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Thema: Die Genesis der Bekloppten
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Antworten zu diesem Thema: 274

 


erstellt am 08.08.13 19:02
Zusätzliches Detail für Autoren:
Kreieren sie nichts mit eigener Meinung und nichts engegen dem bisher gesetzten Standard des Romanschreibens. Dann können Sie nämlich gleich wieder gehen. Gibts gerade 'ne nicht uninteressante Diskussion im Zauberspiegel:
http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/zauberwort-leit...

und das dazugehörige Statement im Geisterspiegel, das meiner Meinung nach voll zu unterstreichen ist:

http://www.geisterspiegel.de/?p=17077

Innovation ist von Heftromanen wohl nicht zu erwarten. Ich bin von dieser Erwartungshaltung jedenfalls geheilt. Was mich allerdings nicht daran hindern wird, das zu bemängeln, denn das ist einfach nur traurig.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:03 Uhr bearbeitet)

erstellt am 08.08.13 19:05
Anleitende Texte gibt's auch einige. Und an die entsprechenden "Grunddaten" kommt man heute leicht ran. (Länge des Manuskripts...)

Zweifellos kann es aber helfen, so Sachen wie die Einteilung einer Geschichte mal vorgestellt zu bekommen und unter Anleitung / "Kontrolle" an einem Beispiel einzuüben.

Mal abgesehen davon, dass die Schreibwerkstatt schon einen Kontakt herstellt und die Veranstalter ein gewisses Interesse haben, zumindest ab und an einen Absolventen vorweisen zu können, der es "schafft". :))

erstellt am 08.08.13 19:08
nilusys schrieb:
Mal abgesehen davon, dass die Schreibwerkstatt schon einen Kontakt herstellt und die Veranstalter ein gewisses Interesse haben, zumindest ab und an einen Absolventen vorweisen zu können, der es "schafft". :))

Die Chancen sind m Moment jedenfalls ziemlich groß, wenn man blöd genug ist, sich drauf einzulassen. Die Qualitätsfrage ist ja eher nicht so hoch im Kurs, "durchschnittlich" reicht vermutlich schon. Auf diese Weise wird man das Niveau der Romane jedenfalls kaum heben können.
Kann ja sein, dass einzelne Perlen drunter zu finden ist, aber ich halte diese ganze Horror-Factory-Reihe für einen reinen Werbegag. Die neue Zeit des Horrorgenres sehe ich da jedenfalls nicht angebrochen, eher den Niedergang. Das ist doch nicht mehr als 'ne Anthologiensammlung und davon gibt es wie Sand am Meer.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:11 Uhr bearbeitet)

erstellt am 08.08.13 19:37
Pisanelli schrieb:
Zusätzliches Detail für Autoren:
Kreieren sie nichts mit eigener Meinung und nichts engegen dem bisher gesetzten Standard des Romanschreibens. Dann können Sie nämlich gleich wieder gehen. Gibts gerade 'ne nicht uninteressante Diskussion im Zauberspiegel:
http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/zauberwort-leit...


Ja, dass stimmt. Ich teile zwar einige Ansichten Herr Allwördens nicht (obgleich er dahingehend wohl wesentlich pragmatischer eingestellt ist als ich), aber dieser Leitartikel bietet wirklich interessanten Diskussionsstoff.
Der User Laurin liegt mit seiner Begutachtung auf meiner Wellenlänge wie ich festgestellt habe. Vor allem seine Posts 22 & 24 fand ich sehr treffend.
Und ich persönlich bin mir auch nicht sicher, ob man realitätsbezogene Themen im Heftroman wirklich benötigt um sie moderner oder vielschichtiger zu machen. Viel wichtiger ist doch, dass man die eigens erstellte (fiktive) Welt - samt Charakteren - realistisch erklären und darbieten kann und dies auch mit der entsprechend erforderlichen Ernsthaftigkeit umsetzt, denn sonst landet man wieder beim ach so gefürchteten Trash.

erstellt am 08.08.13 20:06
Mir ist das - sowohl im Zauber-, als auch im Geisterspiegel - so auch nicht trennscharf genug. Das liegt sicher schon an der Themenstellung, von daher soll das jetzt kein Vorwurf an die Autoren der Artikel sein. Aber die Frage, so wie Lonestar sie stellt, wäre schon noch einen Zacken interessanter. Davon könnte "Realitätsbezug" ein Teil sein - und dann würde man das auch in vielleicht differenzierterer Form in den Blick bekommen. Pisanelli - übernehmen Sie! (Es gibt da so eine Seite mit Kolumnen...)

erstellt am 08.08.13 20:57
Vielleicht ist der heutige Heftroman (und ich rede hier von der Printversion; wie bekannt interessieren mich eBooks nicht) einfach zu lang und wird so zu sehr mit überflüssigen Szenen und Dialogen gefüllt.
Einfach mal das Format halbieren, statt 64 nur noch 32 Seiten, und die dann knackig und ohne Umschweife spannend füllen, ohne zu ausgedehnte Beschreibungen, Dialoge usw.

D.A.

erstellt am 09.08.13 07:45
Ja, ich fand ja auch, dass Horst das Thema nicht so richtig getroffen hat, aber da sollen ja noch zwei Artikel kommen. Ich bin da auch eher auf Seiten von Laurin anzutreffen. Trotzdem war das für mich erhellend in gewisser Hinsicht. Hab' schon überlegt, da auch was zu zu schreiben, aber ich warte erstmal ab, was da noch so kommt. Denn eine richtige "Lösung" wüsste ich auch nicht. Für mich müssten die Figuren einfach realistischer agieren und man müsste sich mehr an die eigenen Regeln der selbsterstellten Universen halten, mir fehlt da oft das Durchdenken gewisser Kreationen, aber das ist vermutlich dem Zeitproblem geschuldet. Und gewisse Innovationen sind ja wohl nicht zu erwarten, weil sie nicht gewünscht sind.

erstellt am 09.08.13 11:44
Pisanelli schrieb:
Kann ja sein, dass einzelne Perlen drunter zu finden ist, aber ich halte diese ganze Horror-Factory-Reihe für einen reinen Werbegag. Die neue Zeit des Horrorgenres sehe ich da jedenfalls nicht angebrochen, eher den Niedergang. Das ist doch nicht mehr als 'ne Anthologiensammlung und davon gibt es wie Sand am Meer.


Hast du es gelesen und kannst es beurteilen?

Ich sehes es eher als Experiment für das ebook. Hoffentlich folgt da noch was, wenn das gut läuft.

erstellt am 09.08.13 11:46
DER Allwissende schrieb:
Vielleicht ist der heutige Heftroman (und ich rede hier von der Printversion; wie bekannt interessieren mich eBooks nicht) einfach zu lang und wird so zu sehr mit überflüssigen Szenen und Dialogen gefüllt.
Einfach mal das Format halbieren, statt 64 nur noch 32 Seiten, und die dann knackig und ohne Umschweife spannend füllen, ohne zu ausgedehnte Beschreibungen, Dialoge usw.

D.A.



DAS würde einem "John Sinclair" auf jedenfall gut tun!

erstellt am 09.08.13 11:49
Im Zauberspiegel-Artikel geht es natürlich v.a. um Horror-Serien. Die Frage nach Einflüssen aus der "Realität" stellt sich bei MX dagegen in besonderer Weise, weil sie ja nicht im Heute, sondern in der Zukunft spielt. In gewisser Weise sind heutige Einflüsse in der Serie sogar z.T. "überpräsent", wenn man einrechnet, dass da nahezu 500 Jahre Verdummung, Dunkelheit, Kälte dazwischen liegen sollen.

Ansonsten machen die Begriffe Realität / realistisch auch immer Schwierigkeiten, weil sie zu tendentiell in eine m.E. falsche Richtung zeigen. Der Realitätsbezug ist dabei noch eher unproblematisch, kompliziert wird es, wenn man dann noch fragt, ob der Bezug auch "realistisch" ist. Da tun sich (nicht nur) Heftromane bestimmt schwer und das müssen sie m.E. auch nicht leisten. Plots, Handlungselemente, Charaktere - im Spannungsfeld von "plausibel", "interessant" und "von den Autoren machbar": da wären vielleicht klarere Koordinaten benannt.

Womit ich nicht die Fragen abweisen möchte, ob es in Serien Zeit-Bezüge gibt, geben solle oder könne, wie das gestaltbar ist und wo die Grenzen des für Leser Akzeptablen wären. Sie sind ja durchaus interessant, auch in dem Aspekt, wie Autoren und Figuren sich da zueinander verhalten (können). Bezüglich MX scheint sie mir aber nicht vordringlich.


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