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Thema: TB 47 : Materia Prima
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erstellt am 19.09.13 15:37
Handlung : Im Jahre 1478 / 1479 lebt Nele in einer Köhlerhütte bei Rom. Als der Eigentümer der Hütte eines Nachts , vor dem Haus ermordet wird , lernt Nele einen Werwolfjungen kennen , den sie schließlich , in Anlehnung an die Legende über die Gründer der Stadt Rom , Remus nennt. Im Laufe der Zeit rauft sich das ungleiche Paar , welches unter unterschiedlichen Flüchen leidet , zu einer lebensgemeinschaft zusammen , auch wenn es immer wieder Reibereien gibt. Im Jahre 1519 kommen beide nach Paris. Nele macht dort Nicolas Flamel ausfindig , der den Stein der Weisen entdeckte und eigentlich seit etwa 100 Jahren als tot gilt. Von ihm erhofft sich Nele ein Pülverchen , welches ihr die verlorene Jugend zurück geben kann. Doch kurz vor demZiel ,kommt es zur Katastrophe.

Meinung : Stilistisch ein toll geschriebenes Buch der Autoren Susanne Picard und Manfred Weinland , das ist unbestritten. Die beiden Autoren harmonieren auch so gut miteinander , das der Leser wirklich nicht erkennen kann , wer was geschrieben hat.Ebenfalls große Kunst den Leser zu fesseln , obwohl mehr als die Hälfte des Buches , lediglich ein Zwei - Personenstück ist. Der titelgebende Stein der Weisen spielt für mich eine viel zu kleine Rolle. Ansonsten kann man sich mit einer weiteren , eigentlich ziemlich unbedeutenden Episode aus dem Leben der Nele Großkreutz unterhalten lassen oder auch eben nicht. Großer Nachteil ist aber , das die Geschichte handlungsmäßig sehr dünn und überschaubar geraten ist. Das in Bezug auf Neles Jugend , auch kaum eine Änderung zu erwarten war , dürfte für Stammleser keine Überraschung sein. Insgesamt gebe ich daher die Gsamtnote 3 = befriedigend ( 3 von 5 Kreuzen) ( Geschichte Note 4 / Schreibstil Note 2 )

erstellt am 16.10.13 16:03
"Leonardo da Vinci entpuppte sich als Feind, der sich mit den Dämonen verbündet hatte".

Was ist denn mit Manfred los? Dieser Leonardo war im
letzten Buch ein Freund von Nele und garantiert NICHT böse.

Solche Logikfehler bin ich von einem Sinclairroman gewohnt, aber doch nicht von Manfred Weinland.

Der Roman selbst war richtig gut, aber leider weicht man immer mehr davon ab auch wichtige Dinge in den Büchern zu erzählen. Schade.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:15 Uhr bearbeitet)

erstellt am 20.10.13 11:19
Nebenbei gabs offene Fragen:

- warum drehte Remus plötzlich durch?
- wer waren die Attentäter?
- Warum wurde Nele NICHT wieder jung, obwohl sie das Mittel getrunken hat?

erstellt am 01.01.14 14:35
Wer das Buch mit der Einstellung '' Der Weg ist das Ziel '' liest, der wird eine gute und unterhaltsame Geschichte vorfinden.
Nur mit dem Märchen vom Rotkäppchen, das sie ihrem Wölfchen erzählte, war Nele wohl knapp zwei Jahrhunderte zu früh dran.
Obwohl die Handlung zugegebenermaßen etwas vor sich hin plätscherte war sie doch zu keinem Zeitpunkt langweilig oder langatmig.
Man kann und sollte das Buch getrost als ein Kapitel aus einem größeren Machwerk betrachten.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 14:36 Uhr bearbeitet)

erstellt am 27.06.14 19:23
Normalerweise fesseln mich Manfreds Geschichten. Nicht so diese hier. Nach dem Venedig-Hardcover hatte ich etwas ähnliches erwartet, neue Erkenntnisse über Neles Leben und ihre Abenteuer. Leider beschränkt sich ein Großteil der Geschichte auf ihren Aufenthalt nahe Rom um 1480. Dort begegnet sie einem verwilderten Werwolfsknaben und nimmt ihn unter ihre Fittiche. Als nach der Hälfte des Buches immer noch kein Fortgang der Handlung auf die angepriesenen Katakomben von Paris ersichtlich war habe ich es für einige Monate weggelegt. Der Fokus auf die Leiden des jungen Werwolfs interessierte mich einfach nicht. Wie sie ihn erzieht, ihm Geschichten erzählt und die beiden sich arrangieren. Vor allem nach dem Ende der Lektüre zeigt sich, dass dies alles nur ein kurzes Kapitel in ihrem Leben war und der Werwolf nur ein zeitweiser Begleiter.

Nach meinem Wiedereinstieg zur WM ging es dann erfreulicher Weise die darauffolgenden Seiten gleich nach Paris. Aber dann gleich wieder zurück nach Rom, wo Nele mit ihrem Wölfchen zugange ist. Die Entwicklung der Nähe der beiden zueinander ist gut geschildert. Ebenso die Vergangenheit des Jungen, die nach und nach ans Licht tritt. Aber sie hat nichts mit Neles Suche nach Nicolaus und der Jugend zu tun. Es ist nur eine Zwischenstation auf ihrer Reise, die mir zu ausführlich behandelt wird.

Als dann im letzten Fünftel endlich Paris der Schauplatz wird steigen Spannung und Leselust enorm. Auch wenn weiterhin viel geredet und nachgedacht wird und es erst ganz zum Finale wirkliche Action gibt, ist die Paris-Passage doch das, was ich von Manfred erwarte.

Am Ende steht Nele dort wo sie begonnen hat. Als alte Frau und ohne Begleitung. Weiter geht ihre Reise nach London und hat dann hoffentlich mehr Relevanz.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:24 Uhr bearbeitet)

erstellt am 27.06.14 19:31
Loxagon schrieb:
- warum drehte Remus plötzlich durch?
- wer waren die Attentäter?
- Warum wurde Nele NICHT wieder jung, obwohl sie das Mittel getrunken hat?


Remus drehte durch, weil er von Nicholas direkt angegriffen wurde. Und das nicht nur mit einer Ohrfeige, sondern richtig. Wobei ich froh bin, dass das Wölfchen sein verdientes Ende gefunden hat. Der war mir dermaßen unsympatisch. Am Anfang verständlich aber er war ja auch nach Jahren unter Neles liebevoller Aufsicht störrisch und egoistisch. Nimmt einfach das Ohr des Hundes mit und spielt dann damit herum. Kein Verantwortungsgefühl. Solche verzogenen Kinder kenne ich aus der Verwandtschaft und das liegt nicht an Teenagerrebellion oder Kindlichkeit.

Nele wurde wohl nicht wieder jung, weil die magische Biochemie in ihrem Körper das verhindert hat. Als "normale" alte Frau hätte das Mittel sicher bei ihr gewirkt.

Wer die Angreifer waren...ich habe keine Ahnung.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:32 Uhr bearbeitet)

erstellt am 01.07.14 01:52
Loxagon schrieb:
"Leonardo da Vinci entpuppte sich als Feind, der sich mit den Dämonen verbündet hatte".

Was ist denn mit Manfred los? Dieser Leonardo war im
letzten Buch ein Freund von Nele und garantiert NICHT böse.

Solche Logikfehler bin ich von einem Sinclairroman gewohnt, aber doch nicht von Manfred Weinland.


Im Buch steht auch, Nele hätte ihre Fähigkeiten durch die Frucht bekommen, aber die hatte sie doch schon als Kind, oder?

Mußte mich ziemlich durch das Buch durchquälen. Die Geschichte vom Wolfsjungen hat mich so gar nicht interessiert. Und der titelgebenden Stein der Weisen ist nicht mehr als ein Nebensatz.

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