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Thema: MX-HC 9
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erstellt am 31.03.06 11:35
Hier kommt alles rein, was sich auf das MX Hardcover 9 "Die schwimmende Festung" bezieht, also eure Meinung und Kritik. Bitte eröffnet keine weiteren Threads zu diesem Buch, sonst findet sich später niemand mehr zurecht. Im "Allgemeines"-Forum kann natürlich über alle Romane gesprochen werden; dort aber keine Spoiler posten! Danke!

erstellt am 03.09.09 20:33
Rezension Maddrax Hardcover Band 9
“Die schwimmende Festung” von Michael J. Parrish

Lange hat es gedauert, bis ich das letzte der ersten zehn MX-Hardcover, das ich noch nicht besaß, mir fast fünf Jahre nach seinem Erscheinen endlich einmal leistete. Nach Band 10 habe ich, zugegebenermaßen aus finanziellen Gründen, erst einmal aufgehört, die MX-Bücher zu lesen. Ich gelobe aber Besserung und versuche nun langsam wieder aufzuholen.

„Die schwimmende Festung“ ist dabei für mich etwas ganz besonderes, ist es doch der letzte MX-Text von Michael J. Parrish, den ich noch nicht gelesen hatte. Der Autor schreibt ja nun schon sehr lange nicht mehr für die laufende Heftserie, und so hatte ich ein letztes Mal Gelegenheit, „seine“ Art von MX, zudem in einer längeren Story, zu genießen. Das erste MX-Hardcover aus seiner Feder, Nummer 6 mit dem Titel „Die Hüter der Quelle“, fand ich eher durchschnittlich und auch vom Manuskript her damals etwas kurz. Da hebt sich „Die schwimmende Festung“ sehr wohlwollend von ab.

Der Roman handelt größtenteils von der USS HOPE, jenem Flugzeugträger, der durch den – wie wir jetzt wissen – Transportstrahl der Hydree im Jahre 2006 in die dunkle Zukunft der Erde geschleudert wurde. Zunächst orientiert sich die Mannschaft noch mit Hilfe der an Bord befindlichen Jets in der seltsam anmutenden Zeit der Neo-Barbaren, aber bald wird auch dem letzten an Bord klar: Hier kommen wir nicht mehr weg, und der größte Teil der Weltbevölkerung will uns – aus welchen Gründen auch immer – ans Leder. Die Bestrebungen des Admiral O’Reilly, mit den Völkern friedliche Beziehungen aufzunehmen, stößt einem Teil der Mannschaft sauer auf, zumal die Annäherungen meist in Mord und Totschlag enden. Insbesondere Captain McNamara plant, den Admiral in einem Akt der Meuterei zu entmachten. Da trifft die USS HOPE auf ein Boot aus Amerdaam, die MERCADA unter dem Kommando von Captain Iann. Dieser lobt den schwimmenden Moloch als interessante Anlaufstätte. Kurzerhand beschließt man, mit der USS HOPE dorthin zu fahren. Doch weder die schwimmende Stadt, noch die Besatzung des Flugzeugträgers haben mit den Nordmännern gerechnet, die durch Angriffe der Amerikaner provoziert, auf Rache sinnen. Und auch in Amerdaam ziehen im Hintergrund ganz andere Mächte die Strippen ...

„Die schwimmende Festung“ ist solide MX-Kost, wie man sie nach der Lektüre der USS HOPE-Romane in der laufenden Heftserie erwarten kann. Parrish fügt dieser, seiner ganz eigenen MX-Kreation, mit den Anfängen des Flugzeugträgers nach dem Verschwinden im Strahl und Auftauchen in der Zukunft, weitere Facetten hinzu, und bereitet andere Themen, wie die Nordmänner und die Amerdaamer Drogen-Zyklopen, angemessen vor bzw. nach. Der Roman ist ansprechend formuliert und hat eine einfache, in sich ganz gute Geschichte, die sich nicht in vielen Nebenhandlungen verzettelt, aber auch auf einige Charaktere, wie Yussuf und Tonya sowie McNamara etwas genauer eingeht. Die Nordmänner und der Captain kommen als Gegenspieler der Protagonisten da nicht immer ganz gut weg. Erstere sind – nicht zuletzt wegen ihrer genetischen Konstitution – teils etwas zu blöde und rachsüchtig. Letzterer ergeht sich seitenlang in Meuterei-Gedanken und Vorbereitungen, die aber dann doch – zumindest so, wie sie zunächst besprochen werden – nicht fruchten wollen. Da wird ein bisschen viel um den heißen Brei herumgeredet, aber am Ende gibt es dann doch eine ganz andere Lösung, die aber einigermaßen geschickt konstruiert wird. Die Schlacht von Amerdaam gegen die Nordmänner ist flott inszeniert, spannend geschrieben und rundet den grundsätzlich positiven Eindruck ab.

„Die schwimmende Festung“ ist storytechnisch jetzt sicher kein Highlight der MX-Hardcover (wie es meiner Meinung nach Bände wie „Genesis“ oder „Der Weg des Blutes“ sind), aber doch routiniert gut geschrieben und inszeniert. Ich hätte auf jeden Fall nichts dagegen, falls MJP irgendwann mal wieder einen Roman zu MX besteuern wollen würde. Einer alten Tradition gemäß bekäme der Band von mir als Wertung 10 oder 11 von 15 möglichen Punkten.

Gruß, Andro (September 2009)

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