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Thema: Warum in die Ferne schweifen ...
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Antworten zu diesem Thema: 16

 
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erstellt am 13.12.13 16:01
Was ich mich schon lange frage: Warum spielen fast alle Heftserien im Ausland?
Warum London und NY statt Frankfurt oder Berlin?

Weil man es dabei nicht so genau nehmen und schön mit Klischees statt Fakten arbeiten kann?

Zumal man als Deutscher Autor jetzt auch nicht unbedingt das Lokalkolorit richtig rüberbringen kann.

Selbst Zamorra ist ständig auf der ganzen Welt am rumhüpfen, aber ins Nachbarland verschlägt es ihn recht selten.
Gotham Noir - schon wieder NY

erstellt am 13.12.13 23:44
Ich lese z.Z. "Das Haus Zamis" Band 1 Folge 3 "Der Teufelsschüler" von Ernst Vlcek und alle Geschichten spielen bisher in Wien.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:47 Uhr bearbeitet)

erstellt am 14.12.13 08:06
Nun, es ist doch offenbar eine "ausgemachte Sache", dass schon der Held einer Heftserie kein Deutscher sein kann. Und auch die Pseudonyme der Autoren waren und sind oft so gewählt, dass sie auf eine Herkunft aus dem angelsächsischen Raum deuten. Vermutlich sind wir da ziemlich "verprägt" (das meine ich gar nicht wertend - mich jedenfalls stört es nicht), finden schon deutsche Namen nicht so klingend und entsprechende Handlungsorte nicht so prickelnd. Sicher gibt es auch den Autoren größere Freiheiten.

Ausnahmen gibt es dann ja immer mal wieder, wie Sinclair auf Sylt. Aber irgendwie haben wir wohl doch kollektiv "beschlossen" oder "gelernt", dass das Gute, Spannende, Interessante nicht nah liegt. :))

Edit: Wobei man sich mal auf die Suche begeben könnte. Mark Hellmann fällt einem da natürlich ein.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 08:39 Uhr bearbeitet)

erstellt am 14.12.13 09:27
Viele Heftromanserien wurden in den 70iger Jahren entwickelt und da verkauften sich Serien mit englischen Namen besser - vielleicht hat es etwas mit der 68er Generation oder der Deutschen Geschichte zu tun.
Ich denke heute würde sich kein Autor mehr Jason Dark nennen und die Helden würden wieder aus Deutschland kommen.

Wie z. B. von Arentzen die Mystery-Serie "Christoph Schwarz - Detektiv des
Übersinnlichen".

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 09:39 Uhr bearbeitet)

erstellt am 14.12.13 12:59
Ich hätte auch nichts gegen einen deutschen Titelhelden einzuwenden. Nur zu der Zeit als John Sinclair und Zamorra starteten , waren deutsche Helden einfach nicht in , von Old Shatterhand bei Karl May , mal abgesehen. Deswegen lese ich aber in der Sinclair - Serie die Deutschlandabenteuer mit Harry Stahl immer am liebsten.Früher Will Mallmann. Leider gab es in der Romanphase die ich nun errreicht habe ,Ende der 1600er Romane , schon seit über einem halben Jahr , keinen Harry Stahl - Fall mehr. Auch bei PZ lese ich Deutschlandabenteuer immer sehr gerne , wie z.B. der Bodenseeroman von Christian Schwarz oder die Fälle aus Hof von Oliver Fröhlich. Auch Volker Krämers Sauerlandgeschichten mit Brik Simon waren Klasse.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:00 Uhr bearbeitet)

erstellt am 14.12.13 13:28
Bei MX gab's ja auch immer wieder Abenteuer in Deutschland. Ich muss aber sagen, dass die sich für mich nicht irgendwie "abheben". Allerings ist in MX natürlich auch Postapokalypse - da hat sich manches abgeschliffen... ôÔ

erstellt am 14.12.13 14:33
Aber ihr vergesst alle eine Serie, mit der in Deutschland vieles begonnen hat. Gut, der Roman-Name war auch nicht wirklich deutsch, allerdings auch nicht englisch.
Die Rede ist von Macabros und seinem Titelheld Björn Hellmark,.

erstellt am 14.12.13 14:37
Für mich hat das den gleichen Grund, warum ich auch keine deutschen Serien im Fernsehen sehe: das ist Oma-Programm. Deutschen Lokalkolorit verbinde ich mit Kachelöfen und Schaukelstühlen und die deutsche Mentalität ist nun wahrhaftig nicht "abenteuerlich", sondern spießig, pingelig und bieder. Echtes Abenteuer kann für mich nur in Amiland oder Australien stattfinden, schon England finde ich grenzwertig. Ja, europäische Länder in den vergangenen Jahrhunderten, okay, aber nicht mehr in der Gegenwart. Keine Chance!

erstellt am 14.12.13 14:51
Pisanelli schrieb:
Für mich hat das den gleichen Grund, warum ich auch keine deutschen Serien im Fernsehen sehe: das ist Oma-Programm. Deutschen Lokalkolorit verbinde ich mit Kachelöfen und Schaukelstühlen und die deutsche Mentalität ist nun wahrhaftig nicht "abenteuerlich", sondern spießig, pingelig und bieder. Echtes Abenteuer kann für mich nur in Amiland oder Australien stattfinden, schon England finde ich grenzwertig. Ja, europäische Länder in den vergangenen Jahrhunderten, okay, aber nicht mehr in der Gegenwart. Keine Chance!


Es gibt gute phantastische Romane aus Deutschland und die auch in Deutschland spielen. Das sind doch alles nur Vorurteile.

z.B. Willy Seidel: " Die magische Laterne des Herrn Zinkeisen" (1930) - Kurzgeschichten (Neu im Atlantis Verlag)
Auch in der Gegenwart - siehe Atlantis Verlag!
...und TV - die müssen sich nur trauen!


(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 14:54 Uhr bearbeitet)

erstellt am 14.12.13 15:07
Grüner Drache schrieb:
Pisanelli schrieb:
Für mich hat das den gleichen Grund, warum ich auch keine deutschen Serien im Fernsehen sehe: das ist Oma-Programm. Deutschen Lokalkolorit verbinde ich mit Kachelöfen und Schaukelstühlen und die deutsche Mentalität ist nun wahrhaftig nicht "abenteuerlich", sondern spießig, pingelig und bieder. Echtes Abenteuer kann für mich nur in Amiland oder Australien stattfinden, schon England finde ich grenzwertig. Ja, europäische Länder in den vergangenen Jahrhunderten, okay, aber nicht mehr in der Gegenwart. Keine Chance!


Es gibt gute phantastische Romane aus Deutschland und die auch in Deutschland spielen. Das sind doch alles nur Vorurteile.

z.B. Willy Seidel: " Die magische Laterne des Herrn Zinkeisen" (1930) - Kurzgeschichten (Neu im Atlantis Verlag)

Würde ich nie in die Hand nehmen... schon der Titel ist ja Anödung hoch Zehn.

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