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Thema: 367: Techno-Amazonen
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erstellt am 19.02.14 12:15
Nanu, muss das arme Gleichgewicht wie bei PZ jetzt auch hier die Themen eröffnen, weil keiner mehr was schreiben mag? :--(


Da haben wir also wieder den obligatorischen Handlungsaufbau. Die Helden am Schauplatz der Woche gegen die Gruppierung der Woche, decken die Verschwörung der Woche auf und natürlich darf das „einer bricht schleichend in die feindliche Festung ein, wird aber erwischt und kann gerade so entkommen“ der Woche nicht fehlen. Nichts neues, kennt man alles schon. Dafür kein Roboterpromi der Woche.

Die Techno-Amazonen dürften den Altlesern gefallen, welche die Vermischung der beiden MX Komponenten sicher interessant finden. Ich bin nicht lange genug dabei um mich wirklich über diese nette Idee zu freuen.

Nett ist das richtige Wort für den Roman. Er bietet kaum neues, ist viel „Abenteuer der Woche“. Aber auch nicht schlecht geschrieben oder unspannend. Das Ende war abzusehen, die Helden decken natürlich die Verschwörung auf und entkommen so den Bösewichtern. Wären sonst ja keine Helden. Ein solider unterhaltsamer Maddrax.


Und ich hoffe jetzt auf weitere Meinungen.

erstellt am 19.02.14 14:36
@Das Gleichgewicht: Du hast es auf den Punkt gebracht. Ein Roman mit dem üblichem Aufbau seit dem Zeitsprung. Ein bekannter Ort (Dreizehn Inseln) wird besucht um zu schauen, was sich in den letzten 16 Jahren ereignet hat und die "Schwarzen Philosophen" dürfen natürlich auch nicht fehlen. Schön, dass es für Aruula so gut gelaufen ist.

Welche Orte werden wohl demnächst aufgesucht ?
Washington, Agartha (müsste eigentlich sein wegen den Philosophen).....

erstellt am 19.02.14 20:11
Schorsch Bernhard schrieb:
Welche Orte werden wohl demnächst aufgesucht ?
Washington, Agartha (müsste eigentlich sein wegen den Philosophen).....

Du verlangst Logik! Unfair!!


erstellt am 20.02.14 00:29
Jo war wieder ein solider, netter Roman.
Hatte mich ja am Ende über die Vorgehensweise gewundert, sich rausschleichen statt direkt den Elnak zu outen und/oder die Maschine kaputt machen!

Wenn man nicht demnächst nach Berlin geht, wäre das doch ein schöner Plot für ein HC! Eine genauere Version der geschilderten Ereignisse und natürlich wie es nach dem Flucht der kleinen Truppe dort weitergeht.

Ach ja Berlin: Supraleiter aus dem Baumarkt, ernsthaft?
Ich weiß, es ist ja nicht unsere Welt - aber wenn es damals sowas schon im Baumarkt gegeben hat, hätte die Welt schon deutlich anders aussehen müssen!

Und ist dieser Yölnö oder wie er hieß eine Anspielung auf irgendwas?
Und nenne ich meine nächste Katze vielleicht auch Currywurst? Hm, lieber doch nich (vielleicht ja Kat-Wurst!)

erstellt am 23.02.14 01:01
Das Gleichgewicht schrieb:
Nanu, muss das arme Gleichgewicht wie bei PZ jetzt auch hier die Themen eröffnen, weil keiner mehr was schreiben mag? :--(...


Hallo Gleichgewicht!
Finde ich gut Deine Threaderöffnung.

Habe eben erst den Roman zu ende gelesen, weil ich die letzten Wochen eher mit JS und Zamorra beschäftigt war.

Ja, mehr, als nett, war der Roman nun wirklich nicht.
So hatte ich ja -bis zuletzt- damit gerechnet, daß beide Seiten Vernunft annehmen, leider ging die "Befreiung" ( von was eigentlich) wieder einmal vor und die Dummheit von Aruula siegte.
Anstatt die Einsicht zu besitzen, daß man nur gemeinsam gegen den realexistierenden Feind vorgehen kann wird einfach mal eine sichere Festung verlassen. Was hat man sich dabei nur gedacht im MX Team bei so einer Lösung.
Überhaupt, was denkt man sich -im MX Team- bei diesen ganzen Sexszenen, wen interessieren die überhaupt? Wenigststen haben sie den VR nicht kurz und kleingeschlagen, soviel Vernunft besitzt man bei MX doch noch

erstellt am 23.02.14 06:41
Chirmor Flog schrieb:

Überhaupt, was denkt man sich -im MX Team- bei diesen ganzen Sexszenen, wen interessieren die überhaupt?


Leute haben nunmal Sex, und das meist gerne :)
Aber schon vor 12 Jahren ham sich Leute über die Erwähnung von Sex bei MX aufgeregt(schließlich haben SciFi-Fans ja keinen Sex!), von daher ...

Wenigststen haben sie den VR nicht kurz und kleingeschlagen, soviel Vernunft besitzt man bei MX doch noch


Hm, das hätte ich ja das Vernüftigste gefunden!?

erstellt am 25.02.14 08:47
Pinselt C. Schwarz nebenbei auch bei "Shadows of Love" mit?

Sex in der Story ist ja gut und schön, aber die Beschreibung von den meisten Amazonen beschränkt sich überwiegend aus zwei Faktoren: Haarfarbe und Brustumfang. Kunst des Ausformulierens.
Pubertierende Leser findens sicher prima...

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 08:57 Uhr bearbeitet)

erstellt am 02.03.14 12:40
Attention: Xtra Large-Version! Uncensored!!!

Planet of Babes..., oder doch nicht? Oder doch?!

Heelau und alaf! Während dieser Tage wieder ein gar kurioses Phänomen landesweit zu beobachten ist, dass die Menschen zwar nicht in Angst und Schrecken (nun gut, manche vielleicht schon) versetzt, sondern selbst eingeschworene Tranfunzel und einsilbige Dauerknirscher akut in ausgelassene Spaßbomben oder mäßig humorige Ulknudeln verwandelt, ist man beinahe geneigt die kosmische Strahlung außerirdischer Kristallformationen dahinter zu vermuten. Ob sich hinter dieser tollkühnen Mutmaßung ein Funken Wahrheit verbirgt, können uns wohl nur besonders findige Retrologen der Library of Congress, promivierte Archivare der Zukunft oder der Daa'mure namens Kar'sil'nevaal verraten (oder natürlich die ultimative 42), aber mit größter Wahrscheinlichkeit wird jenes rein irdische Geheimnis nie gelüftet werden und wir werden alle vernarrt und betrunken sterben.
Und da mir noch das Hirn von unsäglich vielen - mehr oder minder schmackhaften -, berauschenden Kopfwehtropfen brummt und ich ein Vermögen für eine Eindämmungsmatrix bezahlen würde (das gibt's für Warpkerne), um das Wummern in den eigenen vier Wänden loszuwerden, stürze ich mich besser auf das Trashfestival MX 367, "Techno-Amazonen" von Christian Schwarz. Lange Prologe (versuche ich mir) künftig zu verkneifen, weil die hier offenbar ebenso fehl am Platze sind, wie ausführliche, ordentlich recherchierte Reporte in Deutschlands meistgelesener "Zeitung". Hier muss ein bestimmtes Niveau gewahrt und gepflegt werden und wer bin ich, mich dagegen aufzulehnen.

Gestattet mir dennoch einen persönlichen Rückblick auf die Nr. 365, "Ein Käfig aus Zeit" von Oliver Fröhlich und (eventuell) Newcomer Oliver Müller (die Pseudonyme-Denkfabrik bei BASTEI war auch schon mal ingeniöser *g*, dass war ein Kalauer, Mummenschanz und so) und widmete sich alleinig Fräulein Xanthippe Begger und Tom Ericson in der zunehmend von sozialen Schwierigkeiten geplagten Futurum-Dimension. Ich hätte über diesen Roman gewisslich zwei Seiten schreiben können, hauptsächlich positives (und das, obgleich mir Ms Hamlet echt am Allgerundeten vorbeigeht, was schon was heißen will!), aber dann dachte ich mir: "Wayne interessiert's!". Begnügen wir uns also damit, das Fazit von: 8,5 von 10 Intermedialregulatoren zu vergeben. Die Redaktion und Fans werden schon wissen, was sie an der Story haben.
Selbiges Verfahren wende ich bei Nr. 366, "1000 Jahre wie ein Tag" an. Der Titel, wie auch das Cover, sind supi, jedoch vermochte mich der Inhalt von Sascha Vennemann dieses Mal nicht zu überzeugen. Die zugrunde liegende Idee des Romans verspricht ein höchst skurriles Szenario, welches stellenweise auch geboten wird, aber die Ungereimtheiten und die Klischeehaftigkeit sind einfach zu... erdrückend. Beispiele: Voll ausgerüstete, gedrillte Wehrmachtssoldaten ohne Expansionsdrang? Dafür braucht's keine Reichsflugscheibe. Woher kommt die Stromversorgung, autarkes Kraftwerk zufällig mit rübergezappt? Sehr starker insularer Effekt um das "Nazi-Dorf". Ein Sturmkommando hätte mit Leichtigkeit das gesamte Umland plattmachen und von Taratzennestern säubern können. Die Darstellung der dt. Soldaten prinzipiell, wie in jedem (schlechten) B-Movie, haben die nur pimpern in der Rübe sobald sie eine Frau sehen...?, weiß nicht, mir war Einiges zu weit hergeholt und nicht alle Gags zündeten. Entschädigend servierte der Plot ein paar geglückte, rhetorische Dialoge und Passagen. Fazit: 6 von 10 Doyzländer Würstel.

Jetzt da meine Aspirin zu wirken beginnt, verlassen wir das "Drifting" zu Vergangenem und schauen uns das TiBi des Rezensionsgegenstandes an..., was kommt den Meisten da wohl als Erstes in den Sinn. "Jodihoo!" und "Yihaa!", trifft's sicher ungefähr. Fotomodell Gena in ihrer Paraderolle als leicht beschürzte Dschungelkönigin (nicht zu verwechseln mit dem Dschungelcamp, obwohl niveautechnisch gesehen..., egal, lassen wir das, Brennnesselgefahr :-) ), Hupengerecht gezeichnet von Claudio Aboy, einem "Neuen". Künstler, merket euch, wenn ihr Cover für BASTEI's MX malen wollt, so schleifet euren Schwung um weibliche Schenkel und Busen wonnevoll in Szene zu setzen, dann ist euch das Säckel Silber gewiss! Bevor hier aber Rufe laut werden, ich sei (zu) ehrpusslig, keife ich zurück: Gar net, die Anastaasa ist ein scharfes Geschoss und dat soll sie wohl auch sein! Claudio, yuut gemacht!

Autsch, keifen..., nicht gut, wieder Kopfweh. Sei's drum, eine Kriegerin kennt keinen Schmerz. Ran an den Deer-Braten! In Ermangelung einer Frauenbeauftragten in der dunklen Zukunft der Erde, debütiert erneut Christian Schwarz in dieser Position und schildert Aruulas Rückkehr zu den dreizehn Inseln und nimmt sich gleichermaßen der Frage an, warum die Amazonen von Gdaans (MX 359) keine Kenntnis von den kämpferischen Schwestern der nahen Inseln hatten. Exakt, denn diese haben ihre Heimatdörfer evakuiert, nachdem sie vor einer heranrückenden Invasionsstreitmacht gewarnt wurden, aber dazu später mehr.
Das Abenteuer startet in Beelinn 2541 und der Leser wird Zeuge, wie eine Patrouille Amazonen mit ihren Sebezaans in den Ruinenblocks der einstigen Hauptstadt in einen Hinterhalt von Kahlköpfen mit orangeroten Gewändern gerät. Nach bewährtem(?!) 80iger Jahre Sword and Sorcery-Filmflausen-Standard, werden die unzureichend gerüsteten Damen bezwungen, Opfer eines Gangrapes (was wirklich gaaanz schrecklich ist, vor allem weil eine junge Amazone namens Caisaa blonde Zöpfe und kleine Brüste hat!) und abschließend ermordet, womit die Schwarzen Philosophen wiederholt fachmännisch unter Beweis stellen, was für fiese A*piep*löcher sie sind. Die eingeschüchterte Anführerin der Patrouille schicken sie zurück zur Königin mit einem undurchsichtigen Auftrag.
Jetztzeit; PROTO schiebt sich aus dem Meer und unser Heldentrio begrüßt die Ankunft auf der Königinneninsel. Aruula huldigt den Göttern im Himmel und Sand, Matthew spricht ihr wohltätig zu, u. a. was Sabeen für ein elendes Weibsbild ist und das er ihr beistehe. Auch schmachtet er sie wieder etwas an, hält sich aber immer noch bravourös im Zaum. Wie schon in Schottland, stoßen sie auf dem Eiland auf eine verlassene Siedlung. Von Eisfischern erfahren sie, dass vor vier Wintern Amazonen unter einer Aynjelgleichen Frau (mit Meloongroßen Brüsten!) beim Volk der dreizehn Inseln aufgetaucht sind, und sie hieraufhin einen Exodus zur Lokiraaburg unternommen haben.

Beelinn 2541; Wir lernen Anastaana kennen, sie sieht nicht nur wahnsinnig gut aus, sondern ist auch ein Tekknikfreak, Tochter eines Technovaters. Zusammen mit ihrer Geliebten Juule macht sie einen Rundflug in einer Stahltaube und entdeckt außerhalb der Stadt ein feindliches Heerlager. Nach holpriger Landung sucht eine Gesandte der Königin Hildegaad (mit Namen Pipaa!) sie auf und bittet sie schleunigst zu einer Audienz.
Gegenwart; Bei Malmee kommt es zum ersten Aufeinandertreffen mit technisch versierten Kriegerinnen. Aruula erkennt ihre alten Freundinnen Tumaara und Arjeela unter dem Gemisch aus Frawen und Wudankämpferinnen und der Kontakt ist hergestellt.
Vergangenheit: Anastaana zofft sich mit Königin Hildegaad bezüglich der Verteidigung der Stadt, lenkt aber ein mit ihrer Technik zu helfen. Dönyö heißt der Befehlshaber der feindlichen Armee.
Im Jetzt und Nu; Auf dem Weg zur Burg ereignet sich ein Zwischenfall, eine grauhaarige Frau in scheinbar zerrütteter Verfassung, bewirft PROTO mit Speeren, wird dann aber von den Amazonen fortgejagt. Sie hat Ähnlichkeit mit Rebeeka (MX 313 & 327). Das Messezentrum Malmees ist die Lokiraaburg, ehemals Hauptquartier des WCA-Viking-Programms, gegenwärtig Zuflucht des Volkes der dreizehn Inseln und der Amazonen Beelinns. Aruulas Sorge einer rachsüchtigen Königin zu begegnen, erweisen sich als unbegründet, denn Königin Britt hat das Sagen und weiß nichts von den Intrigen ihrer Vorgängerin. Sabeen selbst, starb bereits vor einiger Zeit durch einen Izeekepir. Es folgt geselliges Beisammensein und die erstaunliche Offenbarung, dass man in der Wudansburg (nicht mehr Lokiraaburg) von Wudan essen kann. Die Götterbotin Anastaana weilt im Hohen Turm und erwählt Würdige an dieser Ehre teilzuhaben. Jene Anastaana ist ebenfalls tot, wacht aber als Elnak im Turm über das Volk. Irritierender weise ist sie auch einem Izeekepir erlegen und die Geschichten ihres Ablebens unterscheiden sich sehr.
Die funktionierende Elektronik vor Ort, erfreut Matt und Juefaan und eigentlich scheint alles harmonisch, aber eben nur fast. Nach und nach regen sich Zweifel. Da ist zum einen, eine grimme Kriegerin (Juule) die ihnen überall nachspioniert und zum anderen, findet Aruula allmählich heraus, dass die Amazonenpräsenz mehr auf ihrem Volk lastet, als dies gut wäre.

2541; Schwarze Philosophen tappen in Anastaanas Technik-Falle und die Amazonen tragen den Sieg davon. Trotz allem, plant Königin Hildegaad die Techno zu überlisten und auszuliefern. Die Blonde beschließt sich mit ihren Getreuen abzusetzen.
Gegenwart; Matt und Juefaan murren darüber, dass in einer von Frauen dominierten Gesellschaft die Männer nur die zweite Geige spielen, unterdessen die Mädels wichtige Ämter bekleiden und Freizeitaktivitäten betreiben, welche den Menen untersagt ist. Rulfans Sohn freundet sich mit der hübschen Milaana (Typ: kleine, feste Brüste!) an, die im KFZ-Bereich fit ist. Aruula kehrt von einer Shassenjagd zurück, bechert mit den Jägerinnen (seit wann trinkt Aruula Alkohol? Naja, wohl eine Ausnahme wegen dem Freundinnenbonus) und "stolpert" über eine quicklebendige Anastaana, die sich an PROTO zu schaffen macht. Die Blonde knockt Aruula aus.
Matt und Juefaan stellen am folgenden Morgen fest, dass ihre Gefährtin verschwunden ist und forschen nach. Dabei führen die Ermittlungen Matt zu einer Person, die man eigentlich tot glaubt. Derweil "erlebt" Aruula einen Geist-Trip par excellence, direkt an Wudans Tafel. Zumindest hält sie es dafür. Ihrem abergläubischen Verstand wird ein Göttertheater vorgegaukelt, welches sie überfordert und zur (kurzfristigen) Akolythin Wudans (bzw Anastaanas) bekehrt. Matt plauscht in der Zwischenzeit mit der querschnittsgelähmten Sabeen und hört von ihr, wie es Anastaana gelungen ist, das Volk der dreizehn Inseln zu manipulieren und mit ihrem Elnak-Status die Kontrolle zu behalten.

Back in the Fortress, ist Aruula wieder da! Der Anblick ihrer nackten Zwillinge bringt Juefaans Blut in Wallung, woraufhin dieser Milaana aufsucht. Die erkennt Juefaans Bedürfnis und "raubt" ihm seine Unschuld. (Die Erotikszene an sich ist spontan und sexy, blöderweise nur sehr einseitig geschrieben. Leider erfahren wir nicht wie gut Juefaan bestückt ist. Schade, hätt' ich gern gewusst Immerhin ist "das Gespräch danach" pragmatisch). Etwas später tauschen sich Matt und Juefaan über Aruula aus, die sich merkwürdig benimmt. Juefaan entschließt, in Gestalt des dunklen Ritters, in den Turm einzudringen um aufzuklären, was es mit dem Wudan essen usw auf sich hat. Das Unterfangen fährt nur einen Teilerfolg ein, aber er kann wenigstens verhindern von den Amazonen geschnappt zu werden. (Witzige Anekdote: 1967 erschien eine Batman-Ausgabe in der es die Fledermaus mit radikalen Feministinnen zu tun bekommt.) Am nächsten Tag erwischt Juule das Trio kalt und nimmt sie gefangen. So betritt Matt als Gefangener den Hohen Turm, was Juefaan zuvor als freier Mann nicht schaffte. Er wird von Anastaana erwartet und erblickt die VR (Virtuelle Realität) -Maschine des Weltrates, die die Blonde für ihre Zwecke nutzt, um gezielt Individuen zu übertölpeln und "anzupassen".
War die Handlung bis hierhin abwechslungsreich, gestaltet es sich ab hier recht vorhersehbar. Ein bisschen bluffen seitens Matt, ein mutiger Nebencharakter, eine verliebte Milaana und ein waghalsiger Juefaan erledigen den Rest. Am Ende ist es Matthew Drax, der Anastaanas Herrschaft beendet und das Volk der dreizehn Inseln "befreit". Warum ausgerechnet er? Weil er damit mächtig Pluspunkte bei Aruula sammelt. Ergibt Sinn, schließlich sollen die beiden ja irgendwann wieder..., und wenn sie nicht gestorben sind. Bei Aruula frage ich mich hingegen wieder, was war ihr Anteil an dem Triumph...?! "Screentime": Ja, Bedeutung: = null.

Wer bis hierhin durchgehalten hat, erstmal Glückwunsch. Vielleicht ist jemanden mein hoher Sarkasmuslevel in dieser Rezension aufgefallen. Der ist nicht grundlos so überspitzt. Die Geschichte selbst, gefiel mir ziemlich gut, was sie mir allerdings etappenweise wieder nachhaltig verdrießt hat (besonders die erste Hälfte des Heftes), waren die (typischen,) exzessiven sexualisierten Charakteristiken und Einschübe des Autoren. Herr Schwarz hat ja ein Talent für diese "Stilblüten" und nach Band 360, der erfrischend darauf verzichtete, knallt es hier wieder "volle Latte".
Es bringt herzlich wenig "starke Frauenfiguren" zu kreieren, wenn dann doch stets ihre Kabongos hervorgehoben werden (das wäre im Spiegeleffekt so, als würde ein(e) AutorIn ständig die muskelöse Brust des Helden vor allem anderen betonen oder sich dauernd Gedanken um die Größe seiner Lustmuskete machen..., könnte schon nervig oder unfreiwillig komisch sein, oder?). In Bezug auf Anastaanas Airbags deutet Herr Schwarz Ironie an, die kann er sich aber auch gleich sparen, da der Großteil "seiner Miezen" eh alle anregend wirken sollen. Zumal untermauert dieser Roman meine These, dass unter der Regie von Herr Schwarz keine weibliche Protagonistin angezogen bleibt oder - ob gewollt oder nicht - an einem Geschlechtsakt beteiligt wird. Jede attraktive Handlungsträgerin in dieser Story ist irgendwann mal nackt. Das nenne ich (einspurigen) Fanservice.
Apropos; weiß ja nicht wie ihr das seht, aber die locker flockig verhängte Strafe von Matt und Juefaan, Anastaana in die VR-Maschine zu sperren und sie tagelang ihre schlimmsten Alpträume durchleiden zu lassen (Massenvergewaltigung durch Dönyö und Mannen in der Endlosschleife) empfinde ich schon als vehement härter als den Tod (den die Scheinrealität nicht zulässt), einerlei was sie davor mit der Maschine angestellt hat. Miss Titelfigur dürfte damit definitiv traumatisiert und psychisch total im A*piep*h sein. Echt cool von unseren beiden "heldenhaften" Boys.
Kurzum: Ein mäßiger Heftroman für die niederen Triebe (in euch).

Fazit: 5 von 10 Lieblingsspielzeugen(*)!


p. s.: Wahrscheinlichkeit auf Abdruck auf der LKS: gering!

p. s. s.: Bitte eine Kopie an Christian Schwarz senden. Er liest hier ja nicht mit, weswegen ich nicht sicher bin, ob Kritiken ihn überhaupt erreichen.

*(S. 27)

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:07 Uhr bearbeitet)

erstellt am 09.03.14 17:42
Lonestar schrieb:
Wer bis hierhin durchgehalten hat, erstmal Glückwunsch.

hab ich. finds auch wirklich immer toll was du schreibst.

erstellt am 30.04.14 15:53
Ariane schrieb:
Lonestar schrieb:
Wer bis hierhin durchgehalten hat, erstmal Glückwunsch.

hab ich. finds auch wirklich immer toll was du schreibst.


Puuh, wo nimmst du nur immer die Zeit her?

Ja, der Roman war jetzt so lala. Amazonen verbünden sich mit anderen Amazonen und warten auf einen nicht erscheinenden Feind. Selber kommen sie nicht auf das Ränkespiel was mit ihnen getrieben wird. Dazu bedarf es eines Helden.
Bei Amazonenstämme haben mich jeher nicht so interessiert, deswegen vielleicht auch die etwas fehlende Lust auf den Roman.

Aber einen tollen Satz habe ich entdeckt:
Suusa war froh, dass ein fast voller Mond und zahlreiche Sterne …

Ja. Ein fast voller Mond trifft es wohl seit dem Streiter auf den Punkt

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