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Thema: Hexenküsse
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erstellt am 15.12.13 20:16
Da die Edition 2000 endlich wieder gute Qualität abliefert kann ich ruhigen Gewissens auch mal über solide Hörspiele meckern. Denn das ist diese Sonderedition, die ihrem Namen nicht gerecht wird. Das liegt an der Romanvorlage. Als ich das Paperback damals gelesen habe war ich begeistert, im Hörspiel wirkt die Handlung nun irgendwie dröge. Wir kennen das schon von einem anderen wichtigen Hauptgegner. Ein Scheinbordell einsam im Wald wo irgendwelche Frauen ihren dämonischen Meister (in dem Fall Meisterin) beschwören wollen, indem die die Freier dort rituell töten. Mehr ist die Handlung bis zum Finale auch nicht. Nacheinander sterben drei Männer, damit Lilith beschworen wird. Eventuell bin ich zu verwöhnt und abgebrüht, aber das war für mich nichts besonderes wie die Pfähler-Sonderedition. Dazu kommen ziemliche Zufälle, um den Geisterjäger in den Fall einzubinden. Einem Mann wird das Herz heraus geschnitten und danach wird ein Unfalltod gestellt, um es zu vertuschen. Ritualmord? Organhandel? Eine seltsame Rachegeschichte? Ich kritisiere wie so oft, dass John bei solchen leichten Vermutungen schon hinzu gezogen wird. Als hätte er nichts wichtigeres zu tun. Dann trifft er zufällig genau dann auf Yvonne, als diese den Detektiv ermordet. Genau so im Krankenhaus, als das Chaos keine zwei Minuten nach seinem Eintreffen dort ausbricht. Nicht zu vergessen die unzähligen Schüsse und Wurfgeschosse die John nur um „Millimeter“ verfehlen oder Dinge die dort auftreffen, wo Suko noch „vor Sekunden gestanden hat“. Einige wenige Male darf man das gern machen, aber irgendwann wird es unglaubwürdig und nicht mehr spannend.


Wie in der Romanvorlage ist das Finale dann aber Top. Hier können die Sprecher und Effekte punkten und werden nicht durch eine mittelmäßige Handlung eingegrenzt. Tolles Kopfkino, besonders die Zerstörungseffekte.


Mein Fazit: Ein solides Hörspiel auf gutem Produktionsniveau. Es wurde sich größtenteils an die Romanvorlage gehalten und man erinnert sich gut an das Hardcover zurück, wenn man es schon gelesen hat. Ich fühlte mich ganz gut unterhalten und habe den Kauf keinesfalls bereut. Zumal es am Ende einige Outtakes als Bonus gibt. Mir wäre es aber lieber gewesen, wenn man das Voodoo-Land vertont hätte, die Geschichte ist mir – abgesehen von den letzten 20 Minuten - zu gewöhnlich für eine der seltenen Sondereditionen.

erstellt am 17.12.13 16:17
Ich finde , schon mal ein gutes Hörspiel , habe aber erst geschaftt nur den ersten Teil zu hören.

erstellt am 18.12.13 08:37
Für ne Sonderedition ist die Ausstattung auch sehr mager. Gut, der "Karton" drumrum, passt zu den anderen 3 en aber das war´s auch schon. Hatte eigentlich auch mit nem schönen fetten Booklet gerechnet mit Info´s zum damaligen Buch. Evtl. auch mit ein paar Fotos oder die ein oder andere Geschichte zur Produktion oder den Sprechern.

Aber was bekommt man? Nüscht. Normales dünnes Standardbooklet mit der Auflistung aller Hörspiele. Ist dann halt doch wohl doch nur eine "Auftragsarbeit" von Dennis Erhardt?! Bei Oliver Döring hing da irgenwie mehr Herzblut dran! Ganz toll Lübbe. Die Hörspielserie wird genauso lieblos behandelt wie die Heftserie. Und das zum Jubiläum. Schon traurig.....................

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 08:38 Uhr bearbeitet)

erstellt am 18.12.13 09:58
In Anbetracht des Jubiläums, dass es sich um eine Sonderedition handelt und mit "Hexenküsse" tatsächlich die magische 107-Marke von Tonstudio Braun geknackt wird, ist die Ausstattung wirklich mager. Um nicht ganz blöd dazustehen, lässt man mal eben ein paar Fans Fotos machen, verkauft das als Gewinnspiel, um kein Honorar zahlen zu müssen und fertig.
Das stilisierte Frauengesicht auf dem Pappschuber ist ein netter Einfall, reißt es letztendlich dann aber auch nicht mehr raus. Mal sehen wie sich das Hörspiel gestaltet.

erstellt am 18.12.13 11:26
Und von den Einsendungen zum Thema bei fb hätte ich mir mehr gewünscht, die was mit dem eigentlichen Originalroman zu tun hatten. Von richtigen Sinclairfans und nicht nur den Hörspielfans, die in der Überzahl sind. Sowas hat dann auch gewonnen obwohl sich Kenner der Vorlage echt Mühe gegeben haben.

erstellt am 19.12.13 15:27
Handlung : Inspektor Bingham aus Dover bittet John um Amtshilfe und präsentiert ihm , am Fuß der Steilklippen einen audgebrannten Jaguar. Dem Fahrer Ross Fandon wurde das Herz herausgerissen. In Dover gerät John in einen Banküberfall bevor er Fandons Witwe Thelma aufsuchen kann. Von ihr führt die Spur zu Steve Bennet , ein Detektiv der Ross überwachen sollte und seinerseits einen Erpressungsversuch gegen Huren aus einem nahegelegenen Freudenhaus im Wald startete. Das Liliths Furien , Bennet beseitigen, kann John zwar zunächst noch so gerade verhindern. Doch kurze Zeit später fällt Bennet im Krankenhaus doch noch seinen Jägerinnen zu Opfer. Die Spur führt zum Freudenhaus , das sich auch die Bankräuber zum Ziel gesetzt haben. Auch der inzwischen alarmierte Suko trifft dort ein und gerät in die Gewalt der Furien. Als es Lilith gelingt Johns Kreuz zu manipulieren , scheinen die Geisterjäger chancenlos zu sein.

Meinung: Gut gemachtes Hörspiel mit einer Gesamtlänge von ca. 96 min. Gut Extras sind nicht vorhanden. Dafür wird mit Lilith eine neue mächtige Feindin eingeführt , der es gelingt Johns Kreuz zu manipulieren. Also auf jedenfall einer Sonderedition würdig.Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze )

erstellt am 19.12.13 21:20
Und hier meine Rezi zur neuen Sonder-Edition:

http://www.literra.info/rezensionen/rezension.php?id=6623

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