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erstellt am 11.12.09 10:53
Greig Beck: DUNKLES EIS
Greig Beck, so erzählt uns die Autoren-Vita, hat in seiner Jugend am Strand herumgehangen und SF gelesen. Später muss er von Reillys „Ice Station“ und Rollins‘ „Sub Terra“ schwer beeindruckt gewesen sein und beschlossen haben, etwas Ähnliches aufzuziehen. Das Ergebnis kann sich weder mit dem einen noch dem anderen messen, hat mir aber eine Menge Spaß gemacht. Am Ende kommt noch eine Kelle „Verlorene Welt“ dazu, und diesen Oldie stellt der Roman natürlich in den Schatten.
Klappentext:
Es lebt. Es jagt. Es tötet.
Ein Flugzeugabsturz in der Antarktis reißt ein riesiges Loch ins Eis. Darunter: Ein unerforschtes Höhlensystem. Das erste Rettungsteam verschwindet spurlos. Captain Alex Hunter und eine Gruppe von Wissenschaftlern werden in die Tiefe geschickt. Doch sie finden keine Spur von Verletzten oder Toten - nur archaische Höhlenmalereien, die vor einem Schrecken aus der Urzeit warnen. Und etwas ist unter dem Eis erwacht …
Okay, die Figuren sind grob geschnitzt, die Situationen hat man alle schon mal gehabt, hinter jeder Höhlenbiegung lauert ein Klischee. Aber Beck spult sein Garn derart begeistert und flott herunter, dass man gar nicht groß ans Kritisieren denkt. Auch wenn koldir mir vielleicht wieder Altersnachsicht attestieren wird: In meinen Augen war „Dunkles Eis“ ein feines Stück Lese-Fast-Food für zwischendurch. Stellt euch vor: Auf der einen Seite sind die Kino-Blockbuster (Ice Station, Sub Terra etc.). Da kann dieser Roman nicht mithalten. Aber auf der anderen Seite gibt es ab und zu eine richtig gelungene DVD-Premiere. Dort würde ich Greig Becks Debüt im Vergleich einordnen. Hirn abschalten und genießen.
Um noch mal kurz auf a-cores Atlantis-Rezi einzugehen und einen weiteren Vergleich zu ziehen: Diesen Roman kenne ich auch, fand ihn lesbar, erkannte aber dieselben Schwächen wie a-core. "Dunkles Eis" hat zwar auch nicht mehr Tiefgang, macht aber mehr Spaß.
(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 10:57 Uhr bearbeitet)
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erstellt am 11.12.09 11:24
Graham Brown BLACK RAIN - Fazit
Ich bleibe dabei, der Anfang gestaltet sich recht zäh. Danach entwickelt sich das Buch allerdings zu einer recht spaßigen Angelegenheit, sodass ich unter dem Strich mit Amers Meinung konform gehe (und damit unsere 75prozentige Geschmackskompatibilität wieder herstelle...  ).
Ein Manko bleibt noch zu erwähnen: Browns Stil. Stellenweise liest sich das Teil wie das Werk eines Zwölfjährigen, der seine ersten Schreibversuche zu Papier brachte. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das in diesem Fall an der Übersetzung von Fred Kinzel liegt; dafür ist der gute Mann zu erfahren.
Nichts desto trotz, ein recht guter Eindruck bleibt. Und sollte Browns nächster Roman auch bei uns veröffentlicht werden, werde ich ihn sicher in Augenschein nehmen.
:)
(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:48 Uhr bearbeitet)
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erstellt am 11.12.09 11:33
DUNKLES EIS
Amer schrieb:
.... Hirn abschalten und genießen. ...
Kann ich unterschreiben! Spätestens ab der Szene, in der Beck seinen Helden Alex Hunter einführt und ihn als "Hulk" - light Verschnitt beschreibt...
Amers Filmvergleich gefällt mir. Wobei ich "Dunkles Eis" nicht als gute B-Movie - Premiere katalogisieren würde. Darunter fällt ganz klar Browns "Black Rain".
"Dunkles Eis" ist für mich eher gelungene C-Ware. Chips, Bierchen, ein paar Stunden Fun und am nächsten Morgen hat man bereits wieder vergessen, womit man sich den Abend zuvor unterhalten hatte.
(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:39 Uhr bearbeitet)
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erstellt am 11.12.09 15:40
Amer schrieb:
Greig Beck: DUNKLES EIS
Greig Beck, so erzählt uns die Autoren-Vita, hat in seiner Jugend am Strand herumgehangen und SF gelesen. Später muss er von Reillys „Ice Station“ und Rollins‘ „Sub Terra“ schwer beeindruckt gewesen sein und beschlossen haben, etwas Ähnliches aufzuziehen. Das Ergebnis kann sich weder mit dem einen noch dem anderen messen, hat mir aber eine Menge Spaß gemacht. Am Ende kommt noch eine Kelle „Verlorene Welt“ dazu, und diesen Oldie stellt der Roman natürlich in den Schatten.
Klappentext:
Es lebt. Es jagt. Es tötet.
Ein Flugzeugabsturz in der Antarktis reißt ein riesiges Loch ins Eis. Darunter: Ein unerforschtes Höhlensystem. Das erste Rettungsteam verschwindet spurlos. Captain Alex Hunter und eine Gruppe von Wissenschaftlern werden in die Tiefe geschickt. Doch sie finden keine Spur von Verletzten oder Toten - nur archaische Höhlenmalereien, die vor einem Schrecken aus der Urzeit warnen. Und etwas ist unter dem Eis erwacht …
Okay, die Figuren sind grob geschnitzt, die Situationen hat man alle schon mal gehabt, hinter jeder Höhlenbiegung lauert ein Klischee. Aber Beck spult sein Garn derart begeistert und flott herunter, dass man gar nicht groß ans Kritisieren denkt. Auch wenn koldir mir vielleicht wieder Altersnachsicht attestieren wird: In meinen Augen war „Dunkles Eis“ ein feines Stück Lese-Fast-Food für zwischendurch. Stellt euch vor: Auf der einen Seite sind die Kino-Blockbuster (Ice Station, Sub Terra etc.). Da kann dieser Roman nicht mithalten. Aber auf der anderen Seite gibt es ab und zu eine richtig gelungene DVD-Premiere. Dort würde ich Greig Becks Debüt im Vergleich einordnen. Hirn abschalten und genießen.
Um noch mal kurz auf a-cores Atlantis-Rezi einzugehen und einen weiteren Vergleich zu ziehen: Diesen Roman kenne ich auch, fand ihn lesbar, erkannte aber dieselben Schwächen wie a-core. "Dunkles Eis" hat zwar auch nicht mehr Tiefgang, macht aber mehr Spaß.
Kommt auf meine Liste, denn das klingt, als könnte ich meinen Spaß mit dem Buch haben.
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erstellt am 15.12.09 16:20
Meine Ordnung lässt zu wünschen übrig. Ich glaube, Amer war es, der irgendwann mal ein Buch empfohlen hat, das damals ausschließlich über Weltbild vertrieben wurde. Autor und Buchtitel habe ich mir damals notiert, aber der Zettel ist verschwunden. Weiß noch jemand, was das gewesen sein könnte? Dürfte wohl was abenteuer- oder verschwörungsmäßiges gewesen sein.
Bei den anderen Tipps ist es einfacher, denn die setze ich einfach auf meine Wunschliste bei Amazon. so geht nix verloren...
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erstellt am 15.12.09 19:38
Jep, beide kann ich empfehlen.
Vom "Amulett" sind inzwischen noch zwei Fortsetzungen erschienen, die ich allerdings hastig und eher uninspiriert heruntergescjrieben fand - meinem Kumpel haben aber beide gefallen.
Außerdem war da noch Chris Ryan. Von ihm sind einst fünf Bücher bei Heyne erschienen, die mir alle gefallen haben. Dann kam nix mehr nach. Weltbild hat aber vor einem halben Jahr oder so "Gegenschlag" von Ryan veröffentlicht, der auch gut war.
Vor ein paar Tagen ist der nächste Ryan weltbildexklusiv herausgekommen: "Inferno". Den lese ich gerade und muss sagen, dass ich ihn für einen der besten Titel dieses Autoren halte.
Chris Ryan ist ein Ex-SAS-Mann, der jetzt Romane schreibt. Seine Insiderkenntnisse kommen mal mehr mal weniger zum Tragen. Insgesamt vielleicht nicht so sehr wie bei Andy McNab, aber gerade das finde ich gut. McNab ist mir zu "militärisch korrekt", außerdem zu ausgewalzt. Ryan schreibt genau die richtige Dosis "flacher", um flottes Lesefutter zu bieten, das nicht mit allzuviel Hintergrund und Politgeschwafel nervt. Außerdem hat er keinen Hang zum Walzen, sondern kommt auf den Punkt.
(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:39 Uhr bearbeitet)
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erstellt am 16.12.09 14:28
Danke an euch beide!
Sind das bei Ryan alles Einzelabenteuer mit verschiedenen Helden oder hängen die zusammen?
Ich habe jetzt die genannten Bücher alle auf meine Liste gesetzt. Hoffentlich geht die nicht wieder verloren...
Übrigens war es das Dietrich Buch, das ich gemeint hatte.
(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 14:52 Uhr bearbeitet)
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erstellt am 17.12.09 10:12
@a-core
Die Ryans sind alles eigenständige Romane mit jeweils neuen Helden.
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erstellt am 23.12.09 00:06
David Baldacci DIE KAMPAGNE
Der lausige Niko hat mir das Buch in den Schuh gelegt. Und ich muss sagen, dass ich von dem Teil durchaus angetan bin.
Die verwackelten Bilder eines gefolterten Russen, der seine letzten Worte in die Kamera spricht, versetzen die ganze Welt in Entsetzen. In rasender Geschwindigkeit verbreitet sich das Video über das Internet - und mit ihm die alarmierende Botschaft des Mannes: Er ist Opfer der russischen Regierung. Und er ist nicht das Einzige. In großem Stil räumt Russland sein eigenes Volk aus dem Weg. Daraufhin spitzen sich die Konflikte zwischen den Großmächten der Welt zu. Ganze Armeen rüsten auf - es droht ein neuer globaler Krieg in nie da gewesenen Ausmaßen. Ein einziger Mann im Dienst einer multinationalen Geheimdienstorganisation soll die Wahrheit hinter den Gräueltaten aufdecken und den Krieg verhindern. Dieser Auftrag kann Shaw das Leben kosten - und die Welt retten...
Das ich vom Buch angetan bin, heißt allerdings nicht, dass es nun der Burner schlechthin ist. "Die Kampagner" liest sich definitiv um einiges flotter und spannender, als beispielsweise die Heuler um sein Errmittlungsteam Sean King/Michelle Maxwell.
Auch die Hauptfiguren Shaw, als James Bond - Verschnitt, Held, Kämpfer und gutaussehender Superman wider Willen und Katie James als abgehalfterte Journalistin machen, obwohl sie komplett der Klischekiste entsprungen sind, mehr her.
Das große Problem ist, dass sich Baldacci für sein Polit-/Geheimdienstthriller - Ausflug komplett auf ausgelutschte Pfade begibt. Die Idee vom bösen Waffenproduzenten, der ob einbrechender Umsätze eine weltweite Kriese heraufbeschwört, damit der Dollar wieder reichlichst fließt, ist nun wirklich alles andere als neu. Und Baldacci macht sich nicht mal ansatzweise die Mühe, seiner Geschichte den einen oder anderen neuen Aspekt abzugewinnen. So hat man während des Lesens ständig Déjà-vu-Erlebnisse. David Baldacci hat sich nur nur ein Film, oder ein Buch zum Vorbild genommen, nein, da stand eine ganze Armada Pate!
Das zweite Problem des Romans ist seine üble Vorhersehbarkeit. Auch ungeübte Thrillerleser werden sehr schnell mitbekommen, wie und wo der Hase läuft. Das kann Baldacci 100pro besser!
Alles in allem gute Gründe, um das Buch über´n Jordan zu schicken. Doch in einem Lesejahr, welches gerade mal von Durchschnitt geprägt ist, wird selbst abgeschmacktes lecker. Jedenfalls, wenn es so unterhaltsam serviert wird, wie es David Baldacci tut.
(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 00:10 Uhr bearbeitet)
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