eigener Erfahrung genau anders herum, die Stadien in NY haben leider alle kein Dach. Google konnte mir auch kein einziges Ergebnis liefern, trotz verschiedener Sucheingaben nach „Dach“ oder „überdacht“ oder „roof“.

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