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Thema: Time Warp ...
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Antworten zu diesem Thema: 35

 


erstellt am 23.10.13 15:59
Filme sind natürlich viel dialoglastiger. Aber da liegt auch ein Schwerpunkt der Arbeit drauf. Wenn man nämlich mal genau hinsieht, ist die Action eher punktuell gesetzt, meistens stehen die Leute doch rum und quatschen. Trotzdem fühlt man sich gut unterhalten, weil die Dialoge halt gewürzt sind, witzig oder geniale Wortverdrehungen sind. Da merkt man dann, dass damit richtig gearbeitet wurde, um das Nonplus-Ultra aus dem Dialog rauszuholen.
Trotzdem, glaube ich, dass auch Literatur da einiges rausholen kann. Ich kann als Beispiel wieder nur Homo Sapiens 404 nennen. Das ist sehr an den Film angelehnt, funktioniert aber tadellos. Gute Dialoge, spannende Handlungsbeschreibungen, tiefe Figuren. Ist allerdings nur von einer Autorin geschrieben. Mir gefällt das super und wenn Heftromane so geschrieben würden, wäre ich total zufrieden. Aber das ist vermutlich in der Gruppe wirklich fast unmöglich, solange die Autoren nicht sehr lange zusammen in einem Raum sitzen, sondern "nur" per Telefon oder Email kommunizieren.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:00 Uhr bearbeitet)

erstellt am 23.10.13 16:14
Eine Ironie von AnnAruulas Liste liegt für mich darin, dass sie einige Fragen enthält, aber auch Lösungsmöglichkeiten, die wirklich schön wären. Ich empfehle sie hiermit den Machern zur nochmaligen Lektüre:
AnnAruula schrieb: ...
Die alten Kameraden sind tot oder wirklich nur noch alt.
Die junge Garde pfeift auf Anachronismen. Tun sie alle, warum sollte das bei Maddrax anders sein.
Bleiben als "Zeitwanderer" Maddrax, Aruula, Tom und Xij und vielleicht Xijs Kind und vielleicht der ein oder andere Hydrit oder Android.
Plus der "ewig Böse" Crow, falls der sich nicht auch geläutert hat.
...
Sollen die paar Hansel ewige Philosophen und Mahner und Erlöser bzw. Verderber spielen? Maddrax gegen "Schwarze Philosophen", als "Ritter von Agartha"? Aruula als Gesandte der alten Anasazi? Takeo auf der Suche nach dem Gral des Data? (Sidekick: Enterprise)
Alle zusammen teils für, teils gegen die High Tec-Invasoren vom Mars, diese angeführt von einer größenwahnsinnigen Chandra?
Eine Möglichkeit, erzählerisch mehr Tiefe in Charakteren zu erzeugen, ist nun einmal, sie in Handlungen darzustellen, die direkter mit ihnen zu tun haben und sie in Konflikte mit sich selbst und anderen Figuren bringen. :))

erstellt am 23.10.13 17:44
Ja, und ich verstehe nicht, wo da das Problem liegt. Bei MX 350 hat man ja gesehen, dass es geht, wenn man will. Offensichtlich will man nicht.

erstellt am 23.10.13 19:44
Tjo ist halt alles ne Frage des Geldes und der Infrastruktur.
Muß man ja nur US/UK-Serien mit dem Müll vergleichen, der fürs deutsche Fernsehen produziert wird ...
(bin ja mal gespannt, was die neue "Bully"-Sitcom für ein Murks wird )

Naja MX wird sicher noch lange laufen, und ich les es auch gern :)
Auch wenn jetzt im neuen Zyklus noch kein herrausragender Band dabei war. Die Mars-Story jedenfalls war wieder sehr schön, wenn auch im zweiten Teil arg gehetzt.

erstellt am 23.10.13 20:10
DER Allwissende schrieb:
Ich frage mich nur, wie das dann bei TV-Serien läuft. Auch da gibt es sogar viele Autoren. Aber es gibt da auch sicher ein Dossier zu jeder Hauptfigur, die genau festlegt, was eine Figur auszeichnet, was für Macken (z.B. ob sie an den Fingernägeln kaut) sie hat, was für Vorlieben usw usf. und da haben sich die Autoren dran zu halten.
Warum soll das bei einer Heftromanserie nicht funktionieren? Das kann so schwer doch nicht sein. Ich sehe hier klar einen Nachteil, daß, wie du o.e. die Hauptfiguren von allen Autoren betreut werden.

Gib mir für jedes Heft zwei Wochen Zeit, einen Etat von mindestens 20.000 Euro, einen Hauptautor und fünf weitere, die ihn unterstützen, und ich garantiere dir absolut wasserdichte Stories. Da ich aber für ein MX-Heft im Schnitt nur drei Tage habe und außerdem noch fünf weitere Serien/Reihen betreue, soll man mir bitte nachsehen, wenn ich mit der Gründlichkeit von TV-Redakteuren und deren Exposé-Team nicht arbeiten kann. Ich tue mein Bestes im Rahmen meiner Möglichkeiten und denke, im Vergleich steht MX gar nicht mal so schlecht da.

PS: Zu Band 350 habe ich das Expo geschrieben und am Roman mitgearbeitet. Wenn ich das in dieser Form bei jedem Roman machen würde, könnte ich mich nur noch um MX kümmern und um sonst nichts mehr.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 20:16 Uhr bearbeitet)

erstellt am 23.10.13 20:19
MadMike schrieb:
Da ich aber für ein MX-Heft im Schnitt nur drei Tage habe und außerdem noch fünf weitere Serien/Reihen betreue

was für serien sind denn das?

erstellt am 23.10.13 20:28
Ariane schrieb:
MadMike schrieb:
Da ich aber für ein MX-Heft im Schnitt nur drei Tage habe und außerdem noch fünf weitere Serien/Reihen betreue

was für serien sind denn das?


Das würde mich auch interessieren !

Weißt du denn auch noch wieviele Serien du bei Bastei schon in deinem Leben insgesamt betreut hast ? Hoffe diese Frage ist nicht zu persönlich....

erstellt am 23.10.13 20:37
Momentan sind es Western. Wie viele Serien es in den 34 Jahren waren, kann ich aus dem Stehgreif nicht sagen. Die erste war jedenfalls die Tb-Serie "Die Söhne der Erde".

erstellt am 23.10.13 20:42
MadMike schrieb:
Momentan sind es Western. Wie viele Serien es in den 34 Jahren waren, kann ich aus dem Stehgreif nicht sagen. Die erste war jedenfalls die Tb-Serie "Die Söhne der Erde".


34 Jahre Respekt !!!

erstellt am 23.10.13 20:45
MadMike schrieb:
Momentan sind es Western.

genauer weiß dus nicht?

okay. wahrscheinlich alle wos bei bastei gibt.

dass sich dann auch niemand wundert wenn Matt und Aruula auf einmal hüte aufhaben und revolver tragen und auf pferden reiten


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