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Thema: CL 15 : Die Bräute des Vampirs
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erstellt am 21.05.13 16:26
Handlung : Als Frauen aus einem Eskortservice verschwinden , wird John Sinclair auf den Fall angesetzt. Besonders da es sich um Vampire handeln soll.Gesucht wird im Zusammenhang mit der Entführung ein gewisser Boris Barrow , der ein Phantom zu sein scheint, nirgends gemeldet ist und sich selbst als Nachfolger des Vlad Tepes sieht. John stellt fest , das auch der Chef der Agentur in den Fall verstrickt ist. Dabei scheint die Lösung in der Vergangenheit zu liegen , als die Beteiligten einen gemeinsamen Transylvanientrip unternommen hatten .Kann John Barrow noch rechtzeitig stellen und die Entführten retten.

Meinung : 71 min Länge scheint ja zum Hörspielstandard zu werden. Dieses ist aber ein eher mittelmäßiges Hörspiel , mit wenig Werktreue. Sogar Bill Conolly der im Original dabei war , wird hier außen vor gelassen. Die ganze neu erfundene Handlung ergibt teilweise ein Durcheinander , bei dem der Hörer schnell den Faden verlieren kann. Die Stimme und das Gefasel des Ausbrechers Fleming ist grauenhaft im wahrsten Sinn des Wortes. Insgesamt für mich nur wenig überzeugend. Note 4 = Ausreichend ( 2 von 5 Kreuze )

erstellt am 21.05.13 18:21
So schlecht fand ich es dann doch nicht.

erstellt am 22.05.13 12:02
Oft haben wir die gleiche Meinung. Aber manchmal geht sie auch ein wenig auseinander. Aber das ist ja gut so.. Ich war dieses Mal auf alle Fälle enttäuscht. Das merkte ich auch daran , das ich angestrengt versuchte zuuzuhören , aber meine Gedanken immer wieder abwichen und mit der Handlung überhaupt nicht zurechtkamen.

erstellt am 16.07.13 00:07
Die neuen Sinclairhörspiele stehen unter anderem für Änderungen gegenüber den Romanvorlagen. Davon wurde hier auch Gebrauch gemacht. Leider auch im negativen Sinne oder bei anderen Passagen zum Leidwesen der Qualität gar nicht. Das Hörspiel ist actionreich und wie immer wurde der Roman gut vertont. Leider gesellen sich das erste mal bei den Classics Logikfehler dazu, die mir wirklich stark aufgefallen sind.

Wenn ich drei Frauenopfer für ein Ritual brauche, warum nehme ich dann keine „billigen Straßenhuren“, die wohl niemand vermisst, sondern teure Escortdamen? Gut, ihr Chef steckt mit dem Bösewicht unter einer Decke, aber das erklärt diesen Sachverhalt nicht. Anderes Beispiel: Was ist mit einem erfahrenen Polizisten, der nicht in Schulter oder Bein schießen kann, sondern direkt tötet? Gut, man hat eine Waffe auf ihn gerichtet und John musste schnell handeln, aber er hatte den Schützen schon im Visier, bevor er auf John gezielt hat. Was ist mit den stark verletzten Fahrern eines Gefangenentransportes nach dessen Unfall, die es auf mysteriösem Wege schaffen, das Kennzeichen des Unfallfahrzeuges noch zu notieren, obwohl das fix weitergefahren ist während der Transporter gegen einen Baum knallte? Oh, ich beende meine Aufzählung. Wüsste man anhand der vertrauten Stimmen nicht, dass man hier die Classics hört, man könnte es direkt für eine andere Produktion halten. Einige Logikfehler wie nach der Vernichtung rasch alternde Jungvampire oder Vampire, die mit einer dämonischen tiefen Stimme sprechen können, kann man sich erklären. Wir wissen, sowas gibt es nach Sinclairregeln nicht. Allerdings wurden die Opfer hier nicht durch einen Biss verwandelt, sondern durch Heimaterde eines toten Vampirs, vermischt mit dem Blut seines Nachfahren. Ob das jetzt Sinn hat, ist Problem der Romanvorlage, aber immerhin sind die Verwandelten keine normalen Vampire.

Zu den Logikfehlern gesellen sich hier alte Klischees aus der Zeit der Romanvorlage, die ich so bisher von der Produktion so nicht kenne. Die wurden sonst immer abgeschwächt oder ganz raus gelassen. Hier gibt es bullige Häftlinge mit dreckiger Lache oder Escortgirls mit Zuhälter. Wie auch bei den Logikfehlern, hier ist es mir das erste mal negativ aufgefallen.

Was sind also die Pluspunkte dieser Vertonung? Neben der Action auf jeden Fall ein tolles Finale, an den letzten 15 Minuten gibt es wirklich nichts zu meckern. Dann ist da noch das tolle Verhältnis von John zu Sir James. Einerseits könnte es sich langsam mal ein wenig verändern bzw. entwickeln, andererseits machen diese Szenen so einfach Spaß.

Mein Fazit: Eines der schlechtesten Hörspiele der Classics. Nicht aus der Leser-Sicht „der Roman wurde ja bescheiden umgesetzt“, damit habe ich meinen Frieden gefunden. Sonst würde ich noch mehr Punkte abziehen, im Roman war Bill noch mit dabei. John hat nun neben Bill sogar Suko als Co-Geisterjäger, aber er zieht bis jetzt immer allein los. Nein, auch als reines Hörspiel bleibt es mir wohl negativ in Erinnerung. Dennoch nicht schlecht, sondern solide durchschnittlich.

erstellt am 16.07.13 00:13
Florian schrieb:
So schlecht fand ich es dann doch nicht.


Na dann, huschhusch rein die Rezi oder der Link dazu. :P

erstellt am 16.07.13 23:30
Ok, dann kann ich jetzt darauf Bezug nehmen.

Ebenfalls mit von der Partie ist Santiago Ziesmer als ständig plappernder Häftling Ethan Flemming. Hier hatte Skriptautor Dennis Erhardt sicherlich den Psychopathen Garland Greene aus dem Film CON AIR vor Augen, der ebenfalls von Ziesmer synchronisiert wurde.


Ich dachte bei ihm dauernd an Spongebob.

erstellt am 17.07.13 18:25
Jeder nach seiner Fasson, bzw. nach seiner Lieblingssendung

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