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Thema: Krimis & Thriller
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Antworten zu diesem Thema: 1985

 


erstellt am 01.02.10 08:03
@koldir


Mmh, bis auf "Russisches Requiem" finde ich persönlich nichts, was mich anmacht.

Ist aber gut so. Vielleicht wird jetzt endlich mein Lesestapel mal ein bisschen abgetragen ... :-)

erstellt am 11.02.10 16:24
@Amer

Auf irgendeine kranke Art und Weise bin ich neugierig auf die Kollaboration von Patterson und Marklund. Und das, wo mich mit beiden Autoren nur wenig (Patterson), bzw. gar nichts (Marklund) anfangen kann...

erstellt am 11.02.10 16:43
Jason Pinter 72 STUNDEN

Endlich habe ich das Buch gelesen und kann gleich vorweg schicken: klare Kaufempfehlung auch meinerseits!

Okay, Pinters "Dr. Kimble auf der Flucht" - Variante erfindet das Genre nicht neu. Manch passender "Zufall" wäre nicht nötig gewesen und die eine oder andere Laberitisanwandlung hätte er sich ebenfalls schenken können. Auch mit den 72 Stunde nimmt es Pinter m.E. nicht ganz so ernst.

Nichts desto trotz hat es mir unglaublich viel Fun bereitet, das Teil zu lesen. Es ist temporeich, es ist spannend und man merkt dem Roman an, welchen Spaß Pinter das Schreiben seiner Geschichte bereitet haben muss. Trotz der Bearbeitung, welche der Roman im Heimatland vor der Vö. sicher erfahren hat, trotz des Lektorats der Übersetzung. Und das hat sich auf mich als Leser übertragen - etwas, was in letzter Zeit nur wenigen Autoren gelang. Allein dafür schon ein dickes, fettes "Daumen nach oben".

erstellt am 11.02.10 17:09
Ava McCarthy PASSWORT HENRIETTA

"»Das Leben macht keinen Spaß, wenn man nicht hin und wieder alles riskiert.« Nach diesem Satz lebt die junge Hackerin Henrietta, sogar in ihrem Job als Sicherheitsexpertin für Computernetzwerke - bis sie von einem Unbekannten auf die Gleise der einfahrenden Dubliner S-Bahn gestoßen wird. In letzter Sekunde kann sie sich retten, doch die Nachricht, die der Killer ihr im Gedränge zugeflüstert hat, setzt einen tödlichen Wettlauf in Gang ..."

So durchschnittlich die Inhaltsangabe ist, so durchschnittlich ist auch das Buch. Wirklich herausragend ist nichts an dem Roman. Weder ist er besonders gut, noch wirklich schlecht. Es ist nicht todlangweilig, aber bei weiten auch kein Pageturner vor dem Herrn. Es ist nicht spannungsarm, man braucht allerdings auch keine Angst zu haben, sich die Fingernägel während des Lesens abzukauen. Es plätschert alles so vor sich hin. Wirklich positiv kann ich nur die Lovestory erwähnen, welche kaum Platz einnimmt. So bleibt für mich "Passwort Henrietta" unter dem Strich ein Buch für ganz schlechte Zeiten.

erstellt am 12.02.10 19:34
James Patterson: FIRE

Der neue Alex Cross, zunächst weltbildexclusiv als preiswertes HV zu 10,95 Euronen herausgekommen ...

... womit die guten Nachrichten am Ende sind. Der Roman ist nämlich keinen einzigen Euro wert (nix gegen Weltbild). So ein schwaches Teil hat bislang noch nicht mal einer der vielen Patterson-Erfüllungsgehilfen abgeliefert. Null Spannung, ein lustloser Autor, einfach nur bäh. Damit hat sich Patterson endgültig für mich erledigt.

erstellt am 16.02.10 19:15
John Hart: DER DUNKLE FLUSS


Es ist fünf Jahre her, dass Adam Chase in New York ein neues Leben anfing. Er hatte damals South Carolina verlassen, nachdem er von einer Mordanklage freigesprochen worden war. Nun bittet sein alter Freund Danny ihn um Hilfe, und Adam fährt zurück. Doch der Freund ist verschwunden und in der Heimatstadt schlagen ihm Argwohn und Hass entgegen. Als Danny tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht gleich wieder auf Adam. Aber es ist nicht nur dieser neue Mord, der Adam aufwühlt. Er muss sich der Vergangenheit stellen und es gibt dunkle Familiengeheimnisse. John Hart erkundet mit großer Intensität, wie weit Menschen gehen können, wenn es um Geld geht und um Rache.


Klingt ja alles recht gut. Aber: Mich konnte der Roman nicht fesseln. Er ist stilistisch Klasse geschrieben, aber bei mir kam keine Spannung auf. Spätestens nach der ersten unbeholfen inszenierten Schlägerei, bei der die Aktionen und Reaktionen nie so recht zueinander passen wollten, war bei mir aber ohnehin die Luft raus. Hart ist ein Literat, aber kein Krimiautor.

erstellt am 16.02.10 19:22
Daniel Depp: STADT DER VERLIERER

Ein Ex-Stuntman, der sich sein Geld als Privatdetektiv verdient ...


Noch so ein Buch, das potenziell interessant klingt. Und noch ein Fall von wenig Spannung. Was in diesem Fall aber gar nichts macht. Denn das Teil ist so gnadenlos gut geschrieben (nicht im Sinne von "schön" wie bei John Hart, sondern im Sinne von hardboiled-sarkastisch), dass es einfach nur Spaß macht, durch die Seiten zu fliegen.

Klasse Dialoge, viele fetzige Beschreibungen. Die Handlung ist nicht wirklich spannend, aber man freut sich trotzdem auf jede Szene, weil die Typen, die da agieren, so klasse sind.

Daniel Depp ist übrigens der Halbbruder von Johnny Depp, und das er Hollywood-Insider ist, merkt man an vielen Stellen.

erstellt am 23.02.10 10:33
@Amer


Das du dir wirklich noch nach der extrem grottigen Leseprobe zu Pattersons "Fire" den Roman zugelegt hast - respekt! Ehrlich, ich würde das Buch nicht mal mit der Kneifzange anfassen.

Depp´s "Stadt der Verlierer" hört sich dagegen recht lecker an. Das Teil wird aber erst dann in Betracht gezogen, wenn es die TB-Ausgabe gibt.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 10:34 Uhr bearbeitet)

erstellt am 23.02.10 11:12
Michael MacConnell KILLER

Sie ist die Tochter einer FBI-Legende: Agentin Sarah Reilly kennt die Angst, ist damit aufgewachsen. Doch nun muss sie den Serienkiller jagen, der schon ihren Vater zu täuschen wusste. Aber ein geheimes Kommando radiert eiskalt ihre Verdächtigen aus, und Sarah gerät zwischen alle Fronten. Und plötzlich wird auch noch ihr Vater entführt ...


Machen wir uns nichts vor: das Genre des Serienkiller-Romans ist ausgelutscht. Wirklich neues gibt es nicht, bzw. kaum mehr. Um überhaupt noch mit solch einem Roman Aufmerksamkeit zu erregen, bedarf es einiger Anstrengung. Oder man beackert die ausgetretenen Pfade und schreibt einen Old-School Roman, bei dem man Wert auf Spannung und Atmo legt. MacConnell gelang weder das eine, noch das andere. Er versucht zwar die engen Grenzen zu seinem Gunsten etwas aufzuweichen (allein schon durch den Wust an Serienkillern, den er aufwartet, welcher eher für Verwirrung, denn atemloser Spannung sorgt), doch so recht funktionieren will das auf keiner Seite.

Dafür hat er sich exellent in der Kunst des Labern geübt. Boah, allein schon für die Einführung des Hauptkillers, inkl. ersten Mordes und dem ersten Auftreten von Sarah Reilly gönnt sich MacConnell fast 100 Seiten. Wenn ich auch nur ansatzweise eine Lesealternative gehabt hätte, wäre das Buch bereits dort den Weg alles Irdischen gegangen.

Leider hatte und habe ich die nicht, sodass ich mich bis zum recht durchwachsenen Showdown gekämpft habe. Ne, das war nix. Und ich denke, dass ich mir das Nachfolgewerk "Glassplitter", welches das Mutterschiff Ende Mai heraus bringt, sicher nicht gönnen werde.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:13 Uhr bearbeitet)

erstellt am 24.02.10 17:37
@koldir

Ich kannte ja die Leseprobe gar nicht.


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