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Thema: 362: Das weiße Grab
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erstellt am 01.12.13 23:20
Der Roman ist schon mal um Längen besser, als das, was ich zuletzt von ihm bei PR rund um das Ende der JULES VERNE las.
Leider verrät MMT viel zu früh auf was es hinausläuft; schon vor der LKS wird klar, was es mit der WEISSEN STADT auf sich hat.
Ansonsten, wie schon gesagt, um Längen besser.

erstellt am 03.12.13 15:26
So, der Roman ist draußen, also kann ich jetzt, ohne zu spoilern, sagen, was ich an dem Roman besonders gut fand.

Der Roman war deshalb gut, weil er SciFi vom Feinsten ist. Ein aktuelles Thema, nämlich die Nanoforschung wird verknüpft mit der Biogenetik, und sowas ist reine SciFi!

erstellt am 05.12.13 17:53
Im Gegensatz zum ersten Teil bekommt der Leser hier wieder das klassische „Problem der Woche“ am „Schauplatz der Woche“ und am Ende ist natürlich alles wieder prima, weil die Helden das Problem komplett lösen können. Besonders innovativ fand ich das jetzt nicht, da macht die Schreibe ziemlich viel aus und die fand ich in Ordnung. Kannte bisher noch keinen Roman vom Autor und finde einige MX-Autoren auch besser. Michael konnte mir Astaana nicht so bildlich beschreiben wie ich es mir gewünscht hätte. Solide Arbeit möchte ich mal sagen. Obwohl das Thema altbekannt – und für Altleser anscheinend das Markenzeichen der Serie – ist, es ist gut umgesetzt und die Idee hat mir in diesem Rahmen gefallen.

Weiterhin liegt dieser Zyklus für mich hinter dem Streiter und Archivar, dieses Back to the roots ist einfach nichts für mich. Schlimmer fand ich aber, dass Grao nun komplett zum lieben Daauuren wurde. Statt sich zu denken „Mist, was mir da passiert ist, aber egal.“ hat er sich „verändert und setzt alles daran, sich zu rehabilitieren.“ Hoffentlich wird der Zeitsprung rückgängig gemacht, sonst haben mir die Autoren gerade eine meiner Lieblingsfiguren kaputt gemacht.

erstellt am 05.12.13 18:35
@ Das Gleichgewicht,

zuallererst, dir sei deine Meinung unbenommen, ich respektiere das, trotzdem verstehe ich deine Argumentation immer weniger.
Du bist nicht einmal mitten in die Serie (um Nr. 150) eingestiegen, sondern - wenn ich mich recht entsinne - um das Heft 300 herum und seit dem, äußerst du dich negativ darüber, dass Dinge behandelt werden, die in der Serie vorab eine Rolle spielten. Dass entzieht sich meinem Verständnis.
Das ist so, als würdest du dir (nur als Beispiel) die dritte Staffel "Breaking Bad" anschauen und dich dann anschließend beschweren, dass du die Handlung nicht begreifst, weil du nicht die Vorgeschichte (Staffel 1 & 2) um Walter White, Tuco Salamanca, Jessy und Jane etc kennst... (ich hoffe einfach mal "Breaking Bad" ist dir bekannt :-) )
MX bietet nach wie vor, für sich stehende Abenteuergeschichten und du kannst ja wohl nicht behaupten, dass die Storys dich an Komplexität überfordern, oder? Das Grao langsam aufhört "arschig" zu sein, werte ich als sinnvolle Weiterentwicklung seiner Figur, denn den Fiesling gibt er schon seit dem Kratersee-Zyklus (sowie in dem Daa'muren, Afra, Schatten, Streiterzyklus). Wenn du einen (fast) emotionslosen, "bösen" Grao erleben willst, dann leg dir die alten Hefte zu... aber irgendwie betonst du ja stets wieder, dass du die nicht lesen möchtest um dein Wissen nicht zu... erweitern?! Stattdessen ist einfach alles blöd, was "alt" ist und nach "Back to the roots" riecht...
Missverstehe mich bitte nicht, dass ist kein Angriff gegen dich, aber ich kann diese Kritik nicht nachvollziehen...

[edit: habe den Band noch nicht gelesen]

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 18:47 Uhr bearbeitet)

erstellt am 05.12.13 19:15
Nun, dann erkläre ich das mal so einfach wie möglich:

Die Serie gefällt mir, wenn du im "anderen Forum" nachschaust, dort gibt es ein Punktesystem und kaum ein Roman bekommt von mir 5 oder 6 Punkte, diesem hier würde ich 7-8 Punkte geben. Solide MX-Qualität ist für mich einfacxh gute Romanheftqualität. Das ist der Grund, warum ich dabei bleibe und nicht wie bei Sinclair komplett aussteige.

Aber das hindert mich nciht daran, ganz egoistisch einige Dinge schlecht zu finden. Ich will gar nicht, dass die Autoren auf mich hören. Denn ich bin nur ein einzelner Leser und man kann nicht alle zufrieden stellen.

Eben WEIL ich erst seit Band 300 dabei bin sehe ich die Serie anders als andere. Das kann ein Vorteil sein (Archivar Zyklus, wo ich mich über Aruulas Entwicklung gefreut habe) aber auch ein Nachteil (Back to the roots). Denn Back to the roots will ich gar nicht, mir wäre der spannende Weg abseits des Pfades lieber. Von mir aus hätte Aruula gern "böse" bleiben können und Matt wäre weiterhin mit Xij unterwegs.

Genau so Grao, den habe ich als dunkelgrauen Charakter kennen gelernt...und lieben. Deshalb will ich ganz einfach nicht, dass er zur guten Seite bekehrt wird. Da haben wir genug Charaktere. Auch das ist ganz egoistisch und sch**ßegal, ob das logisch begründet wird/ist, ich als Individuum will Grao so wie er mir am besten gefällt.


Als Fazit nochmal: die Serie gefällt mir gut, der aktuelle Zyklus gefällt mir nur solide und einige Entwicklungen gefallen mir gar nicht. Ich steige jetzt natürlich nicht aus, weil mir ein Zyklus nicht gefällt. Beim Aruula-Zyklus sind die Meckerer (nicht abwertend gemeint) auch nicht ausgestiegen, die haben jetzt etwas, was ihnen gefällt. Und ich werde mit dem nächsten Zyklus sicher auch wieder haben, was mir gefällt.

Und das dritte angeführt, weil es als Beispiel einfach so gut passt: Beim Archivar-Zyklus gab es hier genug Leute, die fast jeden Band krisitisert haben. Die haben das durchgezogen und auch ich werde das durchziehen, wenn es denn so weiter geht wie bisher. Das verstehst du sicher, denn die Aruula-Kritiker damals hat man ja auch verstanden.

edit: Ach...das ist für mich selbstverständlich, für euch/dich sicher auch. Man darf nicht davon ausgehen, dass man eine komplette Serie gelesen haben muss, um mitzureden. MX ist kein Braking Bad, das man von Anfang an sehen sollte. Bei MX kann ich mittendrin einsteigen. Ich würde die ersten 300 Hefte ja gern lesen, aber erstens fehlt mit die Zeit und zweitens gibt es nur die 250 aufwärts als ebook. Jedenfalls...bitte erwartet nicht, dass ich mehr mache als ab und an im Maddraxion nachzulesen.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:22 Uhr bearbeitet)

erstellt am 05.12.13 22:01
Das Gleichgewicht schrieb:

...... Das verstehst du sicher, denn die Aruula-Kritiker damals hat man ja auch verstanden.


Nein. hat "man" nicht! Insbesondere "Das Gleichgewicht" lässt immer wieder Spitzen gegen die Meckerer (mit bisweilen seeehr negativem Touch - lies mal Deine Posts dazu nach, bitte) los und fragt u. a., warum diese die Serie noch lesen etc.

Immerhin dürfte für Dich die Angelegenheit mit den "Meckerziegen" jetzt geklärt sein....und seit Grao die Frage, warum Leser ihre Aruula so (als starke Frau) lesen möchten, wie sie sie kennen gelernt haben.

Die Empfehlung: "Lies doch einfach nicht mehr!" ist so daneben, dass ich sie keinem empfehlen möchte, denn, und da sind wir uns anscheinend einig, es gibt halt so Phasen.....

erstellt am 06.12.13 08:35
Jau, also "verstanden" wurde die Kritik höchstens zu 5 Prozent und viele stört das Gemecker hier ja auch. Trotzdem kann ich Gleichgewichts Standpunkt verstehen. Allerdings würde auch ich sagen: lies doch mal die alten Hefte, denn Du hast ja gar keine Vergleichsmöglichkeiten. Das es hier von den Konzepten der einzelnen Heften manchmal nur Durchschnitt gibt, stimmt meiner Meinung nach. Handwerklich ist hier immer alles einigermaßen sauber, aber die Art der Geschichten hat tatsächlich "Wiederholungscharakter". Das ist aber bei jeder Heftserie so. Rausreißen kann das Ganze dann eigentlich echt nur die Schreibe des Autors, sprich Originalität und irgendein besonderer Dreh. Was meiner Meinung nach ein Grund dafür ist, warum manche Geschichte ziemlich "schräg" (aber dadurch auch manchmal unrealistisch) werden.

Was will man aber anderes machen? Da das Innenleben der Figuren für die Geschichten wenig genutzt wird und das dramatische Potential ihrer Erfahrungen keine Rolle spielt (oder spielen soll), muss man eben die Äußerlichkeiten und den Abenteueraspekt betonen und da kann es als Leser schnell mal passieren, dass man das Gefühl hat, schon wieder 08/15 zu lesen. Wenn Du hier große Entwicklungen erwartest, Gleichgewicht, sage ich Dir gleich, gib Dich zufrieden. Die wird es nicht geben. Da das Konzept, so wie es ist, offensichtlich zur Zufriedenheit des Verlages funktioniert, werden sie nichts ändern. Diese Diskussionen hatten wir hier schon mehrfach und sie sind alle (ungehört) im Sande verlaufen.

erstellt am 06.12.13 08:46
Ich stimme Pisanelli zu: Große Entwicklungen (also z.B., dass Matt ins All aufbricht) kann es nicht geben, weil das nicht mehr MADDRAX wäre. Aber es gibt viele kleine Entwicklungen, die immer wieder in neue Richtungen zielen.
Schaut euch die am längsten laufenden Serien an, JERRY COTTON und JOHN SINCLAIR. Da wurde seit knapp 3000, bzw. 1800 Bänden auch das Rad nicht neu erfunden. Und würden beide Helden ihr angesammeltes Wissen aus allen Abenteuern abrufen können, wären sie unschlagbare Superhirne. Nur das "Vergessen" garantiert Kontinuität.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 08:48 Uhr bearbeitet)

erstellt am 06.12.13 09:21
Leider beweist die Antwort mal wieder, wie wenig verstanden wurde (ich sage ja, von der Kritik kommt höchsten 5 % so an, wie sie gemeint ist) , was eigentlich das Problem ist - sowohl von Gleichgewicht als auch von mir... aber danke für die "Unterstützung"

erstellt am 06.12.13 10:46
Ich würde erst mal gern die Ebenen auseinanderhalten.

Das (immer wieder als Parole ausgegebene!) "back to the roots" benennt oder beschwört ja erst mal hauptsächlich das, von Mike auch gerade wieder benannte, "Nicht-abheben-wollen" oder "Sich-treu-bleiben", was ja auch wirklich sinnvoll ist - jedenfalls meiner Meinung nach.

Daneben hat man besonders altes "Kroppzeug" und ein paar Benennungen ausgegraben und verstärkt eingebaut. Das ist nett, manchmal war's zu viel, insgesamt ist das aber doch nur Beiwerk - jedenfalls in meinen Augen.

Wenn ein bestimmtes "Flair erzeugt wird, dann wieder v.a. durch's Reisen und einen erst später wirklich wirksamen roten Faden. Immerhin sind aber Themen benannt (Artefakte (noch?) und Schwarze Philosophen), also eigentlich auch wie das meist so gehandhabt worden ist in der Serie - denke ich jedenfalls.

Das mit Grao in Verbindung zu setzen, halte ich nicht für so erhellend, zumal - und das hat wohl Lonestar irritiert - der "härtere" Grao des vergangenen Zyklus dann ja doch eher "back to the roots" gewesen wäre. Wie gesagt: Diese Fragen würde ich eher nicht verknüpfen.

Ob man nun die Entwicklung Graos mag, ist erst einmal Geschmackssache. Verständlich ist die Perspektive des Gleichgewichts zudem schon: er mochte den "anderen" Grao ja nicht nur, für ihn gibt (bzw.: gab) es auch keine Notwendigkeit, daran etwas zu ändern. Insofern sind die Sichtweisen da einfach divergent. Vielleicht tröstet es ihn ja etwas, dass derlei Wechsel eben schon vorkamen und eher der "Grundnatur" des Daa'muren (mit) entspringen:

Wie ich in der Anmerkung zum letzten Heft andeutete, ist es - jedenfalls nach meiner Interpretation - ja diese, die hier durchschlägt, eine im Grunde dienende Haltung, die sich allerdings in durchaus diktatorischer Weise äußern kann, zu "Allzuständigkeitsfantasien" führen mag und meist unreflektiert, jedenfalls nicht immer, wenn überhaupt, auch von den Konsequenzen her bedacht ist. Da ist ein "netter" Grao um nichts unheimlicher als ein "böser" - was natürlich nichts daran ändert, dass einem Letzterer halt nicht zusagen mag.

Näheres kann ich eh erst sagen, wenn ich das Heft gelesen habe. :))

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