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Thema: 369: Die Kunst des Überlebens
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erstellt am 14.03.14 09:09
Als wenn ich es bei meinem Eintrag zu Band 368 schon geahnt hätte.....ist in diesem Roman Xaana die Hauptfigur und es werden die Geschehnisse rund um sie von der Ankunft aus dem zeitlosen Raum bis zum Zusammentreffen mit Matt/Aruula beim CERN geschildert.

Toller Aufbau des Zweiteilers mit zwei Handlungssträngen, die sich um Ende vereinigen. Gerne mehr davon !

Dass sich Xaana und Matt bei CERN wiedertreffen ist natürlich schon ein großer Zufall, aber das braucht man halt für einen tollen Roman und um den Zyklus voranzutrieben.

Ob Xaana beim (zerstörten) Hort des Wissens Hilfe für die Rückkehr ihrer "Eltern" Xij und Tom in ihre Welt erhält....? Wenigstens bleibt die Hoffnung, dass die beiden weiterhin eine Rolle spielen; ich bin ja schließlich großer Fan von Tom !

Eigentlich dachte ich, dass sich Xaana unserem Trio anschließt und nach Frankreich begleitet, aber sie bleibt handlungstechnisch erstmal bestens eingeführt und im Hintergrund...

Jetzt heißt es wieder 2 Wochen warten...

Grüße an alle MX-Fans !

erstellt am 19.03.14 23:38
Also die 2-Brother-Story hat mich jetzt nich so geflasht, aber der Rest war ok.
Bin gespannt, ob irgendwann was aus dem Wurmloch(?) rauskommt für zukünftige Zyklen

erstellt am 29.03.14 01:26
Teil 2 setzt nicht etwa nach Teil 1 ein, sondern spielt größtenteils im gleichen Zeitraum, nur aus dem Blickwinkel von Xaana. Ein geschickter Schachzug. Denn so lernt man den sympatischen und taffen Charakter gut kennen. Ok, sie muss noch viel lernen. Aber als Späteinsteiger habe ich verpasst, wie Matt die Welt kennen gelernt hat. Jetzt können die Autoren diese frische Sicht noch einmal einbauen.

Auf der anderen Seite ist mir der Roman teilweise arg konstruiert geschrieben. Da Xaana aber so ein interessanter Charakter ist, stört das kaum. Wenn schon Xij nicht zurück kehren kann soll Fans zumindest ihre Tochter erhalten bleiben. Was mich gestört hat hat sind Schlüsselpunkte in Xaanas Reise. Sie verliebt sich sofort in den erstbesten jungen Mann, den sie sieht. Sie will natürlich ausgerechnet gleich als erstes zum Cern, weil es dort so viel Technik gibt. Dort angekommen steht das Gelände noch und ist bewacht. Sicher haben schon Barbaren versucht dort einzudringen oder Mutantentierchen mussten verjagt werden. Aber als Xaanas Verfolger eintreffen wird die Wachmannschaft natürlich überrumpelt und niedergemacht.

Sei's drum, der Roman hat mir Spaß gemacht. Am Ende trennen sich unsere Abenteurer wieder, hoffentlich dauert die Pause bis zu Xaanas nächstem Abenteuer nicht zu lange.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 01:27 Uhr bearbeitet)

erstellt am 12.04.14 19:25
Survival of the Fittest!

Jaja, bevor ich mich mit gesträubtem Gefieder und blank gezückten Krallen wie ein Bird of Prey auf meine Beute stürze, vermag ich schon jetzt zu erraten, was euch auf der kribbligen Zunge liegt! Wir sind hier in Deutschland! Warum bei Wôðanaz (altgermanisch für Odin, Wotan, postapokalyptisch für Wudan), steht überall etwas in englisch? Egal ob im Büro während eines Meetings oder beim Geschäftsessen der Businessmen und -woman, beim shoppen in der Innenstadt, der Eingabe des Pincodes ins Smartphone oder beim verzweifelten Haare raufen (, welche man aufwendig mit einem Hair Expertise Everpure Shampoo zu pflegen versucht) vor dem TV, wenn die Commercial-gestützte Sendung Germany's Next Top-Model mit ihrem Freilaufgehege von Zicken zum Fremdschämen einlädt (oder wie die FAZ anhand des Beispiels der Produktion einmal konstatierte; eine Rückkehr des Sexismus, dem sich junge Frauen, anders als in der Vergangenheit, freiwillig unterwerfen. Hierbei würden die Protagonistinnen der Sendung unter dem Vorwand, sie aufs harte Business vorzubereiten, dauerhaft gedemütigt. Den überwiegend weiblichen Zuschauern werde es so ermöglicht, über Möchtegernmodels zu lachen, die zum Beispiel über die eigenen Beine oder über die deutsche Sprache stolpern.*) Ihr fragt, was das alles soll? Ich kann's euch nicht sagen, es ist einfach so.

Bedauernswerterweise bin ich selbst mit diesem Sprachverschmelzungsdefekt (Deutsch/Englisch) infiziert - wie man des Öfteren sicher schon bemerkt haben wird - nichtsdestoweniger stehe ich dazu, ist irgend so ein Generationsproblem, man wächst damit auf und... oh, mir wird hier gerade zugeflüstert, dass hat nichts mit Maddrax zu tun? Echt nicht? Moment, dass ist wie mit den Zylonen, ich habe einen Plan! Einen sehr verworrenen und komplizierten, aber einen Plan! Ich verknüpfe das noch mit BASTEI's kalifornischen Schwerenöter aus der Vergangenheit, hihi - stellt euch nur mal vor, die USAF-Piloten hätten im Februar des Jahres 2012 gestreikt und mehr Geld für ihren selbstlosen Einsatz von Leib und Leben im Angesicht der Weltenzerstörung verlangt wie die Luftha... Wie dem auch sei, laut Darwin'schen Evolutionstheorie, überleben halt nur die bestangepassten Individuen. Natürliche Selektion, Artenerhalt, adaptive Spezialisierung, Stärke und Durchsetzungsvermögen im Sinne der Rivalenverdrängung auch unter Einsatz von Gewalt etc. Kennt man ja, dass normale Leben. Früher wie heute, nur mit abgewandelten Spielregeln und Waffen.

Unter eben dieser Prämisse steht das erste Gemeinschaftsprojekt MX Nr. 369 der Autoren Ansgar Back und Manfred Weinland, welches den angemessen spezifischen Schriftzug "Die Kunst des Überlebens" trägt. In der Tat erwartet den Leser eine gelungene Abenteuergeschichte, die im Umkehrschluss ein schönes Gegenstück zu Matthew Drax Zeitwirbler (anno 2000) bildet. Denn während Matt einstens in die Zukunft geschleudert wurde, kickt das Tor Xaana in die Vergangenheit und wie ihr unbescholtener (*husthust*) Papa, muss auch sie sich erst einmal an die vollkommen umgekrempelte Realität gewöhnen. Handwerklich gibt's nichts (oder wenig) zu mosern. Xaanas Odyssee ist klassisch linear aufgebaut. Sie verfolgt ein Ziel (Big Daddy vor dem Gifttod retten), einige markante Wegpunkte werden aufgesucht, Abwechslungen werden in Form von Zufallsgegnern und -gefahren eingeschoben. Einziges (persönliches) Manko könnte sein, dass ich nie "rauslesen" konnte, wann Herr Back die Feder führte, oder ggf Herr Weinland. Ein signifikanter, profilierter Stil ließ sich nicht feststellen. Und noch was ist mir generell ein Dorn in der Iride; Xaana...?!
Ernsthaft...?! Klar, den Taufnamen der jungen Dame kennen wir jetzt schon länger (seit MX 365), aber was für ein Zwittername verschiedener Popkulturheldinnen soll das bitte sein? X wegen Xij? X wegen Xena? Xana! Klingt ja fast wie Lara..., zu sehr nach Lara, also machen wir Xaana draus?! Eine sehr... kommerzielle Namensvergabe, schrecklich unkreativ. Ein virtueller Fantasy-Namensgenerator hätte da (aus)helfen können. Eines Tages wird aus ihr mal Xaana Drax, mehr "x'se" und "a's" geht wirklich nicht. Kraxeln wir rüber zum Cover. (Toll, schon wieder x... -_- )

Jan Balaz at his best! Was zunächst einmal auffällt; die junge, blonde Frau auf dem Titelbild ist angezogen und trägt tatsächlich recht funktionelle Kleidung. Das ist keine Normalität in der (Heftroman-)Endzeit. Selbstnatürlich ist ihre Erscheinung attraktiv und die Brüste kommen hübsch zur Geltung (und die Größe dürfte "dem Gleichgewicht" gefallen haben), aber verdammt egal, es ist hot! Und auch die eingefangene Szene "des Tanzes des Katzenderwisches" (copyright by AnnAruula) ist Action pur! Das als Wallpaper (wenn nicht für den Desktop, dann vielleicht für Tablets oder Smartphones) wäre schon geil..., aber was rede ich, bestimmt fehlt's da wieder an Lizenzen, einer Homepage mit Download-Sektion oder 'son Gedöns. Der alte Rev'rend-Hut. Aus der Traum.
Durch das ganze, zwischenzeitlich von mir verzapfte Brimborium konnte ich noch gar nicht MX 368 Revue passieren lassen, der gewissermaßen als Teil 1 zu dem hier besprochenen Band fungiert und Ausgangssituation und Schauplatz des Geschehens vorstellt. Wobei das Beachtenswerteste an "Die Gott-Maschine" untrüglich das TiBi ist, welches mit optischer Qualität brillieren kann, was dem Textinhalt - zu meiner eigenen Verblüffung - nicht so recht glückt. Eigentlich bin ich mit Herrn Suchaneks MX-Beiträgen bislang gut zufrieden gewesen, aber jener, bot nur eine maximal durchschnittliche Story mit sparsamer Spannungskurve. Die Interaktion zwischen Matt, Aruula und Juefaan bleiben zu oberflächlich und die Gespräche hat man so irgendwo schon hundert Mal gelesen. Gleiches gilt für die Rückblenden in den CERN und die Vorgänge dort vor und nach dem Kometeneinschlag. Mordicai wirkt als Bösewicht ausgelutscht eindimensional und wie eine einfallslose Kopie von Parish Bow (Antagonist aus Suchaneks MX 341). Ansonsten ereignet sich auch nicht sonderlich viel; ein Kraftwerk macht "Boom!", die Helden machen einen auf UNO in einem schwer lädierten Dorf, lasern sich durch den Schutt, dringen ins CERN ein, Barbarenfight, Matt stürzt, Aruula in Bedrängnis, plötzlich unversehens Hilfe durch ein blondes Mädchen und Cliffhanger... Fazit: 6,5 von 10 dystopischer Eisskulpturen!

Das "Abrücken" von dem zunehmend blasser werdenden Hauptstrang um unser Gefährtentrio (um der Frage vorzubeugen; nein, Matt und Aruula sind wieder ganz lieb zueinander) lässt die Aureole um die Ankunft Xaanas in der dunklen Zukunft/Vergangenheit der Erde jedoch umso heller und kräftiger erstrahlen. Der Charakter ist frisch und unverbraucht und man ist als Leser gespannt wie sich die Tochter von Miss "Ich - muss - erst- in - einem - saulangweiligen - Zeitgefängnis - festsitzen -um - mein - Verantwortungsbewusstein - zu - finden" -Hamlet und Mr. "Das - Exposé - ist - für - mich - und - mit - mir!" -Drax, in der ihr unbekannten Welt schlägt, oder u. U. wie glaubwürdig die Autoren ihre Heldinnenfahrt zu schildern vermögen.
Völlig entgegen dem standardisierten Holzschnitt des Heftromans, gerät Xaana nicht gleich in die Pranken einer Horde triebgesteuerter Degenerierter, die sie unverzüglich verge... äääh, vernaschen wollen, nein, sie darf sich zunächst einmal in Ruhe ein bisschen an ihrem "Landepunkt" Stonehenge umsehen, ihren Gedanken nachhängen, diese ordnen und denken! Jawohl, sie denkt! Erst nachdem ihr verdrossen klar geworden ist, dass sie auf sich allein gestellt ist, zieht sie los. Herr Back und Weinland bemühen sich redlich Xaana wie eine clevere Teenagerin darzustellen, meistens gelingt ihnen das auch, aber manchmal sind einige Gedankengänge schlicht zu... konventionell oder nicht altersgerecht (oder jugendlich) im Hinblick auf die Figur. Ist aber alles verschmerzbar, weil zu erkennen ist, dass hier aufrichtig versucht wurde, festgetrampelte, stupide Genreklischees zu umsegeln. Auf ihrer Wanderung trifft Xaana auf gewöhnliche Landbevölkerung, von der sie regionale Informationen erhaschen kann und die ihr doch tatsächlich - O Wunder, o Wunder! - mit Menschlichkeit begegnen und sie ausrüsten.

Es zieht sie weiter, inmitten einer Halde von verrosteten Autos wird sie von Wildkatzen angegriffen (siehe Tibi), ihre Wehr ist verbissen, dennoch muss sie jemand raushauen. Dieser "jemand" sind "jemande", Plural. Zwei Brüder namens Sid und Sad. (Hm, diese Namen könnten eine Anspielung auf irgendwas sein...) Interessanter Notizsplitter: Jungs werden von dreiviertelnackten Barbarinnen vor Taratzen gerettet, Mädchen von einem schneidigen Bikerboys-Brüdergespann vor mutierten Katatzen. Das nenn ich doch mal ausgleichende Gerechtigkeit! (obwohl..., wo sind die zerrissenen Hemden?) Was? Ach ja, Klischee! Weiter im Akkord!
Unsere Hauptprotagonistin schließt sich den Brüdern an, die zu einem Familientreffen ihres Clans (der MacDiarmids) unterwegs sind. Sad begrüßt das sehr, Sid eher weniger. Auf Eifersuchtsmelodramatik wird verzichtet, Sid traut der Xaana lediglich nicht. Sad hingegen ist von ihr angetan und sucht ihre Freundschaft, was dem Mädchen (natürlich) schmeichelt. Nebenbei erfährt Xaana durch ihre gemeinsame Reise so einiges über die Epoche in der sie gestrandet ist. Bis Seite Sechsundzwanzig geht das so, ohne das sich Längen und Ermüdung einschleichen, dann erfolgt ein vorzeitiger Wende- und Höhepunkt, der überraschend wie tragisch und spannend ist. Nach dieser plötzlichen, brutalen Lektion des Lebens und wie etwas "total schief laufen kann", flüchtet Xaana nach Glasgow, wartet auf Matt's Beinahe-Tod, verabreicht ihm die Injektion und reist weiter nach Edinburgh, organsiert eine Überfahrt nach Caalaj (auf dem Schiff gibt es das MX-Äquivalent zu einer legendären Szene aus Demolition Man) und lernt dorten Nathaan kennen, der Gäste für seine Kutsche sucht.

Wer "Taken" geschaut hat, ahnt, um was für eine Art Beförderungsservice es sich handelt. Zu Xaanas Verteidigung sei gesagt, sie verhält sich nicht dumm, wird aber von dem smarten Typen eingewickelt und die Falle, die sie später erst erfasst, ist geschickt vorbereitet. Außerdem hat sie die Zeitnot in Nacken, rechtzeitig das CERN zu erreichen. Ab ins Gefährt und losgeruckelt über Stock und Stein. Ein Tag und eine Nacht verläuft alles gut, dann folgt die herbe Bestürzung. In der Steppe tauchen Reiter auf und Nathaan, der alte Kutscher Elroose und eine Greisin (ebenfalls angeblich Gast), stellen sich als Angehörige einer "Hinterwäldlersippe" heraus, die "Frischfleisch", vorzugsweise Mädchen, für sich und ihre Farm benötigen. "The Hills Have Eyes" lässt grüßen. Seite achtunddreißig bis vierundvierzig hakt den Horroranteil des Romans ab, der zwar unappetitlich ist, allerdings nicht in den Ekelschund abrutscht, sondern solide Gänsehaut erzeugt. Dies Ödnis-Schauermärchen mit Kannibalen überstanden, legt Xaana mit einem Zebroiid (neue Mutation!) den restlichen Weg zum CERN zurück und wird von den Nachfahren der vormaligen Wissenschaftler, die der "Gott-Maschiin" huldigen, als "Auserwählte"(?!) erkoren, weil sie sich super auf Tekknik versteht. Für die Kultisten und deren heiliges Ritual scheint der Jugendroman "Lauf gegen die Dunkelheit" von Jeanne DuPrau bzw die Verfilmung "City of Ember" Pate gestanden zu haben.

Eine Auszeit ist der werten Xaana aber freilich nicht vergönnt, denn bereits am Folgetag attackiert eine Barbarenmeute die Anlage, schlachtet sich durch die Kultisten und fordert die Herausgabe der Mörderin der Zwillinge Sid und Sad. Der MacDiarmids-Clan sinnt auf Rache und hat das junge Fräulein quer durch Euree verfolgt, da sie der festen Überzeugung sind, dass Xaana den Tod der Brüder verursacht hat. Die überlebenden Kultisten verweigern eine Auslieferung, stattdessen muss die Auserwählte "den Hebel umlegen" um den chronischen heiligen Ritus, - übersetzt; die überschüssige Energie in ein nahes Kraftwerk ableiten, damit das Magnetkraftfeld um die Antimateriekammer nicht destabilisiert (oder so ähnlich) - ausführen. Xaana versucht ihr Möglichstes, wird aber ertappt und eingesperrt. Das Kraftwerk explodiert (Verzahnung mit MX 368) und die anschwellende Destabilisierung der Kammer sorgt für strukturelle Brüche in der CERN-Anlage. Durch einen Riss in der Decke türmt sie und wird Zeugin von Matts Hängepartie und Aruulas Kampf gegen die Barbaren. Zum zweiten Mal rettet sie mit einem Messerwurf die knifflige Situation.
Ab Seite vierundfünfzig wechselt der Erzählfokus (leider) auf Matt und die Handlung knüpft exakt an das Ende des Vorgängerbandes an. Nun ist es an dem Serienhelden, Aruula und Juefaan das mutige, fremde Mädchen aus den Klauen der Barbaren zu befreien, das Kollabieren des Magnetfeldes zu verhindern und einige offene Fragen zu klären.

Der Schlussakt ist temporeich geschrieben, beinhaltet aber keine großen Überraschungen mehr. Xaana kommt die rettende Idee und sie haut in die Tasten um den Kollaps abzuwenden, der Countdown rattert nach unten, Schweiß läuft in die angestrengten Augen, alles wackelt und dröhnt, man rechnet mit dem Exitus... und kurz bevor die Wirklichkeit aufhören soll zu existieren, haucht unser Held seiner Herzbarbarin ein Kuss auf die Lippen und entschuldigt sich. Für alles... hach, ist das nicht rührend? Unser Romantiker. Na gut, okay.
Und dann erwidert sie: "Vergib auch du mir, alles was ich falsch gemacht und versäumt habe." Ääääh..., häh? Ja, klar. Moment, bitte? Was hat sie denn je falsch gemacht? Hab ich da was verpennt? Oder überlesen? Alles was sie "falsch" gemacht hat, geschah nur weil ein Herr Matthew sie fortgestoßen und wie ein Stück Merduu behandelt hat! Wo war sie (in der Vergangenheit) ungerecht zu ihm??? Bin ich gerade (wie schon so oft bei dem Thema) wahrhaftig überfragt, sucht mir die Stellen bitte einmal raus. So eine Tatsachenverdrehung. Egal, hoffnungslos, Aruula soll dem famosen Heroen wieder die Füße küssen, pfff, soll sie doch. In dieser Beziehung ist und bleibt sie schlicht... bescheuert.
Genug des heißen Dampfes, es erfolgt eine Explosion, aber es zerreißt nicht die Anlage, sondern generiert "bloß" ein Wurmloch. Die vier Gefährten nehmen die Beine in die Hand und flüchten mit PROTO aus der Soghölle. Der Roman hätte zum Schluss noch mindestens zwei Seiten vertragen, so bringt man ihn, aufgrund des Platzmangels, recht hastig zum Ende. Xaana liefert die absolut notwendigsten Infos über ihre Person und verabschiedet sich dann zum Hort des Wissens (der wohl wieder restauriert wird), um eine Pause einzulegen und nach einem Weg zu forschen, das Stonehenge-Tor zu aktivieren. Auf einem Dingi-Cruiser braust die davon. Wir werden sie wiedersehen, hoffentlich wieder in so fähigen Autorenhänden wie hier.

Fazit: 8,5 von 10 Trivideo-Games... obwohl, wollen wir mal nicht so sein, trotz der sensationell (furchtbar) herbeigelogenen Liebesgeständnisszene *würg*, hauen wir noch ein +0,5 für eine gelungene Xaana... Hamlet? Ericson? Drax? drauf, ergo;
9 von 10 Imago-Sphären!

*[ja, hat hier nichts zu suchen, aber dieser Müll ramponiert doch echt das Hirn, oder?]

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:46 Uhr bearbeitet)

erstellt am 06.05.14 20:37
Das Gleichgewicht schrieb:

Auf der anderen Seite ist mir der Roman teilweise arg konstruiert geschrieben. Da Xaana aber so ein interessanter Charakter ist, stört das kaum. Wenn schon Xij nicht zurück kehren kann soll Fans zumindest ihre Tochter erhalten bleiben. Was mich gestört hat hat sind Schlüsselpunkte in Xaanas Reise. Sie verliebt sich sofort in den erstbesten jungen Mann, den sie sieht. Sie will natürlich ausgerechnet gleich als erstes zum Cern, weil es dort so viel Technik gibt. Dort angekommen steht das Gelände noch und ist bewacht. Sicher haben schon Barbaren versucht dort einzudringen oder Mutantentierchen mussten verjagt werden. Aber als Xaanas Verfolger eintreffen wird die Wachmannschaft natürlich überrumpelt und niedergemacht.


Das sehe ich auch so. Für eine dunkle Zukunft der Erde sind da ziemlich viele nette Leute unterwegs. Ohne Vermögen oder Gegenleistungen von Stonehenge zum CERN zu gelangen ist schon krass.

Ich habe mich schon im Vorgängerroman darüber gewundert, warum da wohl noch NIE jemand hingereist ist, wenn das CERN so toll sein soll. Alleine die aus ihren Bunkern gekrochenen Technos müssen da doch zu hauft angeklopft haben.
Und dann in 369 will Xaana da natürlich sofort hin. *kopfschüttel*

Es soll ja der Story dienen, aber mal ehrlich.....total unverständlich.
Vielleicht sollte man über solche Dinge mal mehr nachdenken. Unterhaltung ist gut, aber bei sowas geht mir manchmal der Hut hoch.

Ansonsten fand ich die Reise recht gut beschrieben und die Kannibalen waren gut dargestellt. Die Rettung kam dann auch auch zack zack.

Schade das die gleich wieder durch die gefährliche Welt zurück auf die Insel reist. Und für die Überfahrt wohl das Dingi verkaufen muss. LOL

erstellt am 20.05.14 14:37
Spitzenroman. Ein richtig vergnügliches Survival-Road-Novel. Xaana macht sich gut in der Post-Apokalypse.
Gut, ein bissl zieht sie das Pech schon an, aber den Wagemutigen gehört die Welt oder wie heißt es so schön. Ihr Dad könnte stolz auf sie sein, wenn er von ihr wüsste.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 14:57 Uhr bearbeitet)

erstellt am 04.01.15 11:36
Gerade den Roman fertig gelesen.

Tatsächlich, wie Xaana die Überfahrt bezahlen will ohne ihr Dingi zu opfern ist eine gute Frage.

Dass sie sich direkt auf den Weg zum CERN gemacht hat finde ich nachvollziehbar. Das CERN ist technisch fortschrittlich, aber welcher Techno rechnet damit, dass die Anlage 500 Jahre überstehen würde? Außerdem, mehr als tolle Computer und den LHC hat die Anlage damit sowieso nicht zu bieten - und er braucht für den Überlebenskampf schon einen Teilchenbeschleuniger? Die Technos können ja nicht ahnen, dass dort Anitmaterie lagert.

Xaana kennt den Ort hingegen gut aus den Erzählungen ihres Adoptivvaters und weiß die Bedeutung der Anlage sicher aus ihrer Schuldbildung zu schätzen. Parallelwelten konnten sich noch mehr mit dem CERN anstellen als Matts.

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